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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2022

Ich hab mein Herz an Porthlynn verloren

Cornwall-Glück in der kleinen Reitschule
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Amy leidet sehr unter dem Verlust ihres Pferdes Alibaba, so sehr, dass sie Porthlynn verlässt und nichts mehr mit Pferden und dem Reiten zu tun haben will. Sie vermisst ihre Familie und auch Cornwall sehr. ...

Amy leidet sehr unter dem Verlust ihres Pferdes Alibaba, so sehr, dass sie Porthlynn verlässt und nichts mehr mit Pferden und dem Reiten zu tun haben will. Sie vermisst ihre Familie und auch Cornwall sehr. Als sie bei einem Besuch ihrer Eltern erfährt, dass die Reitschule kurz vor der Pleite steht, springt sie über ihren Schatten und hilft, wo sie kann. Das ist alles nicht so einfach, denn sie hat vor einigen Jahren nicht nur den Reitstall im Stich gelassen, auch Aiden hat allen Grund sauer auf sie zu sein. Als plötzlich Liam auftaucht, geraten ihre Gefühle völlig durcheinander. Wie wird sie sich entscheiden?
Ich liebe die Cornwall Reihe der Autorin. Dieses kleine Örtchen Porthlynn mit seinen sympathischen Bewohnern ist mir sehr ans Herz gewachsen.
Warum Amy so eine krasse Entscheidung getroffen hat, wird erst während des Lesens klar. Der Verlust von Alibaba hat sie sehr hart getroffen und ihr ganzes Leben aus den Fugen gehoben. Es war schön zu sehen, wie sie nach und nach ihr Herz wieder öffnet. Aiden fand ich von Anfang an richtig toll. Liam na ja er war nicht gerade einer meiner Lieblingscharaktere. Doch auch er macht eine Entwicklung durch und merkt irgendwann selbst, was in seinem Leben schieflief.
Richtig toll finde ich, dass man bekannte Charaktere aus den vorherigen Büchern wieder trifft. Die Bewohner von Porthlynn sind mir sehr ans Herz gewachsen. Alle Charaktere sind sehr facettenreich. Der Schreibstil locker, leicht, und lässt mich komplett in die Geschichte abtauchen. Die Beschreibungen der Umgebung erwecken Sehnsucht beim Lesen.
Ich empfehle die Bücher der Reihe nachzulesen, denn man sollte alle Charaktere kennenlernen, und so spürt man einfach auch das besondere Flair, die Hilfsbereitschaft und die tiefe Freundschaft der Bewohner.

Ein absoluter Wohlfühlroman.

Von mir gibt es 10 Herzen und eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 27.12.2022

Spannender Reihenauftakt

Der Nordseeritzer
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Auf dem Roten Kliff steht ein telefonierender Mann, er wirkt sehr verzweifelt, schnell ist klar er will springen. Kriminalkommissar Jan Graf versucht ihn aufzuhalten, doch er schafft es nicht. Schnell ...

Auf dem Roten Kliff steht ein telefonierender Mann, er wirkt sehr verzweifelt, schnell ist klar er will springen. Kriminalkommissar Jan Graf versucht ihn aufzuhalten, doch er schafft es nicht. Schnell wird klar hier handelt es sich nicht um Selbstmord. Wer war am Telefon und hat den Mann in den Tod getrieben?

Steffi Teufel und Jan Graf beginnen zu ermitteln und sehen Verbindungen zu einem alten Fall. Was hat der Nordseeritzer der gerade erst aus der Haft entlassen wurde, mit dem Toten zu tun? Gleichzeitig wird ein Mädchen entführt. Was hat es mit der kleinen Leyla auf sich? Hängt auch ihre Entführung mit alldem zusammen? Die Ermittlungen gestalten sich schwierig und die Zeit drängt.

Es gibt verschiedene Handlungsstränge, die erst am Schluss geschickt zusammengeführt werden. Die Autorin hat einige Wendungen eingebaut, man muss beim Lesen aufpassen, um allem folgen zu können. Die Story wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, so bleibt die Spannung konstant hoch.

Dies ist der erste Teil mit dem Ermittlerteam Steffi Teufel und Jan Graf, ich mag die beiden. Mit dem neuen Team, der neuen Lokation und dem ersten Fall konnte mich Drea Summer völlig überzeugen.

Für mich ein gelungener Start einer neuen Reihe.

Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 11.12.2022

Eine bezaubernde Geschichte

Der kleine Wintermarkt am Meer
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Bei Josi läuft es gerade gar nicht gut. Sie hat keinen Job, kein Geld und auch keinen Mann. Als wäre das nicht schlimm genug, ist ihre geliebte Oma verstorben. Zu Weihnachten ist sie bei ihrem Bruder und ...

Bei Josi läuft es gerade gar nicht gut. Sie hat keinen Job, kein Geld und auch keinen Mann. Als wäre das nicht schlimm genug, ist ihre geliebte Oma verstorben. Zu Weihnachten ist sie bei ihrem Bruder und seiner nervigen Frau eingeladen. Wie soll sie das ohne ihre Oma nur aushalten?

Da erreicht sie der Anruf ihrer Freundin Linnea. Sie führt auf Sylt ein Café und könnte ihre Hilfe seht gut gebrauchen, denn es steht der Wintermarkt an. Linnea überlegt nicht lange, das ist ihre Rettung. Auf Sylt angekommen ist erst alles toll als Josi Erik kennenlernt, verhält sich Linnea plötzlich komisch. Was ist es, das plötzlich zwischen ihrer Freundschaft steht?

Ich liebe es, mit Julia Rogasch nach Sylt zu reisen. Ihr lebhafter, bildlicher Schreibstil versetzt mich immer wieder zurück auf Sylt. Ich spüre den Wind und das Salz auf meiner Haut. Durch sie erlebe ich Sylt immer wieder, es ist zu lange her als ich dort war.

Josis Geschichte ist einfach nur bezaubernd. Hier hat die Autorin viele verschiedene Themen eingebaut, die zusammen eine runde Geschichte ergeben und die meine Gefühle Achterbahn fahren ließen. Besonders wie sie mit dem Thema Trauer umgeht, hat mich berührt.

Die Bücher der Autorin punkten mit tollen Charakteren, die ihre Ecken und Kanten haben, tiefen Gefühlen, und es steckt auch immer eine Botschaft darin. Ich mag es, dass man immer wieder bekannte Charaktere trifft. Bei den Beschreibungen der Insel spürt man die Liebe der Autorin zur Insel.

Kurz gesagt holt euch dieses Buch, genießt Sylt, den Wintermarkt und eine bezaubernde Geschichte

Von mir gibt es 10 Herzen

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Veröffentlicht am 10.12.2022

Unbedingt lesen

Mein schwerster Weg
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Die ersten beiden „Einfach kann jeder“ Bücher sind urkomisch und es gab sehr viel zu lachen. Doch wie das im Leben so ist, besteht es eben nicht nur aus tollen und lustigen Dingen.

In diesem Teil nimmt ...

Die ersten beiden „Einfach kann jeder“ Bücher sind urkomisch und es gab sehr viel zu lachen. Doch wie das im Leben so ist, besteht es eben nicht nur aus tollen und lustigen Dingen.

In diesem Teil nimmt uns Nadja auf ihre wohl schwerste Reise mit. Viele von uns werden es kennen, von einem auf den anderen Tag verändert sich das Leben plötzlich. Alles, was gerade noch wichtig war, ist plötzlich total egal. Eine Diagnose, die nicht nur der Person, die sie bekommt, den Boden unter den Füßen wegzieht. Eine Zeit, in der sich die Hoffnung, Verzweiflung und Wut auf alles und jeden abwechseln, in der die Gefühle Achterbahn fahren. Wie kann ich der Person helfen, wie für sie da sein und Hoffnung und Kraft verbreiten?

Mich hat die Geschichte sehr berührt. Ich konnte jedes Gefühl und jede Handlung von Nadja sowas von nachfühlen und bin nicht nur einmal mit Tränen in den Augen hier gesessen. Sie schafft es trotz des schweren Themas eine lockere Geschichte daraus zu machen. Sie zeigt hier, wie es wirklich ist, wenn jemand aus dem Umfeld so eine Diagnose bekommt. Denn auch dann ist das Leben nicht sofort vorbei, im Gegenteil man versucht, das beste aus der Zeit die man noch hat zu machen. Und nichts ist wichtiger als die restliche Zeit mit so vielen schönen Dingen zu spicken wie es nur geht. Diese schönen Momente sind es, die in Erinnerung bleiben und die schwere Zeit und Momente, in denen man dachte, die Kraft reicht nicht aus, um das alles durchzustehen, wieder wettmachen und irgendwann das Herz wieder heilen lassen.

Ein tiefgründiges, berührendes Buch, das ich euch ans Herz lege.

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Veröffentlicht am 03.12.2022

Beklemmend und atmosphärisch

Blutvogel
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Aljona lebt mit ihrer streng gläubigen Familie in Taubendorf. Nach außen hin sind sie die perfekte Familie, doch Aljona glaubt nicht an Gott. Ihr Vater bestraft sie immer wieder hart dafür. Auch zweiundzwanzig ...

Aljona lebt mit ihrer streng gläubigen Familie in Taubendorf. Nach außen hin sind sie die perfekte Familie, doch Aljona glaubt nicht an Gott. Ihr Vater bestraft sie immer wieder hart dafür. Auch zweiundzwanzig Jahre später ist es keinem der Kinder gelungen, dem verhassten Vater zu entkommen. Als auf Aljona geschossen wird, bröckelt die Fassade und unheimliche bedrückende Dinge kommen ans Licht.

Die Story wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt und Aljona schreibt Briefe an ihren mittlerweile dementen Vater, um den sie sich trotz allem kümmert. So kommt stückchenweise die ganze erschreckende Wahrheit ans Licht. Ihr Vater ist sehr gläubig und hat mit harter Hand in seiner Familie regiert. Wer in seinen Augen etwas falsch gemacht hat, wurde mehr als hart bestraft.

Hier ist es der Autorin hervorragend gelungen den religiösen Wahn zu beschreiben, es hat mich beim Lesen fassungslos gemacht, wozu manche Menschen unter dem Deckmantel der Religion fähig sind. Wie Familien gespalten werden und wie sie auch Jahre später noch unter dem erlebten leiden.




Ich habe schon lange keinen Thriller mehr gelesen, bei dem die bedrückende Stimmung derart fühlbar war.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne

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