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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2021

Aus dem Leben eines Mönchs

Aus der Mitte des Sees
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Auf das Buch aufmerksam geworden war ich zum einen durch seinen Titel als auch die Erwähnung im Klappentext, dass sich der Protagonist Entscheidungen beim Schwimmen stellt. Etwas, was mir in den letzten ...

Auf das Buch aufmerksam geworden war ich zum einen durch seinen Titel als auch die Erwähnung im Klappentext, dass sich der Protagonist Entscheidungen beim Schwimmen stellt. Etwas, was mir in den letzten Jahren auch schon mal so ging.

Wir lernen in diesem Roman von Moritz Heger den jungen Mönch Lukas kennen und begleiten ihn 14 Tage in seinem Leben in einem Kloster. Durch den sogenannten Gastflügel, der Externe für einen gewissen Zeitraum beherbergt, kommen die Klosterbrüder mit anderen Menschen, selbstverständlich auch Frauen, in Berührung. Alles, was in dieser Geschichte erzählt wird, erfahren wir ausschließlich durch Lukas' Gedanken, es ist, als wären wir in seinem Kopf. Mich hat dies anfangs etwas verwirrt, weil es ein ungewohnter Stil war, und doch hat es eine gewisse Faszination ausgeübt. Es erinnerte mich an die eigenen Denkprozesse, bei denen man hin und her springt zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Lukas und mit ihm auch der Leser nähert sich so existenziellen allgemeinen philosophischen Fragen, aber wir erleben auch alltägliche Details aus seinem Leben im Kloster. Wie geht er mit Versuchungen um, wie verarbeitet er den Verlust eines Freundes und Mitbruders, der zum weltlichen Leben zurück gekehrt ist.

Aufgrund der Kürze des Buches werden leider für mich nicht alle auftauchenden Fragen zufriedenstellend beantwortet. Einiges wird nur gestreift, ich hätte über einige Charaktere und Lukas' Vorgeschichte gerne noch mehr erfahren. Deshalb nicht die volle Punktzahl. Aber alles in allem eine ruhige Geschichte, für die ich an diejenigen, die sich darauf einzulassen bereit sind, eine Leseempfehlung aussprechen möchte! Der ruhige Erzählstil und die wunderbaren philosophischen Denkanstöße waren einmal erwas ganz Anderes!

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Veröffentlicht am 10.04.2021

Klare Leseempfehlung

Fritz und Emma
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Mit "Fritz und Emma" ist der Autorin ein wunderbarer Roman, auf zwei Zeitebenen spielend, gelungen! Von der ersten Seite an war ich komplett in der Geschichte drin, der Schreibstil von Barbara Leciejewski ...

Mit "Fritz und Emma" ist der Autorin ein wunderbarer Roman, auf zwei Zeitebenen spielend, gelungen! Von der ersten Seite an war ich komplett in der Geschichte drin, der Schreibstil von Barbara Leciejewski ist so angenehm und flüssig, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Im ersten Handlungsstrang befinden wir uns kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges, der junge Fritz kehrt von der Front nach Hause, Emma ist außer sich vor Freude, waren sie doch schon vor seiner Einberufung ein Paar. Im Jahr 2018 zieht Marie auf ein kleines Dorf in der Pfalz, wo ihr Mann seine erste Stelle als Pfarrer antritt. Dort treffen die beiden und mit ihnen der Leser wieder auf Fritz und Emma, die beiden inzwischen über 90, doch sprechen die einst Verliebten inzwischen seit vielen Jahrzehnten nicht mehr miteinander, was ist passiert? Die Autorin führt die beiden Handlungsebenen nach und nach zusammen,dies passiert auf sehr spannende Art und Weise, von Anfang an war ich wie im Sog und konnte mich nur schwer entziehen. Die Charaktere sind sehr authentisch gezeichnet, die ersten Berührungsängste Maries mit der Dorfgemeinschaft, von der Großstadt hinaus gezogen, ich konnte das sehr gut nachvollziehen, erging es mir doch vor mittlerweile 20 Jahren einst ganz genauso. Dem Leser wird eine herzerwärmende Story geboten, auch das Cover ist sehr liebevoll gestaltet, so dass man das Werk immer wieder sehr gerne zur Hand nimmt und es auch bestimmt in der Buchhandlung nicht übersieht. Von mir gibt es die volle Punktzahl und eine unbedingte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 06.04.2021

Wieder einmal großartige Leseunterhaltung von Helene Sommerfeld

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein ewiger Traum
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Da ich bereits die Triologie rund um Die Ärztin geliebt habe, hatte ich an diesen neuen Serienauftakt von Helene Sommerfeld zugegebenermaßen extrem hohe Erwartungen, u. ich wurde nicht enttäuscht! Die ...

Da ich bereits die Triologie rund um Die Ärztin geliebt habe, hatte ich an diesen neuen Serienauftakt von Helene Sommerfeld zugegebenermaßen extrem hohe Erwartungen, u. ich wurde nicht enttäuscht! Die Autorin nimmt uns mit ins Berlin der 20iger Jahre, wie man es kennt, wenn man wie ich Bücher liebt, die in dieser Epoche spielen, klafft die Schere zwischen arm und reich auf, die einen lassen es sich gut gehen, die anderen leben von der Hand in den Mund. Die Protagonistin ist neu in der Großstadt und stellt sich als (Polizei)ärztin all diesen Herausforderungen. Mich hat eigentlich alles an diesem Buch überzeugt, das Komplettpaket ist gekonnt gestaltet, sowohl den Titel, der ja eigentlich nicht viel über die Handlung verrät, macht sehr neugierig auf die Geschichte, das Cover ist toll gestaltet, man nimmt es mit großer Wahrscheinlichkeit in der Buchhandlung zur Hand, auch ich habe es sehr gerne immer wieder aufgeschlagen. Der Schreibstil des Autorenduos, das unter dem Namen Helene Sommerfeld publiziert, fesselte mich von der ersten Zeile an, die einzelnen Charaktere sind unglaublich authentisch geschildert, ich mochte den Roman kaum aus der Hand legen! Bereits jetzt fiebere ich dem nächsten Teil entgegen, auf den wir aber wohl noch ein bisschen warten müssen. Eine absolute Leseempfehlung an dieser Stelle von mir und mindestens fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 06.04.2021

Auch die Fortsetzung konnte mich überzeugen

Vati
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Nachdem mich auch schon der erste Band von Monika Helfers autobiographischen Romanen "Die Bagage" fasziniert hatte, gefiel mir auch der zweite Teil, in dem die Autorin Erinnerungen an ihren Vater aufarbeitet. ...

Nachdem mich auch schon der erste Band von Monika Helfers autobiographischen Romanen "Die Bagage" fasziniert hatte, gefiel mir auch der zweite Teil, in dem die Autorin Erinnerungen an ihren Vater aufarbeitet. Da ich aus eigener Erfahrung weiß, dass eine Vater-Tochter Beziehung per se immer etwas ganz Besonderes ist, prägt doch in meinen Augen dieser "erste Mann" im Leben einer Frau oft das weitere Bild, das man im Laufe seines Lebens vom anderen Geschlecht behält. Der hier beschriebene und Titel gebende "Vati" hatte es in seinem Leben durchaus nicht leicht, was sage ich, es ist mit dem Schicksal unserer Generation, die wir bis dato im eigenen Land keinerlei Kriegsgeschehen miterleben mussten - Gott sei Dank - ich wünsche mir mehr als alles, dass dies so bleibt, nicht zu vergleichen. Als junger Mann zog der Vater also in den Zweiten Weltkrieg, seine Bücher bieten ihm Zeit seines Lebens einen gewissen Halt, wer könnte so etwas besser nachvollziehen als bibliophile Menschen wie wir, die wir hier schreiben! Ohne zu werten, ja ohne zu (ver)urteilen, lässt die Autorin hier uns Leser an ihrem Familienleben teilhaben. Eine gelungene (Auto)biographie, die von mir gute vier Sterne erhält!

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Veröffentlicht am 25.03.2021

Nur teilweise überzeugt

Stay away from Gretchen
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Nach der Leseprobe, die mich sehr sehr neugierig gemacht hatte, war ich ungeheuer gespannt auf dieses Buch! Da ich etwa im selben Alter bin wie der Sohn der alten Dame, die an Demenz erkrankt ist, wollte ...

Nach der Leseprobe, die mich sehr sehr neugierig gemacht hatte, war ich ungeheuer gespannt auf dieses Buch! Da ich etwa im selben Alter bin wie der Sohn der alten Dame, die an Demenz erkrankt ist, wollte ich wissen, wie die Autorin sich hier diesem Thema nähert. Außerdem versprach die Handlung auf zwei Zeitebenen, Gegenwart und Vergangenheit, ein großes Spannungspotential, diesbzgl hatte mich schon der rasante Vorabeinblick überzeugt! Den tollen angenehmen und flüssigen Schreibstil behält Susanne Abel das gesamte Buch über durch und lässt einen das Werk kaum aus der Hand legen. Der besagte Sohn, ein bekannter Fernsehmoderator, Tom Monderath, wirkte auf mich sehr unsympathisch, er ist aus der "höher schneller weiter Liga", die einzig und allein ihr eigenes Vorwärtskommen auf der Überholspur im Blick hat. Eine an Demenz erkrankte Mutter bildet da einen Klotz am Bein. Der zweite Handlungsstrang, in dem die Mutter, die sich besser an die Vergangenheit, ihre Kindheit und Flucht aus Ostpreußen vor vielen Jahrzehnten, erinnert, war mindestens genauso interessant wie die Geschichte im Hier und Jetzt! Insofern lässt sich das Buch sehr gut lesen und hat mir entspannte Lesestunden beschert! Das Cover ist ansprechend gestaltet, der etwas seltsam anmutende Titel in Deutsch und Englisch macht vielleicht eher neugierig, als dass er potentielle Leser abschreckt. Warum ich trotdem nicht die volle Sterneanzahl vergebe? Das Buch hat bei mir etliche Fragen aufgeworfen: lässt sich die Vergangeheit und eine Flucht aus Ostpreußen tatsächlich mit der aktuellen Lage in unserem Land vergleichen? Kann man die Generation unser Groß- und Urgroßeltern und deren Verlust von Heimat wirklich als Anlass für so eine Geschichte nehmen (so stellt es sich zumindest im Hinweis des Verlages als Intention der Autorin für mich dar)? Ich bin da sehr skeptisch. Trotzdem spreche ich eine Leseempfehlung aus, da das Buch sich sehr gut liest, und sich vor allem jeder seine eigene Meinung bilden sollte!

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