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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2022

Traust du dir selbst?

Das Schlaflabor
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Das Cover wirkt sehr kühl und distanziert. Durch die Farbwahl und den zentral gestellten und beleuchteten Operationstisch wird ein schöner Bogen zum Genre geschlagen. Der Klappentext konnte mich zudem ...

Das Cover wirkt sehr kühl und distanziert. Durch die Farbwahl und den zentral gestellten und beleuchteten Operationstisch wird ein schöner Bogen zum Genre geschlagen. Der Klappentext konnte mich zudem neugierig auf den Inhalt machen. Da ich zuvor die Bücher von Marc Meller immer sehr überzeugend fand...musste ich dieses Buch einfach lesen.

Bereits der Prolog konnte mich in seinen Bann ziehen. Was kann Schlafmangel bewirken? Wie weit würdest du für einen guten Schlaf gehen? Wozu bringt dich ein enormer Schlafmangel? Wie wenig Schlaf kannst du ertragen? Kannst du dir noch selbst trauen?

Durch den flüssigen und fesselnden Schreibstil von Marc Meller ist mir der Einstieg in die Geschichte sehr leicht gefallen. Wir begleiten Tom, der an einer Schlafstörung leidet und sich nichts mehr wünscht als Schlaf. Seine Verzweiflung und der Wunsch nach einem erholsamen Schlaf werden sehr realistisch und plausibel beschrieben. Ich habe mit Tom gelitten.

Nach und nach werden auch weitere Nebencharaktere eingeführt und es kommt zu mehreren Verbrechen. Über allem schwebt die Frage: Wer war es? Wem kann Tom noch trauen? Vielleicht noch nicht einmal sich selbst?

Die Spannung wird im Laufe der Story immer greifbarer. An einigen Stellen könnte es fast jede*r gewesen sein. Ich konnte miträtseln und wilde Theorien aufstellen, verwerfen, umstellen und wieder verwerfen. Am Ende konnte mich Marc Meller tatsächlich nochmal überraschen. Zwar hatte ich einen Teil der Auflösung bereits vermutet, aber einige Punkte hätte ich nicht so erwartet. Lest es dafür am besten selbst :) Dennoch sind für mich am Ende zu viele Fragen unbeantwortet geblieben. Leider wirkte das Ende auf mich nicht wirklich rund. Für mich persönlich schade...aber Geschmacksache.

Absolut passend und bereichernd für die Story sind die biologischen und neurologischen Hintergrundinfos. Toll recherchiert und ideal in die Story integriert geben die zusätzlichen Infos der Story eine höhere Realität und alle Details spielen rundum zusammen. Eine echte Bereicherung für die Story und eine tolle Investition in ein intensiveres und schöneres Leseerlebnis.

Insgesamt ein gelungener Thriller von Marc Meller. Ich kann das Buch empfehlen, aber würde es nicht als sein stärkstes Werk bezeichnen. Dennoch wurde ich unterhalten und freue mich auf weitere Bücher des Autors.

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  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 30.10.2022

Fesselnd von der ersten Seite

The Lost Crown, Band 1: Wer die Nacht malt (Epische Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Jennifer Benkau)
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Das Cover hat mich sofort neugierig gemacht. Die goldene Krone verläuft auf ihrem Gesicht und wirkt magisch. Ich habe direkt „verlorene Mächte“ mit dem Cover in Verbindung gebracht. In der Kombi mit dem ...

Das Cover hat mich sofort neugierig gemacht. Die goldene Krone verläuft auf ihrem Gesicht und wirkt magisch. Ich habe direkt „verlorene Mächte“ mit dem Cover in Verbindung gebracht. In der Kombi mit dem Klappentext (findet ihr in den Kommentaren), musste ich das Buch unbedingt lesen.

Schon innerhalb der ersten Kapitel nimmt die Story Geschwindigkeit auf. Ich war von Beginn an in einem tollen Lesefluss. Das lag nicht zuletzt an dem flüssigen und fesselnden Schreibstil. Jennifer Benkau konnte mich in ihren Bann ziehen und mir zauberhafte Lesestunden bereiten. „The Lost Crown“ war mein erstes Buch von der Autorin. Sicherlich wird es nicht das einzige Buch bleiben, welches ich von ihr lesen werde.

Neben dem flüssigen und packenden Schreibstil überzeugt die Story zusätzlich mit schön ausgestalteten Spannungsbögen. Hier ist eine Kombination aus Informationen zu den Protagonisten und spannenden Stellen sehr gut gelungen. An diesen fesselnden Stellen konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Das hat mir sehr gut gefallen.

