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Veröffentlicht am 03.09.2017

Starke Sechs-Personen-Konstellation führt zu einem rundum zufriedenstellenden Abschluss

These Broken Stars. Sofia und Gideon
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Jedem, der sich häufiger in der Jugendbuchszene herumtreibt, sollte die "These Broken Stars"-Trilogie ein Begriff sein, schließlich ist sie nicht nur ein optisches Highlight, sondern hat neben den USA ...

Jedem, der sich häufiger in der Jugendbuchszene herumtreibt, sollte die "These Broken Stars"-Trilogie ein Begriff sein, schließlich ist sie nicht nur ein optisches Highlight, sondern hat neben den USA auch in Deutschland eine große Fangemeinde aufgebaut. Zu dieser zähle ich mich selbst, denn obwohl mich "These Broken Stars - Jubilee und Flynn" etwas enttäuscht hat, liebe ich noch heute den ersten Band, der den Untertitel "Lilac und Tarver" trägt. Kein Wunder also, dass der dritte Teil so schnell wie möglich bei mir einziehen und inspiziert werden musste. Insgesamt bin ich von diesem Reihenabschluss schwer begeistert, auch wenn meiner Meinung nach noch etwas Platz nach oben gewesen wäre.

Aufmerksame Lesern sollten Sofia und Gideon eigentlich schon kennen, denn sie sind nicht komplett neu - wie es ja bei Jubilee und Flynn der Fall war -, sondern wurden schon mehr oder weniger ausführlich erwähnt. Diese Verknüpfung mit dem zweiten Band fand ich wirklich passend, zeigt sie doch auf, dass Amie Kaufman und Meagan Spooner nicht einfach darauflos schreiben, sondern ihren Plot gut planen. Außerdem hat diese Tatsache nach sich gezogen, dass unsere beiden Hauptprotagonisten fast auf demselben Stande waren wie der Leser selbst. Die beiden wissen größtenteils von den Verbrechen des Konzerns LaRoux Industries und stehen somit schon auf ein klar definierten Seite. 

Sofia und Gideon selbst waren mir durchaus sympathisch, auch wenn ich Lilac und Tarver immer noch um einiges mehr mag. Es handelt sich um zwei sehr vorsichtige Personen und manchmal konnte ich die Beweggründe für ihre Verschlossenheit nicht nachvollziehen, empfand sie als zu übertrieben. Deshalb muss ich zugeben, dass ich wirklich froh war, als die zwei anderen Paare auch auftauchten und sie fortan gemeinsam gegen Monsieur LaRoux kämpften. Wegen mir hätten Lilac, Tarver, Jubilee und Flynn gerne noch viel früher präsent sein dürfen, denn diese Sechs-Personen-Konstellation hat die Geschichte einfach unheimlich atmosphärisch gemacht. Trotzdem fand ich es super, dass unsere Protagonisten diesmal auch Hilfe von außen angenommen haben. Das ist viel authentischer als die Darstellung in anderen Büchern, in denen es so scheint, als gäbe es kein anderen Rebellen in der Welt und die ganze Last müsse nur von so wenigen Personen gestemmt werden.

Die Geschichte spielt auf Corinth, wo LaRoux Industries seinen Hauptsitz aufgebaut hat. Dieser dritte Planet wird mit seinen verschiedenen Straßenebenen bildhaft ausgearbeitet und ist nochmal komplett anders als Avon und Elysium, was für mich erneut die Qualität des Autorenduos beweist. Ansonsten schreitet die Story rasant voran, auf knapp 530 Seiten passiert überraschend viel und meine einzige Kritik besteht darin, dass es einfach zu viele Fluchtszenen gab. Weglaufen, verstecken, Wunden versorgen und neue Pläne schmieden - dieser Ablauf findet sich für meinen Geschmack etwas zu häufig.

Ähnlich wie in den Vorgängern werden die Kapitel unterbrochen - in diesem Fall durch die Gedankenwelt der fremden Stimmen. Die Stimmen analysieren das menschliche Verhalten und zeigen, was die Experimente von LaRoux für ihre eigene Spezies bedeutet haben. Während ich diese Ausschnitte im zweiten Band überblättert habe, konnte ich sie nun wieder mehr genießen, vor allem weil auch Ereignisse aus der Vergangenheit aufgegriffen und erklärt werden. Alle offenen Fragen wurden somit beantwortet und die Trilogie konnte zu einem wirklich schönen und abgeschlossenen Ende geführt werden.




Mein Lieblingszitat:

Die Tochter unseres Wächters; der Junge mit den grünen Augen von der grauen Welt; das Mädchen, das am Tod ihres Vaters kaputtgehen wird; der Dichter mit Stahl und Schönheit in seiner Seele; die Waise, deren Träume so viel Hoffnung enthalten [...] Sechs Leben, sechs Fäden. Wir werden sehen, was für einen Stoff sie weben.
(These Broken Stars - Sofia und Gideon, Seite 267, Zeile 1-4 und 16)




Fazit:

"These Broken Stars - Sofia und Gideon" ist ein würdiger Abschluss für eine wirklich schöne Trilogie. Endlich darf der Leser alle sechs Protagonisten gemeinsam agieren sehen, der Kampf gegen LaRoux Industries ist alles andere als unspektakulär und auch die Stimmen werden glücklicherweise näher charakterisiert. Die Messlatte wurde in Band 1 aber einfach zu hochgelegt und Lilac und Tarver bleiben mein Lieblingspaar, weswegen ich nur vier von fünf Sternen vergeben kann. Natürlich gibt es von mir trotzdem eine dicke fette Leseempfehlung für die gesamte Reihe!

Veröffentlicht am 02.09.2017

Wow - Ich habe ein neues Lieblingsbuch gefunden!

Das Reich der Sieben Höfe 2 – Flammen und Finsternis Band 2
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Nachdem mich "Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen" nicht wirklich überzeugen konnte, war ich von mir selbst überrascht, da ich trotzdem auf das Erscheinen des Nachfolgers hingefiebert und ihn ...

Nachdem mich "Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen" nicht wirklich überzeugen konnte, war ich von mir selbst überrascht, da ich trotzdem auf das Erscheinen des Nachfolgers hingefiebert und ihn dann auch sofort gelesen habe. Irgendwie hat mich die Welt, die Sarah J. Maas hier geschaffen hat, nahezu magnetisch angezogen und auch aufgrund dessen, dass viele amerikanische Blogger, der Meinung waren, dass Band 2 der beste Band der Reihe sei, hatte ich hohe Erwartungen. Und was soll ich sagen? Meine Erwartungen wurden übertroffen. Bei Weitem. Vielleicht habe ich sogar ein neues Lieblingsbuch gefunden.

Prythian mit seinen sieben Höfen voll von Fae, High Fae und High Lords bietet ein unheimliches Suchtpotenzial. Kessel voller Magie, Kleider aus Spinnenweben, Nächte fallender Sternschnuppen und Kreaturen wie der Knochenschnitzer oder die Weberin machen die Geschichte einzigartig. Der Schreibstil ist genauso gelungen und man muss wohl auch der Übersetzerin Alexandra Ernst ein großes Lob zukommen lassen, denn die Geschichte ist philosophisch, sprachgewaltig und metaphorisch. Manche Sätze haben mich wirklich sprachlos gemacht, regelrecht stolz auf Feyres Einsicht und Tollkühnheit. Genau aus diesem Grund habe ich entschieden, heute erstmals Zitate in meine Rezension miteinfließen zu lassen (siehe weiter unten). Ich hoffe, so kann man als Unbeteiligter wenigstens in Ansätzen verstehen, welches Erlebnis einem dieses Buch bescheren kann.

Die Länge des Buches trägt genauso wie das vielschichtige Worldbuilding dazu bei, dass ich mich beim Lesen unglaublich wohl gefühlt habe. 700 Seiten klingen extrem viel, aber tatsächlich war es nur so möglich, die Mitglieder des Hofes der Nacht ausreichend zu charakterisieren. Die starke Atmosphäre zwischen Mor, Cassian, Amren und Azriel konnte nur auf diese Art und Weise in all ihren Facetten, und deren Loyalität und unbeschreibliche Aufopferungsbereitschaft für Rhys überzeugend dargestellt werden. Außerdem hat es Sarah J. Maas geschafft, dass Feyres Entscheidung gegenüber Tamlin nachvollziehbar ist, was ich anfangs wirklich nicht erwartet hätte. 

Insgesamt bin ich also durch die Kapitel geflogen, habe täglich 200 Seiten gelesen und war am Ende trotzdem traurig, denn dieses Buch macht aus seinem Leser ein Wrack, das nicht mehr weiß, was es mit sich und seinem Leben anfangen soll. Es hat in mir eine bisher unbekannte Sehnsucht erweckt, selbst Teil dieser zauberhaften Geschichte werden zu können, diese wundervollen Protagonisten persönlich kennenlernen zu dürfen. Sarah J. Maas beweist, dass sie als heller Stern einen Platz am hiesigen Fantasyhimmel verdient hat - als unfassbar talentierte Autorin, die ihren Charakteren alles abverlangt und ungewöhnlich viel Herzblut in ihre Geschichten steckt.




Meine Lieblingszitate:

"Willst du die Welt der Menschen retten?" fragte er. "Dann musst du Prythian dazu bringen, deine Stimme zu hören. Du musst Bedeutung erlangen. Zu einer Waffe werden. Denn möglicherweise kommt der Tag, Feyre, an dem nur noch du zwischen dem König von Hybern und deiner menschlichen Familie stehst. Und dann wäre es besser, du wärst darauf vorbereitet."
(Das Reich der sieben Höfe - Flammen und Finsternis, Seite 93, Zeile 6-11)

Er sprach vom Hof der Träume. Von den Menschen, die wussten, dass dieser Traum seinen Preis hatte, und dass er ihn wert war. Die als Bastarde geborenen Krieger, das illyrianische Halbblut, das Monster in Gestalt einer wunderhübschen Frau, die Träumerin, die in den Hof der Albträume hineingeboren wurde ... und die Jägerin mit dem Herzen einer Sterblichen.
(Das Reich der sieben Höfe - Flammen und Finsternis, Seite 388, Zeile 16-21)



Mein Fazit:

Wow! Mit Worten vermag ich nicht zu beschreiben, was "Das Reich der sieben Höfe - Flammen und Finsternis" mit mir angestellt hat. Es ist so voll von Schmerz und Leid, Trauer und Wut, Lust und Liebe, Träumen und Hoffnungen. Es ist tiefgründig, mitreißend, atemberaubend, detailreich und genial in seiner Plotentfaltung. Jeder Satz, jedes Wort und jeder Buchstabe ist authentisch, emotional aufwühlend und vor allem einzigartig. Sarah J. Maas hat sich selbst übertroffen, denn dieses Buch bietet alles, was sich ein Fantasyleser nur wünschen kann - und noch so viel mehr. 

Veröffentlicht am 24.08.2017

Außergewöhnlich witzig und locker für ein Buch von Colleen Hoover

Love and Confess
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Nachdem mich "Zurück ins Leben geliebt" so begeistern konnte, war ich genau in der richtigen Stimmung für ein weiteres Buch von Colleen Hoover. Noch dazu wo "Love and Confess" versprach, mir ganz spezielle ...

Nachdem mich "Zurück ins Leben geliebt" so begeistern konnte, war ich genau in der richtigen Stimmung für ein weiteres Buch von Colleen Hoover. Noch dazu wo "Love and Confess" versprach, mir ganz spezielle Lesestunden zu bescheren, denn die Geschichte ist unterlegt mit wunderschönen Schwarz-Weiß-Bildern, die die Gemälde des männlichen Malers Owen darstellen sollen.

Neben den Bildern besticht das Buch auch durch die anonymen Geständnisse, die - so heißt es zumindest in der Widmung - echt sind und der Autorin von Leserinnen zugeschickt wurde. Diese Offenbarungen sind geschickt in die Hauptgeschichte eingebaut und zeigen all die schrecklichen, aber auch schönen Facetten des alltäglichen Lebens. Das Problem, vor das Colleen Hoover ihre Hauptprotagonisten diesmal stellt, kam mir dafür etwas weniger dramatisch und nicht ganz so unbezwingbar vor wie sonst. Daher entwickelt sich die Beziehung zwischen Auburn und Owen außergewöhnlich schnell und locker. Die Dialoge sind auch mal witzig und charmant, sodass ich als Leserin nicht ständig kurz vor den Tränen stand.

Außerdem verläuft die Geschichte ohne großen Überraschung, denn der tiefste Abgrund wird schon im Prolog gezeigt. Das war einerseits entspannend, andererseits aber auch ein wenig enttäuschend. Vor allem, weil ich persönlich die ganze Zeit noch auf den großen Knall gewartet habe, denn ich dachte, dass die Geschichte 30 Seiten länger sei, als sie es dann tatsächlich war. Das Buch beherbergt nämlich hinten eine Leseprobe und das kann E-Book-Leser wie mich ziemlich in die Irre führen. Dafür gibt es also einen halben Stern Abzug.

Veröffentlicht am 24.08.2017

Zweitbestes Buch von Colleen Hoover

Zurück ins Leben geliebt
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Als ich in meinen großen Ferien nach der perfekten Sommerlektüre gesucht habe, ist mir schnell dieses Buch in die Hände gefallen. Es handelt sich um eine romantische und sinnliche Liebesgeschichte, die ...

Als ich in meinen großen Ferien nach der perfekten Sommerlektüre gesucht habe, ist mir schnell dieses Buch in die Hände gefallen. Es handelt sich um eine romantische und sinnliche Liebesgeschichte, die trotzdem alles andere als simpel ist und den Leser dauerhaft an seine Seiten fesseln kann. Wahnsinnig ehrliche Protagonisten und authentische Entwicklung machen dem Titel des Romans alle Ehre, und eine spannende und berührende Auflösung, schockt noch 40 Seiten vor dem Ende des Buches.

Im ersten Moment könnte man meinen, dass diese Geschichte wie jede andere von Colleen Hoover verläuft - was grundsätzlich auch nicht schlimm wäre, denn normal heißt bei dieser Frau unheimlich emotional -, aber es gibt sogar noch zwei Besonderheiten: Tatsächlich finden sich in ihren Büchern nämlich immer 1-2 erotische Szenen, aber da sich die Beziehung zwischen Tate und Miles anfangs absolut nur auf der körperlichen Ebene entwickelt, übersteigen die prickelnden Sexbeschreibungen diesmal das normale Maß. Dadurch rücken andere Dinge ein wenig in den Hintergrund, z.B. erfährt man überraschend wenig über den ganz normalen Berufsalltag und die Zukunftspläne der Protagonisten, und ab und zu wirkte vor allem Tate durch ihre Abgeklärtheit sehr kühl auf mich. So kam es dann, dass ich die Kapitel aus Miles Sicht etwas mehr genoss, denn - und das ist die zweite Besonderheit - die Erzählstränge verlaufen nicht parallel. Er schildert die verheerenden Ereignisse in seiner Vergangenheit, aber nur nach und nach, und spannt den Leser damit wahrlich auf die Folter.

Mein kleines Fazit ist, dass "Zurück ins Leben geliebt" die beste Liebesgeschichte ist, die ich seit langem gelesen habe. "Nächstes Jahr am selben Tag" hat mir zwar noch besser gefallen, aber es gibt auch deutlich schlechtere Bücher eben dieser Autorin.

Veröffentlicht am 20.08.2017

Plot leider viel zu schnell abgearbeitet und die Seiten danach falsch ausgenutzt

Fallen Queen
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Auf dieses neue Schätzchen aus dem Drachenmondverlag habe ich unglaublich lange hingefiebert. Nachdem es anderthalb Monate später erschien, als ursprünglich geplant, habe ich es Ende Juli sofort zur Hand ...

Auf dieses neue Schätzchen aus dem Drachenmondverlag habe ich unglaublich lange hingefiebert. Nachdem es anderthalb Monate später erschien, als ursprünglich geplant, habe ich es Ende Juli sofort zur Hand genommen, denn meine Erwartungen an diese Adaption waren hoch. Mittlerweile kann ich sagen, dass Ana Woods dem Märchen von Schneewittchen durchaus treu geblieben ist, aber ihrer eigenen Geschichte trotzdem die richtige Portion an Unvorhersehbarkeit verliehen hat. Sie greift alle wichtigen Elemente auf - wie z.B. den vergifteten Apfel, die versteckte Hütte im Wald mit ihren sieben sonderbaren Bewohnern oder den Zauberspiegel -, aber bringt sie in einen anderen Zusammenhang, in eine neue Reihenfolge.

Besonders der Anfang des Buches ist unheimlich stark. Nerina erzählt in einem unheimlichen Tempo von den Geschehnissen der letzten Jahren und die Atmosphäre im Königspalast hat mir wirklich gefallen. Die erste und größte Wendung hat dann aber schon etwas unauthentisch auf mich gewirkt: Das Volk von Arzu reagiert oberflächlich, naiv und fast schon unlogisch. Jeder vernünftig denkende Mensch hätte das Erlebte hinterfragt und das Spiel, das Eira mit ihrer Schwester spielt, durchschaut. Danach fehlte der Geschichte leider einiges an Spannung. Auf der Flucht führt Nerina einen langweiligen Monolog nach dem anderen und wiederholt ihre körperlichen Zustände andauernd. Als sie dann auf den Jäger trifft, denkt sie über jeden seiner Sätze endlos nach, was zugegebenermaßen ein wenig genervt hat.

Mein kleines Fazit ist, dass Ana Woods den große Plot leider viel zu schnell abgearbeitet und die Seiten danach falsch ausgenutzt hat. Da dies der Debütroman der Autorin ist, glaube ich aber fest daran, dass sie sich in den noch folgenden Bänden der "Fallen Queen"-Trilogie wird steigern können. Jetzt ist noch viel Luft nach oben, daher gibt es 3 von 5 Sternen.