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Veröffentlicht am 10.07.2017

Willkommen im Murder Park

Murder Park
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Eine Reise in die Vergangenheit in einem Freizeitpark inkl. Serienmörder.
Ein tolles Cover im Negativ gehalten und eine absolut grandiose Website des Heyne Verlags zum Buch, haben mich richtig neugierig ...

Eine Reise in die Vergangenheit in einem Freizeitpark inkl. Serienmörder.
Ein tolles Cover im Negativ gehalten und eine absolut grandiose Website des Heyne Verlags zum Buch, haben mich richtig neugierig gemacht, wie denn wohl das neue Buch von Jonas Winner sein wird.
Eine spannende Idee steckt hinter "Murder Park". Ein Lostplace, der wieder zum Leben erweckt werden soll. 12 Freiwillige, die sich dem Abenteuer aussetzen wollen und Mörder, der bereits vor über 20 Jahren auf der Insel gemordet hat.
In diesem Plot schlummert jede Menge Potential. Leider wird es nicht in dem Maße ausgeschöpft, wie erhofft.

Schreibstil/Vortragsweise:
Zum Schreibstil sei zu sagen, Jonas Winner hat Zeitsprünge geschickt in die Handlung eingewoben. Es springt zwischen dem Aufenthalt auf der Insel und den "Eignungstests" der 12 Probanden hin und her. So erfährt der Hörer sehr viel über die einzelnen Figuren. Teilweise ist allerdings die Beschreibung sehr abgedroschen und unglaubwürdig, worunter dann im Endeffekt auch die Spannung leidet. Streckenweise wirken die Morden wie reine Effekthascherei.
Die Vortragsweise hat mir extrem gut gefallen. Es hatte durch die 4 verschiedenen Stimmen fast schon Hörspiel-Charakter und hat das Lauschen zu einem echten Vergnügen gemacht.

Charaktere:
Sie sind toll gezeichnet. Man erfährt sehr viel von ihnen, gerade durch die Videointerviews, die immer wieder mit eingestreut werden. Man überlegt bis zum Schluss, was es mit dem Mörder auf sich hat und wer es sein könnte. Das finde ich wirklich gut, an diesem Buch/Hörbuch.

Fazit:
Eine wirklich tolle Idee mit einem wirklich guten Ende, allerdings mit für meinen Geschmack dann doch zu vielen effekthaschenden Stellen, die leider zu platt daherkommen.
Wenn mehr Spannung und Grusel und weniger Ekel in der Geschichte vorgekommen wäre, dann wäre es wirklich ein 5 Sterne Hörbuch geworden. So kann ich leider nur 4 Sterne geben, da mich diese Ekelszenen nicht überzeugt haben.

Veröffentlicht am 09.07.2017

Der Duft von Blüten und Liebe

Die Dufthändlerin
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Die junge Apothekerstochter Josefine versteht sich auf das Mischen von Parfüms und erhält eine Einladung nach St. Petersburg, um Zarin Katharina einen Duft zu mischen.
Zu Beginn ist das Buch luftig locker, ...

Die junge Apothekerstochter Josefine versteht sich auf das Mischen von Parfüms und erhält eine Einladung nach St. Petersburg, um Zarin Katharina einen Duft zu mischen.
Zu Beginn ist das Buch luftig locker, leicht und man hat scheinbar einen Hauch von Duft in der Nase. Es plätschert recht ruhig dahin und man hat einfach Freude daran Josefine in ihrem Alltag zu begleiten.
Doch je weiter die Geschichte fortschreitet, desto mehr ersehnt man sich ein paar Steine, die der guten Dufthändlerin in den Weg geworfen werden. Doch wenn man das erwartet, wird man enttäuscht. Die Geschichte plätschert tatsächlich 400 Seiten einfach so dahin. Letztlich ist nur der Grund der Rückreise aus St. Petersburg etwas mit Spannung versetzt, und man hofft, dass alles gutgehen wird.
Das Ende ist so vorhersehbar, wie das ganze Buch.

Schreibstil:
Zu Beginn hat man gleich das Gefühl von umher wabernden Düften und wunderbaren Blüten und Kräutern, die man nicht nur in der Fantasie, sondern auch in der Nase hat. Die Sprache ist angenehm, passend zur Geschichte und macht das Ganze sehr authentisch.
Leider fehlt auf langer Sicht die Spannung und so plätschert die Geschichte einfach vor sich hin.

Charaktere:
Josefine ist eine sehr taffe junge Frau, die ihren Weg geht und kein Blatt vor den Mund nimmt. Sie ist mir sofort sympathisch gewesen.
Die beiden Apotheker Bertram und Meinhardus sind grandios im Zusammenspiel, leider kommen sie im Doppelpack zu selten vor. Da hätte ich mir mehr Sticheleien gewünscht.
Die anderen Nebencharaktere sind schön beschrieben und passen gut ins Gesamtbild.

Mein Fazit:
Wer einen unaufgeregten, netten historischen Roman lesen möchte, ohne vor Spannung in die Kissen zu beißen, der ist mit diesem Buch genau an der richtigen Adresse.
Für meinen Geschmack ist es leider etwas zu seicht und es hat sich an einigen Stellen wirklich gezogen.

Veröffentlicht am 03.07.2017

Ein fulminantes Finale

Chosen 2: Das Erwachen
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Meine Meinung:
Nachdem mir Band 1 bereits richtig gut gefallen hat, habe ich diesen Band mit Ungeduld erwartet. Es ging ja wirklich sehr schnell und ich musste somit gar nicht lange warten bis ich den ...

Meine Meinung:
Nachdem mir Band 1 bereits richtig gut gefallen hat, habe ich diesen Band mit Ungeduld erwartet. Es ging ja wirklich sehr schnell und ich musste somit gar nicht lange warten bis ich den finalen Teil in Händen halten durfte.
Ich bin ja bei Fantasy-Romanen immer eher zurückhaltend und lese es nicht sehr oft, aber wenn, dann überrascht mich das Genre doch immer wieder und ich fühle mich direkt richtig wohl in der Geschichte. So auch bei Chosen - Das Erwachen.
Man erfährt wie es nach der schrecklichen Silvesternacht mit Emma, ihrem Vater Jacob, Aidan und den anderen weitergegangen ist.

Schreibstil:
Man ist sofort wieder mitten im Geschehen und durch die wechselnden Perspektiven erfährt der Leser aus den verschiedensten Blickwinkeln die Geschehnisse. Auch in diesem Band 2 wieder grandios gelöst.
Außerdem wirkt die Handlung erwachsener und teilweise auch härter. Das macht den Spannungsfaktor wirklich aus.

Charaktere:
Man leidet förmlich mit Aidan, Jacob und Emma und man wird teilweise überrascht, denn manche Charaktere sind ganz anders, als im ersten Teil und zeigen plötzlich ihr wahres Gesicht.

Mein Fazit:
Ein fulminantes Finale mit grandiosen Erzählsträngen, die sich immer wieder kreuzen und ineinander verweben.
Die Handlung und der Schreibstil ist erwachsener und härter, als im ersten Band und die Spannung ist teilweise kaum auszuhalten und damit wirklich perfekt! Somit ein rundum gelungenes Buch.
Für mich hat das Buch auf jeden Fall 5 von 5 Sternen verdient, weil es wirklich ein perfekter Abschluss dieses Zweiteilers ist.

Bewertung: 5 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 17.06.2017

Krimi mit Humor, aber wenig Spannung.

Schwarzwasser
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Dies ist mein erstes Buch/Hörbuch des Autors Andreas Föhr. Ich habe schon einiges von Freunden erzählt bekommen über seine Art des Kriminalromans und war einfach neugierig, ob er mir zusagen könnte.

Kommissar ...

Dies ist mein erstes Buch/Hörbuch des Autors Andreas Föhr. Ich habe schon einiges von Freunden erzählt bekommen über seine Art des Kriminalromans und war einfach neugierig, ob er mir zusagen könnte.

Kommissar Wallner und Polizeiobermeister Kreuthner finden die Leiche eines alten Mannes. Klaus Wartberg. Doch was steckt hinter seinem Tod?

Die Story hat einige gute Wendungen, aber die Spannung leidet sehr unter den vielen Erklärungen zwischendurch.

Schreibstil/Vortragsweise:
Durch zwei verschiedene Zeitebenen (1996 + 2016) versucht der Autor die Spannung etwas zu steigern, was ihm leider meist nur kurz gelingt. Ab und zu verliert man zu Beginn den Überblick in welchem Jahr die Geschichte gerade spielt und wer wer ist. Das bessert sich aber im Laufe der Zeit, da man die Figuren kennenlernt und auseinander halten kann.

Der Sprecher Michael Schwarzmaier macht seine Sache wirklich gut. Er verleiht den Figuren Leben und lässt sie durch die Dialekte sehr authentisch wirken. Wirklich klasse!

Charaktere:
Die Figuren sind glaubhaft und gerade der kauzige Kreuthner wächst dem Hörer (Leser) ans Herz. Leider hat man aber das Gefühl nicht ganz zu wissen, wie Wallner und Kreuthner zueinander stehen, wenn man die Vorgänger-Bände nicht kennt.

Der Nebenstrang mit der familiären Situation von Wallner wirkt eher überflüssig und hätte getrost weggelassen werden können. Diese Geschichte hat bloß Seiten gefüllt und die Spannung herausgenommen.

Fazit:
Eine gut überlegte Idee mit Witz und Humor, die durch zu viele Erklärungen und Wallners persönliche Geschichte sehr an Spannung eingebüßt hat. Ein echter Pluspunkt ist der Sprecher, der die Figuren zum Leben erweckt.

Für mich hat es leider nur 3 von 5 Sternen verdient, da es zu viele Flauten für einen Kriminalroman gibt.

Veröffentlicht am 09.06.2017

Nackenbeißer in modernem Gewand.

Kein Rockstar für eine Nacht
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Das Cover passt zur Stimmung. Ein moderner Nackenbeißer im neuen Gewand.
Eine nette kleine Romanze mit jeder Menge Erotik. Naives Strebermädchen trifft betrunken auf einen Rockstar! Schwups, schon sind ...

Das Cover passt zur Stimmung. Ein moderner Nackenbeißer im neuen Gewand.
Eine nette kleine Romanze mit jeder Menge Erotik. Naives Strebermädchen trifft betrunken auf einen Rockstar! Schwups, schon sind sie verheiratet. Kleinmädchenträume auf 350 Seiten gebannt. Nett zu lesen, wenn man einfach mal den Kopf ausschalten will und das Trash-TV keine Alternative bietet.
Man kennt die Story eigentlich schon, bevor man sie gelesen hat, da man sie so oder so ähnlich bereits mehrfach gehört/gesehen/gelesen hat. Würzig sind einzig die verschiedenen Sexszenen, die sehr anschaulich beschrieben werden. Der Rest des Buches plätschert seicht dahin.


Fazit:
Zur Ablenkung vom stressigen Alltag auf jeden Fall super geeignet, zu mehr aber leider nicht. Dank des netten Unterhaltungswerts vergebe ich 3 von 5 Sternen.