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Veröffentlicht am 05.03.2021

Interessante Idee mit Luft nach oben

Meeresglühen (Romantasy-Trilogie, Bd. 1)
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„Ich glaube, in meinem Märchen hat die Prinzessin den Prinzen wachgeküsst. Aber … er kann sein Schloss nicht verlassen. Die Dornenhecke ist zu hoch" – S.448.

Während ihres jährlichen Sommeraufenthalts ...

„Ich glaube, in meinem Märchen hat die Prinzessin den Prinzen wachgeküsst. Aber … er kann sein Schloss nicht verlassen. Die Dornenhecke ist zu hoch" – S.448.

Während ihres jährlichen Sommeraufenthalts in Cornwall rettet die 17-jährige Ella einen vermeintlichen Surfer vor dem Ertrinken. Schnell ist jedoch klar, dass Aris nicht aus dieser Welt zu sein scheint – seine Heimat liegt an einem ganz speziellen Ort, zu diesem er auch schnellstmöglich zurückmuss, denn er ist längst nicht außer Gefahr.

Der Schreibstil ist locker, angenehm, bildlich und mit ein bisschen Humor geschmückt. Das Setting hat mir sehr gefallen und man hat sich richtig wohl gefühlt. Die Geschichte fängt sofort an, man wird also regelrecht in diese rein geschubst. Für mich ging es am Anfang dann aber doch etwas zu schnell, vor allem, dass Aris gleich so viel aus seiner Welt preisgibt. Das hätte für mich alles nach und nach aufgebaut werden können. Was mich hier auch gestört hat, ist, dass Ella das alles sehr schnell einfach so hinnimmt, ohne irgendetwas zu hinterfragen.

Mit Ella, als Protagonistin, wurde ich nicht wirklich warm. Das hat mir leider auch das Lesen erschwert, da die Geschichte nur aus Ellas Sicht erzählt wird. Sie hat eine leicht kindliche und arg naive, leichtgläubige Art, – vor allem was Aris angeht - welche mich öfters gestört hat. Des Weiteren finde ich, dass Ella sich in vielen Szenen nicht wie eine 17-Jährige verhält, sondern deutlich jünger. Ihr Verhalten und ihre Gefühle konnte ich generell nicht wirklich nachvollziehen. Vor allem ihre Gefühle für Aris – den sie nebenbei bemerkt zu dem Punkt gerade mal 2-3 Tage kennt – hatten für mich, außer seinem Aussehen, keine wirkliche Grundlage. Ein Punkt, der mich beim Lesen auch ziemlich genervt hat, ist Ellas innere Stimme. Mit dieser diskutiert sie regelmäßig, sodass ich manchmal das Gefühl hatte, zwei verschiedene Personen würden hier reden. Für mich hätte der Teil mit der inneren Stimme deutlich kürzer ausfallen können.

Aris, der mysteriöse Fremde, ist mit seiner Art – dass er Sachen wie Pasta oder Fußball nicht kennt – sehr interessant. Er ist freundlich, rücksichtsvoll, zuvorkommend und süß. Man wusste sofort, dass er sein Herz am rechten Fleck hat. Man hat ihm auch jederzeit angemerkt, wie wichtig ihm seine Familie und „seine Welt“ sind. Dennoch bleibt er mir ein bisschen zu blass.

Bei den Nebencharakteren fand ich vor allem die Bernhardts der Knaller. Mit Som und Tis konnte ich mich auch sehr schnell anfreunden und habe sie ins Herz geschlossen. Dennoch bleiben mir diese Charaktere eindeutig zu blass. Mir fehlen da einfach die Tiefen, sowohl bei den Nebencharakteren als auch bei Aris und Ella. Es war mir teilweise einfach zu oberflächlich.

Zwar war das Ende zwischen Aris und Ella sehr süß und herzzerreißen, aber trotzdem konnte mich die Lovestory zwischen den beiden überhaupt nicht überzeugen. Für mich ging das Ganze viel zu schnell, - da sie sich ja auch erst wenige Tage kennen und hat, für mich, nicht richtig in diesen Teil der Geschichte gepasst. Für mich war da kein Knistern und momentan einfach nicht mehr als einer guten Freundschaft. Und dadurch, dass mir Aris zu blass war, konnte ich auch seine Gefühle für Ella nicht verstehen.

Zurück zur Story: Ich mochte den Übergang in die Unterwasserwelt total, doch teilweise war ich mit dem ganzen Aufbau etwas verwirrt. Sie ist faszinierend und schockierend zu gleich und man erfährt immer wieder was Neues. Die letzten ca. 200 Seiten konnten mich von der Welt und der Story deutlich mehr überzeugen. Meine Neugier wurde definitiv geweckt, da ich einfach mehr von der Unterwasserwelt erfahren möchte. Es ist sehr viel passiert, es gab einige Überraschungen und man wusste nicht wer Freund oder Feind ist. Zudem kamen immer wieder neue Gefahren auf. Es war vielleicht einiges leicht vorhersehbar, aber die Art und Weise wie es dann dazu kam war überraschend. Und eins ist klar, es wird nicht leicht für Aris und Ella.

Fazit:

Insgesamt gab es einiges was mir nicht gefallen hat, aber trotzdem auch einiges was ich sehr mochte. Die Geschichte an sich hatte ein paar Längen. Für mich hätten einige Sachen viel schneller auf den Punkt gebracht und andere teilweise etwas detaillierter gestaltet werden können. Vor allem auch, weil mir einige Erklärungen ein Rätsel waren. Die Ideen und Beschreibungen der Autorin sind dennoch sehr gut und die Geschichte sowie die Charaktere haben Potenzial. Ich hoffe sehr, dass dieses in den folge Bänden deutlich mehr ausgeschöpft werden kann, die Geschichte an Tiefe gewinnt und keine Plot holes entstehen.

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Veröffentlicht am 14.01.2021

Bombastische Fortsetzung

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis
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Ich war sofort wieder in der Welt der High Fae angekommen.

Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr flüssig, einfach zu lesen und kreiert eine spannende Leseatomsphäre.

Am Frühlings Hof wird Feyre zunehmend ...

Ich war sofort wieder in der Welt der High Fae angekommen.

Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr flüssig, einfach zu lesen und kreiert eine spannende Leseatomsphäre.

Am Frühlings Hof wird Feyre zunehmend unglücklicher – Tamlin sperrt sie regelrecht ein, aus Angst ihr könnte was passieren. Naja wenn das nicht ein Weg ist um sich zu entfremden…

Am Tag der Hochzeit geriet Feyre dann so sehr in Panik und Bedrängnis, das sie um Hilfe fleht. Die Hilfe kommt auch, in Form des High Lords der Nacht – Rhysand.

Ab diesem Punkt nimmt das Ganze dann endlich mehr Fahrt auf. Man lernt neue Charaktere kennen, die mich alle voll und ganz überzeugen konnten, so facettenreich sie auch sein mögen. Kann ich bitte in den „Inner Circle“ aufgenommen werden? Bitte?! :D

Die Charaktere hatten mehr Tiefen und man konnte ihre Handlungen gut nachvollziehen. Feyre macht eine unglaubliche Entwicklung durch. Ich habe so mit ihr mitgefiebert. Sie wird langsam aber sich zur selbstbewussten und taffen Kriegerin.
Da ich Tamlin von Anfang an nicht wirklich mochte, hatte ich auch kein Problem damit, dass er hier so schlecht dargestellt wird.
Rhys kann man erst nicht wirklich durchschauen, aber ich mochte die Szenen zwischen ihm und Feyre. Seine Maske fing langsam an zu bröckeln und was soll ich sagen, ich liebe ihn einfach noch mehr!
Aber auch die Nebencharakter, Cassian, Azriel, Mor und Amren, konnten mich sehr überzeugen.

Es gibt viele Intrigen, Machtspielchen und Wendungen, welche für mich einfach bombastisch waren. Des Weiteren gibt es viele emotionale Momente, die das ganze abgerundet haben. Hier darf natürlich das berühmte Kapitel 55 nicht fehlen :D Wobei ich das Kapitel 54 besser finde, da man einfach mehr über Rhys erfährt.

Das Ende ist total spannend und mitreißend. Feyre opfert sich, um die zu retten die sie liebt. Herzzerreißend!

Band 2 hat definitiv alles übertroffen. Es ist eine grandiose Fortsetzung, welche für mich Band 1 um einiges übertroffen hat.

  • Cover
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Veröffentlicht am 13.01.2021

Grandioser Auftakt

Blood and Ash - Liebe kennt keine Grenzen
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Ich habe die Atmosphäre in diesem Buch geliebt. Du liest es und merkst, wie alles um dich herum langsam verschwindet, da du in eine unglaubliche Welt hineingezogen wirst. Du willst entkommen Princess? ...

Ich habe die Atmosphäre in diesem Buch geliebt. Du liest es und merkst, wie alles um dich herum langsam verschwindet, da du in eine unglaubliche Welt hineingezogen wirst. Du willst entkommen Princess? Da muss ich dich leider enttäuschen, es gibt kein Ausweg.

Am Anfang muss ich sagen passiert tatsächlich nicht viel. Man lernt Poppy die >> Maiden << kennen. Ihr Leben ist komplett fremdbestimmt, für eine „höhere“ Sache. Sie darf mit niemanden reden, keine Freundschaften knüpfen und ihr Gesicht nie enthüllen. Wenn sie sich nicht ihrer „Berufung“ entsprechend benimmt, wird sie bestraft. Wer jetzt denkt man bekommt ein zerbrochenes kleines Mädchen vorgesetzt, der liegt hier völlig daneben. Poppy ist selbstbewusst, sarkastisch, kämpferisch und bricht öfter die ein oder andere Regel. Zunächst kann sie ihre Kraft, auf Grund der Umstände, nicht ganz entfalten, dies entwickelt sich doch rasant im letzten Teil.

Jennifer L. Armentrout schafft es hier, dass man als Leser die Denkweise in diesem Königreich und die Behandlung der Maiden komplett in Frage stellt. Genauso wie das sich einfach jeder daranhält, obwohl teilweise Zweifel bestehen.

Hawke ist.., ja wie soll ich sagen, sehr nett – genau mein Geschmack. Er macht sich sehr gut als (Bad Boy) Bookboyfriend. Ich würde ihn als „funny little bastard“ beschreiben, der es liebt Poppy zu necken. Ich würde euch ja mehr verraten, aber das würde zu sehr spoilern.
Das Knistern und die Spannung zwischen Poppy und Hawke ist einfach zum Greifen nahe. Die Szenen mit den beiden sind sehr unterhaltsam und haben vor allem die Längen im ersten Teil weniger „schwierig“ gemacht.

Der letzte Teil war ein echter Pageturner. Man bekommt so viel vermittelt und bleibt mit Fragen zurück. Was ist wirklich wahr? Wer erzählt die Wahrheit? Wem kann ich trauen?
Ein Teil der Geschehnisse bzw. Offenbarungen war für mich persönlich schon sehr früh vorhersehbar – einfach weil da mehr sein musste - und deswegen keine mega Überraschung.

Es wird die Werwolf- und Vampirklassik aufgegriffen, aber komplett anderes interpretiert – mal was Neues. Das begreift man jedoch erst zu richtig am Ende des Buches.
Auch wenn der erste Teil einige Längen hatte und mit ein paar Ausnahmen etwas langweiliger war, hat mich das Buch trotzdem gepackt. Definitiv eines meiner Lieblingsbücher und Band 2 liegt auch schon bereit. Ich kann es zu 100% weiterempfehlen.!

* Schreibstil: in Englisch gelesen: Der Schreibstil ist sehr locker, flüssig und leicht zu lesen. Man kann das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, denn Jennifer packt es eine detailreiche, neue Welt zu gestalten, welche ich einfach nur liebe. *

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Veröffentlicht am 13.01.2021

Gelungene Märchen-Adaption für zwischendurch

Ein Fluch so ewig und kalt
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*auf englisch gelesen*

Ich bin mit keinen großen Erwartungen an das Buch herangegangen, da ich nicht wirklich der Fan von Märchen-Adaptionen bin.

Es ist zum dem das erste Buch, welches ich von der Autorin ...

*auf englisch gelesen*

Ich bin mit keinen großen Erwartungen an das Buch herangegangen, da ich nicht wirklich der Fan von Märchen-Adaptionen bin.

Es ist zum dem das erste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe.

Die Geschichte an sich ist eine Art Nacherzählung von Schöne und das Biest, die Parallelen zum Märchen sind aber eher unscheinbar, was mir persönlich sehr gefallen hat. Es wird abwechselnd aus der Perspektive von Harper und Rhen erzählt. Den Bezug zur realen Welt find ich auch sehr gelungen und spiegelt (Urban-) Fantasyelemente wider.

