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Veröffentlicht am 24.10.2018

Unschuldig und süß!

The Ivy Years – Bevor wir fallen
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Kurzbeschreibung:
Seit einem Sportunfall ist Corey Callahan auf den Rollstuhl angewiesen, doch ihren Platz am renommierten Harkness College will sie auf keinen Fall aufgeben! Gleich an ihrem ersten Tag ...

Kurzbeschreibung:
Seit einem Sportunfall ist Corey Callahan auf den Rollstuhl angewiesen, doch ihren Platz am renommierten Harkness College will sie auf keinen Fall aufgeben! Gleich an ihrem ersten Tag trifft sie auf Adam Hartley, der sich beim Eishockey das Bein gebrochen hat und deshalb im behindertengerechten Wohnheim einquartiert wurde – im Zimmer direkt gegenüber. Corey weiß augenblicklich, dass sie das in Schwierigkeiten bringen wird: Adam ist gutaussehend, lustig und schlau. Aber er hat eine Freundin. Und auch wenn Corey sich von niemandem besser verstanden fühlt als von Adam und sie sich sicher ist, dass es ihm genauso geht – für sie beide gibt es keine Chance …


Unschuldig und süß!

Aufgefallen ist mir The Ivy Years – Bevor wir fallen von Sarina Bowen aufgrund des wunderschönen Covers. Das ist ein totaler Eyecatcher! Die floralen Muster und der schwarze Hintergrund bilden eine sehr hochwertige Mischung, die mein Coverherz glücklich hüpfen ließ.

The Ivy Years – Bevor wir fallen ist ein klassischer New Adult Roman. Junge Frau trifft jungen Mann auf dem College und da herrscht eine nicht zu ignorierende Anziehung.
Aber Callahan sitzt im Rollstuhl und Hartley kuriert einen komplizierten Beinbruch aus. So lernen sich die beiden kennen und werden schnell Freunde.
Ich fand es total schön, dass immer mal wieder auch aus der Sicht von Hartley erzählt wird. Ich war doch oft sehr neugierig, was er denkt und wie er bestimmte Dinge empfindet.

Ich empfand es als äußerst angenehm, dass die körperlichen Vorzüge der Protagonisten nicht pausenlos im Fokus standen. Klar, es gibt Momente, da werden Haare, Augen und wohldefinierte Muskeln thematisiert. Aber das kommt eben nicht in jedem dritten Satz unter. Bei Callahan und Hartley stehen tatsächlich andere Kompetenzen an erster Stelle.
Problematisch könnte man als aufmerksamer Leser so manch unachtsame Formulierung empfinden: „an den Rollstuhl gefesselt sein“ zum Beispiel.

The Ivy Years – Bevor wir fallen von Sarina Bowen hat mir gut gefallen. Die Autorin hat mit Callahan eine junge Frau geschaffen, die mit ihren Aufgaben wächst. Die manchmal ganz charmant unbedarft ist. Die mein Herz im Sturm erobert hat.

Veröffentlicht am 24.11.2020

Konnte meine Erwartungen nicht ganz erfüllen...

Wildflower Summer – In deinen Armen
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Nachdem ich bereits fünf Redwood-Bände verschlungen und geliebt habe (begonnen hat es mit Redwood Love. Es beginnt mit einem Blick), kam ich natürlich auch um das neue Buch von Kelly Moran nicht herum.
Wildflower ...

Nachdem ich bereits fünf Redwood-Bände verschlungen und geliebt habe (begonnen hat es mit Redwood Love. Es beginnt mit einem Blick), kam ich natürlich auch um das neue Buch von Kelly Moran nicht herum.
Wildflower Summer. In deinen Armen hat ein ganz bezauberndes Cover und allein daran konnte ich nicht vorbeigehen.

Gleich zu Beginn muss ich sagen, dass sich die Stimmung in Wildflower Summer komplett von der in Redwood unterscheidet.
In Redwood war (fast) alles flauschig, wundervoll und perfekt.
Auf der Wildflower-Ranch ist einiges kaputt. Die Protagonisten haben ganz schön große Pakete zu schultern. Da kommen Themen auf den Tisch, bei denen man als Leser*in teilweise ganz schön schlucken muss.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Nate und Olivia erzählt.
Dadurch kann man sich in beide Protagonisten gut einfühlen.
Als mehr Dynamik zwischen den Beiden entsteht, da wird es zuweilen auch sehr heiß. Generell spielen Anziehung, Berührungen und Nähe eine große Rolle. Wer Sexszenen nicht so gerne mag, der wird sich hier wahrscheinlich überfordert fühlen.
Ich fand das völlig ok und eine gute Mischung aus wild und zärtlich.

Über die Ranch und auch über das Leben von Olivia vor Nate hätte ich gerne noch mehr erfahren. Dafür, dass sogar das Buch den Namen der Ranch trägt, findet mir dieser Ort irgendwie zu wenig statt. Klar, die Handlung spielt dort. Aber irgendwie merkt man das nur an wenigen Stellen.
Auch waren mir andere Personen, wie Freunde und Bekannte, zu blass. Da hoffe ich, kommt im zweiten Band dann noch ein wenig mehr Leben rein.

Das Ende war mir zu schnell abgehandelt. Über so viele Seiten und Kapitel erstreckten sich die persönliche Blockaden und plötzlich… Naja, ich möchte nicht spoilern, aber hier hätte ich mir mehr gewünscht.
Insgesamt war Wildflower Summer. In deinen Armen von Kelly Moran eine nette und sehr dramatische Geschichte für Zwischendurch. Ich bin durch die Geschichte geflogen, aber sie konnte mich nicht so umfassend verzaubern und mitreißen, wie Redwood.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.11.2020

Eine niedliche Geschichte!

Nachhaltig verliebt
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Ein Jugendbuch, in dem das Thema Nachhaltigkeit aufgegriffen wird?
Das passt ja genau zu mir.
Als ich von Chantal Schreiber und ihrem Titel Nachhaltig verliebt gehört habe, war ich deshalb sofort Feuer ...

Ein Jugendbuch, in dem das Thema Nachhaltigkeit aufgegriffen wird?
Das passt ja genau zu mir.
Als ich von Chantal Schreiber und ihrem Titel Nachhaltig verliebt gehört habe, war ich deshalb sofort Feuer und Flamme.

Zu Beginn kam ich nicht so gut in die Geschichte rein.
Es ist eine ganz schön starke Flut an Informationen über einen Unverpackt-Laden und generell ein nachhaltiges, veganes Leben. Das hätte ich mir insgesamt irgendwie mit einer stärkeren Verknüpfung zur Handlung gewünscht. Dann hätte es auf mich weniger gewollt gewirkt. Aber das verläuft sich später in den Kapiteln dann immer mehr und wird charmanter.

Teilweise gab es zum Beispiel Dialoge, wo es dann hieß, man würde einen bio-zertifizierten Besen fressen. Wahrscheinlich sollte das unterhaltsam sein. Für mich war es an der Stelle doch zu viel des Guten.

Generell war es für mich in den ersten Kapiteln von Nachhaltig verliebt nicht leicht, einen Zugang zur Handlung zu finden. Alles ist ein wenig chaotisch, sehr emotional und wenig Fortschritt in der Handlung.
Ich arbeite selbst in einem Unverpackt-Laden, bin mit der Philosophie vertraut, weshalb einige Dinge für mich nicht ganz rund waren. (Avocados von Aldi? Schokolade mit Verpackung?)

Die zweite Hälfte hat mir sehr viel besser gefallen. Der Laden spielt eine Rolle, aber es liest sich nicht mehr wie eine reine Konzeptbeschreibung.
Zoe ist eine quirlige Teenagerin, sehr überschwänglich, tatkräftig, emotional und mit dem Herz am rechten Fleck. Sie versucht, alles richtigzumachen und steht sich manchmal selbst im Weg.
Ihre „beste Freundin“ fand ich furchtbar. Sie ist so, wie eine Freundin nicht sein sollte. Sie hat mich zeitweise sehr genervt und auch wütend gemacht.
Leon, den Love Interest, mochte ich sehr gerne, obwohl seine Absichten natürlich zu Beginn nicht so deutlich sind. Aber er ist hilfsbereit, anständig und aufrecht. Eine tolle Figur ohne Bad Boy-Image.

Insgesamt ist Nachhaltig verliebt von Chantal Schreiber eine niedliche Geschichte für Jugendliche und generell eher jüngere Leser*innen. Unterhaltsam für einen Nachmittag. Der Beginn und die erste Hälfte waren für mich nicht rund, aber die zweite Hälfte mochte ich dafür sehr gerne.
Außerdem finde ich es super, dass die Nachhaltigkeit und die Vermeidung von Müll in diesem Buch thematisiert werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.06.2020

Noch Luft nach oben...

Forever Free - San Teresa University
1

Auf das Buch von Kara Atkin habe ich mich sehr gefreut. Immerhin passten Cover und Kurzbeschreibung genau in mein Beuteschema.
Als das Buch bei mir ankam, war ich überrascht, dass es so dick ist. Da würde ...

Auf das Buch von Kara Atkin habe ich mich sehr gefreut. Immerhin passten Cover und Kurzbeschreibung genau in mein Beuteschema.
Als das Buch bei mir ankam, war ich überrascht, dass es so dick ist. Da würde ich beim Lesen hoffentlich ein bisschen was von der Geschichte haben.

Ich muss sagen, ich finde den Schreibstil von Kara Atkin ganz wunderbar. Entgegen meiner Erwartungen hatte ich nämlich gar nicht so lange was von Forever Free. Die Seiten flogen nur so unter meinen Augen dahin. Es war wunderbar flüssig geschrieben und das Lesen hat von der Seite her wirklich einfach nur Freude gemacht.

Mit Rae konnte ich mich nur teilweise identifizieren. Ich habe auch so meine Probleme, fremde Menschen anzusprechen, aber bei der Protagonistin hat das dann noch mal ganz andere Ausmaße. Ich muss sagen, nach so ungefähr zwei Dritteln im Buch war mir das Gestottere und das Erröten dann teilweise auch zu viel. Da hat sich so entwicklungstechnisch einfach sehr lange nichts getan und es zog die Seiten teilweise etwas in die Länge.
Hunter ist sehr zurückgezogen, hat viele Tattoos und versinkt in seiner Musik. Lange lernen er und Raelyn sich nicht mal kennen.
Tatsächlich wurden mir beide Protagonisten die meiste Zeit zu stark auf wenige Merkmale beschränkt. Ich hatte das Gefühl, beide Personen nicht komplett und in der Tiefe kennenlernen zu können.
Raelyn ist einfach nur schüchtern und Hunter ist einfach nur zurückgezogen.

In der Geschichte kommen natürlich auch diverse Konflikte zur Sprache. Ohne da jetzt näher ins Detail zu gehen, denn ich möchte niemanden spoilern, will ich dazu folgendes sagen: Von einigen Konflikten fehlte mir am Ende noch immer eine vernünftige Auflösung. Da wurde ewig dran herumgeschrieben, aber es kam nie zu einem richtigen Ende. Kein Gespräch, keine Klärung.
Andere Konflikte haben sich über viele, viele Seiten angedeutet und wurden dann plötzlich in wenigen Zeilen abgehandelt.
Das fand ich total schade. Da wurde viel Potenzial verschenkt, denn an manchen Konflikten hätten die Figuren wirklich wachsen können.

Besonders einige Figuren auf den Nebenschauplätzen von Forever Free haben es mir sehr angetan und auf deren Geschichte bin ich nun schon sehr gespannt.
Generell freue ich mich, die Entwicklung von Kara Atkin weiterhin beobachten zu können. Auch wenn ihr hier jetzt sehr viel Kritik gelesen habt, so ist Forever Free doch kein schlechtes Buch. Ich habe es wirklich fix gelesen und sehr schnell, aber es hat eben noch wirklich Potenzial nach oben.
Ich werde auf jeden Fall auch weitere Bücher von Kara Atkin lesen!Noch Luft nach oben...

Auf das Buch von Kara Atkin habe ich mich sehr gefreut. Immerhin passten Cover und Kurzbeschreibung genau in mein Beuteschema.
Als das Buch bei mir ankam, war ich überrascht, dass es so dick ist. Da würde ich beim Lesen hoffentlich ein bisschen was von der Geschichte haben.

Ich muss sagen, ich finde den Schreibstil von Kara Atkin ganz wunderbar. Entgegen meiner Erwartungen hatte ich nämlich gar nicht so lange was von Forever Free. Die Seiten flogen nur so unter meinen Augen dahin. Es war wunderbar flüssig geschrieben und das Lesen hat von der Seite her wirklich einfach nur Freude gemacht.

Mit Rae konnte ich mich nur teilweise identifizieren. Ich habe auch so meine Probleme, fremde Menschen anzusprechen, aber bei der Protagonistin hat das dann noch mal ganz andere Ausmaße. Ich muss sagen, nach so ungefähr zwei Dritteln im Buch war mir das Gestottere und das Erröten dann teilweise auch zu viel. Da hat sich so entwicklungstechnisch einfach sehr lange nichts getan und es zog die Seiten teilweise etwas in die Länge.
Hunter ist sehr zurückgezogen, hat viele Tattoos und versinkt in seiner Musik. Lange lernen er und Raelyn sich nicht mal kennen.
Tatsächlich wurden mir beide Protagonisten die meiste Zeit zu stark auf wenige Merkmale beschränkt. Ich hatte das Gefühl, beide Personen nicht komplett und in der Tiefe kennenlernen zu können.
Raelyn ist einfach nur schüchtern und Hunter ist einfach nur zurückgezogen.

In der Geschichte kommen natürlich auch diverse Konflikte zur Sprache. Ohne da jetzt näher ins Detail zu gehen, denn ich möchte niemanden spoilern, will ich dazu folgendes sagen: Von einigen Konflikten fehlte mir am Ende noch immer eine vernünftige Auflösung. Da wurde ewig dran herumgeschrieben, aber es kam nie zu einem richtigen Ende. Kein Gespräch, keine Klärung.
Andere Konflikte haben sich über viele, viele Seiten angedeutet und wurden dann plötzlich in wenigen Zeilen abgehandelt.
Das fand ich total schade. Da wurde viel Potenzial verschenkt, denn an manchen Konflikten hätten die Figuren wirklich wachsen können.

Besonders einige Figuren auf den Nebenschauplätzen von Forever Free haben es mir sehr angetan und auf deren Geschichte bin ich nun schon sehr gespannt.
Generell freue ich mich, die Entwicklung von Kara Atkin weiterhin beobachten zu können. Auch wenn ihr hier jetzt sehr viel Kritik gelesen habt, so ist Forever Free doch kein schlechtes Buch. Ich habe es wirklich fix gelesen und sehr schnell, aber es hat eben noch wirklich Potenzial nach oben.
Ich werde auf jeden Fall auch weitere Bücher von Kara Atkin lesen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.12.2020

Nett für zwischendurch

Love Show
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Ich habe Love Show von Britta Sabbag tatsächlich einfach gelesen, ohne die Kurzbeschreibung zu kennen.
Einfach nur, weil ich die Bücher der Autorin sowieso gerne lese.

Während des Lesens kam ein ganz ...

Ich habe Love Show von Britta Sabbag tatsächlich einfach gelesen, ohne die Kurzbeschreibung zu kennen.
Einfach nur, weil ich die Bücher der Autorin sowieso gerne lese.

Während des Lesens kam ein ganz starkes Wiedererkennungsgefühl in mir auf.
Mir lag es auf der Zunge und irgendwann schoss es mir durch den Kopf: Die Truman-Show.
Ich weiß nicht, ob ihr den Film mit Jim Carrey kennt.
Tatsächlich fühlte ich mich in einigen Aspekten wage an den Film erinnert, aber insgesamt ist Britta Sabbag doch eine eigeständige Geschichte gelungen.

Besonders cool fand ich die Wechsel der Perspektiven.
Die Geschichte wurde nämlich nicht nur von der Protagonistin Ray erzählt, sondern zum Beispiel auch aus dem Studio des Fernsehsenders. So hatte ich als Leserin wissenstechnisch immer ein wenig die Nase vorn, was das allwissende Gefühl weiter verstärkt hat.

Die Seiten flogen zu Beginn nur so dahin. Britta Sabbag hat einen Schreibstil, der zum Weiterlesen einlädt.
Tatsächlich hatte ich aber im weiteren Verlauf so meine Probleme mit einigen Figuren.
Ray ist mir beispielsweise in vielen Verhaltensweisen viel zu naiv und kindlich gewesen. Sie verhält sich nicht annähernd so, wie ich es von einer siebzehnjährigen jungen Frau erwarten würde. Sie hinterfragt auch grundsätzlich einfach gar nichts.

Ohne zu spoilern möchte ich noch sagen, dass der Schluss mich dann wirklich irritiert hat.
Es ging alles viel zu schnell und noch dazu hat es mich ehrlich verwirrt. Der Schluss passte nicht wirklich zum Rest der Geschichte.
Love Show von Britta Sabbag fällt durch die wunderschöne Covergestaltung sehr positiv auf und es ist eine nette Geschichte für zwischendurch. Insgesamt konnte mich das Buch aber nicht vom Hocker hauen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere