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Veröffentlicht am 09.01.2019

Absolut lesensert

Hummeln im Herzen
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Lena wird ein paar Tage vor ihrer Hochzeit sitzen gelassen. Ihr Ex-Verlobter hat sich in eine andere verliebt und die Hochzeit platzt. Als wenn das nicht reicht, verliert sie durch ein äußerst peinliches ...

Lena wird ein paar Tage vor ihrer Hochzeit sitzen gelassen. Ihr Ex-Verlobter hat sich in eine andere verliebt und die Hochzeit platzt. Als wenn das nicht reicht, verliert sie durch ein äußerst peinliches Missgeschick auch noch ihren Job. Kurzerhand zieht sie in die WG Ihrer Freundin. Doch dort wohnt auch Ben, der immer einen gemeinen Spruch auf Lager hat. Ständig kriegen die zwei sich in die Wolle und Ben ist so gar nichts für Lena. Und trotz allem schlägt Ihr Herz viel stärker, wenn Ben in der Nähe ist und Ihre Gedanken wandern immer öfter zu Ben, der leider immer wieder eine andere Freundin über Nacht mitbringt.

Wertung
Eigentlich wollte ich nur mal in die Leseprobe reinlesen. Als ich dann am Ende der Leseprobe angekommen bin, blieb mir nichts anderes übrig, als sofort das eBook zu kaufen. Ich musste einfach wissen wie es weiter geht. Mit den ersten Seiten hat die Autorin es geschafft mich so neugierig zu machen, dass ich keine Sekunde gezögert habe um mir das Buch zu kaufen. Und es hat sich gelohnt. Humorvoll und warmherzig erzählt die Autorin von Lena, die einfach eine Pechsträne nach der anderen hat.

Die Streitgespräche zwischen Ben und Lena sind einfach witzig beschrieben, dass man das ein oder andere Mal schmunzeln muss. Die Beiden verstehen es meisterhaft sich gegenseitig aufzureiben obwohl sie beide doch das gleiche wollen. Aber auch Lenas beste Freundin hat mit ein paar Problemen zu kämpfen, und so dreht sich nicht alles um Lena und Ben. Als Lena einen neuen - vorrübergehenden - Job annimmt lernt der Leser auch noch Otto, den Buchladenbesitzer kennen. Der ist aber sehr verschroben und lässt nicht wirklich mit sich reden. Und trotz allem kommt er sehr sympathisch rüber. Alle Charaktere sind sehr farbenfroh und detaillreich beschrieben. Es gibt keine durch und durch nervigen Persönlichkeiten, alle haben Sie Stärken und Schwächen, die häufig auch sehr liebenswert sind. Da ist zum Beispiel auch Knut der Taxifahrer, auf den Lena immer mal wieder trifft. Er gibt ihr immer wieder wirklich herrliche Ratschläge wie diesen hier: „Von der Liebe darfste dich nich feddich machen lassen“ Alleine schon die Taxifahrten sind herzerfrischend und humorvoll geschildert.

Die Geschichte bietet nicht viel neues und man kann schon ziemlich schnell vorhersagen, wohin die Sticheleien zwischen Ben und Lena führen. Aber bei so einem Roman kommt es nicht nur auf die Originalität an, sondern auch auf die Umsetzung. Der Schreibstil fesselt ebenso sehr wie die Charaktere.

Fazit
Eine gefühlvolle und humorvolle Lektüre für zwischendurch, die in keinem Bücherregal fehlen sollte.

Veröffentlicht am 09.01.2019

Brührend und gefühlvoll

Ich versprach dir die Liebe
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Als Matt erfährt, dass seine Frau Elle einen tragischen Unfall hat und seit dem im Koma liegt bricht für Ihn eine Welt zusammen. Elle hat nie lebensverlängernde Maßnahmen gewollt und es gibt sogar eine ...

Als Matt erfährt, dass seine Frau Elle einen tragischen Unfall hat und seit dem im Koma liegt bricht für Ihn eine Welt zusammen. Elle hat nie lebensverlängernde Maßnahmen gewollt und es gibt sogar eine schriftliche Patientenverfügung, die ausdrücklich darauf hinweist, dass Elle nicht am Leben gehalten werden wollte, wenn es keine Hoffnung auf Heilung gibt. Doch dann erfährt Matt, dass sie schwanger ist und er will auch Ihretwegen das Kind retten. Dafür muss Elles Körper jedoch am Leben erhalten werden…

Autorin Priscille Sibley ist in Maine geboren und aufgewachsen. Mit ihrem Debüt „Ich vesrpach dir die Liebe“ hat sie bereits vor der Veröffentlichung in den USA viel Aufmerksamkeit erregt. Heute lebt sie mit Ihrem Mann und den drei Söhnen in New Jersey. Sie arbeitet als Krankenschwester auf einer Frühgeborenenstation.

Wertung
Mit diesem Debüt hat sich Priscille Sibley einen Platz unter meinen Lieblingsautoren erkauft. Diese Geschichte bietet vieles, was das Leserherz begehrt. Es ist sowohl spannend, als auch gefühlvoll erzählt. Mit viel Wärme und Feingefühl erzählt die Autorin die Geschichte eines Mannes, der seine große Liebe viel zu früh verloren hat. Dieser Roman handelt nicht nur um den Rechtsstreit, der entbrennt, sobald Matt seine Frau am Leben erhalten will, bis das Kind geboren wird. Es erzählt vielmehr die Geschichte von Elle und Matt, wie sie zueinander gefunden haben und wie sehr sich Elle immer ein Kind gewünscht hat. Der Rechtstreit droht eine ganze Familie auseinander zu reißen. Es fallen Worte, die nicht gesagt werden sollten. Die Autorin schafft es die vielen Gefühle der Protagonisten so gut zu beschreiben, dass man mit ihnen mitfiebert. Man verspürt die Hoffnung, dass es am Ende doch noch eine Chance gibt auf das ungeborene Leben. Die Trauer, die Matt verspürt, schnürt dem Leser die Kehle zu und man kommt nicht umhin an einigen Stellen die Tränen wegzublinzeln. Selbst die Zweifel, die Matt immer mal wieder befallen sind so gut beschrieben, dass sie glaubhaft rüberkommen und man versteht immer besser, wieviel Matt und Elle füreinander empfunden haben. Dieses Buch bietet eine ganze Bandbreite von Emotionen. Es handelt von der Hoffnung, der Liebe, Freundschaft und Familie. Aber genauso wird man hier mit der Trauer, dem Zweifel und den Streitereien konfrontiert. Wie würde man selber entscheiden? Ist es richtig Ella am Leben zu erhalten? Ab wann beginnt das Leben? Schon mit der Empfängnis, oder erst später? Es werden eine Menge moralischer und tiefgreifender Fragen gestellt und man macht sich automatisch darüber Gedanken, wie man selber entscheiden würde.

Die Gefühle und Beweggründe der Protagonisten werden sehr detailliert beschrieben. Auf die äußerliche Beschreibung werden nur wenige Worte verwendet. Hier wird deutlich das Augenmerk auf die inneren Werte gelegt. Das ermöglicht es auch, dass man sofort in die Geschichte eintauchen kann und dass es einen fast ebenso kalt erwischt, wie Matt, als er Elle zum ersten Mal nach dem Unfall sieht.

Fazit
Eine unglaublich berührende und aufwühlende Geschichte, die den Leser nachdenklich zurück lässt und die eine oder andere Träne hervorlockt.

Veröffentlicht am 09.01.2019

Humorvoll und romantisch mit kleinen Schwächen

Eine Zugfahrt ins Glück
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Sophie zieht nach Berlin und flieht somit vor Ihrer kontrollsüchtigen Mutter, die allerdings alles andere als begeistert ist, als sie vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Sophia bewirbt sich bei einer ...

Sophie zieht nach Berlin und flieht somit vor Ihrer kontrollsüchtigen Mutter, die allerdings alles andere als begeistert ist, als sie vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Sophia bewirbt sich bei einer Stelle in Berlin als Sekretärin und auf der Zugfahrt nach Berlin trifft sie auf den gutaussehenden, aber scheinbar sehr arroganten Luca. Sophia ist alles andere als nett zu ihm und sie ecken immer wieder gegenseitig an. In Berlin angekommen macht sie sich auf zum Bewerbungsgespräch und sie trifft der Schlag. Luca ist der Junior-Chef der Firma und leitet das Bewerbungsgespräch…

Wertung
Die Idee ist nichts Neues und vieles davon hat man schon in einem anderen Roman gelesen. Doch trotz allem ist das Buch sehr gut geschrieben und man wird von Sophias Charakter und dem sympathischem Luca gefangen genommen und mitgezogen. Die witzigen und teils auch verletzenden Dialoge zwischen den Beiden sind ein wahrer Genuss.

Sophia hat meines Erachtens einmal zu viel einen Ohnmachtsanfall und das wirkt in meinen Augen etwas unglaubwürdig. Aber es passte trotzdem gut in die Situation hinein. Auf jeden Fall hat man ein Dauergrinsen im Gesicht während der spritzigen und schlagfertigen Dialoge. Etwas ausbaufähig wäre sicherlich noch die Beziehung von Sophia zu Ihrer Mutter gewesen. Sie wird zwar das ein oder andere Mal erwähnt, aber das ist eigentlich auch schon alles. Ich habe die ganze Zeit beim Lesen darauf gewartet, dass sie noch Ihren großen Auftritt bekommt. Aber leider kam der nicht.

Im Buch kommen doch einige Zufälle ganz gelegen und wirkten recht unrealistisch. Aber wenn man auf solche Kleinigkeiten nicht so sehr achtet, ist das Buch ein witziges und romantisches Lesevergnügen, was man sich nicht entgehen lassen sollte.

Der Epilog hätte für meinen Geschmack weggelassen werden können, denn die Handlungen der darin vorkommenden Charaktere passen so gar nicht zu Ihnen und schon gar nicht zum Unternehmen. Ich kann leider nicht weiter ins Detail gehen, da ich sonst Spoilern würde. Aber wer es liest, wird sicherlich wissen, was ich meine. Der Schluss ist ziemlich unrealistisch, liest sich aber trotzdem gut.

Fazit
Insgesamt ein toller, humorvoller und sehr romantischer Roman mit ein paar kleineren Schwächen, bei denen man aber gerne mal die Augen zudrückt. Von mir gibt es für die kleineren Schwächen einen Punkteabzug, ansonsten eine wirklich sehr schöne Geschichte, die dem Leser viel Freude bereitet.

Veröffentlicht am 09.01.2019

Humor und Romantik, was will man mehr?

Liebe macht pink!
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Michelle glaubt alles zu haben, was man sich nur wünschen kann. Gutes Aussehen, einen guten Job einen reichen Freund und ein Leben in Luxus. Leider ist Valentin noch verheiratet, schwört aber, dass er ...

Michelle glaubt alles zu haben, was man sich nur wünschen kann. Gutes Aussehen, einen guten Job einen reichen Freund und ein Leben in Luxus. Leider ist Valentin noch verheiratet, schwört aber, dass er sie bald verlassen wird.
Michelle reist kurz vor Weihnachten in die französischen Alpen und erwartet dort Valentin. Dieser kommt jedoch nicht und sie beschließt wieder nach Berlin zurück zu kehren. Leider verliert Sie ihre Handtasche und somit auch Ausweis, Flugtickets und Geld. Als Sie auf die kleine Emma trifft schließt sie sie sofort ins Herz und Emma verspricht ihr, dass Michelle mit ihr und ihrem Vater mitfahren kann. Emmas Vater David ist äußerst attraktiv und nimmt Michelle auch tatsächlich mit. Für Sie beginnt eine außergewöhnliche Reise zurück nach Hause und sie lernt von Emma, dass Liebe pink macht…

Wertung
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Diese Geschichte ist voller Humor und schöner Momente, wenngleich die Protagonistin zu Anfang doch sehr egoistisch und eingebildet wirkt. Gerade zu Beginn werden einige Marken mehrfach erwähnt und angepriesen, aber das gehört zu dieser Geschichte schlichtweg dazu und wirkt nicht wie Schleichwerbung. Michelle ist in einen Mann verliebt, der ihr immer wieder versichert, dass er sich von seiner Frau trennen will, was er aber aus verschiedenen fadenscheinigen Gründen nicht tun kann. Michelle ist sehr naiv und glaubt seine Lügen. Sie bildet sich ein, etwas Besseres zu sein, als die nicht so gut gestellten anderen Menschen. Am Anfang hatte ich damit ein wenig Schwierigkeiten, weil mir Michelle so gar nicht gefiel. Zum Glück verändert sich Ihr Blickwinkel schon recht schnell, als sie völlig mittellos versucht nach Hause zu kommen. Die kleine Emma und ihr Vater kann man sofort ins Herz schließen. Und auch Michelle wächst einen immer mehr ans Herz. Die Autorin legt Michelle immer mehr Steine in den Weg, was die Fahrt zu einem Abenteuer macht und dem Leser ein tolles Lesevergnügen beschert. Ich musste mehrfach schmunzeln, habe mich aber auch das ein oder andere Mal über die Michelles Naivität und Ihrer völlig versnobten Sicht auf die Dinge geärgert. Und trotzdem wird man von der Geschichte völlig vereinnahmt.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und man lernt sie immer besser kennen. Sogar Valentin - der nur wenige Auftritte in der Geschichte hat - wirkt gut ausgearbeitet, weil man doch so Manches über ihn erfährt. Vieles ist vorhersehbar und das Ende scheint von Anfang an klar zu sein. Aber das Ziel vom Lesen ist es nicht, zu erfahren, wie die Geschichte ausgeht, sondern der Weg dorthin. Alleine schon der Titel ist vielversprechend und ich kann sagen, das Buch hält was es verspricht. Die Geschichte ist anrührend und humorvoll erzählt und hält den Leser bei Laune.

Fazit
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Ein sehr schönes - wenn auch recht vorhersehbares - Lesevergnügen voller Herz und Humor.

Veröffentlicht am 09.01.2019

Fesselnde und zugleich sehr berührende Geschichte über ein altes englisches Gut und ein Erbe

Daringham Hall - Das Erbe
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Auf Daringham Hall lebt eine große Familie, die das Landgut in East Anglia bewirtschaften. Als sie dann jedoch von Ben erfahren, der der rechtmäßige Erbe von Daringham Hall ist, gerät alles durcheinander. ...

Auf Daringham Hall lebt eine große Familie, die das Landgut in East Anglia bewirtschaften. Als sie dann jedoch von Ben erfahren, der der rechtmäßige Erbe von Daringham Hall ist, gerät alles durcheinander. Denn Ben sinnt auf Rache an der Familie, weil sie einst seine Mutter so übel mitgespielt haben. Doch dann verliert Ben bei einem Überfall sein Gedächtnis und verliebt sich in die Tierärztin Kate. Er gewinnt mit der Zeit einen ganz anderen Eindruck von den Bewohner auf Daringham Hall.

Daringham-Hall-Reihe
Die Reihe um die Bewohner von Daringham Hall ist als Dreiteiler angelegt und umfasst die folgenden Bände:
- Das Erbe (April 2015)
- Die Entscheidung (Juni 2015)
- Die Rückkehr (Oktober 2015)

Wertung
„Das Erbe“ ist der Auftakt zu einer sehr gefühlvoll erzählten neuen Reihe. Vorweg möchte ich schon mal warnen. Wer den ersten Band gelesen hat, der möchte sofort zum nächsten Buch greifen. Das Landgut Daringham Hall wird so schön beschrieben, dass man es am liebsten gleich mal besichtigen möchte. Hinzu kommen die (meist) sympathischen und sehr unterschiedlichen Charaktere, die dem Ganzen ein familiäres Flair verleihen. Es gibt so viele unterschiedliche Personen und Namen, dass man eine Weile braucht, bis man sich alle merkt und wer wie zu wem steht. Die Autorin hat es allerdings geschafft, die vielen verschiedenen Charaktere so gut zu beschreiben und in die Geschichte einzuführen, dass es kein Problem ist da durchzusteigen.

Die Tierärztin Kate - aus deren Sicht die meiste Zeit erzählt wird - ist sehr sympathisch und wächst dem Leser schon nach ein paar Seiten so sehr ans Herz, dass es einfach nur noch Spaß macht weiterzulesen. Auch Ben wirkt anfangs so verletzlich, aber auch wieder willensstark und sympathisch. Im weiteren Verlauf des Buches verändert er sich und wirkt eher unnahbar, aber man nimmt ihm diese Rolle nicht wirklich ab und sieht, dass das meiste davon nur Fassade ist. Bens Freund Peter wirkt zu Anfang sehr verschroben und unsympathisch, was er aber bei genauerer Betrachtung gar nicht ist. Die Anziehungskraft zwischen Ben und Kate wird sehr schön beschrieben und driftet dabei nie ins Kitschige ab. Es gibt noch mindestens zwei weitere potentielle Pärchen, die aber eher als Nebenfiguren die Geschichte abrunden.

Das Buch ist mit seinen 336 Seiten nicht so umfangreich, und daher sehr schnell durchgelesen. Aber man kann sich damit trösten, dass noch zwei weitere so (hoffentlich genauso) wundervolle Bände folgend werden. Für mich steht außer Frage, ob ich den weiteren Verlauf der Bewohner von Daringham Hall weiterverfolgen möchte. Das Ende des ersten Buches lässt noch viele Fragen offen, die hoffentlich in den nächsten zwei Bänden noch aufgelöst werden. Auf jeden Fall wird die Neugierde auf den zweiten Band beim Leser geweckt, ohne dabei ein gemeinen Cliffhanger zu verwenden.