In der einen Sekunde befindet man sich noch in DC und in der nächsten findet man sich in einer magischen Parallelwelt wieder – dem Leser geht es da genauso wie Harper.

Harper ist eine unabhängige, selbstbewusste und schlagfertige Frau. Sie vertraut nicht gleich jedem und lässt sich auch nicht einfach rumkommandieren. Auch trotz ihrer Schwäche, lässt sie sich nicht unterkriegen und wirkt sehr authentisch.

Rhen würde ich persönlich als arroganten Idiot bezeichnen, da stimmt Harper bestimmt auch zu. Er versucht gefühlt jeden noch zu kleinen Schritt zu planen. Kein wunder also, das er es bis jetzt nicht geschafft hat, den Fluch zu brechen. Man muss jedoch auch sagen, dass er müde, ja vielleicht auch etwas depressiv ist, da er den Herbst immer und immer wieder erleben muss, mit dem gleichen Ergebnis. Der Fluch und die „Hexe“ sind schon ein pain in the ass :D Für mich ist Rhen eher undurchschaubar und ich wurde nicht so wirklich warm mit ihm, obwohl ich die Szenen wo er mal Gefühle zu lässt sehr gut finde.

Grey hat mir als Nebencharakter auch seht gefallen und ich bin gespannt, wie es im zweiten Buch mit ihm weiter geht.

Was mir an der Geschichte gefiel ist, dass es nicht dieses klassische Instant love und Prinzessin Element aufgegriffen hat und das man auch nach dem Ende nicht genau weiß, ob zwischen den beiden eine Liebe entflammt ist.

Insgesamt hatte die Geschichte doch einige Längen und mir hat teilweise einfach die Tiefe gefehlt. Es bleibe zudem auch viele Fragen offen, die wahrscheinlich auch nicht im zweiten Band beantwortet werden, da dieses aus Grey Perspektive erzählt wird. Der Funke für 5 Sterne ist bei mir leider nicht entfacht worden, für einen Read zwischendurch ist es jedoch empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 17.12.2020

Grandioser Auftakt

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen
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In diesem Auftakt lernt man zunächst Feyre und ihre Familie kennen. Hierbei werden authentische Charaktere eingeführt — wenn auch nicht immer sympathisch. Später wird man in die Welt der Fae entführt und ...

In diesem Auftakt lernt man zunächst Feyre und ihre Familie kennen. Hierbei werden authentische Charaktere eingeführt — wenn auch nicht immer sympathisch. Später wird man in die Welt der Fae entführt und erhält einen sehr detaillierten Einblick auf deren Lebensweise.

Sarah hat einen sehr guten Schreibstil und kreiert eine einzigartige Welt. Ihr Schreibstil ist flüssig, fesselnd und bildlich. Man kann sich in dieser Welt verlieren.

Auch wenn Feyre am Anfang eher alles über sich ergehen lässt und ihren Mund nicht auf bekommt, war sie mir dennoch sympathisch. Vor allem die Charakterentwicklung hat mir sehr gefallen. Mit Tamlin wurde ich jedoch nicht so richtig warm, klar es gab ein paar süße Momente zwischen ihm und Feyre, aber ich habe mich trotzdem gefragt was an ihm so toll sein soll. Da finde ich Lucien sehr viel interessanter. Und als Rhys auftauchte war ich schock—verliebt. Sehr viel interessanter und vielfältiger als Tamlin.

Im letzten Drittel wurde es dann endlich spannender und Feyre hat endlich mal alleine eine Entscheidung getroffen. Es war ein richtiger Pageturner, davon hätte es im Buch definitiv mehr von geben können. So viele Tiefen und Wendungen die einem Spaß am lesen machen. Das Ende hat Lust auf mehr gemacht, vor allem weil man gemerkt hat, dass da noch viel (neues) auf einen zukommen wird.

Das Buch hatte zwar einige Längen, konnte mich aber durchaus überzeugen. Vor allem Rhys und Feyre konnten mich zum Schluss überzeugen. Es ist definitiv eine Leseempfehlung. Obwohl ich es in englisch bevorzugen würde.

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