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Veröffentlicht am 15.09.2020

Eine vorhersehbare Geschichte, die ein völlig falsches Bild vermittelt..

Very First Time
2

„Denkt daran, es ist kein Wettrennen."

Nachdem ich die Leseprobe von „Very first Time" echt verschlungen habe, war ich umso gespannter auf das Buch, was mich dann leider wirklich etwas enttäuscht zurückgelassen ...

„Denkt daran, es ist kein Wettrennen."

Nachdem ich die Leseprobe von „Very first Time" echt verschlungen habe, war ich umso gespannter auf das Buch, was mich dann leider wirklich etwas enttäuscht zurückgelassen hat.
Worum geht es?
In diesem Young Adult Roman von Cameron Lund verfolgen wir die Geschichte der 18-jährigen Keely, die kurz vor ihrem High School Abschluss steht. Bei ihrem neuen Job lernt sie den attraktiven College Studenten Dean kennen und sie fühlt sich direkt zu ihm hingezogen. Allerdings gibt es etwas was Dean nicht weiß, und zwar ist Keely noch Jungfrau. Keely möchte ihm aber gefallen und ihm nicht sagen, dass sie noch nie Sex hatte. Kurz darauf kommt sie auf die Idee erste Erfahrungen mit ihrem besten Freund Andrew zu sammeln, denn sie kennen sich schon ewig und sie ist sich sicher, dass da niemals Gefühle zwischen den beiden aufkommen werden. Wenn sie sich da mal nicht irrt..

Meine Meinung:
Der Schreibstil von Cameron Lund hat mir ganz gut ganz gut gefallen. Sie schreibt locker flüssig und mit viel Witz, sodass ich der Geschichte wirklich gut folgen konnte auch wenn der Inhalt mich dann letztendlich stutzig gemacht hat..
Ich war wirklich gespannt, wie Cameron Lund das Thema Jungfräulichkeit umsetzen würde, da ich persönlich denke, dass das ein sehr sensibles Thema für viele Teenager und junge Erwachsene ist und ich muss da leider sagen, dass ich teilweise entsetzt von manchen Aussagen in diesem Buch war. Aber erstmal mehr zu den Charakteren.
Die Hauptprotagonistin Keely hat mir anfangs wirklich gut gefallen. Sie ist eigentlich total sympathisch und liebenswert, jedoch hat sich meine Meinung gegenüber ihr sehr schnell geändert. Sie ist in meinen Augen einfach total naiv und umauthentisch beschrieben, denn alles an was sie denkt ist Sex und wie sie es endlich schnell hinter sich bringen kann. Das fand ich teilweise wirklich schon nervig. Ich kenne kein 18-jähriges Mädchen, was sich annähernd so verhalten würde wie Keely es tut.
Auch die Nebencharaktere fand ich oft abstoßend und total daneben, vor allem Keelys „Freundin" Danielle. Sie bringt da nämlich so Sprüche wie „Dean wird dich nicht mehr mögen, wenn er erfährt, dass du noch Jungfrau bist". Das waren so Aussagen, wo ich wirklich etwas schockiert war.. Ich bin alt genug um zu wissen, dass das Quatsch ist, aber jüngere Leserinnen nehmen sich sowas schnell zu Herzen. Ich hätte das mit Sicherheit auch getan, wenn ich das Buch vor 7-8 Jahren gelesen hätte. Ständig wird vermittelt, dass es peinlich ist eine Jungfrau zu sein, was natürlich absolut nicht wahr ist und mir ist auch bewusst, dass die Autorin genau dieses Bild nicht vermitteln wollte. Leider ist ihr meiner Meinung nach genau das Gegenteil gelungen. Auch gegenüber Dean fand ich diese Aussagen sehr unfair. Er wurde direkt am Anfang in die Bad Boy Schublade gesteckt, der Keely nur ins Bett kriegen will. Zu dem Zeitpunkt kannten sie sich aber noch gar nicht so gut, dass man solch eine Aussage hätte treffen können.
Einzig und allein Andrew hat mir als Charakter gut gefallen. Er hat verstanden worauf es wirklich ankommt und ist noch dazu total authentisch und lieb. Auch die kleine Love Story zwischen ihm und Keely fand ich ganz süß, aber auch nicht mehr als das.

Die Geschichte war zudem auch ziemlich vorhersehbar, was ich sehr schade fand. Man kann sich schnell denken, wie das Buch enden wird. Apropos Ende: Das hat mir auch gar nicht gefallen, da es mir ziemlich unrealistisch erschien, aber ich möchte hier natürlich nicht spoilern und lasse das einfach mal so stehen.

