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Veröffentlicht am 03.08.2017

Tolle Mischung aus Rezepten, Brauchtum und persönlichen Kurzportraits

Kuchen & Torten von den Burgenländischen Hochzeitsbäckerinnen
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Bernhard Wieser und Michael Rathmayer haben zehn Burgenländer Hochzeitsbäckerinnen besucht, die ein wenig über ihre Tätigkeit, die in ihrer Gegend noch üblichen sowie die fast vergessenen Bräuche und sich ...

Bernhard Wieser und Michael Rathmayer haben zehn Burgenländer Hochzeitsbäckerinnen besucht, die ein wenig über ihre Tätigkeit, die in ihrer Gegend noch üblichen sowie die fast vergessenen Bräuche und sich selber erzählen.
Zudem steuert jede der Hochzeitsbäckerinnen jeweils vier ihrer persönlichen und regionalen Rezepte von Hochzeitgebäck bei, z.B. Scherberschnitten, Malakofftorte, Glücksstern Charlotte, Kastanienreistorte, Dobostorte, Szalagari oder Fürst-Pückler-Torte.
Sehr gut gefällt mir hierbei die breit gefächerte Auswahl an feinen Torten, bodenständigen Kuchen und auch Kleingebäck, die als festlicher Augenschmaus auf der Hochzeitstafel stehen, beim Vorab-Tortenschauen verspeist oder den Nachbarn und Hochzeitsgästen als Vesper mitgegeben werden.
Spannend war es für mich auch, über die unterschiedlichen Bräuche zu lesen, die sich auch im Burgenland regional unterscheiden und größtenteils in Vergessenheit zu geraten scheinen.

Insgesamt hat mir dieses Buch äußerst gut gefallen; die Mischung an beschriebenem Brauchtum, persönlichen Portraits und Darstellung der freischaffenden Tätigkeit als Hochzeitsbäckerin sowie die insgesamt 40 ansprechenden Rezepte, finde ich ausgesprochen gelungen. Die einzelnen Rezepte wurden gut beschrieben, reichlich bebildert und häufig mit Tipps versehen, so dass ein Nacharbeiten der auch alltagstauglichen Leckereien, probemlos erfolgen kann.

Veröffentlicht am 16.01.2023

Grundlagen und Übungen leicht verständlich erklärt

Schmerzfrei und beweglich bis ins hohe Alter
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Das bekannte Autorenpaar stellt in diesem Buch ihr Übungsprogramm für den ganzen Körper vor. Den größten Teil macht dabei die Vermittlung der Theorien und Prinzipien dieses Programmes aus. Die Schmerzbereiche ...

Das bekannte Autorenpaar stellt in diesem Buch ihr Übungsprogramm für den ganzen Körper vor. Den größten Teil macht dabei die Vermittlung der Theorien und Prinzipien dieses Programmes aus. Die Schmerzbereiche wurden in 12 Zonen unterteilt und kapitelweise besprochen. Dabei vertritt das Ehepaar die Sichtweise, dass die meisten Schmerzen durch falsche Spannungen im Körper entstehen und dass durch dieses Programm viele Operationen vermieden werden können – und auch gar nicht sein müssten.

Die Sicht, durch Verspannungen, Verkürzungen eine Einschränkung im Gelenkswinkel zu haben und, dass genau dieses die Schmerzen verursacht, finde ich interessant. Denn daraus wird gefolgert, dass beispielsweise bei Athrose nicht der Knochen, sondern Muskeln und Faszien den Schmerz auslösen und man diesem Schmerz entgegenwirken kann ohne die Grunderkrankung zu heilen. Im Falle, dass eine Besserung im Schmerzbereich stattfindet, wäre eine (geplante) OP besonders zu überdenken, da diese ja den Schmerz nicht beheben und häufig immer wieder wiederholt würde. Zusammenhänge weren erklärt und die Beschreibungen machen Mut und motivieren. Sehr gut gefällt mir auch, das mehrmals angesprochene Angebot, die kostenpflichtige APP mit Übungen für einen Monat kostenfrei testen zu können. Auch, dass die für die Übungen benötigten, im Shop der Autoren erhältlichen Hilfsmittel zwar immer wieder benannt werden, aber auch gleichzeitig beschrieben wird, mit welchen Hilfsmitteln, die man eh zu Hause hat, z.B. einem Handtuch, sich die Übungen auch problemlos durchführen lassen. Es wirkte zu keinem Zeitpunkt auf mich, als wolle man da nebenbei noch etwas dazuverkaufen.