Meine Kritik liegt lediglich in den offenen Fragen, die zum Ende des Buches hin noch offen bleiben. Es kommt zwar im Frühjahr bereits Band 2 (den werde ich auch auf jeden Fall lesen), aber ein paar Fragen hätten für mich gerne noch aufgelöst werden können.

Insgesamt ist „The Lost Crown“ für mich ein gelungenes Buch. Ich freue mich schon auf den zweiten Band und werde diesen auf jeden Fall lesen. Durch den tollen Schreibstil und die spannenden Stellen in Kombination mit interessanten Charakteren gibt es von mir eine Leseempfehlung für „The Lost Crown“.

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Veröffentlicht am 15.09.2022

Gefühlvoll

Catching up with the Carters - In your words
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Das Cover passt perfekt zum ersten Band und hat einen hohen Wiedererkennungswert. Ich finde die Farben noch schöner als von Band 1. Sehr gelungen. Ich freue mich das Buch im Regal stehen zu haben. Auch ...

Das Cover passt perfekt zum ersten Band und hat einen hohen Wiedererkennungswert. Ich finde die Farben noch schöner als von Band 1. Sehr gelungen. Ich freue mich das Buch im Regal stehen zu haben. Auch der Klappentext konnte mich wieder überzeugen. Ich war direkt neugierig und musste auch den zweiten Band unbedingt lesen.

Thematisch begleiten wir in Band 2 ein neues "Protagonisten-Paar". Dennoch bekommen wir Einblicke in das Leben der Protagonisten aus dem ersten Band. Die kurzen Einblicke in das Leben der beiden nach dem Ende von Band 1 hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte die beiden sehr und war neugierig, wie es mit ihnen weitergeht. Daher würde ich allen empfehlen die Bücher nacheinander zu lesen und nicht mit diesem zweiten Band zu starten.

Auch die beiden Protagonisten aus diesem Band waren mir sehr sympathisch. Ich habe die beiden sehr gerne begleitet. Obwohl der Reality-TV-Aspekt etwas kurz kommt (hier hätte ich mir ein bisschen mehr gewünscht, da es mir in Band 1 sehr gut gefallen hat), konnte mich die Story überzeugen.

Fam Schaper schafft es mit ihren Worten eine fesselnde und gefühlvolle Atmosphäre zu schaffen, die unter die Haut geht. Die Gefühlswelt und die Hintergründe der beiden Protagonisten wird greifbar und nachvollziehbar beschrieben. Ich konnte mit beiden sehr gut mitfühlen. Einfach toll.

Insgesamt ein rundum gelungenes Buch mit viel Gefühl und einem perfekten Schreibstil. Ich freue mich sehr auf den dritten Band.

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Veröffentlicht am 21.08.2022

Außergewöhnlicher Ermittler

Bruch
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Das Cover und der Klappentext haben mich direkt angesprochen. Das Cover sticht durch die Wahl der Signalfarbe heraus und ist (typisch für das Genre) eher düster gestaltet. Passend dazu hat mich der Klappentext ...

Das Cover und der Klappentext haben mich direkt angesprochen. Das Cover sticht durch die Wahl der Signalfarbe heraus und ist (typisch für das Genre) eher düster gestaltet. Passend dazu hat mich der Klappentext neugierig auf den Ermittler Bruch gemacht. Bereits nach den ersten Sätzen wird deutlich, dass er ein enormes Päckchen zu tragen hat. Was ihn zu dem macht, der er nun ist, wird jedoch erst im Laufe der Story deutlich.

Ich mochte Bruch von Beginn an. Er ist ein sehr spezieller Charakter mit vielen Eigenarten. Gerade das macht ihn jedoch interessant. Ich war neugierig, was ihm in der Vergangenheit zu dem gemacht hat, wie er nun ist. Auch die Interaktion mit seiner neuen Kollegin Schauer war interessant zu beobachten. Besonders bei Krimis ist mir das Ermittlerteam sehr wichtig. Hier passt es perfekt. Es kommt zu Zankereien und den üblichen Problemen bei der Eingewöhnung. Beide haben eine bewegende Vorgeschichte und müssen einige Hürden überwinden, bevor sie ein Team werden. Schön ausgearbeitet und durchaus gelungen. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit den beiden in den nächsten Bänden.

