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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.04.2019

Kurzweilig, aber mit wenig Spannung

Wer sich umdreht oder lacht ...
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Wer sich umdreht oder lacht hat als Thriller mit aktuellem Bezug auf Social Media sofort mein Interesse geweckt. Dass sich die Zielgruppe wohl eher auf Jugendliche bezieht wurde mir dann beim Lesen relativ ...

Wer sich umdreht oder lacht hat als Thriller mit aktuellem Bezug auf Social Media sofort mein Interesse geweckt. Dass sich die Zielgruppe wohl eher auf Jugendliche bezieht wurde mir dann beim Lesen relativ schnell klar.

Bei den Opfern handelt es sich allesamt um junge Mädchen aus Amsterdam. Im Mittelpunkt steht Mandy, die einen netten Jungen im Krankenhaus kennen lernt. Neben Mandy erlebt man die Morde immer aus der Pespektive der Mädchen, die gerade sterben. Was immer wieder für Spannung sorgt auch wenn die Momente meiner Meinung nach etwas zu schnell abgewickelt werden. Daneben entwickelt sich der Thriller sehr schnell zu einem normalen Jugendbuch mit Krimielementen und dann oftmals doch sehr Klischeehaften Beschreibungen der Jugendlichen Mädchen, die ich manchmal nicht so ganz nachvollziehen konnte. Wenn ich jedoch gut gelungen fand war Mandy, mit der ich richtig mitfühlen konnte und auch dass die Geschichte insgesamt sehr undurchsichtig war und ich bis zum Ende gerätselt habe, wer der Mörder sein könnte.

Insgesamt hat mir bei Wer sich umdreht oder Lacht zwar die Spannung gefehlt, da ich mich wohl einfach einen richtigen Thriller und kein Jugendbuch erwartet. Die Geschichte habe ich jedoch trotzdem fast in einem Rutsch gelesen, durch den einfachen und sehr angenehm zu lesenden Schreibstil.

Veröffentlicht am 22.02.2019

Gute Idee, schlechte Umsetzung

The Ending - Du wirst dich fürchten. Und du wirst nicht wissen, warum
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The Ending von Ian Reid, erzählt die Autofahrt und aus der Sicht einer jungen Frau mit ihrem Freund Jake auf dem Weg zu dessen Eltern. Der Thriller wird angepriesen für Fans von Stephen King zu sein, was ...

The Ending von Ian Reid, erzählt die Autofahrt und aus der Sicht einer jungen Frau mit ihrem Freund Jake auf dem Weg zu dessen Eltern. Der Thriller wird angepriesen für Fans von Stephen King zu sein, was mich zum Teil dazu bewogen hat es zu lesen.
Die Geschichte wird aus der Sicht der jungen Frau erzählt, die einen Monolog führt, der sich hauptsächlich darum dreht mit ihrem Freund Jake schluss zu machen und sich im Zuge daran auch an das Kennenlernen und andere Szenarien mit ihm erinnert. Ebenfalls verschweigt die Frau, dass sie einen Stalker hat.
Die Idee die Geschichte in einer Art Monolog zu schreiben hat mir sehr gut gefallen, da man so die Protagonistin sehr gut kennen lernt und sich in Sie hineinversetzen kann, was allerdings auch das einzige ist, was mir wirklich gut an der Geschichte gefallen hat.
Der Autor hat versucht mit vielen Andeutungen über dass, was passieren könnte und die weitere Handlung Spannung aufzubauen, was bei mir jedoch nur zu noch mehr Verwirrung geführt hat und nicht dafür gesorgt hat, dass ich weiterlesen möchte. Auch hat sich die Geschichte wie ich finde lange gezogen auch wenn die Gespräche im Auto teils wirklich interessant waren und die Athomsphäre wirklich gepasst hat, bis die Geschichte wirklich für Nervenkitzel bei mir gesorgt hatte. Als die Geschichte dann schlussendlich aufgelöst wurde ging mir alles viel zu schnell, sodass ich erstmal gar nicht richtig verstanden habe was da jetzt vor sich ging, auch wenn man natürich durch einzelne Abschnitte schon etwas auf die richtige Fährte kam.
Schlussendlich war dieser Thriller zwar wirklich durchdacht und ganz anders als erwartet, was nicht negativ gemeint ist, allerdings war die Umsetzung, besonders vom Schluss nicht wirklich ausgearbeitet, da der Wechsel der Geschichte, die dann langsam Klarheit verschafft hat einfach viel zu schnell ging und man die Dinge teilweise gar nicht mehr überblicken konnte.
Ian Reid hatte eine tolle Idee bei diesem Psychothriller, ist aber meiner Meinung leider an der Umsetzung gescheitert.

Veröffentlicht am 08.02.2019

Die coolste Omma auf Erden

Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte
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Das Cover und der Titel, sowie der Klappentext haben mich sofort angesprochen und nach viel Lesespaß und Humor geklungen, und da mir sowieso mal wieder nach einem solchen Buch war und wurde letztendlich ...

Das Cover und der Titel, sowie der Klappentext haben mich sofort angesprochen und nach viel Lesespaß und Humor geklungen, und da mir sowieso mal wieder nach einem solchen Buch war und wurde letztendlich nicht enttäuscht.
Der Einstieg ist schon abartig witzig und man lernt die Omma gleich mal von ihrer besten Seite kennen und mir ging es so, dass mir dieses erste Kapitel schon gleich Lust zum weiterlesen gemacht hat und ich habe mich auch sehr gut eingefunden in der Geschichte. Man wird auch gleich mit Ommas Werdegang konfrontiert, der wirklich echt sehr interessant sind, genau wie der anderer Charaktere, da alle einfach sehr viel erlebt haben und das sehr interessant und humorvoll wiedergegeben wird . Die ganze Geschichte rund um Bianca, Omma, Mitzis Tod und in der auch Biancas Vater immer mal wieder eine witzige Rolle spielt ist sehr humorvoll und hat immer mal wieder überraschende und auch witzige Wendungen, die Spannungen in die Geschichte bringen. Auch einige Ereignisse die immer mal wieder in der Geschichte herumgestreut sind haben mich oft zum schmunzeln gebracht und sind mir auch gut um Gedächtnis geblieben. Das Geheimnis das alle um den Tod von Mitzi machen, verleiht dem ganzen noch einen mysteriösen Touch.
Was die Charaktere angeht, merkt man wie viel Mühe sich die Autorin damit gegeben hat, den sie sind alle sehr gut ausgearbeitet und haben jeder ihre Eigenarten, Macken, Besonderheiten und es sind doch fast alle sehr sympathisch und auf ihre Art liebenswert und selbst bei den Nebencharakteren merkt man, dass die Autorin sich Gedanken gemacht hat und sie nicht einfach so hingeklascht wurden. Aber nun zur Omma, was sie angeht, so einen genialen schlagfertigen Charakter habe ich selten erlebt und ich konnte sie mir echt gut vorstellen, mit ihrem selbstsicheren Auftreten. Für mich war sie einfach das Highlight der Geschichte. Aber auch Bianca mochte ich echt gern und war verblüfft davon, wie ähnlich sie der Omma doch ist. Natürlich darf man auch Charaktere wie Biancas Vater nicht vernachlässigen, die auch alle etwas sehr unterhaltsames an sich hatten.
Die ganze Handlung wurde von einem wunderschönen lockeren, natürlichen und amüsanten Schreibstil unterstützt, der sehr angenehm zu lesen war und durch den Ruhrpottdialekt, besonders der von der Omma, auch sehr authentisch.

Anna Basener hat mit Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte einen herrlich überzogenen und sehr humorvollen Roman geschrieben, welcher kurzweilig zu lesen ist und bei dem man über vieles noch im Nachhinein lachen kann und der einfach Spaß macht und unterhält, der aber trotz des ganzen Humors und der witzigen Darstellungen, auch kritisch reflektiert.

Veröffentlicht am 08.02.2019

Eine spannende verworrene Geschichte

The Couple Next Door
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Ein mysteriöser Entführungsfall um ein Baby, das klang in meinen Ohren sehr vielversprechend und spannend.
Die Geschichte hat eigentlich direkt mit der Entführung gestartet, ohne große Vorgeschichte ging ...

Ein mysteriöser Entführungsfall um ein Baby, das klang in meinen Ohren sehr vielversprechend und spannend.
Die Geschichte hat eigentlich direkt mit der Entführung gestartet, ohne große Vorgeschichte ging es gleich los und auch das Misstrauen war sofort geweckt, da einfach jeder der vorkommenden Charaktere der Täter hätte sein können und so ging es eigentlich die ganze Geschichte lang, selbst als Dinge schon ans Licht gekommen sind und man den Täter eigentlich schon hatte, kam es doch immer nochmal anders als erwartet habe. Gestützt wurde die ganze Geschichte durch eine sich durchziehende düstere und mysteriöse Atmosphäre und durch rasche Wendungen, die mich immer wieder überrascht haben und die Geschichte von mal zu mal rasanter haben werden lassen. Der Handlungsstrang war ebenfalls übersichtlich und trotz der verschiedenem Erzählperspektiven (Anne, Marco, Rasbach) und Spuren übersichtlich. Natürlich waren manche Entscheidungen, allen voran das Baby allein zuhause zu lassen, für mich nicht nachvollziehbar, jedoch handelt es sich hier ja immer noch um eine fiktive Geschichte, die sich ohne diese Entscheidung ja gar nichthätte weiter entwickeln könnenAuch habe ich die ganze Geschichte lang mitgefiebert und mich immer wieder gefragt, wem man denn nun glauben könne und wem nicht.
Durch die verschiedenen Erzählperspektiven erfährt man gut, was in den Hauptcharakteren so vor sich geht und was für Gedanken sie haben beziehungsweise wie sie sich fühlen und lernt sie so auch gut kennen, sodass sie einem ziemlich nah vorkommen. Nachdem man am Anfang, wie ich finde noch nicht so wirklich viel über sie weiß, erfährt man nach und nach immer mehr aus ihrer Vergangenheit, wobei besonders Anne im Fokus steht und man auch am meisten über sie erfährt und dadurch hat sich auch immer wieder meine Meinung gegenüber ihnen geändert. Und auch gefallen hat mir, dass die Geschichte wenige Charaktere hatte und man sich so auf die wenigen gut konzentrieren konnte, mehr wären in diesem Falle wohl verwirrend gewesen.
Die ganze Geschichte ist eher in einem einfachen Stil geschrieben, sodass es sehr angenehm und kurzweilig zu lesen ist und durch die guten Beschreibungen auch sehr gut verbildlicht und macht dadurch wirklich Spaß.

Insgesamt hat mir The Couple next Door von Shari Lapena ziemlich gut gefallen, den trotz einiger Längen war es ein verwobenes Konstrukt aus Lügen und Geheimnissen, welches gut aufzeigt, was Verzweiflung auslösen kann und spannend bis zum Schluss ist.

Veröffentlicht am 08.02.2019

Es hätte Potenzial gehabt

Schrei
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Schrei habe ich ganz zufällig in der Buchhandlung endeckt und das blutig gestaltete Cover ist mir sofort in die Augen gesprungen, zudem war auch der Klappentext sehr interessant und hat zum weiterlesen ...

Schrei habe ich ganz zufällig in der Buchhandlung endeckt und das blutig gestaltete Cover ist mir sofort in die Augen gesprungen, zudem war auch der Klappentext sehr interessant und hat zum weiterlesen angeregt und da ich mal wieder Lust auf einen Jugendbuchthriller hatte und auch nicht sehr teuer war, habe ich gleich zugegriffen. Auch wenn das Cover ziemlich vielversprechend aussah hatte ich jedoch keine so großen Erwartungen.
Die Geschichte begann dann auch relativ interessant und geheimnisvoll mit dem ersten Rückblick und so wird zwar von dem Eregnis erzählt, aber man weiß nicht wirklich was genau passiert ist und möchte das natürlich im Laufe der Geschichte herausfinden. Trotz des gelungenen Einstiegs ist die Geschichte schnell abgeflacht und Spannung kam auch nicht mehr auf und auch die Thrillerelemente fehlen mir hier beziehungsweise tauchen erst viel zu spät auf und im Gegensatz zu anderen Thrillern, habe ich hier nicht mitgefiebert und bin nie so wirklich in die Geschichte reingekommen, da ich mich beim lesen einfach permanent gelangweilt habe. Natürlich gab es nicht nur negatives an dem Thriller. Die Rückblicke haben mir nämlich sogar ganz gut gefallen und dadurch war ich dann auch gespannt darauf, wie sich die Geschichte denn entwickelt. Ich denke ohne diese Rückblicke und wenn es mehr Seiten gehabt hätte, wäre ich kurz davor gewesen abzubrechen den ein entscheidender Punkt hat mich wirklich sehr genervt, diese Dreiecksbeziehung, Dreieckssituation, ich mag sowas einfach nicht und verstehe nicht warum sich ein Mädel nicht einfach für einen entscheiden kann (by the way ich kenne kein Buch in dem ein Junge sich nicht zwischen zwei entscheiden kann, ist es ein Gesetz, dass immer nur Mädchen so sind, sagt mir bitte wenn ich damit falschliege). Natürlich war das schon auf dem Klappentext klar das es das hier gibt und bei einem guten Thriller wäre ich da auch drüber hinweg gekommen, aber hier hat es einfach genervt, da die Geschichte halt einfach nicht spannend war und es eigentlich die ganze Zeit nur darum ging.
Der Hauptfokus, neben den Rückblicken liegt aber auf Lulu und aus ihrer Perspektive wird die Geschichte auch erzählt. Nun Lulu ich fand sie einfach nur dumm. Meiner Meinung nach ist sie ich bezogen und unsympatisch und im Endefekt doch selbst schuld. Ich konnte mich einfach nicht mit ihr anfreunden und auch sonst hatte ich wenig bis gar kein Mitleid mit ihr. Auch ihre Handlungen konnte ich absolut nicht nachvollziehen. Ihr Charakter ging auch nicht wirklich in die Tiefe und auch über die anderen Charakter erfährt man eigentlich nicht viel und ich fand sie allgemein ein klein bisschen klischeehaft.
Geschrieben ist das ganze eben wie ein typisches Jugendbuch. Es wurde natürlich versucht alles etwas jugendlich rüberkommen zu lassen, was meiner Meinung auch gut gelungen ist und zum Glück nicht überzogen war. Eigentlich relativ angenehm, da sich das Buch durch die Einfachheit die der Schreibstil an den Tag legt relatv schnell lesen lässt, was bei einem Buch das einen nicht so mitzieht ja relativ praktisch ist, genauso wie die Seitenzahl, die zum Glück nicht zu groß war.

Wie man merkt war ich von Schrei von Eric Berg nicht sehr begeistert. Zum Teil war es vorhersehbar und der spannende Höhepunkt kam viel zu spät und viel zu lange ist die Geschichte einfach irgendwie vor sich hingeplätschert, Ich denke die Geschichte hätte durchaus Potenzial gehabt doch wurde meiner Meinung nach nicht wirklich gut umgesetzt, doch auch wenn die Geschichte langatmig war und ich manchmal wirklich unaufmerksam wurde und die Worte einfach runtrgelesen habe war die Geschichte an sich doch interessant und wenn es nicht als Thriller betitelt gewesen wäre, sähe mein Urteil wohl doch nochmal anders aus. Doch um den Thriller hier als gut oder durchschnittlich gut zu betiteln habe ich einfach zuviel andere Jugendbuchthriller gelesen, die mir deutlich besser gefallen habe (wie z.B. Whisper von Isabel Abedi)