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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.05.2025

Sehr spannend

Diamond Empress. A Million Reasons
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Als Diamond Empress angekündigt wurde, hat mich das Buch sofort neugierig gemacht. Eine Eat-the-rich-Story auf einem Kreuzfahrtschiff - das klingt einfach nach Spannung pur. Das Buch hat mich auch beim ...

Als Diamond Empress angekündigt wurde, hat mich das Buch sofort neugierig gemacht. Eine Eat-the-rich-Story auf einem Kreuzfahrtschiff - das klingt einfach nach Spannung pur. Das Buch hat mich auch beim Lesen von Anfang an in den Bann gezogen, weil Nena Tramountani ein packender filmreifer Einstieg gelungen ist, der Lust auf mehr macht und sofort hunderte von Fragen aufkommen lässt, auf die man Antworten möchte.
Der Kreuzfahrt-Alltag der Crew wird nahbar geschildert, sodass ich mir ein gutes Bild davon machen konnte. Im Vorfeld habe ich mich gefragt, wie man auf einem Schiff für Abwechslung sorgen möchte und ob es nicht zu eintönig vom Setting wirkt. Die Autorin beschreibt aber alles so lebendig, dass es nicht langweilig wird und zeigt, dass es auch auf einem Schiff unterschiedliche Kulissen geben kann.
Wie man es von der Autorin kennt, hat sie mit Noemi und Viktor zwei authentische Charaktere geschaffen, die echt wirken. Sie sind vielleicht nicht jedem auf Anhieb sympathisch, aber das müssen sie auch nicht und ich finde es toll, dass sie einfach normale unperfekte Menschen sein dürfen. Was ich an Noemi auf Anhieb cool gefunden habe, ist dass sie sich ihrer Privilegien bewusst ist und das Luxus-Leben reflektiert betrachtet. Gesellschaftskritik gibt es an sich viel und ich finde es wirklich stark, wie hier die Schattenseiten der Kreuzfahrtindustrie beleuchtet werden, ohne dass es überladen wirkt.
Die Liebesgeschichte zwischen Noemi und Viktor steht nicht so sehr im Fokus wie man es aus anderen Büchern des Genres kennt. Gestört hat mich das aber nicht, weil ich die Überfallgeschichte so packend gefunden habe. Ganz ehrlich: Ich hätte gar keinen Romance-Part gebraucht, weil der Rest so stimmig gewesen ist. Die Annäherung beider habe ich natürlich trotzdem gerne verfolgt und fand es toll, dass sie aus vielen tiefgründigen und vor allem selbstreflektierten Gesprächen bestand. Manchmal erleben die beiden auch dramatische Auf- und Ab-Momente, wodurch man noch mehr mitfiebert. Das Buch hatte manchmal ein paar Längen für mich, aber das ist nicht schlimm, weil es als Gesamtpaket wirklich gelungen ist. Der Cliffhanger lässt auch sofort das Interesse an der Fortsetzung steigen.

Fazit: Eine spannende Eat-the-rich-Geschichte mit viel Nervenkitzel.

Veröffentlicht am 23.02.2025

Wohltuend

Das Tagebuch im Waschsalon der lächelnden Träume
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Das Tagebuch im Waschsalon der lächelnden Träume ist eine absolute Wohlfühlgeschichte, die einen den Alltag um sich herum vergessen lässt und daran erinnert, worauf es im Leben ankommt. In einzelnen Kapiteln ...

Das Tagebuch im Waschsalon der lächelnden Träume ist eine absolute Wohlfühlgeschichte, die einen den Alltag um sich herum vergessen lässt und daran erinnert, worauf es im Leben ankommt. In einzelnen Kapiteln werden die Schicksale von Besuchenden des Waschsalons erzählt und diese sind so unterschiedlich, dass man an jeder hängt und gespannt verfolgt. Auch auf ernstere Themen wird eingegangen und diesen begegnet die Autorin mit viel Feingefühl. Mich haben viele Stellen berührt und ich mir für die Charaktere nur das Beste gewünscht. Der Autorin gelingt es eine so schöne Atmosphäre zu schaffen, dass ich komplett in das Buch tauchen konnte und es gar nicht beenden wollte - ein Grund dafür, warum ich angefangen habe, es langsamer zu lesen - es ist einfach ein so wohltuender Alltagsbegleiter.



Gegen Ende gibt es noch eine überraschende Storyline mit viel Spannung und Action, die der Geschichte ein aufregendes Finale bot. Besonders toll gefunden habe ich, wie die Autorin Bindungen zwischen den unterschiedlichen Charakteren aufgebaut hat. Dadurch ergibt alles einen runden Abschluss und ich habe mein Herz noch mehr an ihren besonderen Ideen verloren. Der zauberhafte Titel wird dem Buch also gerecht - es ist ein wirklich wohltuendes Buch, das einen im stressigen Alltag eine Pause beschert.

Fazit: Eine warmherzige besondere Geschichte, die einen etwas Ruhe im Alltag schenkt.

Veröffentlicht am 12.02.2025

Ein vielschichtiges Debüt mit starken K-Drama-Vibes

Seoulicious – Fake Me, Real You
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Seoulicious sticht in der Reihe von New-Adult-Geschichten mit Südkorea-Bezug heraus. Beim Lesen merkt man schon auf der ersten Seite, dass es ein Own-Voice-Roman ist und die Vielschichtigkeit des Buchs ...

Seoulicious sticht in der Reihe von New-Adult-Geschichten mit Südkorea-Bezug heraus. Beim Lesen merkt man schon auf der ersten Seite, dass es ein Own-Voice-Roman ist und die Vielschichtigkeit des Buchs ist bemerkenswert. Im Gegensatz zu Yoona belastet Suki das Aufwachsen zwischen zwei Kulturen in Deutschland und sie zerbricht unter den Vorurteilen, die ihr täglich begegnen. Thea Hong erzählt ohne Filter von den Erfahrungen, die Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland machen und in vielen Punkten konnte ich mich wiederfinden, auch wenn ich andere Wurzeln als Suki habe. Das Lesen entsprechender Stellen hat mich wütend und traurig zugleich gemacht sowie Dinge hochkommen lassen. Doch genau diese Nahbarkeit macht das Buch so emotional und zeigt wie gut es der Autorin gelingt, entsprechende Probleme aufzuzeigen und Rassismus zu beleuchten. Besonders interessant habe ich den Kontrast zu Yoona gefunden, die den Hype um Südkorea für den Aufbau ihrer Social-Media-Kanäle nutzt und weniger verloren als ihre Schwester wirkt. Es zeigt, wie unterschiedlich Lebenswege von Menschen verlaufen können, die in anderen Ländern Wurzeln haben.
Sukis Suche nach sich selbst verläuft in der Heimat ihrer Eltern nicht so leicht wie sie erwartet, denn auch dort wird sie mit Vorurteilen konfrontiert und als teils nicht zugehörig wahrgenommen. Dieses Problem vom Nirgendwo-Richtig-Hingehören wird bewegend geschildert und wirft auf Südkorea einen realistischen statt traumhaften Filter.
Das klingt nach viel Schwere und ja, Seoulicious hat in Bezug auf diese Themen weh getan, weil Sukis Schmerz mit viel Einfühlvermögen beschrieben wird, aber die Liebesgeschichte bringt dafür umso mehr Licht in Sukis Leben. Die Romanze zwischen Jin und Suki ist unglaublich süß und schreit einfach nur K-Drama. Es ist, als ob die Autorin ein K-Drama mit sechzehn Episoden wortwörtlich in knapp 400 Seiten gepackt hat und das ohne Emotionen, Romantik und Tiefe zu verlieren. Jin hat schnell mein Herz gewonnen und wirkt echt, statt nur perfekt. Seine Geduld für Suki ist bewundernswert und sofort wird klar, was für ein passendes Match die beiden abgeben. Da sich die Gefühle zwischen ihnen langsam aufbauen und es einige herzerwärmende Annäherungsszenen gibt, bleibt einem als Lesender nicht anderes übrig, als mit ihnen mitzufiebern. Die Chemie, die Dialoge, die Gefühle - einfach alles stimmt. Es war schön zu sehen, wie Suki durch ihn auftaut.
Südkorea wird bildhaft beschrieben und beim Lesen merkt man, dass die Autorin einen engen Bezug zur Kultur des Landes hat. Beim Lesen kamen bei mir sofort Bilder von meiner eigenen Zeit in dem Land hoch, was mich nostalgisch werden lassen hat. Ich mochte auch, dass die Autorin auf die Schattenseiten des Hypes um Südkorea eingeht und deutlich macht, wie falsch es ist, eine gesamte Kultur als Trend zu betrachten.
Alles in allem bietet Seoulicious somit eine facettenreiche Geschichte, in der es nicht nur um das Finden von Liebe geht, sondern auch dem von sich selbst als Mensch mit Migrationshintergrund. Thea Hong ist es gelungen, eine gute Mischung aus Schwere und Leichtigkeit zu schaffen. Stellenweise merkt man am Schreibstil zwar, dass es sich um ein Debüt handelt, aber dieses ist als Gesamtpaket wirklich gut gelungen und spielt bei den Unterhaltungsromanen mit Südkorea-Bezug in der oberen Liga.

Fazit: Eine Liebesgeschichte, die K-Drama schreit und eine Protagonistin, die inmitten zweier Kulturen zu sich selbst findet sowie lernt mit ihrer Wut auf Ungerechtigkeiten umzugehen - Seoulicios sticht durch seine emotionale Vielschichtigkeit heraus und lässt einen nicht mehr los.

Veröffentlicht am 11.01.2025

Eine Weihnachtsgeschichte an einem tollen Schauplatz

Schneeflockenträume
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Der Roman verläuft zwar langsam und hat eine gemütliche Atmosphäre, ist aber dennoch spannend. Vor allem, weil er auf zwei Zeitebenen erzählt wird und man dadurch nur nach und nach erfährt, was in der ...

Der Roman verläuft zwar langsam und hat eine gemütliche Atmosphäre, ist aber dennoch spannend. Vor allem, weil er auf zwei Zeitebenen erzählt wird und man dadurch nur nach und nach erfährt, was in der Vergangenheit zwischen Libby und Archie passiert ist. Zum anderen ist mir ihr Freund Max weniger sympathisch gewesen, weshalb ich darauf gewartet habe, dass Libby sein Verhalten durchschaut.
Libby mochte ich als Person sehr, weil sie eine Powerfrau ist, die sich hocharbeiten musste. Ihr Werdegang ist inspirierend und ich habe ihre Geschichte gerne verfolgt. Archie ist facettenreicher als man zunächst annimmt. Nach außen hin wirkt er wie jemand Reiches, der sich über alle stellt, aber auch in ihm steckt ein gutes Herz und ich fand es schön zu sehen, wie das immer mehr hervorkommt.
Der Schauplatz in Yorkshire wurde perfekt ausgewählt und, wie es für die Autorin typisch ist, so detailliert beschrieben, dass man sich Archies Anwesen bildlich vorstellen konnte. Für Weihnachtsstimmung ist somit auf jeden Fall gesorgt, wenn man das Buch liest.

Fazit: Voller Cozy Vibes und mit einer Powerfrau als Hauptperson - ein gelungener Weihnachtsroman.

Veröffentlicht am 31.12.2024

Winterzauber in Athen

Winterzauber in Athen
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Mandy Baggots Weihnachtsbücher gehören für mich mittlerweile einfach zur Adventszeit dazu. Auch mit Winterzauber in Athen konnte sie mich wieder für sich gewinnen. Die Geschichte ist super süß und hat ...

Mandy Baggots Weihnachtsbücher gehören für mich mittlerweile einfach zur Adventszeit dazu. Auch mit Winterzauber in Athen konnte sie mich wieder für sich gewinnen. Die Geschichte ist super süß und hat eine große Wohlfühlatmosphäre, sodass man sich in der Welt schnell zuhause fühlt. Und solche Cozy Vibes in einer Stadt wie Athen zu beschreiben, muss man erstmal schaffen. Ich finde, dass es Mandy Baggot sehr gut gelungen ist, den Weihnachtszauber in der griechischen Hauptstadt, die man sonst eher mit Sommer verbindet, zu beschreiben und fand den außergewöhnlichen Schauplatz toll.
Auch die Charaktere schließt man schnell ins Herz und ich mochte vor allem die Freundschaft zwischen Jen und ihrer besten Freundin, die mich in vielen Momenten zum schmunzeln brachte. Generell ist die Mischung aus Humor und Tiefe perfekt. Die Stimmung ist zwar leicht, aber durch ernstere Themen nicht zu seicht.
Die Liebesgeschichte ist auch süß und hat die für Weihnachten genau richtige Portion Kitsch. Ich hab Jen und Astro gerne miteinander verfolgt und finde, sie ergänzen sich super.

Fazit: Eine süße Weihnachtsgeschichte mit einem besonderen Schauplatz.