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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2020

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt

How To Be an Antiracist
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Eindruck

Ibram X. Kendi erzählt uns seine Geschichte, wie er vom Rassisten zum Antirassisten wurde, und das dies ein langer Weg war.
Seine Erzählungen von seinem Leben fand ich sehr anregend geschrieben ...

Eindruck

Ibram X. Kendi erzählt uns seine Geschichte, wie er vom Rassisten zum Antirassisten wurde, und das dies ein langer Weg war.
Seine Erzählungen von seinem Leben fand ich sehr anregend geschrieben und haben einem verdeutlicht, wie schnell Rassismus passieren kann.
Zudem nimmt er viele wissenschaftliche Fakten mit hinein, die zweitweise das ganze noch verdeutlichen. Allerdings fand ich es an einigen Stellen zu viel, wodurch mir dann das lesen nicht ganz so leicht gefallen ist.
Was mir gut gefallen hat, ist das Kendi vor jedem Kapitel zwei Begriffe mit Definition erklärt hat. Meist war es ein Rassistischer Begriff und im Vergleich dazu der antirassistische Begriff.
In Kendi konnte man sich gut hineinversetzten und in seinen Handlungen habe ich mich manchmal selber ertappt. Daher ist dieses Buch eine gute Anregung, um über seine Handlungen nachzudenken und es beim nächsten Mal besser zu machen.
Zudem wird einem durch das Buch bewusst, dass es Rassismus nicht erst seit gestern gibt und schon viel zu lange ein Problem ist.

Fazit

Das Buch ist eine Mischung aus seiner Biographie und einem Sachbuch über Rassismus. Ich fand es sehr anregend und es hat mich zum Nachdenken gebracht, auch wenn ich es an einigen Stellen etwas trocken fand.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.08.2020

Eine erwachsene und zeitgenössische Liebesgeschichte

Weil alles jetzt beginnt
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Inhalt

Evvie ist gerade dabei ihre gepackten Sachen in ihr Auto zu laden, als sie am Telefon erfährt,
dass ihr Mann Tim einen schweren Unfall hatte und diesen nicht überlebt hat.
Daraufhin macht sie ...

Inhalt

Evvie ist gerade dabei ihre gepackten Sachen in ihr Auto zu laden, als sie am Telefon erfährt,
dass ihr Mann Tim einen schweren Unfall hatte und diesen nicht überlebt hat.
Daraufhin macht sie sich Vorwürfe, weil sie niemanden erzählen kann, wie Tim wirklich war
und ihre Trauer falsch einschätzen.
Nach fast einem Jahr zieht dann Dean bei ihr ein. Dean ist ein Baseballstar, der nicht mehr
werfen kann und vor der Presse flüchtet.
Die beiden vereinbaren, dass sie nicht über die Ehe von Evvie sprechen oder über die
Probleme von Dean. Allerdings brechen die beiden diesen Deal sehr schnell und öffnen sich
dem anderen gegenüber, sodass sie schnell merken, dass der andere genau der ist, den sie
jetzt für einen Neuanfang brauchen.

Eindruck

Das Cover finde ich sehr schön gestaltet und hat mich sofort angesprochen. Zudem passen
die unterschiedlichen Blüten und Blätter zu den Jahreszeiten, die im Buch wieder aufgegriffen
werden.

Den Schreibstil von Linda Holmes fand ich sehr angenehm. Ich kam sofort rein und konnte das
geschriebene flüssig lesen. Da die Handlung nicht aus der Perspektive einer Figur geschrieben
wurde, erfährt man leider nicht so viele Gefühle der einzelnen Protagonisten und muss ihr
Verhalten deuten.

Gegenüber Evvie hatte ich am Anfang des Buches tiefes Mitgefühl, da sie ihren Mann verloren
hat. Ihre Reaktion auf den Tod ihres Mannes ist so, wie man es sich vorstellt. Allerdings
trauert sie aus einem anderen Grund und erzählt niemanden, weshalb sie sich wirklich so
schlecht fühlt. Erst als Dean bei ihr einzieht, schafft sie es sich ihm zu öffnen, und erzählt wie
sie sich wirklich fühlt.
Durch die Öffnung merkt man das es ihr besser geht und dass sie sich verändert. Sie schafft es
wieder zu arbeiten und genießt das Leben wieder mehr. Das fand ich schön mit anzusehen
und hat mich für sie gefreut.
Zum Schluss des Buches kann sie sich sogar von ihrem Haus trennen und wagt einen
Neuanfang was mich für sie gefreut hat.

Neben Evvie steht auch Dean im Vordergrund. Am Anfang wirkt er unbeholfen und verbittert
was auf seine Situation zurück zu führen ist. Aber auch er schafft es schnell sich gegenüber
Evvie zu öffnen und scheint damit das Geschehene verarbeiten zu können.
In Verlauf der Handlung wurde er mir immer sympathischer. Er hat sich gut in das Dorfleben
eingegliedert und ihm ging es dort sichtlich gut.
Der Deal zwischen Evvie und Dean war, dass er 1 Jahr bei ihr wohnt. Nach Ablauf des Jahres
hat er seine Sachen gepackt und ist wieder nach New York gezogen. Einerseits konnte ich
verstehen, dass er wieder zurück geht, allerdings fand ich es in Anbetracht der Situation
zwischen ihm und Evvie auch merkwürdig. Zwischen den beiden gab es kein Gespräch
darüber und irgendwann waren alle seine Sachen gepackt und er ist wieder ausgezogen.

Die dritte wichtige Person in der Handlung ist Andy, Evvies bester Freund und ein alter Freund
von Dean.
Andy war mir von Anfang an sehr sympathisch mit seinen zwei kleinen Töchtern. Ich fand
auch das Evvie und Andy gut zusammengepasst hätten, allerdings wurde schon durch den
Klappentext deutlich das dies nicht passieren würde. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass
er Monica kennengelernt hat.
Schade fand ich allerdings das Andy und Evvie sich im Verlauf der Handlung
auseinandergelebt haben. Das stand für mich zeitweise mehr im Vordergrund als Dean und
Evvie.

Einige weitere Kritikpunkte sind, dass ich gehofft hatte das man mehr von Tim erfährt und wie
dieser sich gegenüber Evvie verhalten hat. Leider spielte dies hauptsächlich am Anfang eine
Rolle.
Des weiterem fand ich das sich einige Szenen sehr gezogen haben und andere wichtige sehr
schnell abgehandelt wurden. Besonders zum Ende hin wurde sehr viel noch in die Handlung
reingepackt.

Trotzdem hat mich die Handlung an einigen Stellen berührt und ich habe auch nachdem ich
das Buch weggelegt habe noch einige Male an Evvie, Dean und Andy gedacht und darüber
gegrübelt, wie die Handlung weiter geht.

Fazit

Insgesamt war das Buch wirklich schön geschrieben, zum Wohlfühlen und zeitgenössisch.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 15.06.2020

Unsere Geheimnisse, unsere Unterschiede stehen zwischen uns

Hopelessly in Love
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Klappentext

Sasha ist am Boden zerstört. Ben hat sie betrogen. Alles, was bisher war, scheint eine große Lüge. Oder soll sie ihm glauben, wenn er sie beschwört ihm zu vertrauen, weil alles nur ein dummer ...

Klappentext

Sasha ist am Boden zerstört. Ben hat sie betrogen. Alles, was bisher war, scheint eine große Lüge. Oder soll sie ihm glauben, wenn er sie beschwört ihm zu vertrauen, weil alles nur ein dummer Zufall war? Noch nie ist Sasha vor eine so schwere Entscheidung gestellt worden. Sie weiß, wenn sie sich in Ben täuscht, wird ihr Herz zerreißen, und gleichzeitig spürt sie, dass sie ohne ihn nicht leben kann. Während Sasha noch mit ihren Gefühlen kämpft, ist in Bens Leben von einem auf den anderen Tag nichts mehr, wie es war. Seine Schwester hat einen schweren Unfall, gleichzeitig kommt ein Geheimnis ans Licht, das den Ruf seiner Familie zerstören kann. Und gerade, als Sasha hofft, doch eine Zukunft mit Ben zu haben, taucht eine Person aus seiner Vergangenheit auf, die alles, woran Sasha bisher geglaubt hat, in Frage zu stellen droht.

Eindruck

Das Cover ist passend zum ersten Band. Mir gefallen die Farben dieses mal leider nicht zu gut und ich finde das es durch die Musterung etwas unruhig wirkt.

Der Schreibstil ist, wie auch schon beim ersten Teil, angenehm zu lesen und gut verständlich. Die Handlung ist aus der Ich-Perspektive von Sasha, Ben und June geschrieben. Das hat mich persönlich etwas gestört. Durch den ständigen Wechsel kam ich durcheinander.

Sasha ging mir in diesem Teil leider etwas auf die Nerven. Laut Klappentext ist es Sashas schwerste Entscheidung, ob sie Ben vertraut. Dafür kam in meinen Augen die Versöhnung etwas zu schnell. Zudem haben mich ihre permanenten Zweifel gestört, wodurch das Buch für mich die ganze Zeit negative Schwingungen hatte.

Ben hat man in diesem Teil noch etwas besser kennengelernt und er hatte nichts von einem arroganten Schnösel. Er hat sich einerseits gegen seinen Vater gesetzt, konnte sich aber in den wirklich wichtigen Momenten dann doch nicht gegen ihn durchsetzen. Das fand ich etwas schade. Schön fand ich wie er sich um seine Schwester gekümmert hat. In seine Sorgen konnte ich mich gut reinfühlen. Toll fand ich auch das er Sasha ermöglicht hat an den Vorbereitungskursen in Yale teilzunehmen, damit beide ihren Traum leben könne, auch wenn das Ende nichts gutes verspricht.

Das offene Ende ist wieder vielversprechend und trotz der Kritikpunkte möchte ich wissen wie es weiter geht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2020

Angenehmer Krimi für zwischendurch

Hamish Macbeth hat ein Date mit dem Tod
3

Klappentext

Constable Hamish Macbeth schwebt mit der schönen Priscilla auf Wolke sieben. Aber als in deren Tommel Castle Hotel acht hoffnungsfrohe Mitglieder eines Single Clubs einchecken, kehrt für die ...

Klappentext

Constable Hamish Macbeth schwebt mit der schönen Priscilla auf Wolke sieben. Aber als in deren Tommel Castle Hotel acht hoffnungsfrohe Mitglieder eines Single Clubs einchecken, kehrt für die beiden wieder die Realität ein. Am eigentlich romantisch geplanten Wochenende läuft alles schief, was schieflaufen kann. Der tragische Höhepunkt: Eine Frau wird tot aufgefunden. In ihrem Mund ein Apfel. Hamish steht vor einem großen Rätsel. Fest steht nur: Auf jeden Fall ein Sündenfall…

Eindruck

Zuerst muss ich einmal sagen das dies das erste Buch von Hamish Macbeth von mir war!

Zu Anfang wurden besonders die Charaktere der Partnervermittlung intensiv vorgestellt. Dies fand ich sehr gut, allerdings waren es so viele Informationen das ich mir nicht alles merken konnte und die Charaktere im Verlauf des Geschehens öfters mal durcheinandergebracht habe! Dafür gab es natürlich viele Verdächtige, was wiederrum zu etwas Spannung führte.

Hamish und auch Priscilla wurden nicht genauer beschrieben, aber ich denke das liegt daran, das dies schon der achte Band der Reihe ist. Das Ende macht neugierig auf den Fortgang der Handlung und das finde ich toll. Ich bin gespannt wie die Reihe weitergeführt wird.

Den Mordfall fand ich ganz angenehm, da er nicht blutig oder gewaltvoll war, gut für zwischendurch. Allerdings fand ich die Auflösung des Mordfalles nicht ganz so gelungen. Meiner Meinung nach hätte man sich ein besseres Tatmotiv überlegen können und auch die Überführung des Mörders war skurril.

Dafür fand ich den Schreibstil sehr angenehm und man konnte es gut weg lesen. Zwischendrin musste ich immer wieder lachen und hatte nicht das Gefühl einen Krimi zu lesen.

Insgesamt hat mir der Krimi gut gefallen und ich denke ich werde die vorherigen Teile auch noch lesen um mehr über Hamish und Priscilla zu erfahren.

  • Cover
  • Handlung
  • Spannung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 30.03.2021

Viele offene Fragen zur Zeitreise

Lea und das Labyrinth der Zeit
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Inhalt

Lea soll die Sommerferien auf dem Bauernhof ihrer Tante verbringen. Klingt für sie ziemlich öde, da sie die Ferien viel lieber mit ihrer besten Freundin Sarah verbringen möchte.
Doch im Dorf ...

Inhalt

Lea soll die Sommerferien auf dem Bauernhof ihrer Tante verbringen. Klingt für sie ziemlich öde, da sie die Ferien viel lieber mit ihrer besten Freundin Sarah verbringen möchte.
Doch im Dorf ihrer Tante passieren immer merkwürdigere Dinge. Als sie dann noch im Wald Moritz kennen lernt, glaubt sie erst, er verarscht sie. Er soll ein Zeitreisender sein und nicht mehr nach Hause kommen. Zuerst glaubt sie ihm kein Wort, doch durch irgendeinen Grund vertraut sie ihm, und glaubt ihm.

Eindruck

Das Buchcover finde ich sehr schön schlicht gehalten, aber trotzdem ansprechend. Der Titel passt meiner Meinung nach auch sehr gut zu der Geschichte.

Den Schreibstil fand ich ganz angenehm zu lesen. Außerdem besaß das Buch einige spannende Passagen, wodurch man wissen wollte, wie die Handlung weiter geht.
Allerdings finde ich, dass das Buch nicht so gelungen umgesetzt wurde. Es war zwar spannend, aber am Ende hatte ich noch viele offene Fragen, die nicht beantwortet waren. Außerdem zog sich am Anfang die Handlung, dann wurde es spannend, und war für meinen Geschmack viel zu schnell zu Ende. Hätte man das Ende etwas mehr ausgeschmückt, wäre das Buch vermutlich etwas stimmiger gewesen und der Leser hätte weniger offene Fragen.

Lea als Hauptprotagonisten hat mir sehr gut gefallen. Ich denke sie hat sehr gut eine 14-jährige wieder gespiegelt, mit ihrem Verhalten teilweise. Allerdings hat sie manchmal mit sich selber gesprochen und darauf auch antworten von sich selbst bekommen. Das fand ich etwas merkwürdig.

Moritz fand ich als Zeitreisenden sehr sympathisch, auch wenn man von ihm leider nicht sehr viel erfährt.

Dann spielte Lennard noch eine zentrale Rolle in der Handlung. Ihn fand ich durch sein Wissen und seine nerdige Art und Weise sehr sympathisch. Ich hätte mir gewünscht das er eine größere Rolle in der Handlung gehabt hätte.

Fazit

Ein schönes Buch über die Zeitreise, aber leider nicht optimal umgesetzt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere