Profilbild von kleinebuecherwelt

kleinebuecherwelt

Lesejury Star
offline

kleinebuecherwelt ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit kleinebuecherwelt über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.09.2020

Ein süßer Auftakt

When We Dream
0

Die Liebesgeschichte ist wirklich süß und entwickelt sich im Vergleich zu anderen New Adult-Romanen langsamer und unschuldiger, was ich sehr mochte. Es gibt einige Szenen, die einem das Herz erwärmen und ...

Die Liebesgeschichte ist wirklich süß und entwickelt sich im Vergleich zu anderen New Adult-Romanen langsamer und unschuldiger, was ich sehr mochte. Es gibt einige Szenen, die einem das Herz erwärmen und es macht viel Spaß die Chats zwischen Ella und Jae-yong zu lesen. Dafür, dass es kaum persönliche Treffen gibt, ist es der Autorin wirklich gut gelungen, die romantischen Gefühle zu beschreiben. Ich muss aber zugeben, dass ich den ersten Kuss als zu schnell und aufgesetzt empfunden habe. Nicht nur aufgrund von Jae-yongs Wurzeln, sondern auch, weil sie sich davor kaum persönlich getroffen haben und ich finde, dass Textnachrichten alleine nicht ausreichen, um eine so starke Bindung aufzubauen.
In dem Buch passiert nicht viel. Es ist aber dennoch nicht langweilig und ich mochte die dramafreie Wohlfühlatmosphäre. Es war erfrischend mal etwas Ruhigeres zu lesen. Dafür sind die letzten Seiten so spannend, dass man gar nicht anders kann als diese in einem Rutsch durchzulesen.
Jae-yong hat mein Herz gestohlen. Ich mochte seine zurückhaltende Art und seine Sicht auf die Welt. Mit ihm gibt es endlich einmal wieder einen rücksichtsvollen und unproblematischen Bookish-Boyfriend, die ich viel mehr als Bad Boys mag. Nur zu gerne hätte ich Kapitel aus seiner Sicht gelesen, weil er so interessant wirkt. Ella habe ich jedoch als etwas langweilig empfunden. Sie macht nicht wirklich etwas und zu Beginn hat sie auf mich sogar intolerant gewirkt, weil sie sich nicht einmal die Mühe gibt, Jae-yongs Namen richtig auszusprechen und sofort davon ausgeht, dass er kein Englisch spricht. Diese Szene, in der sich Ella und Jae-yong zum ersten Mal begegnen finde ich sehr problematisch und frage mich, warum das im Verlag vor der Veröffentlichung keiner bemerkt hat. Hier wäre es vielleicht sinnvoll gewesen mit Testlesern zu arbeiten, die koreanische Wurzeln haben, falls das nicht gemacht worden ist. Ich habe es auch schade gefunden, dass Ella sich nicht näher mit der koreanischen Kultur beschäftigt, nachdem sie Jae-yong kennenlernt, weil sie dadurch eher desinteressiert wirkt. Unsympathisch ist mir Ella zwar nicht, aber auch nicht mein neuer Lieblingscharakter. Sie durchläuft zudem keine Entwicklung und wirkt dadurch eher flach.
Ihre Schwestern sind mir dafür sehr sympathisch gewesen und ich hätte noch mehr von ihnen lesen können. Vor allem Liv bringt etwas Leben in die Geschichte. Die Dynamik zwischen Ella, Liv und Mel stimmt und ich mochte die Szenen mit den Dreien sehr. Die weiteren Nebencharaktere kamen mir aber leider zu kurz und existierten irgendwie nur. Über Matt und Lana erfährt man kaum etwas und auch Erin nimmt irgendwie nur den Platz der besten Freundin ein. Alle wirken austauschbar und das habe ich schade gefunden. In dem Buch passiert nämlich kaum etwas und man liest hauptsächlich davon, dass Ella liest oder Disney-Filme guckt. Man hätte den Platz auch dafür nutzen können, um mehr über ihre Beziehungen zu Matt, Lana und Erin zu schreiben.
Wie ist es nun mit der K-Pop-Thematik? Die habe ich sehr gut umgesetzt gefunden. Vor allem, weil sie nicht zu aufdringlich ist und dadurch Personen, die kaum etwas damit am Hut haben, nicht überfällt. Das, was erwähnt wird, wird zudem respektvoll dargestellt. Ich finde das super, weil die Industrie aus westlicher Sicht leicht zu verurteilen ist. Hier merkt man auf jeden Fall, dass die Autorin gut recherchiert hat und sich damit auskennt. Ich hätte mir aber gerne mehr Inhalt zu NXT gewünscht, weil man kaum etwas über die Band und deren Gruppendynamik erfährt. Hier hätte ich es schön gefunden, wenn Ella sich vielleicht mehr dafür interessiert hätte. Aber nicht nur für NXT, sondern die koreanische Kultur an sich, weil die leider auch zu kurz kommt und ich finde, dass ein Buch mit dieser Thematik diese mehr einbringen sollte. Vor allem, weil der Platz da gewesen wäre.
Leider habe ich aber die gesamte Geschichte als unglaubwürdig empfunden. Ich habe sie zwar gerne gelesen, aber konnte nicht komplett in ihr verloren gehen. Ständig habe ich mich gefragt, warum sich Jae-yong in Ella verliebt, weil sie auf mich eher langweilig wirkt und anfangs auch gar nicht richtig für ihn und seine Kultur zu interessieren scheint. Es hat für mich einfach keinen Sinn ergeben, sondern wirkte manchmal so, als ob Jae-yong es nur amüsant findet, dass sie ihn nicht kennt. Das Einzige, was die beiden verbindet ist ihre Leidenschaft für Bücher. Außerdem hat mir das Besondere gefehlt, denn When We Dream unterscheidet sich nicht sonderlich von kostenlosen Fanfictions mit derselben Thematik.
Das hört sich jetzt vielleicht eher negativ an, aber mir hat das Buch an sich dennoch gut gefallen und ich werde auch den zweiten Teil lesen. Ich hoffe, dass in diesem Ellas Charakter mehr Ecken und Kanten bekommt und die koranische Kultur mehr zum Thema wird.

Fazit: Eine süße Liebesgeschichte mit einem tollen Bookish-Boyfriend, in der auch die K-Pop-Thematik gut umgesetzt wird.

Veröffentlicht am 19.09.2020

Leider enttäuschend

A is for Abstinence
0

Mir hat der erste Teil V is for Virgin gut gefallen. Nur Kyle ist mir nicht besonders sympatisch gewesen und auch die Gefühle zwischen ihm und Val habe ich nicht nachvollziehbar geschildert gefunden. Deshalb ...

Mir hat der erste Teil V is for Virgin gut gefallen. Nur Kyle ist mir nicht besonders sympatisch gewesen und auch die Gefühle zwischen ihm und Val habe ich nicht nachvollziehbar geschildert gefunden. Deshalb habe ich mich sehr auf die Fortsetzung gefreut, weil ich gehofft habe, dass sich in dieser Kyle verändert hat und auch die Liebesgeschichte zwischen ihm und Val mehr Tiefe erhält. Kyle hat sich tatsächlich verändert und man merkt, dass er erwachsen geworden ist. Das Buch wird aus seiner Sicht erzählt, wodurch man einen guten Einblick in sein Innenleben bekommt. Er hat es geschafft, sich nach Val zu verlieben, war sogar verlobt, wurde dann aber verletzt und muss nun mit dem Schmerz zurechtkommen. Zum ersten Mal beginnt er Vals Ansichten zu verstehen und es ist wirklich schön diese Charakterentwicklung zu verfolgen. Ich habe es auch sehr süß gefunden zu sehen, wie sehr er sich um Val bemüht und sogar an ihrer Challenge teilnimmt. Die Gefühle zwischen ihm und Val erscheinen mir zwar auch im zweiten Teil nicht so tiefgründig, aber dafür gibt es einige süße Szenen zwischen den beiden. Es ist einfach schön zu sehen, wie sehr Kyle um seine Liebe kämpft und die beiden sich wieder annähern. Auch wenn ich immer noch nicht verstehen konnte, warum sie so sehr ineinander verliebt sind, habe ich mit ihnen mitgefiebert. Val hat sich ebenfalls verändert. Sie hat ihr Studium erfolgreich abgeschlossen, arbeitet weiter an ihrer Kampagne und weiß, was sie will. In der Hinsicht wird sie als eine wirklich starke und unabhängige Frau präsentiert, die keinen Mann braucht. Das habe ich toll gefunden. Leider wirkt sie in Bezug auf Kyle aber auch plötzlich unsicher und damit ganz anders als im ersten Teil, was ich sehr schade gefunden habe. Mir haben ihre schlagfertigen Kommentare gefehlt und diese plötzliche Verunsicherung passt einfach nicht zu der Val, die man aus V is for Virgin kennt. Der Schreibstil ist wie im ersten Teil super, sodass sich das Buch wirklich gut liest und man nur so durch die Seiten fliegt. Es ist ein lockeres Buch, das man gut zwischendurch lesen kann.
Leider hat mir A ist for Abstinence insgesamt aber nicht so gut wie der erste Teil gefallen. Das liegt hauptsächlich am Ende, weil das für mich ziemlich widersprüchlich ist. Der folgende Teil der Rezension enthält deshalb Spoiler. Ich habe zwar vermutet, dass es im zweiten Band eine Hochzeit geben wird, aber hätte nie mit einer Blitz-Hochzeit gerechnet. Diese habe ich sehr unpassend und widersprüchlich gefunden, weil es so wirkt, als ob Kyle und Val nur so schnell heiraten würden, weil sie nicht mehr länger warten wollen - nicht weil ihre Liebe so stark ist. Kyle macht Val nämlich den Antrag nachdem sie zum ersten Mal bei ihm übernachtet und sie merken, wie schwierig es ist, die Finger voneinander zu lassen. Am nächsten Tag geht alles ganz schnell und Kyle denkt nur an das eine, was er sogar beim Standesamt deutlich macht. Mich hat das gestört, weil Val im ersten Teil mehrmals erklärt, dass sie bis zur Ehe warten möchte, weil es ihr wichtig ist, dass man erst eine seelische Bindung zueinander aufbaut und sich nicht alles um das Körperliche dreht. Von dieser seelischen Nähe zwischen beiden spürt man aber noch nicht viel und es dreht sich die Tage vor der Hochzeit immer nur um das Körperliche. Deshalb konnte ich die Hochzeit leider nicht ernst nehmen. Das setzt meiner Meinung nach ein falsches Zeichen, weil es so dargestellt wird, als ob alle, die bis zur Ehe warten wollen, einfach schnell und plötzlich heiraten. Das ist zudem sehr klischeehaft. Vor allem jüngeren Lesern wird damit nicht die richtige Message vermittelt. Natürlich ist es vollkommen in Ordnung jung zu heiraten. Das hängt ja von unterschiedlichen Faktoren ab, aber hier wirkt es so, als ob es nur gemacht wird, weil sie nicht länger warten können.
Ich hätte es viel schöner und passender gefunden, wenn Kelly Oram gezeigt hätte, wie eine langfristige Beziehung aussieht, in der das Körperliche keine große Rolle spielt. Die Hochzeit hätte dann ja auch ein oder zwei Jahre später im Epilog stattfinden können. So wie es gemacht wird, widerspricht es sich meiner Meinung nach einfach mit dem ersten Band. Außerdem wirkt Kyle nach der Hochzeit wieder wie der Alte und Val nicht mehr so stark wie davor, weil er nicht wirklich auf sie eingeht und sie das mit sich machen lässt. Diese Punkte haben trotz dem guten Anfang leider dafür gesorgt, dass mich der zweite Band und vor allem das Ende eher enttäuscht haben.

Fazit: A is for Abstinence zeigt eine positive Entwicklung von Kyle und bietet einige süße Szenen. Allerdings hat mich der zweite Band insgesamt eher enttäuscht, weil ich das Ende sehr widersprüchlich finde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.09.2020

Eine gelungene Fortsetzung

The Secret Book Club – Die Liebesroman-Mission
0

Mir hat der erste Teil sehr gut gefallen, weshalb ich auch unbedingt die Fortsetzung lesen wollte. Die hat mir sogar besser als der erste Teil gefallen, womit ich zu Beginn nicht gerechnet habe, weil mir ...

Mir hat der erste Teil sehr gut gefallen, weshalb ich auch unbedingt die Fortsetzung lesen wollte. Die hat mir sogar besser als der erste Teil gefallen, womit ich zu Beginn nicht gerechnet habe, weil mir Liv im ersten Band nicht so sympatisch gewesen ist. In der Fortsetzung bin ich aber zum Fan von ihr geworden. Sie ist sehr tough und schlagfertig, was ich toll finde. Man lernt auch mehr über ihr Innenleben kennen und merkt dabei, dass auch in ihr ein weicher Kern steckt, was nachvollziehbar geschildert wird. Mack finde ich einfach nur süß. Er ist ein sensibler Mann, der sich um seine Mitmenschen kümmert. Ich habe es toll gefunden zu sehen, wie sehr er sich um Liv bemüht und ihr hilft. Er hat es definitiv auf die Liste meiner liebsten Bookish-Boyfriends geschafft.
Die Liebesgeschichte zwischen beiden entwickelt sich nicht geradlinig, was sie aber auch so spannend macht. Es gibt keinen Liebe-auf-den-ersten-Blick-Moment, sondern anfangs eher gegenseitige Abneigung und einige Diskussionen. Die beiden verbindet aber dennoch etwas und die Entwicklung der romantischen Gefühle zwischen beiden zu beobachten, ist einfach nur schön und unterhaltsam.
Unterhaltend ist das Buch auf jeden Fall! Es steckt voller lustiger Momente, die einen zum Schmunzeln bringen. Es macht einfach Spaß The Secret Book Club - Die Liebesroman-Mission zu lesen. Zudem macht die Geschichte süchtig, sodass ich sie innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Das Buch wirkt einfach wie eine gelungene RomCom und besitzt gleichzeitig eine tolle Wohlfühl-Atmosphäre.
Was mir ebenfalls gut gefallen hat, ist dass die Liebesgeschichte nicht so sehr im Fokus steht. Das Thema sexuelle Belästigung spielt hier nämlich eine sehr große Rolle. Ich habe es gut gefunden, dass hier auch dieses ernste Thema zur Sprache kommt und habe den Umgang damit sensibel genug gefunden. Obwohl Liv persönlich nicht davon betroffen ist, setzt sie sich für ihre frühere Kollegin ein und kämpft für Gerechtigkeit. Das macht sie zu einer starken Frau. Auch die Entwicklung von Liv wird gut beschrieben. Anfangs hat sie eine ziemlich einseitige Sicht auf das Thema, doch merkt mit der Zeit, dass es für die Betroffenen nicht so einfach ist, sich zu stellen.
The Secret Book Club - Die Liebesroman-Mission ist somit eine mehr als gelungene Fortsetzung, die den ersten Teil für mich sogar übertreffen konnte. Neben der sehr süßen Liebesgeschichte punktet das Buch vor allem auch durch die ernsten Thematiken, die zur Sprache kommen und dem vielen Humor, wobei alles im richtigen Gleichgewicht liegt.

Fazit: Eine spaßige Liebesgeschichte, in der auch ernste Themen nicht zu kurz kommen. Ein richtiges Wohlfühl-Buch!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.09.2020

Eine wunderschöne Liebesgeschichte

Das Licht von tausend Sternen
0

Es gibt Bücher, die einem einfach das Herz stehlen und Das Licht von tausend Sternen hat genau das mit mir gemacht. Die Liebesgeschichte zwischen Ashton und Harper ist zart und wird so schön und langsam ...

Es gibt Bücher, die einem einfach das Herz stehlen und Das Licht von tausend Sternen hat genau das mit mir gemacht. Die Liebesgeschichte zwischen Ashton und Harper ist zart und wird so schön und langsam erzählt, dass jeder Moment und jeder noch so kleine Schritt etwas Besonderes ist. Sie führen wundervolle Gespräche und passen einfach perfekt zusammen.
Harpers Familiensituation wird ebenfalls sehr gut und vor allem realistisch beschrieben. Ich habe mit dieser Thematik selbst Erfahrung und sie ist auch der Hauptgrund dafür, dass ich das Buch lesen wollte. Ich finde es wichtig, dass in den Medien Menschen mit Behinderung eine größere Rolle spielen, da ich leider die Erfahrung gemacht habe, dass nach wie vor vielen Menschen das Verständnis fehlt. Jedoch finde ich die Darstellung nicht immer gut gelungen, weshalb ich auch Das Licht von tausend Sternen ohne hohen Erwartungen startete. Meine Erwartungen wurden dann aber alle übertroffen, da es der Autorin sehr gut gelingt Harpers Familiensituation und die Konflikte, die damit einhergehen, zu beschreiben. Ich konnte mich sehr gut in Harper wiederfinden und ihre ganzen Gefühle gut verstehen. Ich weiß nicht, ob die Autorin selbst Erfahrung mit der Thematik hat, aber falls nicht, merkt man auf jeden Fall, dass sie sich viele Gedanken gemacht hat.
Gut gefunden habe ich auch, dass Ashton etwas in seiner Vergangenheit durchgemacht hat. Dadurch gewinnt die Geschichte an noch mehr Tiefe und wird emotionaler. Zudem wird dadurch sein Handeln am Ende verständlicher. Ihn habe ich auch ins Herz geschlossen, obwohl er anfangs weniger facettenreich wirkt, als man erwarten würde.
Das Ende ist einfach nur wunderschön. Ich muss wirklich selten bei Büchern weinen, aber hier konnte ich nicht anders, weil es mich so berührt hat. Abschließend kann ich nur sagen, dass ich wirklich dankbar dafür bin, dass es dieses Buch gibt und ich es durch Zufall entdeckt habe. Es gehört jetzt definitiv zu meinen Herzensbüchern.

Fazit
Eine wunderschöne Liebesgeschichte voller Gefühl, in der auch das Thema Familie eine große Rolle spielt und gut behandelt wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.09.2020

Eine lockere Sommergeschichte

Nur noch ein bisschen Glück
0

Der Klappentext zeigt bereits, das Nur noch ein bisschen Glück keine klischeefreie Geschichte ist. Die vielen Klischees haben mich aber nicht gestört, denn das Buch bietet noch viel mehr und es macht einfach ...

Der Klappentext zeigt bereits, das Nur noch ein bisschen Glück keine klischeefreie Geschichte ist. Die vielen Klischees haben mich aber nicht gestört, denn das Buch bietet noch viel mehr und es macht einfach Spaß Stellas Weg zu verfolgen. Vor allem auch wegen ihrem Charakter. Sie eine sehr starke und toughe Frau. Stella weiß, was sie will und setzt sich problemlos auf dem Land durch. Besonders gut gefallen hat mir, dass sie ihren Traum von einem Mode-Studium in New York nicht aus den Augen verliert. Thor wirkt auf den ersten Blick wie das komplette Gegenteil von Stella. Er arbeitet als Bauer, ist Vater von zwei Kindern und liebt das Landleben. Anfangs zeigt er nur seine harte Schale, aber mit der Zeit merkt man, dass auch er einen weichen Kern besitzt. Und trotz der Gegensätze stimmt die Chemie zwischen den beiden, weshalb man gerne die Entwicklung ihrer Liebesgeschichte verfolgt.
Schön gefunden habe ich auch, dass die Nebenfiguren in dem Buch viel Raum einnehmen - vor allem, weil Thors Kinder nicht zu kurz kommen. Dadurch erhält man nämlich das Gefühl, das komplette Dorf kennenzulernen und fühlt sich dort wohl. Das Landleben wird ebenfalls sehr anschaulich beschrieben, sodass ich mir alles gut vorstellen konnte.
Die Geschichte entwickelt sich zudem in einem guten Tempo. Sie geht weder zu schnell noch zu langsam voran. Das Ende habe ich sehr gut gefunden, weil sich Stella in diesem nicht verliert, sondern ihrer unabhängigen Art treu bleibt. Eine weitere Sache, die mir gut gefallen hat, ist, dass in dem Buch auch ernste Themen wie z.B. Rassismus und Feminismus behandelt werden. Diese wirken auch nicht aufgezwungen, sondern natürlich.
Mir hat beim Lesen nur etwas der rote Faden gefehlt und einige Situationen habe ich als etwas zu übertrieben dargestellt empfunden, weshalb ich diese nicht ganz ernst nehmen konnte. Das finde ich aber nicht schlimm, weil ich trotzdem Spaß beim Lesen hatte.
Nur noch ein bisschen Glück bietet somit eine lockere Sommergeschichte für Zwischendurch, bei der man Spaß beim Lesen hat.

Fazit: Eine lockere Sommergeschichte für Zwischendurch, bei der man Spaß beim Lesen hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere