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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.12.2018

interessante Story...

Muttertag
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"Muttertag" ist der 9. Band der Reihe, allerdings kann er ohne die Vorgängerbände gelesen werden.


Inhalt:
In "Muttertag" werden auf dem Hof eines scheinbar ermordeten alten Mannes drei Leichen gefunden. ...

"Muttertag" ist der 9. Band der Reihe, allerdings kann er ohne die Vorgängerbände gelesen werden.


Inhalt:
In "Muttertag" werden auf dem Hof eines scheinbar ermordeten alten Mannes drei Leichen gefunden. Der Verdacht liegt nahe, doch bald zeigen sich Hinweise, dass der Mörder nicht der ist, der zunächst auf der Hand lag. Ins Visier geraten einige Pflegekinder des Verstorbenen. Die Kommissare Oliver von Bodenstein und Pia Sanders landen in einer verstricken Mordermittlung, welche zu einem Spiel um Leben und Tod wird.

Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und somit gut und flüssig zu lesen. Die Seiten fliegen nur so dahin. Die Spannung wird langsam aufgebaut.

Die Charaktere sind toll beschrieben, nehmen aber nicht zu viel Raum ein. Auch die Handlungsorte sind so dargestellt, dass man sie sich als Leser gut vorstellen kann.

Hauptsächlich dreht sich die Story um das Aufklären des Mordfalls. Die Ermittlungen sind sehr gut und detailliert geschrieben. Als Leser kann man jeden Schritt nachvollziehen und ermittelt mit. Durch unterschiedliche Erkenntnisse gelangt man immer auf eine falsche Fährte. Durch immer neue Erkenntnisse wird es immer spanender.

Die Kapitel sind aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, was einen guten Eindruck über die Gesamtsituation gibt. Alle Perspektiven fügen sich am Ende perfekt zusammen.
Teile der Geschichte, werden auch aus Sicht des Mörders geschrieben, ohne diesen gezielt zu verraten.

Die Story ist sehr verstrickt, trotzdem ist diese so geschrieben, dass alles nachvollziehbar bleibt. Es ergibt sich eine tolle, spannende und interessante Geschichte.

Fazit:
"Muttertag" erzählt eine sehr interessante Geschichte, die teils weit in die Vergangenheit reicht, sich aber in der Gegenwart fortsetzt. Die Charaktere sind toll beschrieben und die Polizeiarbeit ist sehr detailliert.
Da sich die Geschichte erst langsam aufbaut und durch die vielen Ermittlungen nicht immer spannend ist, und man das Gefühl hat es passiert nichts, ziehe ich einen Stern ab. Trotzdem sehr zu empfehlen.

Veröffentlicht am 14.09.2018

solider Krimi...

Fünf plus drei
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"Fünf plus Drei" ist der dritte Teil der Berger & Blom Reihe von Arne Dahl. Diesen sollte man erst lesen, wenn man auch Teil 1 und 2 der Reihe kennt, da er sehr darauf aufbaut. Ohne Vorwissen aus den ersten ...

"Fünf plus Drei" ist der dritte Teil der Berger & Blom Reihe von Arne Dahl. Diesen sollte man erst lesen, wenn man auch Teil 1 und 2 der Reihe kennt, da er sehr darauf aufbaut. Ohne Vorwissen aus den ersten beiden Teilen, könnte es sehr schwierig sein der Geschichte zu folgen.


Inhalt:
Sam Berger ist der meist gesuchteste Mann Schwedens, da er für einen Mord verdächtigt wird, und befindet sich auf der Flucht. Seine Kollegin Molly Blom liegt im Koma und somit ist Berger auf sich allein gestellt. Der Geheimdienst benötigt jedoch bald seine Hilfe, da Berger der einzige ist der den Ex-Geheimdienstler Carsten aufspüren kann, welcher die siebzehnjährige Aisha gefangen hält. Berger begibt sich auf eine wilde Verfolgungsjagd, wobei er nicht nur sich und Molly in Gefahr bringt sonder auch das Schicksal der ganzen Landes Schweden auf dem Spiel steht.

Meine Meinung:
Obwohl ich die ersten beiden Teile gelesen habe bin ich nur schwer in die Geschichte reingekommen. Arne Dahl schreibt sehr verwirrend. Es passieren sehr viele Dinge im Hintergrund, welche nicht aufgeklärt werden. Man hat als Leser das Gefühl öfter etwas überlesen zu haben.

Die Spannung ist dadurch nur sehr wenig enthalten. Allgemein zeiht sich der erste Teil der Story sehr dahin. Auch lange Recherche-Arbeiten von Bergen nehmen die Spannung. Oft stellt sich die Frage "Wo haben sie das jetzt bitte her?", da sehr viele Geschehnisse voher nicht erklärt werden.
Erst im zweiten Teil des Buches steigert sich die Spannung. Arne Dahl bringt hier überraschende Wendungen, die logisch aufgebaut sind. Wobei ich einen Vorfall am Ende doch eher unrealistisch und arg konturiert. Es wirkt als ob Arne Dahl nochmal ein "Schockmoment" bringen wollte, was für mich dann etwas weit hergeholt wirkte.