Trotz der sehr präsenten Darstellung der Ermittler und dessen Geschichte, kommt die eigentliche Ermittlungsarbeit und der Fall nicht zu kurz. Spannungsmäßig wird in diesem Buch einiges geboten. Der eigentliche Vermisstenfall wirft schnell weitere Fragen auf. Innerhalb der Ermittlungen treffen wir Leser*innen auf skurrile Charaktere und komische Zeugen. Am Ende ist nichts so wie es scheint und längst abgeschlossene Fälle spielen plötzlich wieder eine Rolle.
Was ich damit meine müsst ihr allerdings selbst lesen ;)

Besonders hervorheben möchte ich zudem die tolle Gestaltung der Kapitelanfänge. Die Struktur von Ästen und Blättern vom Cover wird zu Beginn der Kapitel aufgegriffen. Eine tolle Idee. Im Bereich von Krimis und Thrillern habe ich das bisher sehr selten gesehen. Daher ein Pluspunkt für dieses Buch.

Fazit:
Ein schöner Kriminalroman mit außergewöhnlichem Protagonisten. Der Ermittler ist ein sehr spezieller Charakter, aber ich mochte ihn total.
Die Story ist spannend und hält alles bereit, was man sich von einem Krimi wünscht.
Ich werde die Reihe im Auge behalten. Ich freue mich auf die Folgebände.

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Veröffentlicht am 17.08.2022

Leseempfehlung

Sanfte Einführung ins Chaos
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Mit "Sanfte Einführung ins Chaos" habe ich einen Ausflug in ein neues Genre gewagt und bin positiv überrascht worden. Nach dem interessanten Klappentext mit dem eindrücklichen ersten Zitat "Ich bin schwanger. ...

Mit "Sanfte Einführung ins Chaos" habe ich einen Ausflug in ein neues Genre gewagt und bin positiv überrascht worden. Nach dem interessanten Klappentext mit dem eindrücklichen ersten Zitat "Ich bin schwanger. Und ich will es nicht bekommen." wollte ich das Buch unbedingt lesen.

Ich habe oftmals das Gefühl, dass es viele Themen gibt, die in unserer Gesellschaft ignoriert und überhaupt nicht thematisiert werden. Ungewollte Schwangerschaften, Schwangerschaftsabbrüche und die Lebensplanung als Paar gehören da auf jeden Fall dazu. Besonders das Thema der Schwangerschaftsabbrüche ist umstritten. Eine mutige und tolle Entscheidung ein Buch zu dem Thema zu schreiben. Sicherlich kein einfaches Gebiet...und mit vielen kontroversen Meinungen verknüpft.

Der Autorin ist, meiner Meinung nach, eine tolle Balance zwischen emotionalen Elementen und Fakten gelungen. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl belehrt zu werden oder Vorgaben zu bekommen, wie man sich in einer solchen Situation verhalten soll. Ein toller und tiefgründiger Schreibstil, der dem Thema "Schwangerschaft, Schwangerschaftsabbruch und den gesellschaftlichen Anforderungen an Mann und Frau" gerecht wird. Ich wurde zwar nachhaltig zum Nachdenken angeregt, aber nicht belehrt. Eine rundum gelungene Umsetzung.

Dennoch bekommen wir als Leser*innen Einblicke in die Gefühlswelt der Betroffenen. Wir begleiten die beiden Protagonisten Marta und Daniel. Nach einer Einführung in das gemeinsame Leben des Paars und dem positiven Schwangerschaftstest wird beiden Raum für ihre Ansichten gegeben. In mehreren Kapiteln begleiten wir die beiden jeweils einzeln durch eine Phase der Ratlosigkeit, des Erinnerns und des Entscheidung Treffens. Beide Standpunkte werden gut nachvollziehbar erläutert. Ich konnte Marta und auch Daniel gut nachvollziehen.

Besonders innerhalb der Sichtweisen von Daniel werden Zukunftspläne und der Einfluss der Vergangenheit auf das spätere Leben und die Entscheidungsfindung thematisiert. Es wird deutlich, dass nicht das gesamte Leben vorab geplant werden kann.

Trotz dieser Offenheit und der Transparenz war mir bis zum Ende nicht klar, ob die beiden das Kind bekommen werden oder nicht. Diese Entscheidung verrate ich hier natürlich auch nicht. Lest es lieber selbst.

Das Buch wirft Fragen auf, die in unserer Gesellschaft auftauchen und regt an vielen Stellen zum Nachdenken an. Keine leichte Kost und es braucht definitiv eine Triggerwarnung, aber dennoch interessant zu lesen.

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