Die Inhalte der Kapitel der einzelnen Schmerzzonen beinhalten viele Wiederholungen; ich habe das Buch allerdings komplett von vorne bis hinten durchgelesen. Wahrscheinlich fällt es gar nicht auf, wenn man nur das Kapitel zu seinem Schmerzbereich durchliest und bei den anderen nur die kurze in einem blauen Kästchen enthaltene Zusammenfassung. Eigentlich hätte mir die Grundeinführung ausgereicht; die vielen Wiederholungen waren mir zuviel. Das Prinzip der vorgestellten Übungen beinhaltet das Dehnen um den Bewegungsumfang der Gelenke zu erhöhen, das Rollen mit Faszienrolle oder Ball sowie das Drücken bestimmter Schmerzpunkte. Bei den meisten wird das schon Linderung bringen, wenn nicht, werden drei Sitzungen bei zertifizierten Therapeuten empfohlen um die Wirksamkeit auszuschließen und traditionelle medizinische Behandlungen zu wählen.

Die Übungen werden nach Schmerzbereichen sortiert vorgestellt, jeweils mit einem kleinen, eindeutigen Foto sowie einer ausführlichen und gut verständlichen Anleitung. Man kann sich seine persönlichen Übungen aussuchen, sollte sie dann täglich anwenden, was bei den morgentlichen Dehnübungen nur wenige Minuten in Anspruch nimmt, den anderen Teil kann man abends vor dem Fernsehen durchführen. Auch für den Sonntag wure ein etwas umfanfreicheres Ganzkörper-Trainingsprogramm aus den vorgestellten Übungen zusammengestellt.

Insgesamt finde ich die Erläuterungen leicht verständlich, die Auswahl der Übungen, die man gutenteils vielleicht kennt, sehr ansprechend; dass man eine bessere Dehnbarkeit, höheren Gelenkwinkel und eine ganzkörperlich bessere Beweglichkeit bei regelmäßiger Ausführung der Übungen erhält, scheint mir unvermeidbar und so wird mich dieser Ratgeber noch lange begleiten.

Veröffentlicht am 08.12.2022

leckere Rezepte, manchmal etwas umständlich zubereitet

MEZCLA
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Schon beim ersten Durchblättern der Rezepte haben mich etlich direkt angesprochen, so dass ich sie mit Post-its markiert habe um sie auszuprobieren. Zu jedem Rezept gibt es direkt ein ansprechendes und ...

Schon beim ersten Durchblättern der Rezepte haben mich etlich direkt angesprochen, so dass ich sie mit Post-its markiert habe um sie auszuprobieren. Zu jedem Rezept gibt es direkt ein ansprechendes und appetitanregendes Foto. Besonders gefallen haben mir die Spinat-Kräuter-Klöße, die Kohlrabi-Steaks mit Miso-Sauce, die Kochbananen-Mais-Puffer, der Piri-Piri-Tofu, die Dendé Garnelen sowie der in Tomaten-Kurkuma-Curry pochierte Fisch mit Udon Nudeln, Kokosklebreiskuchen mit Kurkuma-Tomaten, der Kürbis-Salbei-Nudel-Gratin, die Tomaten-Limetten-Galette, der Süßkartoffelgratin, Pacceri mit Konfiertem Kalmar und Aubergine, die Garnelen-Lasagne sowie die Mole-Querrippen.

Ich finde die Rezepte sehr abwechslungsreich und bunt. Genau darauf achte beim Kochen auch immer, dass möglichst mehrere Farben im Gericht enthalten sind, damit verschiedene Vitalstoffe zum Einsatz kommen. Das gefällt mir hier auch sehr gut. Die Fleischrezepte sprechen mich etwas schwächer an als die Fischgerichte, aber ich werde auch von ihnen welche ausprobieren.

Wir haben inzwischen drei der Gerichte nachgekocht. Sie waren alle lecker; jedoch muss ich sagen, dass die Zubereitung in der Regel etwas umständlicher war, als ich es sonst machen würde. Für die Gerichte wurde angegeben, dass sie für vier Personen ausgelegt waren und, dass man bei Verzehr durch nur zwei Personen reichlich überbehalten würde. Das kann ich leider überhaupt nicht bestätigen. Unser erstes Gericht war die "Tomaten-Limetten-Galette aus knusprigem Dinkel-Chipoie-Teig". Die Portion war für drei erwachsene Portionen viel zu klein und wir haben danach noch etwas anderes gegessen um satt zu werden.

Unser zweites Rezept waren die "Kochbananen-Mais-Puffer" mit Sriracha-Mayo". Hier haben wir direkt das doppelte Rezept gemacht, also für acht und es reichte dann für drei Personen. Bei diesem Rezept fand ich die Mengenangaben für Mais und Mehl seltsam. Einfacher wäre es, die ganze Packung Mais zu verwenden und nicht einen Rest übrigzulassen. Wir haben die Maismenge wie im Rezept, jedoch doppelt, abgewogen. Um einen geschmeidigen Teig zu erhalten, musste ich aber einiges mehr an Mehl zufügen als im Rezept angegeben. Anbei Bilder von den Puffern, die lecker aber nicht aufregend waren. Wir haben von der doppelten Menge nicht 20 sondern 13 Puffer hergestellt, nur um sich eine Vorstellung machen zu können... Auch hier war die Zubereitung sehr umständlich.

Und wir haben den "Süßkartoffelgratin mit roter Currysauce" zubereitet. Da wir bei anderen Gerichten bemerkt haben, dass wir mit der Portionsgröße nicht so ganz klarkommen haben wir das Gericht nur für zwei Personen und mit 300g Süßkartoffeln mehr zubereitet. Angegeben wurde ja, dass bei einem Hauptgang für zwei Personen Reste übrig blieben. Wir hatten trotz Mengenzugabe keine Reste. Das Gericht war sehr lecker und wir hätten sogar noch etwas mehr essen können; es hält nicht allzulange satt. Auf dem Teller befindet sich eine von zwei Portionen.

Insgesamt wurden die Rezepte gut erklärt; ich finde einige Zubereitungen umständlich und würde sie einfacher handhaben. Die angegebenen Portionsgrößen fanden wir fraglich; wenn man direkt das doppelte Rezept zubereitet, ist man wohl auf der sicheren Seite. Die verwendeten Zutaten hatten wir größtenteils zu Hause; alle anderen ließen sich problemlos besorgen. Die ausprobierten Rezepte haben uns ganz gut gefallen und wir werden noch weitere ausprobieren.

Veröffentlicht am 27.11.2022

ich hatte ein wenig mehr erwartet

Modernes Makramee
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Tansy Wilson und Sian Hamilton erklären auf den letzten zehn Seiten des Buches, Werkzeug, Material und Tipps, wie man die Garnmenge berechnet, Ankerstich, Kreuz- Wellen- und Rippenknoten sowie eine Quasta ...

Tansy Wilson und Sian Hamilton erklären auf den letzten zehn Seiten des Buches, Werkzeug, Material und Tipps, wie man die Garnmenge berechnet, Ankerstich, Kreuz- Wellen- und Rippenknoten sowie eine Quasta am Werkstückende sowie einzeln herstellt, zeigen und beschreiben ein Makrameebrett sowie einen einfachen Haltestab.. Viele Fotos und Skizzen zeigen dies alles ergänzend auf, nehmen dabei etwas mehr als die Hälfte dieser Schritt-für-Schritt-Anleitungen ein. Mich wundert, dass diese Erklärungen und Anleitungen erst am Ende des Buches gezeigt werden und das Buch direkt mit den Anleitungen zu den Werkstücken beginnt, sich aber in den „Projekten“ schon auf die letzten Seiten bezieht. Schön wäre es gewesen, wenn auch die Anleitungen moderner wären, beispielsweise mit QR-Code um sich einige Arbeitsschritte anzuschauen.

Die einzelnen Anleitungen für runde Spiegelrahmen, etliche Wandbehänge, Regal (s.Cover), Kissen, ein Liegestuhlsitzflächennetz, von dem ich nicht sicher bin, welches Gewicht es aushält, , einen Lampenschirm, eine Umhängetasche, Besatze für Tasche und Kissen sowie Glsumhänge. Auch die Anleitungen sind reichlich bebildert, die Anleitungen detailiert und sehr lang. Wenn ich nicht vor vielen Jahren Makrameearbeiten in der Schule erlernt hätte, sondern auf gar kein Grundlagenwissen hätte zurückgreifen können, wären die Anleitungen für mich eine harte Nuss gewesen. Um diese Technik zu vermitteln, hätte ich einfache Werkstücke zu Beginn des Buches mit steigendem Schwierigkeitsgrad bevorzugt. So gehe ich davon aus, dass sich das Buch eher an Geübte wendet, die vielleicht den ein oder anderen Knoten im Anhang nochmals nachsehen möchten um dann sofort loszulegen. Versprochen wurden neue Modelle, die so gar nichts mit den alten Werkstücken wie Wandbehang oder Blumenampel zu tun haben. Bei den in diesem Buch am häufisten ausgeführten Werkstücken handelt es sich um Wandbehänge, die ich jetzt gar nicht so neu fand; allerdings fehlte mir die nostalgische Eule schon und ich hätte mich sehr über eben diese gefreut. Die Taschen der 70er hatten als Griff einen runden Ring, die in diesem Buch nicht. Allerdings erinnert ein Wandbehang mit Ring sehr stark an eine halbe altmodische Tasche.

Ich muss gestehen, ich hatte da etwas mehr erwartet sowohl an Einführung in die Technik als auch an wirklich neuen Idee. Hevorgehoben wird, dass nicht mehr die verschiedenen Brauntöne von früher, sondern auch farbige Garne verwendet werden. So finden sich Modelle nicht nur im typischen beige, braun und weiss, sondern auch in rosa, lila und grau. Es wurden schöne Muster gezeigt, die in den Modellen gearbeitet wurden und die ich ansprechend finde, aber wohl kaum selber so entworfen hätte. Diejenigen, die mit der Technik bereits gut vertraut sind, werden sicherlich mehr Freude an diesem reichlich bebilderten, insgesamt ungefähr 100 Seiten starken Buch haben.

Veröffentlicht am 24.11.2022

schöne Auswahl an Klassikern, verflossenen Modetorten und modernen, neuen Rezepten

Das neue große Tortenbuch
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Das großformatige Tortenbuch beginnt mit einer Einführung ins Backen, in der unter anderem Küchenhelfer und Geräte, Zutaten und Grundlagenwissen vorgestellt werden. Unterteilt wurden die Rezepte in fünf ...

Das großformatige Tortenbuch beginnt mit einer Einführung ins Backen, in der unter anderem Küchenhelfer und Geräte, Zutaten und Grundlagenwissen vorgestellt werden. Unterteilt wurden die Rezepte in fünf Kapitel:

In Tortenklassiker findet man unter anderem die Rezepte für Sacher-, Linzer- oder Kardinalstorte, in „Cremetorten“ beispielsweise für Raffaelo-, Gefüllte Nuss-, Schokoladentorte oder Cappucchino-Kartoffel-Torte, in „Fruchtige Torten“ auch für Erdbeer-Mohn-, Pfirsich-Melba-Knusper-, Pflaumen-Topfen- oder Baisertorte, in „Einfache Torten“ unter anderem Kokos-Rhabarber-Torte ohne Backen, Zitronen-Omelette-Torte, Schokoladentorte mit Erndnussbutter oder Walnuss-Baiser-Torte aus Vollkornmehl. Das letzte Kapitel widmet sich Festlichen Torten; enthalten sind verschiedene Oster-, Muttertags und Hochzeitstorten oder festlichen wie Eierlikörtorte mit Mascarino-Beeren-Creme oder Schneemann-Skipistentorte.

Die Mischung der verschiedenen Rezepte finde ich gelungen; jedes Rezept enthält ein Foto der fertigen Torte, wurde gut erklärt und lässt sich dementsprechend nacharbeiten. Unter den Rezepten finden sich etliche Klassiker sowie Modetorten der letzten drei Jahrzehnte, aber auch ganz neue und moderne Rezepte, die ich hier das erste Mal gesehen und gelesen habe; bei manchen von ihnen handelt es sich um Neuinterpretationen. Die Fotos zeigen die fertigen Torten sehr schön dekoriert, manchmal durch Tipss zur Abwandlung ergänzt.