Profilbild von lisbethsalander67

lisbethsalander67

Lesejury Profi
offline

lisbethsalander67 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit lisbethsalander67 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2021

Auf jeden Fall ein Highlight

Lebenssekunden
0

Da ich bereits andere Bücher der Autorin kenne, hatte ich hohe Erwartungen an das Buch, die sich mehr als erfüllt haben! Soviel schon mal vorweg.

Handlung: Wir befinden uns am Anfang in Deutschland im ...

Da ich bereits andere Bücher der Autorin kenne, hatte ich hohe Erwartungen an das Buch, die sich mehr als erfüllt haben! Soviel schon mal vorweg.

Handlung: Wir befinden uns am Anfang in Deutschland im Jahr 1956, es wird auf zwei unterschiedlichen Handlungssträngen - Kapitel weise wechselnd - in Kassel bzw. (Ost) berlin erzählt. Angelika im Westen erlernt gegen gesellschaftliche und familiäre Widerstände ankämpfend den Beruf der Fotografin und beweist sich dann in ihrem ersten Job in Berlin als Fotojournalistin; Christine ist im Ostteil der später geteilten Stadt bereits von frühster Jungend an Leistungssportlerin und hat sich dem Turnen verschrieben. Im Rahmen der 1961 endgültig manifestierten Teilung Berlins berühren sich die Lebenswege der beiden jungen Frauen.

Meinung: Durch die hin und her springende Erzählweise zwischen den beiden Protagonistinnen wird von Anfang an von Katharina Fuchs ein unglaublicher Spannungsbogen aufgebaut, dem sich der Leser kaum entziehen kann, man mag das Buch eigentlich nicht aus der Hand legen! Mich hat das Leben von Christine ein kleines bisschen mehr interessiert, weil ich so mit ihr gelitten habe, wie sehr sie unter Druck in dem System der späteren DDR stand. Zum einen wollte ihre Mutter in meinen Augen eigene Träume in ihrer Tochter verwirklicht sehen, zum anderen dann der Leistungssport in einer Diktatur, der natürlich einen jungen talentierten Menschen faszinierte, andererseits komplett jeden Anflug von Individualität unterdrückte, ganz schrecklich! Die Autorin hat einen sehr flüssigen angenehmen Schreibstil, das Lesen ist ein einziges Vergnügen! Alle Charaktere sind so empathisch und authentisch geschildert, dass man sich alles bildlich vorstellen kann. Es steckt viel Emotionalität in diesem Roman, die Autorin zeigt uns anhand von zwei Frauenschicksalen auf spannende Art ein wichtiges Stück Zeitgeschichted!

Fazit: Katharina Fuchs hat in meinen Augen hier ihr bisher bestes Buch vorgelegt. Von mir gibt es 5 Sterne, die eigentlich fast zu wenig sind. Ich wünsche den "Lebenssekunden" ganz ganz viele Leser!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.02.2021

Komplett überzeugt

Der andere Sohn (ungekürzt)
0

Das Autoren Duo Mohlin&Nyström hat hier einen für mich von der ersten Seite an packenden Krimi hingelegt. Die bereits in der Leseprobe geweckten Erwartungen hat das Buch für mich komplett erfüllt! Am Anfang ...

Das Autoren Duo Mohlin&Nyström hat hier einen für mich von der ersten Seite an packenden Krimi hingelegt. Die bereits in der Leseprobe geweckten Erwartungen hat das Buch für mich komplett erfüllt! Am Anfang im ersten Teil wechselt die Handlung zwischen zwei Zeitebeneben, was ich per se schon immer spannend finde! Im Jahre 2009 verschwand in Schweden ein junges Mädchen, dass bis heute nicht wieder aufgetaucht ist. Der Fall wurde quasi ad acta gelegt, der vermeintliche Täter, Billy, konnte damals nicht überführt werden. John Alderly, ein FBI Agent, scheitert 10 Jahre später im Hier und Jetzt in einem Fall in Baltimore, bekommt eine neue Identität im Rahmen des Zeugenschutzprogramms und wählt hierfür ausgerechnet seine Heimat, eine schwedische Kleinstadt, in der damals die junge Frau verschwand. Der Verdächtige, Billy, ist Johns Bruder. Nun befinden wir uns im zweiten Teil nur noch in der Gegenwart. John wird in Schweden dem Coldcase Team der dortigen Kripo zugeordnet, soll mit seinen neuen Kollegen den Fall der verschwundenen jungen Frau lösen und will natürlich gleichzeitig seinem Bruder helfen. Die Perspektive wechselt zwischen Johns und der des Vaters des Mädchens. Die gesamte Komposition fand ich sehr gelungen! Für mich handelt es sich um einen echten Pageturner, John hat mir als Ermittler gut gefallen, ein sympathischer authentisch gezeichneter Charakter. Überhaupt sind alle Figuren bildlich geschildert und dadurch gut vorstellbar. Der Schreibstil des Autors ist flüssig, angenehm und spannend. Im letzten Teil gibt es überraschende Wendungen, zum Schluss bleiben Fragen offen, was auf einen nächsten Band schließen lässt, auf den ich mich schon jetzt freue!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.02.2021

Toller Auftakt der skandinavischen Krimireihe

Leichenblume
0

Inhalt:
Heloise Kaldan, eine junge Journalistin in Kopenhagen, steht im Mittelpunkt dieses Krimireihen Auftaktes. Vor einigen Jahren wurde in der dänischen Haupstadt ein Rechtsanwalt ermordet, die Täterin, ...

Inhalt:
Heloise Kaldan, eine junge Journalistin in Kopenhagen, steht im Mittelpunkt dieses Krimireihen Auftaktes. Vor einigen Jahren wurde in der dänischen Haupstadt ein Rechtsanwalt ermordet, die Täterin, die auf Überwachungskameras identifiziert wurde, jedoch nie gefasst. Zu diesem Fall berichtete auch die Zeitung, für die Heloise arbeitet. Auch wenn es für sie damals keine Berührungspunkte mit Täterin oder Opfer gab, erhält nun ausgerechnet sie ominöse Briefe. Absender ist die Frau, die man für den Mord verantwortlich macht. Heloise beginnt zuerst eigenmächtig zu ermitteln, arbeitet schließlich aber mit der Kriminalpolizei, allen voran Kommissar Erik Schäfer zusammen.

Meinung:
Der Anfang war etwas gemächlicher, was mich in keinster Weise gestört hat, bei mir muss ein Krimi nicht immer ein zwingend sofort atemloser Pageturner sein. Schilderungen von Kopenhagen haben mir in diesem Zusammenhang besonders gut gefallen. Ich mochte die Protagnostin Heloise Kaldan auf Anhieb, eine sehr authentische, irgendwie eigenbrödlerische Protagonistin. In der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte an Fahrt auf, gut konstruierte Spannungsbögen haben mich als Leser gefesselt und lassen einen das Buch kaum aus der Hand legen. Die Krimihandlung wird gut aufgebaut. Die Journalistin muss wohl oder übel mit der Kopenhagener Kripo zusammen arbeiten und bildet mit Kommissar Erik Schäfer ein sympathisches Ermittler Duo.

Fazit:
Für mich ein 100% gelungener Auftakt der neuen Reihe ! Es könnte ein zusätzlicher Stern am skandinavischen Krimihimmel werden! Schon jetzt freue ich mich auf Teil 2, der im Sommer erscheint!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.01.2021

Hochspannung pur

Die Hornisse
0

Von mir sehnlichst erwartet, der dritte Teil der Reihe um Tom Babylon, Ermittler der Berliner Kripo. Marc Raabe hat hier wieder ein unglaubliches Meisterwerk präsentiert, das man kaum aus der Hand legen ...

Von mir sehnlichst erwartet, der dritte Teil der Reihe um Tom Babylon, Ermittler der Berliner Kripo. Marc Raabe hat hier wieder ein unglaubliches Meisterwerk präsentiert, das man kaum aus der Hand legen mag. Ein internationaler Rockstar bekommt im Rahmen eines Konzertes auf der Openair Location Waldbühne im Westen der Hauptstadt, einen mysteriösen Umschlag überreicht, am nächsten Tag wird er ermordet aufgefunden, noch dazu in einem Gästehaus der Berliner Polizei. Was verbirgt sich dahinter? Es wird auf Hochtouren ermittelt! Tom wird alsbald vom Fall abgezogen, da seine Frau offenbar in den Mord verwickelt zu sein scheint. Als Anne aber ein Alibi präsentiert, steht Babylon selbst im Focus. Marc Raabe erzählt auf zwei Zeitschienen, wir bekommen immer wieder Einblicke in die Vergangenheit, Toms Kindheit, im Jahre 1989, kurz vor der Grenzöffnung. Wieder spielt Viola, Toms kleine Schwester, eine Rolle, wie in den beiden Bänden zuvor. Die Rückschau hat mir besonders gut gefallen, ich fand diesen dritten Teil fast noch spannender als die beiden Vorgänger! Wieder hat mich das Berliner Lokalkolorit unglaublich begeistert. Außerdem ist Babylon ein Charakter mit Ecken und Kanten, den man einfach mögen muss! Das ganze endet mit einem spannenden Cliffhanger, so dass wir wohl als Leser auf den nächsten Fall gepannt sein dürfen! Hoffentlich müssen wir nicht zu lange warten!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2021

Nicht nur der Titel hat mich fasziniert

Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid
0

Zugegebnermaßen bin ich auf das Buch in erster Linie durch seinen außergewöhnlichen Titel aufmerksam geworden, und das habe ich bis zur letzten Zeile nicht bereut! Ich habe es in kürzester Zeit verschlungen, ...

Zugegebnermaßen bin ich auf das Buch in erster Linie durch seinen außergewöhnlichen Titel aufmerksam geworden, und das habe ich bis zur letzten Zeile nicht bereut! Ich habe es in kürzester Zeit verschlungen, konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Die Autorin erzählt uns die Familiengeschichte über vier Generationen, Kapitel weise wechselnd zwischen Gegenwart und Vergangenheit, was ja meistens wie auch hier für ein hohes Spannungspotential birgt. Die Protagonisten Hanna, eine junge Frau, Studentin und Single, die ihren Platz im Leben noch nicht wirklich gefunden zu haben scheint, besucht regelmäßig ihre Großmutter Evelyn in einer Seniorenresidenz. Eines Tages erhält die alte Dame einen Brief einer Organisation, die sich auf das Aufspüren von verschollener Kunst und deren Rückübereignung aus Zeiten des dritten Reiches verschrieben hat. Evelyn will damit jedoch nichts zu tun haben, weißt das Thema strikt von sich, doch Hannas Neugierde ist geweckt, und sie macht sich auf die Suche nach Antworten, viele Geheimnisse kommen zutage, die in ihrer Familie offenbar jahrzehntelang unter den Teppich gekehrt wurden. Warum wehrt sich Hannas Großmutter so vehement gegen die Fragen ihrer Enkelin die Familiengeschichte betreffend. Mich hatte die Autorin quasi von der ersten Seite an gepackt. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, das Lesen fällt leicht, und die Charaktere sind so bildhaft geschildert, dass ich sie als wunderbar authentisch empfunden habe. Alena Schröder hat hier einen wunderbaren Debutroman präsentiert, der von mir die volle Punktzahl erhält und eine unbedingte Leseempfehlung! Ich hoffe, wir müssen auf ihr nächstes Buch nicht allzu lange warten!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere