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Veröffentlicht am 11.12.2021

Ein etwas anderer Adventskalender

Bittermandel-Honigherz
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Emily hat ihren Freund George verlassen, da dieser sie nicht richtig wertgeschätzt hat. Als er nicht wie erwartet zu ihr zurückkehrt, sondern sich mit einer anderen Frau verlobt, zieht es Emily den Boden ...

Emily hat ihren Freund George verlassen, da dieser sie nicht richtig wertgeschätzt hat. Als er nicht wie erwartet zu ihr zurückkehrt, sondern sich mit einer anderen Frau verlobt, zieht es Emily den Boden unter den Füßen weg.
Wie kann das sein?
Emily möchte Rache an George nehmen und lässt sich im Sinne eines Adventskalenders jeden Tag eine böse Tat einfallen. Allerdings geht nicht alles so auf wie gedacht und es kommt anders als Emily es erwartet hat.

Meine Meinung:
Das Cover ist schön gestaltet und versetzt einen schon beim Anschauen in Weihnachtsstimmung. Diese Stimmung hat Ada Lewis auch perfekt in ihren Roman eingeflochten. Auch der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Flüssig, humorvoll und trotzdem mit viel Gefühl, das hat mir richtig gut gefallen.

Emily ist ein clevere, kreative und momentan auch etwas frustrierte junge Frau, den ihr Exfreund hat die Trennung nicht wie gedacht bereut. Eigentlich will sie ihn nicht zurück, aber trotzdem erhofft sie sich, dass er wieder angekrochen kommt. Stattdessen hat er sich mit einer anderen Frau verlobt. An ihrem Geburtstag.
Auch ich hätte in dieser Situation alles andere als besonnen reagiert. Möglicherweise hätte ich ebenso wie Emily Rachepläne geschmiedet. Aber vermutlich hätte ich diese nicht umgesetzt.
Emily ist dehalb nicht nur mutiger, sondern auch unbedachter als ich. Bei jeder Aktion hätte sie erwischt werden können und auch ihr Jobverlust hindert sie nicht daran weiter zu machen.

Obwohl sie zwischendurch die Einsicht hatte, dass sie George gar nicht zurück möchte, neidet sie ihm alles.
Und das fand ich zu übertrieben. Klar, sie ist enttäuscht, sauer und eifersüchtig, aber so sieht sie das Gute nicht, das auch ihr passiert.
Ein toller neuer Job mit Kindern, tolle Beziehungen zu ihren Nachbarn und auch Ben, den sie kennenlernt.
Ich konnte ihre Sturheit irgendwann nicht mehr ganz nachvollziehen und das war auch der Punkt, wo mir der Spaß an den Aktionen vergangen ist und mich das Ganze nur noch gestört hat. Leider ging das noch über 70 Seiten so. Aber trotzdem habe ich viel Respekt vor dem Einfallsreichtum, mit dem sie sich an George gerächt hat.

Ben mochte ich sehr gerne. Er kümmert sich um seinen Neffen, ist freundlich, zuverlässig und sympathisch. Er passt gut mit Emily zusammen, den in seiner Gegenwart wirkte sie geerdet und mit sich selbst im Reinen. Ben wirkte wie ein beruhigender Faktor auf Emily, diese hat ihm im Gegenzug aufgeweckt und aus der Komfortzone herausgeholt. Das die Beiden sich so gut ergänzen gefällt mir sehr gut und sind mit Henri ein echtes Dreamteam. wirklich sehr schön!

Katie war jedoch die Person, die mir am allerbesten gefallen hat. Sie hat alles für Emily getan, hat sie zu jeder Zeit unterstützt und gleichzeitig versucht, sie vom schlimmsten abzuhalten.
Dabei war sie so humorvoll und charismatisch, einfach genial. Jeder bräuchte eine Freundin wie Kate!

Das Ende hat mir gut gefallen, denn alle Fäden sind hier zusammengelaufen und haben ein schönes Happy End ergeben. Das hat mir gut gefallen und mich auch etwas mit Emilys Verhalten versöhnt.

Mein Fazit:
Eine humorvolle Vorweihnachtsgeschichte, in der nichts normal abläuft. Aber so ist Emily und ihre Aktionen führen durch eine rasante Adventszeit, die anders endet als zu Anfang gedacht. Allerdings genau so, wie ich es mir gewünscht habe!

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Veröffentlicht am 05.12.2021

Ein krasser erster Teil!

Lady of the Wicked (Lady of the Wicked 1)
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Darcia Bonnet hat alles verloren und will sich nun rächen, indem sie zur Herrin der Wicked wird. Allerdings muss sie dafür einige schwere Aufgaben erfüllen. Allerdings macht sie dabei Bekanntschaft mir ...

Darcia Bonnet hat alles verloren und will sich nun rächen, indem sie zur Herrin der Wicked wird. Allerdings muss sie dafür einige schwere Aufgaben erfüllen. Allerdings macht sie dabei Bekanntschaft mir Valens, der in einer ähnlichen Situation wie Darcia steckt und ihre Hilfe benötigt.
Darcia lässt ihn jedoch immer wieder abblitzen, bis sie zusammen in eine Situation geraten, die sie zusammenschweisst und damit Darcias Zielen im Weg steht. Oder etwa doch nicht?

Meine Meinung:
Das Cover ist schön gestaltet worden und gefällt mir richtig gut. Der Schreibstil der Autorin ist sehr sachlich, brutal aber auch gleichzeitig gefühlvoll. Eine interessante Mischung, die durch die Vertonung noch mehr in den Vordergrund rückt.
Dazu tragen auch die drei Synchronsprecher bei. Alle drei Stimmen passen sehr gut zu den Figuren und besonders Moritz Pliquet und Sarah Grunert haben mir gefallen. Sie haben Valens und Ruth eine Seele geben und beide sehr sympathisch dargestellt. Das die Sache bei Dagmar Bittner etwas anders ist, hat damit zu tun, dass sie Darcia gesprochen hat. Darcia ist eine verbitterte, anstrengende und auch teilweise gefühllose junge Frau, die ihre Ziele vor alles andere setzt. Auch wenn ich die Stimme der Synchronsprecherin nach einiger Zeit als anstrengend empfand, bildet es doch genau Darcia ab. Damit hat sie den Charakter perfekt getroffen!

Darcia hat einiges erlebt, ist traumatisiert und sieht für ihre Lage keinen anderen Ausweg, als Herrin der Wicked zu werden. So kann sie ihre große Schwester wieder aus dem Reich der Toten zurückholen und zu ihren Eltern zurückkehren. Das damit jedoch auch andere Personen betroffen sind und zu leiden haben, interessiert sie nicht. Deshalb ist sie zu Beginn auch sehr abweisend gegenüber Valens, obwohl sie beide viel gemeinsam haben.
Ich mag Valens sehr, der sich mit sich und seiner Vergangenheit arrangiert hat. Wie Darcia ist auch er ist aus Babylon nach New Orleans geflüchtet, jedoch aus einem anderen Grund. Er wurde verflucht und Darcia soll ihm helfen diesen Fluch aufzuheben. Seine Bemühungen um Darcia machen ihn sympathisch und auch wie er mit ihr und anderen umgeht, hat mir sehr gefallen.
Indirekt habe ich viel über die Vergangenheit von Valens und Darcia durch Ruth erfahren. Aus ihrer Sicht wird das Leben in Babylon erzählt. Sie ist eine starke junge Frau, die als Stadtwache arbeitet, ihre Familie ernährt und versucht das richtige zu tun. Leider wurden nur wenige Kapitel aus der Sicht von Ruth erzählt, ich hätte mir mehr von ihr gewünscht.
Aber ich hoffe, da kommt noch einiges von ihr, denn sie scheint die Schlüsselperson zu sein.

Was ich etwas schwierig fand, waren die verschiedenen Abstufungen der Hexen. Das war auch zum Ende hin nicht immer klar, was der Unterschied zwischen einer Hexe und einer Hexia liegt und wie genau die Welt aufgebaut ist. Das finde ich sehr schade, denn die Thematik dahinter kommt klar heraus, nur die Details fehlen an vielen Stellen.

Das Ende hat mir gut gefallen, denn auf dieses Ereignis hat Darcia die ganze Zeit hingearbeitet. Allerdings hat das auch dazugeführt, dass sie sich wieder in die Darcia von Beginn entwickelt hat. Das hat mir nicht so gut gefallen.
Das Ende lässt auch einiges offen, z.B. was mit Valens passiert. Ich bin deshalb schon sehr gespannt auf den zweiten Band und wie es mit den Dreien weitergeht!

Mein Fazit:
Ein krasser, brutaler Einstieg in eine Welt, mit Magie und Schattenstädten. Auch wenn Darcia nicht die Sympathieträgerin ist, macht Valens vieles wieder gut und die Synchronsprecher sind genial! Die Geschichte um die Beiden und auch um Ruth ist sehr interessant und speziell, sodass ich mich schon jetzt sehr auf den zweiten Band und die Auflösung von vielen offenen Fragen freue!

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Veröffentlicht am 05.12.2021

Der erste der Mancini-Brüder

Sexy Filthy Boss (White Collar Brothers 1)
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Enzo ist so, wie man sich einen Horrorboss vorstellt. Laut, leicht exzentrisch, erfolgreich und unverschämt. Diese Eigenschaften lernt Annie schnell näher kennen, als sie für ihn übergangsweise als Assistentin ...

Enzo ist so, wie man sich einen Horrorboss vorstellt. Laut, leicht exzentrisch, erfolgreich und unverschämt. Diese Eigenschaften lernt Annie schnell näher kennen, als sie für ihn übergangsweise als Assistentin arbeiten muss. Durch die Marketingkampagne, an der sie beide gemeinsam arbeiten müssen, lmerkt Annie jedoch schnell, dass mehr hinter Enzos Mauern steckt als er zu zeigen bereit ist.
Die Spannung zwischen ihnen wird immer größer und was passiert, wenn sie einfach ihrer Leidenschaft nachgeben?

Meine Meinung:
Das Cover ist schön gestaltet und mir gefällt, dass das Gesicht nur zum Teil erkennbar ist. Die goldene Schrift passt perfekt dazu und auch der Titel hätte nicht besser gewählt sein können!
Der Schreibstil des Autorinnenduos Piper Rayne hat mich von der ersten Seite an überzeugt. Auch wenn ich schon einige Bücher der beiden gelesen habe: Es überrascht mich jedes Mal wieder, wie humorvoll, tiefgründig und flüssig die beiden schreiben können. Einfach unglaublich schön!

Annie habe ich auch gleich in mein Herz geschlossen. Sie ist ein fröhlicher, freundlicher und unglaublich sympathischer Mensch ohne naiv zu wirken. Das ihre Begeisterung sich in Grenzen hält, als sie Enzo als Assistentin zugeteilt wird, konnte ich total nachvollziehen. Trotzdem hat sie ihre Arbeit sehr professionell gemacht und sich davon nicht unterkriegen lassen.
Enzo dagegen mochte ich bis zum letzten Drittel des Buchs nicht so sehr. Er nimmt sich, was ihm gefällt ohne Rücksicht auf andere. Zwar sind Ansätze zur Besserung da, aber dann kommt die nächste Aktion und alles ist wie bisher.
Aus diesem Grund konnte ich Annies Schwärmereien und ihr Gefühle für ihn oft nicht nachvollziehen. Sie hat ihm vieles durchgehen lassen uns hat etwas zu oft seine Taten hingenommen oder sogar verteidigt.
Dabei ist sie selbst auf der Stecke geblieben. So sollte es nicht sein und das hat mir auch überhaupt nicht gefallen.

Was mir jedoch gefallen hat, war die Art wie die Autorinnen das wichtige Thema "Erfolgreiche Frauen" in die Handlung eingebettet haben. Ich fand es toll, wie Annie Enzo immer wieder darauf aufmerksam gemacht hat und auch dieser sich für Annies Beförderung ausgesprochen hat. Total realistisch fand ich, dass dieses Thema sich gezogen hat, den so ist es leider auch in der Realität. Überzeugungen lassen sich nicht einfach ändern und das ist auch der Grund dafür, dass Frauen noch immer weniger Geld verdienen als Frauen.
Wirklich toll, dass hat mir sehr gut gefallen!

Auch Enzos Familie und seine Brüder konnten mich komplett von sich überzeugen! Ich freue mich schon jetzt auf die weiteren Bände der Reihe!

Das Ende hat vieles wieder gut gemacht und ich fand es passend, dass auch hier nicht überhastet agiert wurde. Die Autorinnen haben für Annie und Enzo ein würdiges Happy End erschaffen, dass mir sehr gut gefallen hat.

Mein Fazit:
Annie habe ich ab der ersten Sekunde geliebt, aber Enzo hat es mir sehr schwer gemacht. Sein Verhalten hat mir weite Teile des Buchs nicht gefallen und auch nicht, wie Annie damit umgegangen ist. Trotzdem ein schöner Start der neuen Reihe und ich freue mich schon auf die weiteren Bände!

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Veröffentlicht am 28.11.2021

Findet man durch eine Radioshow die große Liebe?

Love is on Air
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Everly Dean und ihre Geburtstage stehen auf Kriegsfuß, das war schon immer so. An ihrem 30. Geburtstag ist es jedoch besonders schlimm, denn zuerst erwischt sie ihren Freund mit einer anderen und danach ...

Everly Dean und ihre Geburtstage stehen auf Kriegsfuß, das war schon immer so. An ihrem 30. Geburtstag ist es jedoch besonders schlimm, denn zuerst erwischt sie ihren Freund mit einer anderen und danach hat sie auf der Arbeit einen Aussetzer. Leider live im Radio.
Daraufhin entwickelt sich eine Suche nach ihrem Traummann, begleitet von den Radiohörern. Allerdings ist das gar nicht so einfach und eigentlich möchte Everly leiber ein Date mit ihrem Chef Chris. Aber das geht nicht, oder doch?

Meine Meinung:
Das Cover ist verspielt und süß gestaltet, es passt perfekt zum Inhalt des Romans. Auch der Schreibstil von Sophie Sullivan gefällt mir sehr gut. Sie bringt die Handlung sehr humorvoll rüber und unterhält mich als Leserin gut. Trotzdem schafft sie es den Charakteren tiefe zu geben und diese nicht ins lächerliche zu ziehen. Eine tolle Mischung, die mir sehr gefällt.

Everly ist pechbehaftet, freundlich, teilweise naiv und sehr intelligent. Vielleicht sogar zu intelligent. Aber sie kommt mit ihrer Sozialphobie gut klar und arbeitet sehr gerne als Regisseurin beim Radiosender. Als sie jedoch eine Liste mit Regeln erstellt und in die Radio-Datingshow gerät, steht ihr Chris zur Seite.
Chris tut alles, um sich Everly aus dem Kopf zu schlagen, schließlich hat er von seinem Vater eine Aufgabe erhalten und zudem ist Everly seine Angestellte.
Da die Handlung aus der Sicht von Everly und Chris erzählt wird, habe ich die innere Zerrissenheit der Beiden schnell erkannt. Auf unterschiedliche Weise sind beide totale Kopfmenschen und überdenken jede Entscheidung. Zumindest solange sie keinen Aussetzer haben. Das hat mir sehr gefallen, denn so habe ich Beide schnell und lieben gelernt. Ich konnte ihre Handlungen meistens gut verstehen und nachvollziehen, an einigen Stellen war mir die Nachgiebigkeit von Chris jedoch zu viel und kam mir überzogen vor.

Auch wenn Chris ein kommunikativer Mensch ist und besonders mit seinen Brüdern sehr offen umgeht, fällt es ihm nicht leicht sich auf Everly einzulassen. Das liegt auch an seinem Verständnis zu Beziehungen. Auch Everly hat hier Probleme, denn ihre Eltern sind ein besonders schlechtes Beispiel dafür. Mir hat gut gefallen, wie sich die Beide weiterentwickeln, trotz ihrer Ängste aufeinander zugehen und perfekt zusammen passen.

Besonders mochte ich auch, wie Everlys Sozialphobie eingebunden wurde. Diese wirkte in der Handlung überhaupt nicht aufgesetzt oder seltsam, sondern hat perfekt dazu gepasst.

Das Ende wurde für mein Empfinden zu schnell abgehandelt. Hier hätte ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht, so wirkte es auf mich etwas überstürzt. Trotzdem hat es mir gut gefallen.

Mein Fazit:
Ein humorvolles Buch über ein ungewöhnliches Datingabenteuer mit schönem Ausgang. Ein Wohlfühlbuch mit wichtiger Botschaft zu psychischen Krankheiten und das man sich davon nicht unterkriegen lassen soll!

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Veröffentlicht am 28.11.2021

Gefühlsmäßig leider eher frostig

Right Here (Stay With Me)
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Das Eiskunstlaufen ist für Lucy das wichtigste auf der Welt. Allerdings sehen das ihre Eltern nicht so und stellen ihr ein Ultimatum: Entweder sie gewinnt einen Wettkampf oder sie gibt ihre Leidenschaft ...

Das Eiskunstlaufen ist für Lucy das wichtigste auf der Welt. Allerdings sehen das ihre Eltern nicht so und stellen ihr ein Ultimatum: Entweder sie gewinnt einen Wettkampf oder sie gibt ihre Leidenschaft auf.
Durch einen kleinen Unfall beim Training lernt sie allerdings Jules kennen, der ihr zeigt was das Leben sonst noch alles zu bieten hat. Allerdings bringt er sie auch weg vom Eiskunstlaufen und Lucy muss sich entscheiden, was wirklich wichtig ist.

Meine Meinung:
Das Cover ist wunderschön gestaltet und passt perfekt zur kalten Jahreszeit und zu Eiskunstlaufen.
Das ist mein erstes Buch von Anne Pätzold und vielleicht sogar mein letztes. Ich bin leider mit ihrem Schreibstil nicht klar gekommen und habe sehr lange für das Buch benötigt.
Ich habe die Handlung als sehr ausschweifend erzählt empfunden, was mich gelangweilt und demotiviert hat. Teilweise musste ich mich zum weiterlesen fast schon zwingen.

Auch Lucy als Hauptcharakter konnte mich nicht überzeugen. Sie wirkte an manchen Stellen sehr naiv, zwanghaft und gestellt. Das liegt an ihren Unsicherheiten, aber es hat auch dazu geführt, dass ich vieles nicht nachvollziehen konnte.
Jules dagegen fand ich sehr sympathisch und niedlich. Er gibt sich mit Lucy und seinem Bruder so viel Mühe und ist mal ein ganz anderer Charakter, als man den Loveinterest sonst so aus Büchern kennt.
Allerdings fehlte das Knistern zwischen Lucy und Jules. An vielen Stellen hatte ich mehr das Gefühl, dass die Beiden nur befreundet sind. Das hat sich leider bis zum Ende durchgezogen und ist sehr schade. Besonders, da ich Jules sehr gerne mag und mir mehr führ ihn gewünscht habe.

Was mir jedoch gefallen hat, war die Entwicklung von Lucy. Zu Beginn noch unsicher, einsam und zurückgezogen taut sie langsam auf. Sie findet Freunde, geht aus und stellt sich gegen ihre Eltern. Das fand ich besonders toll, da die Beiden einfach gar nicht gehen. Die Beziehung zwischen Lucy und ihren Eltern würde ich sogar als toxisch beschreiben und ich habe mich sehr darüber gefreut, wie sie sich weiterentwickelt und aus dem Gefängnis ausgebrochen ist.
Allerdings hatte das auch Auswirkungen auf das Eiskunstlaufen und hier kam es mir manchmal so vor, als ob sich Lucy einfach aufgegeben hat. Und damit auch ihren Traum. Das war für mich nicht ganz nachvollziehbar und hier hätte ich mir eine bessere Aufarbeitung gewünscht.

Trotzdem hat mir das Ende gut gefallen und einiges abgerundet.

Mein Fazit:
Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Ich bin mit Lucy nicht warm geworden, auch wenn Jules vieles wieder gerade biegen konnte. Bei den Beiden als Paar haben mir die Gefühle und die Spannung gefehlt, auch wenn mir das Ende gut gefallen hat. Den zweiten Band werde ich nicht lesen.

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