Fazit:
Die Geschichte hatte viel Potenzial, das aber leider nicht gut genug umgesetzt wurde. Meiner Meinung nach vermittelt die Geschichte ein falsches Bild über die Jungfräulichkeit, obwohl die Autorin genau das Gegenteil beabsichtigt hat. Die Charaktere sind zudem umauthentisch für ihr Alter und konnten mich deshalb nicht überzeugen. Daher gibt es von mir leider keine Leseempfehlung.

  • Cover
  • Gefühl
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Handlung
Veröffentlicht am 21.06.2020

Eine tolle Liebesgeschichte mit viel Tiefgang!

Trust Again
2

Inhalt:
Dawn hat mit der Liebe abgeschlossen und es gibt nichts, was sie weniger gebrauchen kann, als sich zu verlieben. Der Verrat ihres Ex-Freundes und der damit verbundene Schmerz ihrer letzten Trennung ...

Inhalt:
Dawn hat mit der Liebe abgeschlossen und es gibt nichts, was sie weniger gebrauchen kann, als sich zu verlieben. Der Verrat ihres Ex-Freundes und der damit verbundene Schmerz ihrer letzten Trennung sitzen noch zu tief. Doch dann trifft sie auf den charmanten, attraktiven und humorvollen Spencer Cosgrove, der von Anfang an klar stellt, wie toll er sie findet und bittet sie um ein Date. Dawn ist zunächst gar nicht begeistert und versucht sich gegen die starke Anziehung zu Spencer zu wehren. Doch sie lernt ihn immer besser kennen und findet heraus, dass auch er mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat…

Meine Meinung:
Zunächst muss ich sagen, dass ich das Cover wieder super passend zur Reihe finde. Am besten gefällt mir, dass bei der Auswahl der Figuren auf dem Bild darauf geachtet wurde, dass sie zu den jeweiligen Hauptcharakteren passen. Bspw. wird in dem Buch ja oft erwähnt, dass Spencer gerne karierte Hemden trägt. Dass sich das auch auf dem Cover wiederfinden lässt, finde ich brilliant.
Nachdem ich den ersten Teil der Reihe verschlungen habe, war ich umso gespannter darauf, ob es Mona Kasten gelingen wird, mich auch mit dem zweiten Band zu überzeugen - und das hat sie definitiv geschafft. Spencer und Dawn waren mir schon in BEGIN AGAIN so sympathisch und ich fand es demnach toll, dass sich der zweite Teil nun auf ihre Geschichte fokussiert. Hinter den beiden Charakteren steckt so viel mehr, als man zunächst annimmt.
Spencer, der ja bereits im ersten Band ständig versucht hat mit Dawn zu flirten, scheint immer gut drauf zu sein, hat ständig einen Witz parat und ist immer für seine Freunde da. Doch auch er stößt irgendwann an seine Grenzen, denn er hat mit einem traumatischen Ereignis aus seiner Vergangenheit zu kämpfen. Das lässt er sich jedoch meist nie anmerken und tut einfach so, als würde es ihm gut gehen.
Über Dawns Vergangenheit und dem Betrug ihres Ex erfährt man ja bereits in Band 1 etwas mehr, jedoch steckt auch hinter dieser Geschichte noch viel mehr, was es Dawn schwierig macht, sich auf etwas Neues einzulassen. Ihre Trauer kompensiert sie mit dem Schreiben von Romanen, wofür sie sich zunächst schämt und demnach niemanden davon erzählt.
Beide Charaktere sind mir so schnell ans Herz gewachsen und ich fand es schön zu sehen, wie sie sich dem anderen gegenüber immer mehr geöffnet haben. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel vorweg nehmen, deshalb sage ich nur, dass diese Geschichte viel mehr Tiefgang hat, als ich zunächst erwartet habe.
Ein weiterer Pluspunkt ist auch, dass man im Laufe der Geschichte noch erfährt, wie es mit Kaden und Allie weitergeht. Auch wird thematisiert, wie sich das ja durchaus angespannte Verhältnis zu ihrer Familie entwickelt hat. Zudem erfahren wir mehr über Dawns Zimmergenossin Sawyer, welche mir in BEGIN AGAN gar nicht sympathisch war. Mittlerweile ist sie einer meiner Lieblingscharaktere und ich freue mich, mehr über ihre Geschichte in FEEL AGAIN zu erfahren!

Mona Kastens Schreibstil ist auch in diesem Buch wieder hervorragend. Ich liebe es, wie sie jede Situation, jedes Gefühl und besonders beide Hauptcharaktere im Detail beschreibt. Die Geschichte ist sehr einfach zu lesen und auf jeden Fall super spannend geschrieben, weshalb ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Fazit:
TRUST AGAIN ist eine wundervolle New-Adult Geschichte über Freundschaft, aus der eine große Liebe entstehen kann. Das Buch hat mir tatsächlich sogar noch ein bisschen besser gefallen als BEGIN AGAIN und kann es daher nur jedem New-Adult Fan ans Herz legen. Der dritte Teil steht schon in meinem Bücherregal und ich freue mich total auf Sawyer und Isaacs Geschichte!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.08.2020

Ein Buch für Pferdeliebhaber!

Schicksalssterne
1

Kurz zum Inhalt:
Hannover 1910: Die junge Mia und der adlige Offizier Julius verlieben sich auf den ersten Blick ineinander und beschließen gemeinsam nach Neuseeland auszuwandern um sich dort ihr eigenes ...

Kurz zum Inhalt:
Hannover 1910: Die junge Mia und der adlige Offizier Julius verlieben sich auf den ersten Blick ineinander und beschließen gemeinsam nach Neuseeland auszuwandern um sich dort ihr eigenes Gestüt aufzubauen. Zunächst läuft alles wie nach Plan und sie sind glücklich in ihrer neuen Heimat. Doch bei Kriegsausbruch werden die beiden der Spionage für die Deutschen verdächtigt und getrennt voneinander interniert. Nur die junge Willie kann das Gestüt noch retten, doch nach dem Krieg ist nichts mehr so, wie es einmal war…

Erstmal muss ich sagen, dass ich das Buchcover wirklich sehr schön finde. Es könnte nicht passender zur Geschichte sein!
Bei diesem Buch handelt es sich tatsächlich um das erste Buch, was ich von Sarah Lark gelesen habe und ich bin angetan von ihrem Schreibstil. Man kann der Geschichte sehr gut folgen und es ist mir sehr leicht gefallen, mich in das Jahr 1910 zu versetzen. Die Autorin beschreibt besonders die Landschaften und Umgebungen sehr detailreich, was es mir einfach gemacht hat, mir das schöne Neuseeland vorzustellen. Auch die vielen geschichtlichen Elemente fand ich sehr spannend und gut in die Geschichte eingebracht.

Nun aber mehr zur Geschichte selbst, welche etwas langatmig angefangen hat, aber weiterlesen wird definitiv belohnt! Es kommt (vor allem im mittleren Teil) zu vielen Situationen, mit denen ich niemals gerechnet hätte und ich konnte das Buch deshalb nicht mehr aus der Hand legen! Im Vordergrund stehen definitiv Verrat, Betrug, Liebe, Krieg und vor allem Pferde! Aber Achtung: auch Gewalt kommt in diesem Buch nicht zu kurz!
Zudem könnten die Hauptprotagonisten nicht unterschiedlicher sein. Mein absoluter Lieblingscharakter ist Mia! Sie ist ein so liebenswerter, starker Mensch und ihr wird hier wirklich so einiges abverlangt. Im Laufe des Buches wird sie mit schwierigen Problemen konfrontiert, die teilweise echt ausweglos erscheinen, aber sie verliert niemals ihren Mut und ihren starken Lebenswillen. Ich habe so sehr mit ihr mitgefiebert, einfach ein starker Charakter!
Ihren Mann Julius fand ich am Anfang noch sympathisch, das hat aber schnell nachgelassen. Er lässt sich immer von den Meinungen anderer beeinflussen und ist total naiv. Da habe ich mir leider teilweise echt gedacht, Mia sollte sich lieber einen anderen Mann suchen.
Bei Willie ging es mir da ähnlich wie mit Julius. Am Anfang habe ich noch mit ihr mitgefiebert, da auch sie es nicht immer leicht in ihrem Leben als Arbeiterin in einer Fabrik hatte. Das hat sich schnell geändert, denn sie ist ein sehr egoistisches, heimtückisches Mädchen, die alles dafür tun würde, um an ihr Ziel zu gelangen.
Auch wenn mir Julius und Willie nicht sonderlich sympathisch waren, hat man trotzdem bei allen drei Protagonisten eine deutliche Entwicklung sehen können, was mir sehr gut gefallen hat.

Leider hat „Schicksalssterne“ aber auch einige Schwächen, die erwähnt werden sollten. Bspw. wäre da die wirklich sehr detaillierte Beschreibung der Pferde. Ich muss sagen, es hat mich am Anfang echt Mühe gekostet, mich daran zu gewöhnen, dass jede Pferderasse und die Bewegungen der Pferde so unglaublich detailliert beschrieben werden. Das fand ich am Anfang noch interessant, hat mich dann später aber wirklich etwas genervt. Das Positive daran ist, dass ich wirklich viel Neues dazu gelernt habe, was Pferde angeht.
Zudem gab es viele Situationen, die mir einfach zu leicht von statten gegangen sind und mir deshalb unrealistisch erschienen sind, wie bspw. die Verlobung von Mia und Julius oder deren Überseereise nach Neuseeland. Aber hauptsächlich der letzte Abschnitt des Buches war mir dann etwas zu realitätsfern, denn hier habe ich einige Reaktionen der Protagonisten nicht mehr ganz nachvollziehen können und das fand ich sehr schade. Hier hätte das Buch noch einige Seiten mehr vertragen können um die Geschichte gut abzurunden.

Mein Fazit:
Trotz einiger Schwächen ist „Schicksalssterne“ von Sarah Lark ein durchaus lesenswerter Roman mit viel Spannung und unerwarteten Wendungen, die mich teilweise wirklich schockiert haben, weil ich einfach nicht damit gerechnet habe. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und würde zu gerne wissen, wie es mit den Charakteren, vor allem mit Mia, weitergeht. Ich hoffe daher sehr auf eine Fortsetzung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 13.06.2020

Sehr guter Auftakt der Begin-Again Reihe!

Begin Again
1

Die 19-jährige Allie hat genug von ihrem Leben. Alles was sie möchte, ist ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und ein neues Leben zu beginnen. Sie gibt sich einen neuen Namen, ändert ihre Frisur und ...

Die 19-jährige Allie hat genug von ihrem Leben. Alles was sie möchte, ist ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und ein neues Leben zu beginnen. Sie gibt sich einen neuen Namen, ändert ihre Frisur und zieht in einen anderen US-Bundesstaat um dort aufs College zu gehen. Bei ihrer Suche nach einer WG trifft sie auf Bad Boy Kaden, der von Anfang an klarstellt, dass niemals etwas zwischen den beiden laufen wird und stellt deshalb drei Regeln auf. Diese werden allerdings schon bald nicht mehr befolgt..


Mona Kasten ist mit „Begin Again“ definitiv ein super Young Adult Roman gelungen, den man nicht mehr aus der Hand legen will!
Zuerst muss ich sagen, dass ich das Cover absolut ansprechend und wunderschön finde! Es ist schlicht und einfach gehalten, aber genau das macht es so besonders.
Nun zu meiner Meinung zum Inhalt:
Man muss einfach ganz klar sagen, dass die Idee vom Bad Boy und Good Girl auf dem College natürlich nicht besonders neu ist und Bestandteil vieler Young Adult Romane ist. Trotzdem ist Begin Agin meiner Meinung nach eines der besten Bücher in diesem Bereich. Es geht nicht nur um die Liebesgeschichte zwischen Kaden und Allie, sondern auch um die Bewältigung traumatischer Ereignisse, mit denen ich so nicht gerechnet habe.
Zu den Charakteren: Beide waren mir von Beginn an sympathisch- ja sogar Kaden! Man merkt schnell, dass hinter seiner kalten Fassade so viel mehr steckt als man zunächst annimmt, denn auch er hat etwas zu verbergen. Ich fand es schön zu sehen, wie er sich Allie mehr und mehr geöffnet hat. Allie hingegen hat mich mehrere Male zum Schmunzeln gebracht, seien es ihre emotionalen Ausbrüche oder wenn sie von Kaden beim angeblichen „spannen“ erwischt wird. Sie ist ein besonders starker und schlagfertiger Charakter, den man schnell ins Herz schließt und einfach gern haben muss.
An einigen Stellen konnte ich deren Handlungen allerdings nicht wirklich nachvollziehen. Kaden ist mal super liebenswert und kurze Zeit später ist er genau das Gegenteil - manchmal vielleicht etwas zu unrealistisch. Demnach gibt es mehrere Up’s and Down’s in der Beziehung von Allie und Kaden, was ich an sich nicht schlimm finde, weil es die Geschichte umso spannender macht. Das Ende hätte auch durchaus noch ein paar mehr Seiten verkraften können, das ging mir dann alles etwas zu schnell (was aber natürlich nicht heißt, dass es schlecht war).

Zu Mona Kastens Schreibstil lässt sich nur eins sagen: brilliant! Sie hat es geschafft, dass ich das Buch gar nicht mehr zur Seite legen wollte. Das Buch ist super unkompliziert geschrieben und einfach zu verfolgen. Oft finde ich, dass Autoren die Sprache der Charaktere nicht wirklich an das jeweilige Alter des Charakters anpassen - aber nicht Mona Kasten. Die gewählte Sprache der Figuren ist sehr authentisch und hat mich oft zum lachen gebracht! Auch die gewählte Ich-Perspektive aus Allies Sicht finde ich super. Man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen und fiebert einfach total mit ihr mit.

Fazit:
Definitv ein MUSS für alle Young Adult Fans! Sehr starke Charaktere mit großer Persönlichkeitsentwicklung. Kaden und Allies Geschichte ist wunderschön geschrieben und sorgt definitiv für einige Lacher. Ich werde die nächsten Teile der Reihe auf jeden Fall auch noch lesen :)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.12.2020

CoHo greift mal wieder ein sehr wichtiges Thema auf!

Was perfekt war
0

Der Grund, warum ich immer wieder zu Colleen Hoovers Büchern greife ist definitiv, dass fast alle ihrer Geschichten Themen behandeln, welche man nicht in jedem x-beliebigen Roman findet. Für meinen Geschmack ...

Der Grund, warum ich immer wieder zu Colleen Hoovers Büchern greife ist definitiv, dass fast alle ihrer Geschichten Themen behandeln, welche man nicht in jedem x-beliebigen Roman findet. Für meinen Geschmack liest mal viel zu oft die typischen Liebesgeschichten, die mehr oder weniger gleich verlaufen.
CoHo hat mit "Was perfekt war" wieder eine Geschichte geschaffen, dessen Verlauf ich mal wieder so gar nicht voraussagen konnte und greift zudem ein wahnsinnig wichtiges Thema auf (welches ich hier erstmal nicht erwähnen werde, da es auch im Klappentext nicht genannt wird).

Es geht um Quinn und Graham, ein verheiratetes Ehepaar, welches sieben Jahre nach ihrer Hochzeit eine schwierige Phase durchlebt. Sie gehen sich mehr oder weniger aus dem Weg und haben sich auch sonst scheinbar nicht mehr viel zu sagen. Toll fand ich dabei die Zeitsprünge, denn man erfährt nicht nur von deren Problemen in der Gegenwart, sondern erfährt zudem, wie die beiden sich kennen- und lieben gelernt haben. So lässt sich schnell erkennen, inwieweit sich die Beziehung der beiden verändert hat.

Quinn und Graham haben als Charaktere kleine Schwächen, sind aber meiner Meinung nach trotzdem gelungen und haben mir gut gefallen.
Graham ist wohl der Typ Ehemann, den man sich nur wünschen kann. Er ist so zuvorkommend, einfühlsam und liebt seine Frau mehr als alles andere auf der Welt, was man im Buch immer wieder zu spüren bekommt. Quinn hingegen, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, hat mich manchmal den ein oder anderen Nerv gekostet. Sie verschließt sich gegenüber ihrem Mann so sehr, dass es ihm schwer fällt noch an sie heran zu kommen und Graham tat mir deshalb oft so leid. Ihr Handeln war für mich manchmal nicht unbedingt nachvollziehbar und sehr egoistisch, weshalb ich mehr mit Graham sympathisieren konnte. Manchmal hilft auch einfach mal über seine Probleme zu reden, anstatt alles tot zu schweigen, Aber gut, dann wäre es auch nicht mehr so spannend
Trotz kleiner Schwächen habe ich mit beiden Charakteren total mitgefiebert und konnte gar nicht mehr abwarten, wie die Geschichte ausgeht.
Apropos Ende:

!SPOLER!

Ich fand es sehr gut, dass es am Ende kein "Schwangerschaftswunder"mehr gab. Klar, hätte ich es mir für Graham und Quinn sehr gewünscht Eltern zu werden, allerdings kam so die Message, nämlich dass man zufrieden sein soll mit dem was man hat, noch viel viel besser rüber. Generell fand ich den Epilog sehr emotional und passend.

SPOILER ENDE

Zum Schreibstil von CoHo kann man nicht viel mehr sagen, als dass ich keinen besseren kenne. Die Autorin hat so ein großes Talent dafür, jedes ihrer Worte so poetisch klingen zu lassen, sodass man sich theoretisch jeden Satz markieren müsste. Ich kann besonders empfehlen, ihre Bücher auch mal auf englisch zu lesen, da kommt das oft noch sehr viel besser rüber.

Fazit:
Von mir gibt es keine vollen 5 Sterne, einfach weil "Was perfekt war" für mich nicht ganz an "Nur noch ein einziges Mal" rankommt und ich mit Quinn nicht ganz so warm geworden bin. Trotzdem ist diese Geschichte absolut lesenswert, wunderschön geschrieben und behandelt ein so wichtiges Thema, von dem man in Büchern nicht ganz so oft liest.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere