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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2018

Konnte mich nicht wirklich überzeugen…

Der englische Liebhaber
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„Der englische Liebhaber“ war für mich der erste Erwachsenenroman der Autorin Federica de Cesco, die ich von Jugendbüchern her kannte und deren Geschichten ich liebte. Das Cover und der Klappentext versprachen ...

„Der englische Liebhaber“ war für mich der erste Erwachsenenroman der Autorin Federica de Cesco, die ich von Jugendbüchern her kannte und deren Geschichten ich liebte. Das Cover und der Klappentext versprachen eine verbotene Liebesgeschichte zwischen der jungen Deutschen Anna und dem Briten Jeremy im Nachkriegsdeutschland.
Doch meine Erwartungen wurden ziemlich enttäuscht: wenig Emotionen, viel historische Fakten und Protagonisten, für die ich mich überhaupt nicht erwärmen konnte.
Angefangen mit Charlotte, Annas Tochter, aus deren Perspektive zunächst erzählt wird, über Anna selbst, die später zu Wort kommt, hin zu Jeremy. Das ganze Buch ist geprägt von Verbitterung. Gerade Charlotte hatte in ihrer Jugend darunter zu leiden, dass sie das uneheliche Kind eines Besatzungsoffiziers ist, das hat sie geprägt und sie ist durch und durch skeptisch und nüchtern. Auch Anna, die wir zuerst kurz vor ihrem Tod kennenlernen, scheint eine verbitterte alte Frau zu sein. Zwischen Mutter und Tochter herrscht ein nüchternes Verhältnis, das schwer nachzuvollziehen ist.
Der historische Rahmen ist gut recherchiert, wer sich also einen Einblick in das zerstörte Nachkriegsdeutschland erhofft, ist mit dem Buch gut bedient, wer jedoch - wie ich aufgrund des Klappentextes - eine emotionale Liebesgeschichte in schwierigen Zeiten erwartet, wird leider enttäuscht werden…

Veröffentlicht am 28.09.2021

Hätte mir mehr erwartet…

Erben wollen sie alle
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Nachdem ich von der Autorin schon das Buch „Kann Gelato Sünde sein?“, kannte und liebte, in dem sie ebenfalls das Thema „Älterwerde“ kurzweilig und unterhaltsam auf die Schippe nahm, waren meine Erwartungen ...

Nachdem ich von der Autorin schon das Buch „Kann Gelato Sünde sein?“, kannte und liebte, in dem sie ebenfalls das Thema „Älterwerde“ kurzweilig und unterhaltsam auf die Schippe nahm, waren meine Erwartungen entsprechend hoch. Leider wurde ich etwas enttäuscht.
Aufgrund des Covers und des Klappentextes hatte ich eine humorvolle Auseinandersetzung zwischen Erblasserin und Erben erwartet. Doch mit Protagonistin Bianca tat ich mich schwer: ihre ganze Art und die Tagebucheinträge zum Thema Verdauung waren mir doch ein wenig zu heftig. Der Groll gegen ihren Mann und ihre Kinder, der von Anfang an durchklingt, und ihre Unzufriedenheit mit ihrem Leben im sonnigen Paradies waren erst am Schluss halbwegs erklärlich, wenn auch für mich nicht wirklich nachvollziehbar, wie so einiges mehr das Bianca denkt und tut.
Ein großer Pluspunkt ist die beeindruckende Kulisse Mallorcas, in der die Geschichte spielt und die die Autorin so begeistert und detailliert beschreibt, dass man das Gefühl hat, mit in Urlaub zu sein. Auch der Schreibstil ist flüssig, so dass sich die Geschichte sehr flott und leicht liest.
Die einzelnen Charaktere sind fast klischeehaft überzeichnet (finanztechnisch unbegabter Sohn, geldgierige Schwiegertochter, als Krankenschwester bis zur Erschöpfung arbeitende, alleinerziehende Tochter, fleißige Enkelin, die Medizin studiert), machen aber zumeist eine überzeugende Entwicklung durch. Nur Bianca wird in ihrem Verhalten im Laufe der Geschichte eher schwerer verständlich und ihr Lover Wolfi, bleibt letztendlich farblos, seine Geschichte wird nicht mal in meine Augen schlüssig zu Ende erzählt.
Vielleicht hat mich auch gestört, dass die Autorin in die Geschichte zwischen Erblasserin und Erben auch noch einen Nebenstrang zum Thema Alzheimer/Demenz und einer möglichen Wundertherapie aufmacht.
Schade, ich hätte einen humorvollen Erzählstrang bevorzugt, der sich nicht in Längen verliert.
Fazit: das kann die Autorin deutlich besser!

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Veröffentlicht am 31.08.2021

Interessante Idee, aber zähe Umsetzung

Dark Blue Rising (Bd. 1)
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"Dark Blue Rising " ist der erste Band einer Fantasy-Trilogie der Autorin Teri Terry und wird als Klima-Thriller Trilogie beworben.
Und genau hier offenbart sich das Dilemma: in meinen Augen hat die Autorin ...

"Dark Blue Rising " ist der erste Band einer Fantasy-Trilogie der Autorin Teri Terry und wird als Klima-Thriller Trilogie beworben.
Und genau hier offenbart sich das Dilemma: in meinen Augen hat die Autorin viel zu viele Handlungsstränge und Ideen in eine einzige Geschichte gepackt, die sie dann auch noch mit unendlicher Langsamkeit entwickelt, wodurch der Leser langsam vor Ungeduld und Nichtwissen untergeht...
Für mich war es zunächst das Cover, das meine Aufmerksamkeit erregte: in Blautönen gehalten, eine junge Frau, die den Betrachter mit ihrem intensiven Blick fesselt.
Auch der Klappentext hörte sich noch interessant an: wenn Protagonistin Tabby auf Weisung ihrer Mutter Cate sich vor allem und jedem hüten muss und zu niemandem Kontakt aufbauen soll, ständig umzieht und ihren Namen nirgendwo nennen darf, da klingt das schon, als sei etwas faul.
Bereits im Klappentext wird aber schon verraten, dass Cate gar nicht Tabbys Mutter war, sondern sie als Kleinkind entführt hatte.
Es dauert aber etliche Kapitel bis die Handlung im Buch zu genau diesem Ergebnis gelangt.
Wir erleben also ein Art Kriminalfall. Dazu kommen die Einblicke in Tabbys Gedanken und Gefühle, als sie zunächst von einem Irrtum ausgeht, bis sie tatsächlich diese Wahrheit akzeptieren und ihre neuen Eltern als ihre wahren Eltern anerkennen muss.
Gleichzeitig wird man in die Gefühlswelt ihrer Eltern eingeführt. So weit, so gut, auch wenn Tabbys ewiges Gedankenkarussel teilweise etwas genervt hat.
Dazwischen tauchen dann aber immer wieder Mysterie-Elemente auf: Tabbys unerklärliche Träume, ihre Schlafstörungen und ihre seltsame Liebe zu Meer und Wasser.
Dann die mysteriöse Kinderwunsch-Klinik, in der sie immer wieder mit Medikamenten behandelt wird, das Schwimmtraining mit Chance auf Aufnahme ins Olympiakader... irgendwie war mir das dann alles zu viel. Und niemand wundert sich?
Als nächster Brocken kommt der Mord an Tabbys Entführerin Cate und deren seltsame Warnungen vor einem Kreis.
Abschließend füge man noch Klimaproteste, den Konflikt zwischen Tabby als überzeugter Umweltaktivistin und ihrem Vater als Klimawandelleugner hinzu - und irgendwann habe ich vor lauter Nebeninformationen und - problemen den Faden verloren und musste mich echt zwingen, weiterzulesen.
Wenn ich mir vorstelle, dass das noch zwei weitere Bände so geht, frage ich mich wirklich, ob ich mir das antue...
Schade, denn die Besinnung auf ein oder zwei Probleme in der Geschichte hätten bestimmt ein mitreißendes Buch ergeben...

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Veröffentlicht am 10.07.2021

Verstörend und düster...

Der Junge, der das Universum verschlang
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"Der Junge, der das Universum verschlang" ist ein Roman des Autors Trent Dalton.
Bereits das Cover ist ungewöhnlich und erschließt sich einem erst nach der Lektüre des Buches: vor den grell pinken Blüten ...

"Der Junge, der das Universum verschlang" ist ein Roman des Autors Trent Dalton.
Bereits das Cover ist ungewöhnlich und erschließt sich einem erst nach der Lektüre des Buches: vor den grell pinken Blüten ist ein kleiner Vogel zu sehen - der blauer Zaunkönig, von dem der Protagonist, der 11jährige Eli Bell immer wieder erzählt.
Das Buch beschreibt das Aufwachsen und Erwachsenwerden von Eli um Dunstkreis von Drogenmissbrauch, organisierter Kriminalität und Prostitution.
Die Geschichte bewegt sich ständig zwischen mehreren Zeitebenen, mehreren Perspektiven, die einzelnen Absätze scheinen wie willkürlich aneinander gereiht.
Das man in dem Milieu von Drogenmissbrauch und Dealern keine Geborgenheit und heile Welt erwarten kann, ist jedem klar. Nicht erwartet hätte ich jedoch eine derart schonungslose Realität und geradezu verstörende Brutalität auch in der Wortwahl. Für mich blieben die wenigen positiven Botschaften, die das Buch ja laut Klappentext vermitteln wollte, komplett auf der Strecke - "verschlungen" in der restlichen Düsterness des Buches...

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Veröffentlicht am 09.07.2021

Arg konstruiert...

Deluxe Dreams
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"Deluxe Dreams" ist der erste Band der "Dumont-Saga" aus der Feder der Autorin Karina Halle, in deren Mittelpunkt die amerikanische Rucksacktouristin Sadie steht, die auf ihrer Europatour in Paris landet ...

"Deluxe Dreams" ist der erste Band der "Dumont-Saga" aus der Feder der Autorin Karina Halle, in deren Mittelpunkt die amerikanische Rucksacktouristin Sadie steht, die auf ihrer Europatour in Paris landet und dort über Olivier Dumont, den Erben eines legendären Modeimperiums stolpert. Die junge unbedarfte Amerikanerin schlägt mit ihrer bescheidenen und natürlichen Art den begehrtesten Junggesellen Frankreichs in ihren Bann.
Sadie ist ein sehr authentischer Charakter, die versucht, in dem ganzen Überfluss und Luxus einen kühlen Kopf zu behalten.
Leider ging mir die Entwicklung der Liebesgeschichte dann aber viel zu schnell, für mich stand mehr die Erotik und weniger die Gefühle im Vordergrund.
Die mafiösen Familienstrukturen im Hintergrund, die angedeuteten Anschläge auf verschiedene Familienmitglieder und die Erpressung wiederum waren mir schlicht zu abstrus - der Anlass, der den jungen Olivier in eine angebliche ausweglose Lage brachte, erschien mir geradezu lächerlich und konstruiert - tut mir leid!
Damit hat die Geschichte, die nett angefangen hat, für mich immer mehr nachgelassen...

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