Die Charaktere kommen hier etwas zu kurz, was jedoch dem geschuldet sein kann, dass es der 3. Teil der Reihe ist.

Die Story ist sehr verstrickt, was mit mehr Erklärungen für den Leser klaren werden würde. Leider bleibt man als Leser zu oft im Dunkeln, sodass die Story mehr verwirrt.
Das Ende ist toll gemacht und klärt ein bisschen was auf. Außerdem lässt es Platz für einen weiteren Teil der Reihe.

Fazit:
Da die Story sehr verstickt ist und der Leser oft im Dunkeln ohne Erklärungen zurückgelassen wird, wirkt die Geschichte sehr verwirrend. Dadurch fehlt, besonders in der ersten Hälfte die Spannung, erst im zweiten Teil wird es rasant und somit durchaus spannend. Die Ermittlungen sind interessant, könnten an manchen Stellen jedoch weniger sein und dafür an anderen Stellen (wichtigeren Stellen) besser erklärt werden.
Für mich ein solides Buch, wo es einige verbesserungswürdige Stellen gibt.

Veröffentlicht am 04.09.2018

kurz und spannend

Todesspiele
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"Todesspiele" ist eine Kurzgeschichtensammlung mit 16 Thrillergeschichten.

Das Buch ist eingeteilt in 3 Teile. Zum einen "Crime Scene Berlin", hier schreibt der Autor Thriller-Geschichten, welche in der ...

"Todesspiele" ist eine Kurzgeschichtensammlung mit 16 Thrillergeschichten.

Das Buch ist eingeteilt in 3 Teile. Zum einen "Crime Scene Berlin", hier schreibt der Autor Thriller-Geschichten, welche in der Hauptstadt Berlin angesiedelt sind. Dabei trifft man auf bekannte Charaktere aus den anderen Büchern von Martin Krist, beispielsweise Paul Kalkbrenner und seine Kollegin Sera Muth. Im Teil "Thrill Nation" gibt es Geschichten aus verschiedenen Winkeln in Deutschland, wie beispielsweise Dortmund oder der Nordseeinsel Juist. Im letzten Teil "Mystery World" sind die Geschichten mystisch angehaucht und beschreiben eine Mischung aus Wahn, Realität, Traum und Albtraum

Die Geschichten sind alle wenige Seiten lang und haben keinen Zusammenhang. Der Autor wechselt zwischen den Geschichten die Erzählperspektiven sowie die Schreibweise. Es gibt Geschichten aus der Ich-Perspektive, aus der Sicht eines Erzählers oder auch als Monolog eines Charakters. Dadurch ist jede Geschichte individuell und es wird abwechslungsreich.

Jede Geschichte beginnt (wie wahrscheinlich für Kurzgeschichten üblich) mitten im Geschehen. Alle Geschichten haben mich direkt gepackt und nie gelangweilt. Martin Krist versteht es besonders im letzten Abschnitt oder auch nur im letzten Satz einer Geschichte einen Überraschungsmoment einzubauen. Teils endet eine Geschichte mit einer Enthüllung, die direkt sehr viele Fragen aufwirft, die der Leser sich jedoch selbst beantworten muss. Auch Zwischendurch gibt es immer wieder Enthüllungen, welche die Storys spannend machen und zum direkten weiterlesen führen.

Mir haben alle Geschichten sehr gut gefallen. Teils waren sie etwas verwirrend, da aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben wurden, die zunächst keinen Zusammenhang zeigten. Dadurch kam es jedoch zu unerwarteten Wendungen, welche ich spannend und interessant war.

Fazit:

Die Kurzgeschichtensammlung gibt dem Leser einen Einblick in das Können der Autors, welches hier sehr breit gefächert ist. Es ist eine Mischung aus unterschiedlichen Thrillern und besonders die Verschiedenen Schreib-/Erzählweisen haben mir sehr gut gefallen.

Veröffentlicht am 19.08.2018

faszinierende erschreckende Welt

Vollendet - Die Flucht (Band 1)
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"Vollendet - Die Flucht" von Neal Shusterman ist Teil 1 einer Reihe!


Die Welt die Neal Shusterman in diesem Buch erschaffen hat ist gleichzeitig faszinierend wie erschreckend. Eltern können ihr Kinder ...

"Vollendet - Die Flucht" von Neal Shusterman ist Teil 1 einer Reihe!


Die Welt die Neal Shusterman in diesem Buch erschaffen hat ist gleichzeitig faszinierend wie erschreckend. Eltern können ihr Kinder als Organspender freigeben, sie werden zur Umwandlung geschickt. Und das nicht erst wenn sie tot sind, sondern gang legitim im Alter zwischen 13 und 16. Man erfährt das System nach und nach im Hintergrund. Die Welt ließ mich einige male Schlucken, zumal man das Gefühl bekommt, dies könnte tatsächlich auch mal in unserer Welt passieren. Trotzdem ist es gepaart mit Fantasy-Elementen. Meiner Meinung nach eine tolle Kombination.

Im Vordergrund stehen die Protagonisten Connor, Risa und Lev, die aus unterschiedlichen Gründen zur Umwandlung freigegeben wurden. Die ganze Story dreht sich um ihre Flucht und die Probleme dabei. Die Spannung ist dabei immer da. Zwischendurch hat man das Gefühl es würde sich gleich in die Länge ziehen, da länger nichts passiert ist. Doch dann kommt wieder etwas vollkommen unvorhergesehenes und die Spannung steigt stark an. Das ist sehr gut gemacht. Ich bin nicht mit jedem der Protagonisten ganz warm geworden, was mich jedoch nicht gestört hat.

Der Schreibstil ist super zu lesen und die Seiten fliegen so dahin. Die Spannung wird auch durch die kurzen Kapitel aus vielen unterschiedlichen Perspektiven hervorgerufen.

Die Story ist von Anfang bis Ende sehr gut durchdacht. Manchmal tauchen Kapitel auf, die zunächst nicht auf einen Zusammenhang hindeuten, sich jedoch schnell in die Geschehnisse einfügen und ein wichtiges Element bilden. Am Ende ist die Spannung nochmal sehr hoch und das System der Umwandlung wird sehr deutlich. Ganz abgeschlossen ist das Buch nicht und verspricht mehr.

Zusammenfassung:
Eine faszinierende und gleichzeitig erschreckende aber unglaublich gut aufgebaute Welt. Viele verschiedene Perspektiven, die es ermöglichen die Story von allen Seiten zu sehen. Die Spannung ist immer hoch und lässt die Seiten so dahinfliegen.
Für mich ein großartiger Auftakt, der noch Luft lässt für den Rest der Reihe.

Veröffentlicht am 02.08.2018

spannender Thriller, dem teils die Tiefe fehlt

Der Schatten
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Das Buch „Der Schatten“ von Melanie Raabe ist ein Thriller, der von Anfang bis Ende eine unterschwellige Spannung hat, dass man das Buch kaum weglegen kann.

Inhalt:
Norah zieht von Berlin nach München ...

Das Buch „Der Schatten“ von Melanie Raabe ist ein Thriller, der von Anfang bis Ende eine unterschwellige Spannung hat, dass man das Buch kaum weglegen kann.

Inhalt:
Norah zieht von Berlin nach München um ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Auf der Straße trifft sie eine Bettlerin, die ihr prophezeit: „Am 11.Februar wirst du einen Mann namens Arthur Grimm am Prater töten. Aus freien Stücken. Und mit gutem Grund“. Norah denkt von sich, dass sie eigentlich keiner Fliege etwas zu leide tun kann und schon gar keine Mörderin sein kann. Doch genau der 11. Februar ist ein Datum, an dem etwas in Norahs Vergangenheit passiert ist, dass sie nie vergessen wird. Als auch noch ein Mann mit dem Namen „Arthur Grimm“ in ihr Leben tritt, kann dies kein Zufall sein. Ob Norah zur Mörderin wird und ob sie wirklich einen guten Grund haben wird, erfahren wir in diesem Buch.

Meine Meinung:
Das Buch ist in kurze Kapitel unterteilt, die auch nochmal mehrere Abschnitte enthalten. Melanie Raabe hält sich nicht an langen Erklärungen oder Beschreibungen auf. Geschrieben ist es in der 3. Person. Ich finde das sehr gut, da man als Leser so einen richtigen Überblick hat.

Der Schreibstil ist sehr locker und toll zu lesen. Teilweise schreibt Melanie Raabe recht oberflächlich. Dies hat mir bezüglich der Umgebung und einigen Geschehnissen ganz gut gefallen. Leider fehlt dann aber die Tiefe bei der Beschreibung ihrer Charaktere. Die Spannung ist trotzdem konstant da, bewegt sich die meiste Zeit unterschwellig.

Hauptsächlich dreht es sich um Norah und ihr Leben und ihre Probleme in Wien. Teils fand ich sie echt nervig und vor allem ab und zu in ihren Handlungen widersprüchlich. Die anderen Charaktere, wie Norahs Freunde oder andere Personen die sie in Wien trifft werden sehr wenig beschrieben. Ich konnte sie mir nur schwer vorstellen Die Vergangenheit von Norah, die meiner Meinung nach extrem interessant wäre, wird mehr oder weniger nur erwähnt. Eine genaue Beschreibung und Aufklärung gibt es nicht. Auch nicht am Ende. Das fand ich sehr schade.

Am Schluss gibt es eine schlüssige Ausklärung und die Spannung wird nochmal etwas erhöht. Trotzdem hat mir irgendwas gefehlt, dass ich nicht genau beschreiben kann.

Ein toller Thriller, der nicht brutal ist. Die Story ist logisch ausgearbeitet, geht jedoch nicht immer in die Tiefe.