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Veröffentlicht am 28.02.2026

Beeindruckende Frauen

Die Riesinnen
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Es gibt Bücher, da lese ich die erste Seite und denke, das könnte ein Highlight werden. Sowas passiert mir nicht oft, aber bei dem Roman „Die Riesinnen“ von Hannah Häffner war das mal wieder der Fall. ...

Es gibt Bücher, da lese ich die erste Seite und denke, das könnte ein Highlight werden. Sowas passiert mir nicht oft, aber bei dem Roman „Die Riesinnen“ von Hannah Häffner war das mal wieder der Fall.

Die Riesinnen, das sind drei Frauen, drei Generationen - Mutter, Tochter, Enkelin - in einem kleinen Dorf im Schwarzwald.
Die Geschichte beginnt in den 1960er Jahren und erstreckt sich dann über mehrere Jahrzehnte.

Da ist zuerst mal Liese, die in die Metzgerei ihres Mannes einheiratet und dabei so vieles erdulden muss. Dann ihre rebellische Tochter Cora, die die Enge des Dorfes nicht erträgt und die Heimat verlässt. Sie will in die Welt hinaus und ihren eigenen Weg finden. Und dann ist da noch Enkelin Eva, die traditionell und modern zugleich ist.

Hannah Häffner ist mit "Die Riesinnen" ein starker Generationenroman gelungen, der mich wirklich gefesselt hat. Was für eine kraftvolle Geschichte über drei beeindruckende Frauen!
Drei Frauen, drei Schicksale, untrennbar miteinander verbunden. Und jede dieser Frauen ist auf ihre eigene Art eine Riesin. Stark und widerstandsfähig.

Brillant wurde auch die Atmosphäre des Schwarzwalddorfes eingefangen. Man riecht förmlich den Duft der Tannen, hört das Läuten der Kirchenglocken und spürt die bedrückende Enge, aber auch die Geborgenheit dieser kleinen Welt. Die 1960er und auch Jahre danach werden so lebendig, als wäre man selbst dabei gewesen.

Ich bin sehr begeistert von dieser Lektüre.
Absolute Leseempfehlung für alle, die kraftvolle Frauengeschichten und atmosphärische Familienromane lieben!

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Mut und Moral

Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels
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„Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels“ war mein erstes Buch von Vea Kaiser, und ich bin begeistert.
Schon nach wenigen Seiten war ich völlig in der Geschichte gefangen. Angelika Moser ist eine ...

„Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels“ war mein erstes Buch von Vea Kaiser, und ich bin begeistert.
Schon nach wenigen Seiten war ich völlig in der Geschichte gefangen. Angelika Moser ist eine beeindruckende Figur: stark, entschlossen und bereit, alles für ihren Sohn zu tun. Dabei überschreitet sie Grenzen, die man als Leserin mit angehaltenem Atem verfolgt.

Der Roman spielt zwischen dem Wiener Gemeindebau und dem eleganten Grand Hotel. Zwei Welten, die Kaiser mit großer Beobachtungsgabe gegenüberstellt. Besonders spannend fand ich, wie sie das Thema sozialer Aufstieg behandelt: Was passiert, wenn jemand seine Herkunft hinter sich lässt? Wie weit darf man gehen, um ein besseres Leben zu schaffen?

Die Sprache ist lebendig, die Dialoge wirken echt und oft wunderbar wienerisch. Trotz ernster Themen liest sich das Buch leicht und unterhaltsam, manchmal traurig, manchmal witzig, aber immer berührend.

Ein Roman über Mut, Moral und Mutterliebe, der lange nachklingt. Für mich eine echte Entdeckung und bestimmt nicht das letzte Buch, das ich von Vea Kaiser lese.
Ganz klar fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Atmosphärische Familiengeschichte

Das Flüstern der Marsch
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Drei Generationen, ein verschwundenes Familienmitglied und die Weite der Marsch, die zugleich Kulisse und Charakter ist. Der Roman beginnt mit dem mysteriösen Verschwinden von Oma Annemie kurz vor dem ...

Drei Generationen, ein verschwundenes Familienmitglied und die Weite der Marsch, die zugleich Kulisse und Charakter ist. Der Roman beginnt mit dem mysteriösen Verschwinden von Oma Annemie kurz vor dem 80. Geburtstags ihres Mannes Karl und führt uns tief hinein in ein Netz aus Erinnerungen und Geheimnissen.

