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Veröffentlicht am 10.06.2021

Tatsächlich ein Sommerwohlfühlroman

Sommer im kleinen Glückscafé
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Das Cover trägt schon dazu bei, eine sommerliche-wohlfühl-Stimmung aufkommen zu lassen. Es entführt uns direkt in den oberpfälzischen Ort Lerchenbach.

Lerchenbach ist der Ort, an dem schon ein weiteres ...

Das Cover trägt schon dazu bei, eine sommerliche-wohlfühl-Stimmung aufkommen zu lassen. Es entführt uns direkt in den oberpfälzischen Ort Lerchenbach.

Lerchenbach ist der Ort, an dem schon ein weiteres Buch von Susanne Hanika spielt. Da dieser Teil aber in sich abgeschlossen ist und nur kleine Bezüge zum ersten Teil aufweist, lässt er sich prima lesen, ohne die anderen Bücher zu kennen. Zur Einordnung, der erste Teil handelt von Bell, die auf einem kleinen Bauernhof lebt und ihrer Schwester. Dieser Teil endet damit, dass eine Figur auftaucht, die sich für einen dritten Teil eignet.

Dieser Teil handelt von Bells bester Freundin Miriam, die ihr Cupcake Cafe in Lerchenbach eröffnen möchte. Miriam ist sozusagen eine gebürtige Lerchenbacherin und hat ihre Kindheit und Jugend dort verbracht. Deshalb trifft sie ihre Jugendliebe Leon wieder, den sie aber eigentlich viel lieber durch den sympathischen Tierarzt Marius ersetzen will.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig zu lesen und beschreibt die Landschaft ausführlich. Dies habe ich sehr gemocht, da ich mich so in die Landschaft und die Umgebung von Miriam hineinversetzen konnte. Dies wirkte aber nie zu viel, sodass eine sommerliche Landschaft vor meinem inneren Auge entstehen konnte.
Darüber hinaus hat mir gut gefallen, dass die Geschichte aus zwei unterschiedlichen Perspektiven erzählt wurde. Das hat mich zunächst ein wenig verwundert, dass die andere Perspektive neben Miriam die Perspektive von Leon war. Ich möchte an dieser Stelle aber nicht mehr dazu verraten.

Die Charaktere waren mir allesamt sehr schnell sympathisch. Das ganze Örtchen hat einen sehr harmonischen Eindruck gemacht, einfach zum Wohlfühlen also. Miriam mochte ich besonders durch ihre quirlige Art und dass sie sich nicht von ihrem Traum abbringen lässt. Leon hingegen hat seinen Traum schon verwirktlicht und muss sich nun gegen die Widerstände seines Vaters zur Wehr setzen. Einen besonderen Witz bekam das Buch durch Miriams Tante und ihre beste Freundin, die sie nach Kuchen fragten, den es nicht im Kaffee gibt oder Miriams Bruder der neue Gerichte auf die Tafel schrieb.

Einen Kritikpunkt habe ich, trotz der ganzen Wohlfühlatmosphäre war mir die Geschichte sehr schnell zu vorhersehbar und deshalb wurde die Spannung stark rausgenommen. Außerdem gab es vereinzelt Rechtschreibfehler.

Alles in allem überwiegt aber die positive Stimmung des Buches, weshalb es von mir 4 von 5 Sternen für diesen Sommerroman gibt.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 10.06.2021

vom Ende zweier Ehen

Liebe auch an Regentagen
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Das Cover gefällt mir gut und passt gut zu Laurens Leidenschaft für Gärten. In einem Garten trifft sie auf den Landschaftsarchitekten Beau, der wie sie gerade seine Scheidung durchlebt. Die beiden freunden ...

Das Cover gefällt mir gut und passt gut zu Laurens Leidenschaft für Gärten. In einem Garten trifft sie auf den Landschaftsarchitekten Beau, der wie sie gerade seine Scheidung durchlebt. Die beiden freunden sich an und es wird aus verschiedenen Perspektiven die Geschichte von Lauren, Beau und seinem besten Freund Tim erzählt.
Die zentralen Themen des Romanes sind Scheidung und Selbstfindung. Diese finde ich gut und einfühlsam umgesetzt. Durch das Erzählen der Geschichte aus verschiedenen Perspektiven gab es eine eigene Spannung, sodass das Buch sehr kurzweilig war. Das Thema war gut umgesetzt, allerdings ist das Ende für mich noch etwas zu "happy end" mäßig verlaufen. Auf der anderen Seite möchte niemand einen Roman mit schlechtem Ende lesen, sodass es noch in Ordnung war.
Lauren war mir sympathisch, obwohl sie immer etwas reserviert wirkte. Diese Reserviertheit führte dazu, dass ich mich nicht so gut in sie hineinversetzen konnte und dadurch war ich als Leserin ebenfalls etwas auf Abstand zu ihr. Beau mit seiner liebevollen Art war mir näher. Ihn mochte ich besonders gerne, da er wie ein Beschützer für Lauren und insgesamt sehr einfühlsam war. Ich denke, dass man von Tim viel lernen kann, da er sich komplett für seine Ziele eingesetzt hat. Ich fand ihn mit seinem Durchsetzungsvermögen am authentischsten.
Gut gefallen hat mir, dass die Nebencharaktere, wie Laurens Schwester Beth, ihre Töchter, ihr Ex-Mann und Beaus Söhne und Ex-Frau viel Raum eingenommen haben. So wirkte das ganze Buch sehr lebendig.
Tatsächlich würde ich mir wünschen, dass es noch einen zweiten Teil gibt, in dem den anderen Charakteren eine größere Rolle zukommt.
Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen, allerdings gibt es bei mir aufgrund Laurens Reserviertheit, die ich auch mir gegenüber gespürt habe, nur 4 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2021

Geschwisterliebe

Schwestern bleiben wir immer
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Alexa und Katja sind Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Alexa ist groß, etwas breiter gebaut und hat braune wilde Locken. Katja dagegen ist zierlich und schlank und hat blonde glatte ...

Alexa und Katja sind Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Alexa ist groß, etwas breiter gebaut und hat braune wilde Locken. Katja dagegen ist zierlich und schlank und hat blonde glatte Haare. Auch ihre Charakter könnten unterschiedlicher nicht sein, Alexa ist ruhig und kümmert sich liebevoll um ihre Familie. Katja widerrrum zieht ihr Ding durch und ist natürlich alleinerziehend. Irgendwie sind die beiden immer ein wenig eifersüchtig auf den anderen, aber sie halten dennoch zusammen wie Pech und Schwefel. Auch als ihre Welt aus den Fugen zu geraten scheint, weil ihre Mutter ihnen einen mysteriösen Brief hinterlassen hat, dessen Wahrheit sie jetzt erfahren wollen.

Den Roman habe ich regelrecht verschlungen, da er so wunderbar geschrieben ist. Man möchte nach jedem Kapitel wissen, wie es mit den beiden unterschiedlichen Schwestern weitergeht. Da Alexa in der Ich-Perspektive erzählt, aber auch die Perspektive von Katja eingenommen wird, kann man sich noch besser in die ungleichen Schwestern hineinversetzen. Besonders gut gefällt mir, dass beide Schwestern immer denken, die Welt der anderen Schwester wäre so viel perfekter, aber man immer wieder erfährt, dass das eben nicht stimmt. Als Schwester von zwei Brüdern konnte ich die Gefühle der beiden nur allzugut nachvollziehen.
Die Geschichte der Mutter erfährt man in Rückblenden und aus Erzählungen ihrer besten Freundin Esther. Wie sich die Geschichte mit der Mutter und dem Vater auflöst gefällt mir nicht ganz so gut, obwohl es nachvollziehbar ist.
Ein bisschen schade finde ich das schnelle Ende und dass man nicht genau erfährt, worüber Alexa mit Stefan spricht.

Alles in allem hat mir das Buch aber sehr gut gefallen und es zeigt einfach, dass Geschwister zusammen halten, auch wenn es hart auf hart kommt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2021

Vorhersehbare Romantik

Ein Zimmer über dem Meer
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Kim ist überglücklich mit ihrem Verlobten Jake, doch dann stirbt er bei einem Flugzeugabsturz und sie möchte sich umbringen, um Jake im Tod nahe sein zu können. Dazu fährt sie an die Klippen, die dem Absturz ...

