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Veröffentlicht am 25.05.2021

Mehr als ich erwartete, doch alles, was ich wollte!

Beyond the Sea
5

„Er war ein Kunstwerk, dessen Schönheit durch die erlittenen Schäden und Risse nur umso mehr betont wurde.“

Worum geht´s?
Die 18-jährige Estella hat in ihrem Leben schon beide Eltern verloren und lebt ...

„Er war ein Kunstwerk, dessen Schönheit durch die erlittenen Schäden und Risse nur umso mehr betont wurde.“

Worum geht´s?
Die 18-jährige Estella hat in ihrem Leben schon beide Eltern verloren und lebt seit dem Tod ihres Vaters bei ihrer Stiefmutter Vee an der irländischen Küste. Nichts wünscht sie sich sehnlicher, als endlich aus dem kleinen Dorf rauszukommen und ihrer Stiefmutter den Rücken zu kehren. Ihre Pläne werden von Vees geheimnisvollen Bruder Noah durchkreuzt, der von einem Tag auf den anderen vor ihrer Haustür steht. In seiner Nähe verliert sie zum ersten Mal seit langer Zeit das Gefühl der Einsamkeit. Ihre Verbindung wächst von Tag zu Tag, doch schon bald muss sie sich zwischen ihren Plänen und Noah entscheiden, der nicht ohne Grund im Ort erschienen ist. Er hütet ein Geheimnis, das alles zwischen ihnen zerstören könnte...

Meine Meinung:
Jane Eyre, ein Roman, der 1847 erschienen ist, gemischt mit New Adult? Eine unerwartet explosive Mischung!
Die Autorin ist im NA-Kreise bekannt, allerdings hatte ich noch nicht die Gelegenheit eines ihrer Bücher zu lesen, was mich skeptisch und gleichzeitig auch umso interessierter machte.

Bei Jane Eyre bekommt man Gänsehaut, verliebt sich in den Mann mit Geheimnissen, spürt die Dunkelheit, die sich in dem Buch befindet, und bleibt neugierig bis zum Ende. Das gleiche gilt auch hier, denn die Gefühle konnte die Autorin unglaublich geschickt hervorheben. Egal welcher Art sie auch waren, sie vermittelte sie, als ob man jedes Mal ein Teil des Buches wäre.

Interessanterweise wählte L.H. Cosway hier den Weg nur aus einer Sicht zu schreiben, nämlich der von Estella. Wer aber jetzt denkt, dass das Buch dadurch weniger Inhalt hat, der irrt sich. Es ist mittlerweile üblich in New Adult (und auch anderen Genres) aus zwei oder mehr Sichten zu schreiben, wodurch man einen sehr guten Einblick in den Aufbau der Storyline bekommt, jedoch besteht öfters die Gefahr, dass dadurch die Spannung verloren geht. Durch diese Entscheidung bleibt es bis zum Ende spannend und man fiebert umso mehr mit.

Das Buch aus der Hand zu legen fiel mir unglaublich schwer und ich wollte so schnell, wie nur möglich zum Ende kommen, doch gleichzeitig habe ich den Schreibstil sehr genossen; er ist fließend, gefühlvoll, durchdacht und lädt dich dazu ein noch ein bisschen weiter zu lesen und noch weiter.

Die Geschichte besteht aus zwei Protagonisten: Estella und Noah. Estella wird hier als das klassische „brave Mädchen“ dargestellt, das sich allerdings im Laufe der Story mit Einfluss von Noah und anderen Umständen ändert, bzw. endlich ihre echten Gefühle rauslässt. Diese Entwicklung konnte man durch den Schreibstil der Autorin unglaublich gut mitverfolgen. Noahs Emotionen muss man durch die Interpretation von Estella verstehen und obwohl seine Sicht der Dinge nicht dargestellt wurde, konnte man auch hier alles sehr gut mitfühlen und sich eine eigene Meinung darüber bilden. Noah ist hier der geheimnisvolle Junge, der ganz und gar nicht brav ist, doch die kleinen Details und der Fakt, dass auch er anders ist, als man es sich am Anfang Vorstellen würde, machten ihn so menschlich.
Auch die Nebencharaktere waren alles andere, als blass! Sie waren vielseitig und so viel mehr, als die "klassischen" Nebencharaktere. Sie hatten Einfluss, spielten gravierende Rollen in den Leben der Protagonisten und dem Verlauf der Geschichte. Gerade sie machen dieses Buch so spannend!

Die Idee der Story klingt vielleicht so, als würde man es schon kennen, nämlich mit einer modernen Cinderella, dem Badboy, der sie vor der bösen Stiefmutter rettet, und ihrem Willen ihre Träume zu verwirklichen. Auf den zweiten Blick ist es aber um einiges komplexer und auf gar keinen Fall eine Nachahmung.

Besonders gefiel mir auch die Offenheit, mit der geschrieben wurde, denn die Autorin sprach Themen an, die vielleicht schon veraltet sind, oder auch welche, die immer noch „tabu“ sind. Sie blieb also nicht nur in einer Richtung, was die Thematik angeht, sondern weitete sie aus, sodass sich keine offensichtlichen „Randgruppen“ bildeten.

Eine Sache, die wohl jeder leidenschaftlicher Leser/ jede leidenschaftliche Leserin hasst, ist, wenn das Buch Fragen offen lässt und es noch dazu ein Einzelband ist. Hier ist es meiner Meinung nach nicht der Fall, wobei man sich bei einer Sache deutlich streiten könnte (SPOILER, nämlich Estellas Träumen und Noahs „Wunder“ SPOILER ENDE) , doch das Ausweichen beim Beantworten der Frage wurde sehr unauffällig eingefädelt, sodass selbst der neugierigste Leser/ die neugierigste Leserin beruhigt und zufriedengestellt wurde.

Fazit:
„Beyond the Sea“ ist ein unglaublich gefühlvolles, von Dunkelheit und doch Licht geprägtes, leidenschaftliches, intelligentes und fesselndes Buch, das Jeder, der genau das sucht, voll und ganz überwältigt sein wird! Bemerkenswert hierbei ist auf jeden Fall der Schreibstil, der Verlauf der Story und die Ausarbeitung der Charaktere.
Es ist jetzt schon mein Jahreshighlight 2021 und es wird sehr schwer sein es zu toppen!
5 von 5 Sternen von mir.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 15.02.2021

Wichtige Themen und Realität mit einem Touch von Süße

The Music of What Happens
0

Worum geht´s?:

Als Jordan den Foodtruck seines Vaters wiedereröffnet, hat er absolut keine Ahnung, was er damit anstellen soll. Durch Zufall trifft er auf Max, oder auch der Grinsetyp, wie Jordan ihn ...

Worum geht´s?:

Als Jordan den Foodtruck seines Vaters wiedereröffnet, hat er absolut keine Ahnung, was er damit anstellen soll. Durch Zufall trifft er auf Max, oder auch der Grinsetyp, wie Jordan ihn nennt, der sich bereiterklärt während des Sommers bei ihm zu jobben. Von Anfang an, ist den Beiden klar, dass sie nicht unterschiedlicher hätten sein können. Während Max der typische sportliche, immer-lächelnde Typ ist, ist Jordan poetisch und introvertiert. Doch beide merken schnell die Anziehung zwischen ihnen und ihnen wird klar, dass sie trotz der Unterschiede nicht besser hätten sein können. Doch hinter der Sunnyboy Fassade steckt mehr und Beide müssen herausfinden, dass alles öfters nicht so ist, wie es scheint..

Meine Meinung:

Fangen wir mal mit dem Cover an: Es ist mit wunderschönen Vintage Farben gestaltet, weshalb es unter den meisten Covern heraussticht. Der Schreibstil ist eine der großen Besonderheiten in diesem Buch, da es sehr jugendlich geschrieben worden ist, was wirklich passend zu den Protagonisten ist. Anfangs störte es zugegebenermaßen etwas, doch man gewöhnt sich schnell dran. Ich finde, dass dieser Schreibstil auch so viele Situationen im Buch nachvollziehbar macht. Die Charaktergestaltung finde ich besonders bemerkenswert und vor allem vollkommen realistisch! Das ist auch der Grund, warum ich dieses Buch so sehr liebe, und warum es unter den anderen heraussticht. Die Gedanken der Protagonisten waren nicht immer perfekt, oder poetisch, wie man es aus den meisten Young/New Adult Büchern kennt. Sie gaben Preis, dass wir meistens nicht das aussprechen, was wir denken, sie zeigten, wie wir unsere und die Fehler der Anderen bemerken, sie zeigen, was wir denken und niemals zugeben würden. Dieses Buch wurde so geschrieben, als ob man tatsächlich in die Köpfe der beiden Jungs hineinsehen würde. Wie in der Beschreibung schon erwähnt, sind Jordan und Max einfach zwei vollkommen ungleiche Menschen, und das hat die Charaktergestaltung auch gezeigt. Max will, dass jeder denkt, er wäre fröhlich, immer lächelnd. So lautet auch sein Motto: Probleme weglächeln. Jordan ist das genaue Gegenteil: ab und zu mürrisch und zickig, allerdings auch schüchtern. Beide haben Geheimnisse und Probleme, wie jeder von uns, die sie nicht allen erzählen. Ich liebe es, wie die Beiden trotz der Probleme und der Differenz miteinander umgehen. Die Spannungskurve ist vielleicht nicht immer ausgeprägt, doch sie schlägt in genau den richtigen Momenten zu, weshalb ich schon viele überraschte, als auch komplett verzückte Momente beim Lesen hatte. Die schon eben erwähnten Probleme der Beiden wurden sehr realistisch dargestellt. Man merkt, dass der Autor sich über alles genaustens informiert hatte. Auch die Lösung der Probleme kam nicht plötzlich, sie wurde langsam angestrebt und die Gedanken von Jordan und Max über diese stellten die Lage genaustens dar. Das Thema kann man an sich nicht ganz bestimmen, da einfach sehr viele Themen behandelt wurden, doch ich würde dieses Buch in die Kategorien „Selbstliebe und Selbstfindung“ einstufen. Es zeigt einfach den äußerst schwierigen Weg, bis man an einem Punkt ankommt, in dem man sagt: „Ich mag, was ich im Spiegel sehe und ich weiß, dass ich nicht alles beeinflussen kann.“.
Und zu guter Letzt, ein Thema, was einer DER Highlights in diesem Buch war: Toxische Männlichkeit.

Fazit:

Ein Buch für jeden, der den Weg von Selbstzweifeln, nicht märchenähnlicher, aber realistischer und deshalb umso traumhafter Liebe und Selbstfindung verfolgen möchte. Mit vielen leckeren Ideen als Bonus und Quitsch-Momenten. Es ist ein besonderes Buch, durch die realistische Sicht auf die Welt, oder kurz gesagt: einfach alles.



Danke der Lesejury für die wunderbare Leserunde!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Thema
Veröffentlicht am 09.07.2020

Suchtgefahr!

The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
0

Worum geht's?

Eine Ehe ist keine leichte Sache.
Das müssen auch der Profisportler Gavin Scott und seine Frau Thea feststellen, denn es läuft alles andere als rosig. Thea ist der Meinung, dass ihre Ehe ...

Worum geht's?

Eine Ehe ist keine leichte Sache.
Das müssen auch der Profisportler Gavin Scott und seine Frau Thea feststellen, denn es läuft alles andere als rosig. Thea ist der Meinung, dass ihre Ehe schon beendet ist und fordert die Scheidung. Das wiederum lässt Gavin verzweifeln, da er Thea immer noch über alles liebt. Als einer seiner Freunde der Zeuge seiner Verzweiflung ist, beschließt er Gavin mit zu einem Treffen des geheimen Buchclubs zu nehmen, in dem Männer Liebesromane lesen & diskutieren, um ihre Frauen besser zu verstehen. Gavin findet, dass es völliger Schwachsinn ist, denn wie sollen Liebesromane helfen seine Ehe zu retten?
Doch das Buch enthält für ihn viele Überraschungen, wie auch Thea nach einiger Zeit feststellen muss...

Meine Meinung:

Der Roman „The Secret Book Club“ sorgte für viel Aufregung und positive Meinungen in Amerika und endlich schaffte er es auch nach Deutschland. Es gab unendlich viele Positive Meinungen zum Buch, was mich wiederum sehr gespannt auf den Inhalt machte. Durch die positive Reaktionen vieler Blogger hatte ich auch dementsprechend hohe Erwartungen. Und die wurden nicht enttäuscht!
Es gefiel mir, dass sich die Autorin dazu entschlossen hat aus der Perspektive der dritten Person zu schreiben. Es gibt im Vergleich zu der Ich-Perspektive wenige Romane aus der dritten Person, was aber nicht dazu führte, dass es weniger Gefühle oder Gedanken gab. Nein, das tat es auf keine Fall! Ich denke, dass es sich gerade wegen dieser Perspektive so wunderbar schnell lesen lies. Ich hatte von Anfang an keine Schwierigkeiten in die Geschichte einzutauchen, was schließlich dazu führte, dass ich es an einem Tag gelesen habe. Es hat mir zwar eine schlaflose Nacht beschert, allerdings bereue ich es nicht!
Der Ablauf der Geschehnisse hat mir besonders gut gefallen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass etwas ausgelassen wurde, denn meiner Meinung nach wurden alle „Problemzonen“ angesprochen und sehr gut ausgearbeitet.
Es war sehr spannend zu lesen, wie Gavin sich entwickelte und wie er sich verhielt. Der Sichtwechsel ermöglichte einem nicht nur eine Seite der Medaille zu betrachten, was das Ganze sehr verständlich machte. Genau das machte es mir auch so leicht mitzufühlen und -fiebern. Mehr als einmal musste ich den einen oder anderen Lacher unterdrücken, denn ich habe (fast) alle Charaktere liebgewonnen.
Die Authentizität der beiden Protagonisten, Gavin und Thea, war einfach nur genial! Es war kein Roman über die Berühmtheit von Gavin, wie ich anfangs befürchtet hatte. Es wurden echte Probleme angesprochen, die in jeder Ehe stattfinden könnten. Das war der Punkt, der das ganze echt machte. Es zeigt einfach, dass hinter jedem ach so schönem Schein, Probleme sind.
Ich persönlich mag es normalerweise nicht, Romane über Ehen zu lesen, da ich die Kennenlernphase liebe.
Das machte die ganze Geschichte viel interessanter, da man sehen konnte, richtig sehen konnte, was nach einer traumhaften Beziehung in einer Ehe schief gehen kann und dass man selbst danach nicht immer glücklich bis ans Lebensende lebt.

Fazit:

Ein sehr erfrischendes und originelles Buch, das zeigt, dass eine gelungene Ehe harte Arbeit ist und das, wenn man es will, die Liebe alles überstehen kann!
Echt, humorvoll und einfach nur zum Verlieben und Mitfiebern!
Aber Achtung! Es besteht Suchtgefahr.
Überzeugt euch selbst!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.05.2020

Ein Buch über Akzeptanz und DAS Tabuthema!

Someone New
1

In Micahs Leben läuft gerade alles schief. Ihr schwuler Bruder wurde von ihrer Mutter im Bett mit einem anderen Jungen erwischt und anschließend aus dem Haus geschmissen. Als er verschwindet, tut Micah ...

In Micahs Leben läuft gerade alles schief. Ihr schwuler Bruder wurde von ihrer Mutter im Bett mit einem anderen Jungen erwischt und anschließend aus dem Haus geschmissen. Als er verschwindet, tut Micah alles um ihn zu finden und ihre Familie zusammenzubringen. Doch ihre Eltern tun alles um den Schein zu wahren. Ein kleiner Lichtblick für sie ist Julian, den sie auf der Dinnerparty ihrer Eltern trifft. Doch dann sorgt ihre Mutter dafür, dass er seinen Job verliert, da sie Julian und Micah in der Umkleide erwischt und falsche Schlüsse zieht. Als Micah in eine Wohnung zieht um auf der örtlichen Uni zu studieren, stellt sich heraus, dass ausgerechnet Julian ihr neuer Nachbar ist! Micah fühlt sich schlecht, weil sich Julian abweisend ihr gegenüber verhält, und probiert ihm näher zu kommen. Ein Meer aus ungewohnten Gefühlen und unerwarteten Ereignissen erwartet sie, doch Julian verbirgt ein Geheimnis, das alles verändern könnte...

„Someone New“ ist der erste Teil der Someone-Reihe von Laura Kneidl, die mit diesem
New-Adult-Buch ein absolutes Tabuthema in der heutigen Gesellschaft anspricht. Welches Thema? Das verrate ich nicht, denn ihr solltet es selber herausfinden!
Es ist das dritte Buch der Autorin, das ich besitze und ich bin froh, dass sie noch mehr Bücher hat! Denn dieses ist einfach nur phänomenal!
„Someone New“ enthält viele Facetten, die einen im Laufe der Story immer wieder überraschen, zum Lachen bringen und zutiefst berühren.
Micah hat mir mit ihrer aufgedrehten und ehrlichen Art ein Teil meines Herzens gestohlen. Ihre Kommentare haben während des Buches für mehrere Lachanfälle gesorgt und trotzdem haben viele Momente bewiesen, dass sie auch ernst und mitfühlend sein kann. Julian hingegen hat sich den Rest meines Herzens geschnappt. Mit seiner verschlossenen und kühlen Art war er ein Geheimnis für mich, das ich unbedingt lösen wollte.
Die kleinen Momente, die Gefühle, die Gedanken und die Ereignisse haben das Buch vollkommen authentisch gemacht und der Schreibstil zwang einen förmlich dazu weiter zu lesen. Man konnte nicht mehr aufhören! Es war tatsächlich das erste Buch, dass ich je mit diesem Thema gelesen und gesehen habe. Also war es sehr überraschend für mich, als ich ans Ende des Buches gekommen bin.

„Someone New“ von Laura Kneidl ist eine Story, die sich wie das wahre Leben anfühlt. Laura Kneidl schreibt gefühlvoll, humorvoll und realistisch, sodass man wirklich glaubt, dass es eine Micah und einen Julian da draußen gibt. Man kann nicht anders als sich von diesem Buch fesseln zu lassen und es nur aus der Hand zu legen um das Notwendigste zu erledigen. Die Protagonisten wachsen einem sehr schnell ans Herz und man fühlt den Schmerz und all die anderen Gefühle mit ihnen. Laura Kneidl hat es mit diesem Buch geschafft Gefühle in mir hervorzurufen, wie es nur wenige Bücher geschafft haben. Dieses Buch ist ein Meisterwerk voller Gefühle!
Eine 11 von 10 (Ein kleiner Insider, den ihr verstehen werdet, wenn ihr das Buch liest.)

von literaturjunkie

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.10.2020

Nett, doch mit einer wichtigen Message!

What I Like About You
0

“Ich bin immer so besessen davon, das Richtige zu sagen, den perfekten Satz zusammenzubauen. Aber vielleicht ist es in Ordnung, wenn meine Worte manchmal chaotisch und verkehrt herauskommen, solange sie ...

“Ich bin immer so besessen davon, das Richtige zu sagen, den perfekten Satz zusammenzubauen. Aber vielleicht ist es in Ordnung, wenn meine Worte manchmal chaotisch und verkehrt herauskommen, solange sie wahr sind.”

Worum geht´s?

Halle Lewitt, im Internet auch besser bekannt als die Buch-Bloggerin Kels von @OneTruePastry, muss einige Überraschungen bei ihrem Umzug nach Conneticut erleben. Dort trifft sie nämlich auf ihren langjährigen besten Freund Nash, nur dass dieser keine Ahnung hat wer sie ist! Im Internet sind sie die besten Freunde und teilen alles, wie es scheint, doch Nash weiß nicht, wie Kels aussieht. Halle verwickelt sich in einem Netz aus Lügen und ihre neu entwickelten Gefühle für Nash machen es nicht gerade einfacher. Auch Nash ist verwirrt, wo er doch noch Gefühle für Kels hat. In Halle entsteht ein Kampf, zwischen ihren Identitäten.

Meine Meinung:

Das Jugendbuch „What I like about you“ ist der Debütroman von der Autorin Marisa Kanter. Da es wie schon erwähnt ihr erstes Buch ist, kann man schlecht mit ihren anderen Büchern vergleichen, doch das was ich gelesen habe, braucht ehrlich gesagt kein Vergleich. Ich vergleiche Bücher gerne mit anderen, wenn mir bei dem von mir rezensiertem Buch etwas unklar ist. Bei diesem Buch sind meine Gefühle ganz klar und ich kann ehrlich sagen, dass ich es ganz nett finde. „Ganz nett“ hört sich vielleicht schlecht an, doch es ist auf gar keinen Fall schlecht.
Die Geschichte an sich war nicht wirklich etwas Neues, doch mit all ihren Details dann wieder doch. Es wurden sehr viele Aspekte in der Geschichte untergebracht, wie bspw. die Religion, Verlust einer geliebten Person, die Sexualität, wie auch das Selbstbild, was man von sich erschafft. Durch all die verschiedenen Aspekte (und ich habe bei weitem nicht alle aufgezählt!) finde ich, dass diese Themen nur „angebissen“ worden sind. Natürlich wurden sie besprochen, es wurden Gefühle reingebracht, vor allem bei dem Thema „Selbstbild“, und die dazugehörigen Gedanken, doch es fehlte die Tiefe. Wenn man sich auf zum Beispiel zwei Themen konzentriert hätte, könnte man auch die Tiefe und die Wichtigkeit der Situationen erstellen. Der Schreibstil war sehr flüssig. Anfangs fiel es mir schwer, in die Geschichte einzudringen, doch wenn man erst mal drin ist, kann man sich nur schwer losreißen. Immer wieder nagen den Leser die Fragen „Wie geht es weiter?“, oder „Wann kommt die Wahrheit ans Licht?“. Die Protagonistin Halle und die Ausarbeitung ihrer Gefühlswelt ist für mich besonders bemerkenswert. Ich persönlich konnte ihr anfängliches Zögern, ihre Gedankengänge und ihr Tun vollkommen nachvollziehen, was, wie ich aber bei der Leserunde gemerkt habe, nicht bei allen so war. Für mich hat die Autorin hier etwas sehr Tiefes geschaffen (wenn ich ehrlich sein soll, war es das Interessanteste). Die anderen Charaktere, mit Ausnahme des Großvaters, waren mir zu flach. Man ist auch auf ihre Gefühlswelt eingegangen, doch nur ganz kurz, dass sie eigentlich wichtigen Themen ihre Bedeutung verloren, was sehr sehr schade ist.
Das Haupt-Thema kann jeder für sich anders definieren. Für mich ist das die Suche nach dem ich, das stellen der Frage: „Ist die Person, die ich erschaffen habe, immer noch ich, oder soll sie die Person darstellen, die ich sein möchte?“. Es ist die Selbstfindung, die Suche nach sich in dem Chaos aus Gefühlen und die Akzeptanz gegenüber den eigenen Fehlern. Das macht dieses Buch so besonders und genau das liebe ich hier.

Fazit:

Es ist ein sehr gutes Jugendbuch, das vielen Jugendlichen einen Einblick in sich selber schaffen könnte. Es regt zum Nachdenken an, wer man eigentlich ist und wer man sein möchte. Ich habe es genossen dieses Buch zu lesen, weshalb ich mit leichtem Herzen sagen kann, dass ich dieses Buch jedem Menschen (in jedem Alter) empfehlen kann, denn es ist nie zu spät, um herauszufinden, wer man eigentlich ist.
4,5 Sterne von mir!




Vielen Dank an die Lesejury für das Rezensionsexemplar! Die Leserunde war wundervoll 😁



  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Atmosphäre