Annemie erzählt von den 1960er Jahren, Freya aus den 1990ern, und Mona und Janne bleiben mit uns in der Gegenwart. Diese verschiedenen Erzählebenen verweben sich zu einer Geschichte, die nie an Spannung verliert, sondern uns von Anfang an mitnimmt und uns bis zum Ende nicht mehr loslässt.

Die tollen Naturbeschreibungen, die die Marschlandschaft spürbar machen, runden diese tief berührende, tragische Geschichte perfekt ab.
Ich habe „Das Flüstern der Marsch“ richtig gerne gelesen und kann es euch uneingeschränkt empfehlen.
Das Buch ist ideal für alle, die gerne emotionale, geheimnisvolle Familienromane mögen verwoben mit wunderbar atmosphärischen Landschaftsbeschreibungen.

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Die Schatten der Vergangenheit

Die Verlorene
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Änne, Ellen und Laura – Großmutter, Mutter und Tochter – stehen im Mittelpunkt von „Die Verlorene“ von Miriam Georg. Jede von ihnen trägt ihre eigenen Erinnerungen, Hoffnungen und unausgesprochenen Gefühle, ...

Änne, Ellen und Laura – Großmutter, Mutter und Tochter – stehen im Mittelpunkt von „Die Verlorene“ von Miriam Georg. Jede von ihnen trägt ihre eigenen Erinnerungen, Hoffnungen und unausgesprochenen Gefühle, die das Familienleben prägen. Laura spürt, dass es Dinge gibt, die ihre Familie verschweigt, und wird neugierig, die Geschichte ihrer Großmutter besser zu verstehen. Dabei stößt sie auf Briefe, alte Fotos und Erinnerungsstücke, die mehr über das Leben ihrer Familie verraten, als sie zunächst ahnt. Auf ihrer Spurensuche entdeckt sie nicht nur historische Zusammenhänge und Orte ihrer Familiengeschichte, sondern auch, wie eng Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben sind.

Der Roman springt in einzelnen Kapiteln zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her. Immer wieder reisen wir zurück in die 1940er Jahre.

Ab der ersten Seite war ich vollkommen in der Geschichte versunken. Miriam Georg gelingt es, historische Ereignisse mit einer sehr persönlichen Familiengeschichte zu verweben und dabei Figuren zu erschaffen, die einem richtig nahekommen. Und alles wirkt gerade deshalb so eindringlich, weil gezeigt wird, wie viel Macht das Ungesagte und Verschwiegenes in Familien haben kann. Diese leisen Zwischentöne berühren tief und lassen den Roman noch lange nachklingen.

„Die Verlorene“ ist ein sehr emotionales, bewegendes und beeindruckendes Buch, das ich sehr gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 23.07.2025

Ein starkes Debüt

Himmel ohne Ende
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Julia Engelmann kann nicht nur Poetry Slam – jetzt erzählt sie zum ersten Mal eine Geschichte. Und die geht ganz leise, aber tief unter die Haut.

Charlie ist zwischen Kindsein und Erwachsenwerden gefangen. ...

Julia Engelmann kann nicht nur Poetry Slam – jetzt erzählt sie zum ersten Mal eine Geschichte. Und die geht ganz leise, aber tief unter die Haut.

Charlie ist zwischen Kindsein und Erwachsenwerden gefangen. Ihr Vater ist weg, ihre Mutter hat einen neuen Partner, und in der Schule läuft längst nicht alles rund. Selbst ihre beste Freundin distanziert sich, und dann verliebt sich ausgerechnet diese in den Jungen, den Charlie mag.

Der Sommer fühlt sich schwer an, bis Kornelius – genannt Pommes – in ihre Klasse kommt. Mit ihm kann Charlie wieder offen reden und spürt, dass sie nicht allein ist.

Der Roman ist schmerzlich schön – ehrlich und mit viel Herz erzählt, ohne zu dramatisch zu werden. Zwischen traurigen Momenten gibt es immer wieder auch humorvolle und lebensnahe Szenen, die das Ganze mit einer angenehmen Leichtigkeit tragen. Man möchte Charlie einfach in den Arm nehmen und ihr zeigen, dass alles gut wird. Es ist eine Geschichte über Selbstzweifel, Freundschaft und den Mut, sich auf Neues einzulassen. Ein stiller Roman voller Wärme und ehrlicher Gefühle, der lange nachklingt.

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