Kim ist überglücklich mit ihrem Verlobten Jake, doch dann stirbt er bei einem Flugzeugabsturz und sie möchte sich umbringen, um Jake im Tod nahe sein zu können. Dazu fährt sie an die Klippen, die dem Absturz am nächsten sind und trifft dort auf Janet, die Witwe des Leuchtturmwärters, die ihr das Leben rettet. Janet überredet Kim, mit zu ihr zu kommen. Als Janets Enkel Dan zu Besuch kommt, ist relativ schnell klar, dass Kim und Dan ein Paar werden.
Janets Familie ist durch ein Tagebuch mit der Geschichte Leandras verknüpft. Diese Geschichte spielt über hundert Jahre vorher und handelt davon, dass Leandra als stumme Braut an einen Kaufmann verheiratet wird, der in dubiose Geschäfte verwickelt ist. Heimlich belauscht Leandra ihren Mann und seine Schwester und als sie erfährt, dass sie nur einen Erben zur Welt bringen soll, versucht sie zu fliehen.

Kim ist für mich oftmals nicht sehr authentisch. Das "Geheimnis" um Jake wird erst angesprochen, als sie einen Rechtfertigungsgrund dafür braucht, um mit Dan zusammen sein zu dürfen. Diese Wandlung geht mir persönlich zu schnell und die Ereignisse überschlagen sich an manchen Stellen etwas. Auch die Beerdigung Janets wird für mich nicht sehr realistisch beschrieben. Das Happy End musste natürlich kommen, aber es war mir doch ein bisschen zu überstürzt und vorhersehbar.
Dass auch Dans Perspektive eingenommen wird, ist von der Idee her gut, allerdings kommt sie oft zu kurz. Es wird dadurch auch nicht klar, wieso sich Dan ausgerechnet in Kim verliebt.
Janet ist eine sehr sympathische Frau, die sich wohl die meisten als Oma wünschen würden. Ich finde es schade, dass sie stirbt, bevor Dan und Kim heiraten können, das würde das Happy End perfekt, aber vielleicht noch unglaubwürdiger machen.
Leandras Geschichte fand ich persönlich am faszinierenden und hat mich dazu verleitet, schnell weiter zu lesen. Allerdings fand ich die Missbrauchsszenen ihres Mannes zu krass beschrieben und der Sprung dazu, mit Christian ein Kind bekommen zu wollen, kam auch zu schnell. Auch dass sie sich in Christian verliebt, war leider vorhersehbar. Leider bleibt auch die Sprache nicht immer der Zeit Leandras treu.

Alles in allem ist es ein netter Liebesroman, den man schnell gelesen hat und dennoch unterhaltsam ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2021

Lässt sich Liebe zählen?

Ausgerechnet wir
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Der nicht sehr erfolgreiche Unternehmensberater Tom misst alles in Zahlen. Deshalb ist er total begeistert, als er eine Dating-Seite findet, die mit Algorythmen arbeitet, um die Paare zu matchen. Nachdem ...

Der nicht sehr erfolgreiche Unternehmensberater Tom misst alles in Zahlen. Deshalb ist er total begeistert, als er eine Dating-Seite findet, die mit Algorythmen arbeitet, um die Paare zu matchen. Nachdem er erfolgreich seinen Fragebogen ausgefüllt hat, erhält er bald eine E-Mail mit seiner ersten Datingpartnerin. Da die beiden 94% haben, "verliebt" sich Tom schon in die E-Mails. Als das erste Treffen anders verläuft, wie geplant, holt er sich bei seinem Ex-Schwager Rat, der ihm eine Art Programm empfiehlt, um sein Karma zu verbessern. Dass dieses natürlich erstmal gründlich schief geht, ist ja schon vorprogrammiert.

Die Hauptfigur ist witzig, nerdig beschrieben, aber manchmal merkt man, dass er von einer Frau geschrieben wurde. Ein so nerdiger Typ würde nicht so viel über seine Gefühle sprechen, auch nicht mit seinem besten Kumpel. Auch Lisas Reaktion in Toms Wohnung finde ich total überzogen und den Sprung zu dem Spanier aus dem Waschsalon. Zuerst interessiert sie sich nicht für Tom und dann möchte sie auf einmal mit ihm ins Bett. Zwei Wochen später hat sie dann den nächsten Typen, das passt nicht zu der Beschreibung, die ihre Mutter von ihr zeichnet. Außerdem wird auf Seite 21 beschrieben, dass Tom erst seine Uhr anlegt und danach duschen geht. Das ist ein kleiner Logikfehler.
Das Ende scheint mir auch etwas an den Haaren herbeigezogen und kommt etwas überstürzt. Da hätte ich mir ein, ein bisschen langsameres Vorgehen gewünscht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere