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Veröffentlicht am 19.03.2018

die Bibliothek und die Drachen

Die Bibliothekare / Das dunkle Archiv
1

Irene Winters beschafft seit Jahren für die unsichtbare Bibliothek die seltensten Bücher aus verschiedenen Welten. Eines Tages wird sie von einer Drachenfrau für einen brisanten Auftrag angeheuert: Sie ...

Irene Winters beschafft seit Jahren für die unsichtbare Bibliothek die seltensten Bücher aus verschiedenen Welten. Eines Tages wird sie von einer Drachenfrau für einen brisanten Auftrag angeheuert: Sie soll für sie ein seltenes Buch finden und ihr damit zu einem machtvollen Posten verhelfen. Doch Irene weigert sich. Seit Jahrtausenden ist die Bibliothek neutral und darf für niemanden Partei ergreifen. Damit kein anderer Bibliothekar in Versuchung gerät, den heiklen Auftrag anzunehmen, machen sich Irene und ihr Lehrling auf die Jagd nach dem begehrten Buch. Und die führt sie in das New York der 1920er-Jahre, in die Zeit von Prohibition, Gangstern und Verbrechen -

bereits der Klappentext verspricht viel Spannung, und man wird definitv nicht enttäuscht.

Um die Neutralität der Bibliothek zu wahren, wid Ihrene beauftragt, nach dem "gekauften" Bibliothekar zu suchen und die Situation zu klären.
Dabei wird ihr aber auch klar zu verstehen gegeben, dass sie keine Rückendeckung von der Bibliothek erwarten darf.
Sie muss also nicht nur die Bibliothek "retten" sondern riskiert auch alles, für das sie lebt.

Gemeinsam mit Kai macht sie sich auf in eine Welt, die an das Amerika in der Zeit der Prohibition und Al Capone erinnert. Sie gerät zwischen die Fronten der Drachen und macht sich einige Gangster und die Polizei zum Feind. Damit ist auf jeden Fall für Spannung und Aufregung gesorgt.

Auch in diesem Band ist es Genevieve Cogman gelungen, mich in die Welt der Bibliothekare zu ziehen. Im Gegensatz zu den meisten Fantasy-Romanen fühle ich mich nie als stirnrunzelnder Beobachter sondern erlebe diese Welt mit Irene und Kai.
Irene ist eine Frau, die für Bücher alles riskiert und dass auf eine smarte und gewitzte Art. Eine Person, die man sich als Freundin wünscht und nicht zum Freind haben möchte.

Im Gegensatz zu den bisherigen Bänden ist es diesmal aber auf jeden Fall notwendig, die vorhergehenden Geschichten zu kennen. Sonst bleiben einige Passagen wahrscheinlich unklar.

Das Ende ist offen gehalten und so kann man schon mal auf den nächsten Band hoffen. Ich werde auf jeden Fall treu bleiben und ihn lesen.

Das Cover fügt sich nahtlos in die bisher erschienen Bände. Man erkennt sofort, dass dieser Band dazugehört.

Veröffentlicht am 29.01.2018

Die Ware Mensch

In eisiger Nacht
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In London werden in einem Laster mit toten Mädchen gefunden. Sie sind im Kühllaster erfroren. Max Wolfe übernimmt die Ermittlungen. Schnell ist klar, dass es sich hier um Opfer von Menschenhändlern handelt. ...

In London werden in einem Laster mit toten Mädchen gefunden. Sie sind im Kühllaster erfroren. Max Wolfe übernimmt die Ermittlungen. Schnell ist klar, dass es sich hier um Opfer von Menschenhändlern handelt. Die Ermittlungen erstrecken sich in alle Richtungen (Prostitution, Schleuserlager,...) und man hat lange keine Idee, wer für den Tod der jungen Frauen verantwortlich ist. Obwohl ich bisher keinen Vorgänger-Roman gelesen hatte, bin ich mit dem Ermittlerteam sofort warm geworden und hatte ein klares Bild vor Augen. Tony Parson hat mich gefangen.

Veröffentlicht am 19.12.2017

ganz nett

Weihnachten in Briar Creek
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Der Klappentext:

Wenn Kara Hastings ihre kleine Bäckerei vor dem Ruin retten will, muss sie den weihnachtlichen Dekowettbewerb von Briar Creek gewinnen. Nate Griffin hat ihr da gerade noch gefehlt. Der ...

Der Klappentext:

Wenn Kara Hastings ihre kleine Bäckerei vor dem Ruin retten will, muss sie den weihnachtlichen Dekowettbewerb von Briar Creek gewinnen. Nate Griffin hat ihr da gerade noch gefehlt. Der arrogante - und unverschämt attraktive - Großstädter tritt mit der Frühstückspension seiner Tante gegen sie an. Leider ist er bekannt dafür, immer zu bekommen, was er will. Dabei kann er Weihnachten nicht ausstehen! Kara sagt dem Grinch den Kampf an - auch wenn dieser ihr Herz bei jeder Begegnung zum Schmelzen bringt -

Die Geschichte liest sich leicht und man wird mit Kara und Nate auch gleich sehr vertraut. Nach und nach erfährt man immer mehr über die beiden und auch ihre Geschichte. Auch die restlichen Bewohner von Briar Creek kommen einem schnell wie Bekannte vor. Man kann sich die Menschen und auch Briar Creek einfach super vorstellen.

Was die Geschichte auf jeden Fall schafft, ist das Weihnachtsgefühl zu wecken und auch die Liebesgeschichte ist nicht übertrieben schnulzig. Das Buch ist definitiv für die Vorweihnachtszeit geeignet. Auch, wenn man zu den Keksen, die Kara backt, kein einziges Rezept erhält.

Das Ende fand ich dann nur etwas knapp gehalten.

Veröffentlicht am 29.11.2017

Der schwere Weg ins "normale" Leben

Die Stille zwischen Himmel und Meer
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Edda wurde als Kind entführt und über Jahre gefangen in einem Keller. Nach ihrer Flucht beginnt aber erst der wirklich schwere Teil. Sie versucht sich im Leben zurechtzufinden. Aus diesem Grund reist sie ...

Edda wurde als Kind entführt und über Jahre gefangen in einem Keller. Nach ihrer Flucht beginnt aber erst der wirklich schwere Teil. Sie versucht sich im Leben zurechtzufinden. Aus diesem Grund reist sie im Herbst an die Nordsee, um sich alleine ihren Ängsten zu stellen. Durch einen Fehler muss sie die Unterkunft mit Sebastian teilen, der wie sie versucht, seine Vergangenheit zu verarbeiten.

Diese Begegnung ist für beide eine Herausforderung und eine Chance ...

Kati Seck schafft es, mich in die Gefühlswelt zu ziehen. Man liest nicht einfach nur Eddas Gedanken; man fühlt mit. Und ich habe an mehr als einer Stelle zum Taschentuch greifen müssen. Gleichzeitig sind es aber auch die schönen Momente, die man genau so miterlebt. Ich finde, dass dieses Buch einem näher bringt, wie sich Menschen fühlen, deren Leben nicht „normal“ gelaufen ist und wie schwer es für die ist, ihren Weg ins Leben zurück zu gehen.

Veröffentlicht am 17.10.2017

Wissenschaft trifft auf Vampire

Brandmal
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Bereits der Klappentext klingt spannend:

"Ein Fall von spontaner Selbstentzündung im Londoner Hyde Park bringt Geisterjäger John Sinclair auf den Plan. Sofort vermutet er einen Fall vom Vampirismus. ...

Bereits der Klappentext klingt spannend:

"Ein Fall von spontaner Selbstentzündung im Londoner Hyde Park bringt Geisterjäger John Sinclair auf den Plan. Sofort vermutet er einen Fall vom Vampirismus. Aber warum sollte sich ein Vampir freiwillig dem Sonnenlicht aussetzen?

In Berlin bekommen es der bekannte Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke und sein Team ebenfalls mit einer Serie von Selbstentzündungen zu tun. Seine Nachforschungen ergeben, dass alle Opfer vor Kurzem Urlaub in der Slowakei gemacht haben.

Beide beschließen, vor Ort zu recherchieren. Doch schnell stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens -"


Mir war John Sinclair vorher kein Begriff. Aber bereits der Klappentext hat mich angesprochen. Und die Zusammenarbeit von Florian Hilleberg und Mark Benecke hat mich definitiv begeistert. Das Mystische von John Sinclair (Vampire, Dämonen, Geister,...) und die Wissenschaft von Mark Benecke, der ja nicht nur Autor sondern auch Protagonist ist, zieht einen in seinen Bann und man taucht in diese Welt ein. Und gerade durch den wissenschaftlichen Bezug wirkt es auch sehr viel realer.

Man fiebert mit den Ermittlern, ob es ihnen gelingt, das Rätsel zu lösen und fürchtet sich zwischendrin bei den Ermittlungsergebnissen. Nur gut, dass es jetzt keine Mücken mehr gab. Ansonsten hätte ich wahrscheinlich keine Nacht mehr geschlafen.

Man kann also nur hoffen, dass es weitere gemeinsame Bücher der Autoren geben wird.