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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.06.2019

Spannende Unterhaltung mit einer phantastischen Sprecherin

Die Frauen am Fluss
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Der Mord an einem Gutsbesitzer in England 1922 und dessen Aufklärung durch seine Frau und ein Stallmädchen. Die Geschichte ist wirklich schön und auch spannend. Man möchte wissen was alles geschehen ist ...

Der Mord an einem Gutsbesitzer in England 1922 und dessen Aufklärung durch seine Frau und ein Stallmädchen. Die Geschichte ist wirklich schön und auch spannend. Man möchte wissen was alles geschehen ist und warum der junge Mann sterben musste.

Anna Thalbach liest die Geschichte wirklich toll. Ich mag ihre dunkle und ruhige Stimmfarbe und sie hat gerade dem Stallmädchen Pudding Leben eingehaucht.

Die Zeitsprünge kann man zu Beginn nicht ganz so gut auseinanderhalten. Daher braucht es etwas, bis man in die Geschichte eingetaucht ist. Doch dann fiebert man mit und will wissen, wie sich alles zugetragen hat und wer denn nun der Mörder ist.

Die Figuren sind super gezeichnet. Zu Beginn vielleicht etwas viele, die man erst einmal in die verschiedenen Zeitstränge einfädeln muss, aber das liegt sicher auch an der "gekürzten" Hörbuchfassung.

Alles in allem ist es eine spannende Geschichte mit einem guten Schluss. Da mich die Zeitsprünge zu Beginn allerdings etwas verwirrt haben, kann ich keine volle Sternzahl geben. Daher gibt es von mir 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 16.05.2019

Spannend und hoch emotional

Dein totes Mädchen
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Caroline zieht sich zurück, um den Tod ihrer Tochter Lianne zu verarbeiten. Sie fährt zum Haus ihrer Familie in Schweden und versucht sich dort vor der Wirklichkeit zu verstecken. Doch dort wartet ihre ...

Caroline zieht sich zurück, um den Tod ihrer Tochter Lianne zu verarbeiten. Sie fährt zum Haus ihrer Familie in Schweden und versucht sich dort vor der Wirklichkeit zu verstecken. Doch dort wartet ihre Vergangenheit bereits auf sie und sie muss sich ihrem Leben stellen.

Alex Berg hat mit diesem Roman viel mehr geschrieben, als einen schnöden Thriller, den man schnell mal als Plotsnack runterhuschen kann. Dieser Roman ist tiefgründig und man kommt erst nach und nach darauf, welche Tragweite alles hat.

Die Figuren sind lebendig und glaubhaft gezeichnet. Sie wirken nicht aufgesetzt und zeigen Tiefe, wie die Story selbst.

Ein Roman, der die menschlichen Abgründe in all seinen Fassetten zeigt und von Anfang bis Ende Spannung erzeugt. Hoch emotional und packend bis zur letzten Seite.
Von mir bekommt die Geschichte 5 von 5 Sternen, weil ich mich selten so unterhalten gefühlt habe wie mit diesem Buch.

Veröffentlicht am 10.05.2019

Jede Menge Schmunzler

Mrs Fletcher
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Tom Perrotta hat mit diesem Buch eine witzige Geschichte über das Leben geschrieben und über die alltäglichen Probleme, mit denen sich eine Frau in ihren besten Jahren rumschlagen muss und ein Junge in ...

Tom Perrotta hat mit diesem Buch eine witzige Geschichte über das Leben geschrieben und über die alltäglichen Probleme, mit denen sich eine Frau in ihren besten Jahren rumschlagen muss und ein Junge in seinen wildesten Jahren ebenfalls. Abwechselnd geschrieben aus der Sicht von Eve und ihrem Sohn Brendan.
Die amüsante Art, in der der Autor beschreibt, wie Eve Fletcher ihre Mutterrolle für einige Zeit hinten anstellt und endlich wieder Frau sein kann, Pornoseiten für sich entdeckt und auch das ein oder andere Abenteuer erlebt, hat mich oft schmunzeln lassen.
Nicht nur die Themen Sexualität und Elternschaft wird angesprochen, Tom Perrotta findet auch einen guten Weg Transgender mit einzubeziehen und es trotzdem nicht zu überhöhen im Thema.
Auch Datingapps werden thematisiert und es wird klar gemacht, dass diese Apps bloß für eine schnelle Nummer gut sind.
Seine Sprache ist humoristisch und klar. Keine sprachlichen Schnörkel, aber dafür jede Menge Schmunzler, die die Leserin / den Leser begleiten.
Die Kapitel, die sich um Eve drehen, sind etwas interessanter. Brendans Kapitel haben teilweise ein paar Längen. Doch das stört beim Lesen wenig. Man freut sich einfach darauf, was bei Eve als nächstes geschieht.
Die Hauptfigur "Mrs Fletcher" ist so lebendig gezeichnet vom Autor, dass man ihr ihr Verhalten komplett abkauft. Brendan wirkt dagegen eher blass und langweilig, ein amerikanischer Teenager, wie es sie zu Duzenden gibt.

Ein wirklich lustiges Buch, was Spaß gemacht hat beim Lesen und mich bestens unterhalten hat. Die kleinen Längen konnte ich gut überlesen und mich hat "Mrs Fletcher" jederzeit bei der Stange gehalten.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen und bin gespannt, was man vom Autor sonst noch so zu lesen bekommt.

Veröffentlicht am 27.04.2019

Eine Reise zweier Geschwister

Die Runenmeisterin
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Die Leser begleiten die Zwillinge Ayrin und Baren auf ihrer Reise durchs Land und erleben ihre Abenteuer mit.

Torsten Fink hat einen Jugendroman geschrieben, der ohne große sprachliche Ausschweifungen ...

Die Leser begleiten die Zwillinge Ayrin und Baren auf ihrer Reise durchs Land und erleben ihre Abenteuer mit.

Torsten Fink hat einen Jugendroman geschrieben, der ohne große sprachliche Ausschweifungen und Schnörkel auskommt. Allerdings nimmt die Geschichte kaum Fahrt auf und über die Hälfte des Buches wirkt lediglich wie das Vorgeplänkel zur eigentlichen Story.

Die Figuren sind recht gut ausgearbeitet, auch wenn man zu Beginn erst einmal rätseln muss, was es mit ihnen auf sich hat. Dafür werden die Nebencharaktere gleich genauer eingeführt. Gerade Ragne wird zu Beginn oft erwähnt, im weiteren Verlauf spielt sie für meinen Geschmack aber eine zu kleine Nebenrolle. Diese hätte man deutlich ausbauen können. Erst nach und nach erfährt man mehr über die Hauptfiguren und ihre Bestimmungen.

Ich habe etwas gebraucht, bis ich tatsächlich in die Geschichte hineinkam. Es hat mich nicht von Anfang an gefesselt.

Nett sind solche kleinen Ideen, wie dass Findelkinder von Raben gebracht werden und sie deshalb als Nachnamen Rabensohn oder Rabentochter heißen. Solche kleinen Einstreuer kommen immer mal wieder im Buch vor.

Bei diesem Roman kann man wirklich sagen: "Der Weg ist das Ziel." Denn darum geht es. Das Ende hätte etwas ausgeschmückt werden können, um es noch spannender zu gestalten, doch darauf kommt es hier wohl nicht an, denn es geht mehr um die Reise der Zwillinge, als um ihr eigentliches Ziel.

Mich kann dieses Buch leider nicht wirklich überzeugen. Es ist mir nicht spannend genug und es kratzt mir zu sehr an der Oberfläche. Daher kann ich ihm nur 3 von 5 Sternen geben, was aber natürlich nur meine Meinung ist und andere Leser ganz anders sehen können.

Veröffentlicht am 18.04.2019

Zwei starke Frauen kämpfen um ihr Glück

Das Leuchten jenes Sommers
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Chloe und Madeleine führt ein Zufall zusammen und man erlebt ihrer beider Leben auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen. Es ist eine mitreißende Geschichte, in der beide Figuren auf ganz unterschiedliche ...

Chloe und Madeleine führt ein Zufall zusammen und man erlebt ihrer beider Leben auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen. Es ist eine mitreißende Geschichte, in der beide Figuren auf ganz unterschiedliche Weise ihr Leben meistern und zeigen wie stark Frauen durchaus sein können.
Nikola Scott hat einen wunderbaren Schreibstil. Sie formuliert klar und nutzt wenig Schnörkel, sodass man sich gleich in die Geschichte hineinfallen lassen kann.
Ihre Hauptfiguren kämpfen mit Ängsten und haben beide ihre ganz eigenen Probleme, doch fühlen sie sich, wenn sie aufeinandertreffen gleich miteinander verbunden. Sie haben Tiefe und man glaubt ihnen sofort, was sie erleben.
Und was in dieser Geschichte besonders gut gelungen ist, man kann sich nicht nur mit den Protagonisten identifizieren, man hat sogar zwei Antagonisten, die man überhaupt nicht leiden kann. Ich persönlich finde das für einen "zeitgenössischen Liebesroman" wirklich sehr gut, denn oft fehlt diesen Geschichten diese Ausgewogenheit. Das ist hier super gelöst.
Der geschichtliche Hintergrund wird nur ganz am Rande immer mal erwähnt, was ich bei diesem Roman nicht als störend empfunden habe. Auch wenn eine Zeitebene zu Beginn des 2. Weltkrieges spielt, merkt man einfach, dass es die gehobene Gesellschaft auf der britischen Insel erst einmal wenig kümmerte. Sie konnten ihr Leben weiterleben wie bisher, auch wenn einige der jungen Männer aus dem Ort los mussten, um in den Krieg zu ziehen.
Mir hat das Buch große Freude bereitet beim Lesen. Ich habe mich bereits auf den ersten Seiten wohlgefühlt und konnte nur so durch die Seiten fliegen. Die Figuren sind stimmig und die beiden Zeitebenen machen den Roman spannend und man will von Kapitel zu Kapitel wissen wie es den beiden Hauptcharakteren weiter ergeht.
Dieses Buch wird nicht das letzte gewesen sein, welches ich von der Autorin gelesen habe.