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Veröffentlicht am 10.09.2020

Fortsetzung lässt einen alle Emotionen durchleben

Die Tränen der Henkerin
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Da demnächst der letzte Teil der Henkerin-Trilogie kommt,wollte ich unbedingt noch den 2.Teil kennenlernen und habe es zur Abwechslung mal Hörbuchform gewählt.
Dieses Buch hat es wirklich in sich- emotionale ...

Da demnächst der letzte Teil der Henkerin-Trilogie kommt,wollte ich unbedingt noch den 2.Teil kennenlernen und habe es zur Abwechslung mal Hörbuchform gewählt.
Dieses Buch hat es wirklich in sich- emotionale Achterbahnfahrt, unglaublich, was für Wendungen und Rückschläge gerade Melisande doch durchlebt. Ihre Vergangenheit scheint ihr wie ein Schatten zu folgen und im Kampf um ihre Liebe zu Wendel, ihrer Tochter und der Hoffnung, dass das endlich alles ein Ende haben mag, wird sie immer mehr mit reingezogen in diesen gemeinen Racheakt und zwar nicht nur von einer Seite. Teilweise hab ich mich zwar gefragt, warum sie gewisse Dinge einfach so hingenommen hat, wo sie doch eigentlich als starke, kämpferische Frau beschrieben wird, doch letztendlich hat mir die Geschichte sowohl was die Gefühlswelten, die Spannung und den Verlauf angeht wirklich gut gefallen. Auch Wendels Reaktion konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen, wo doch öfter betont wird, wie er seine Frau ansieht, wie er über sie denkt.
Katharina, die Mutter von Wendel ist für mich ein Highlight in diesem Buch, sie hat die Abläufe auf eine so liebe, angenehme Weise geregelt, eine tolle, sympathische Schwiegermutter, was auch überhaupt nicht übertrieben wirkte.
Hier und da waren ein paar Passagen, über die man sich etwas gewundert hat oder die nicht ganz schlüssig waren, einiges wird sich vielleicht auch erst im letzten Teil aufklären, doch für mich ist es ein gelungener historischer Mittelalterroman mit all seinen düsteren Verläufen.
Die Sprecherin hat hier auch wirklich viel zu tun gehabt, um alle Charaktere stimmlich herauszuarbeiten, was gerade bei dem männlichen Part nicht immer ganz leicht war und teilweise ein klein wenig untergegangen ist, dennoch hat sie es geschafft, die Spannung, die stimmungsgelandene Szene gut einzufangen und dies auch so rüber zubringen.
Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen, es holt einen wirklich ab und lässt einen in eine düstere Welt eintauchen und alle Emotionen durchleben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.09.2020

2.Teil- Tribut Trilogie- rasant und spannend

Tribut der Schande
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Während Franziska immer noch auf Rache nach den Mördern ihres Vaters und Verlobten und ihrem Peiniger sinnt, werden die Bürgeraufstände in den betroffenen Städten, über die der Herzog Ulrich herrscht ...


Während Franziska immer noch auf Rache nach den Mördern ihres Vaters und Verlobten und ihrem Peiniger sinnt, werden die Bürgeraufstände in den betroffenen Städten, über die der Herzog Ulrich herrscht und hohe Tribute und Zölle fordert immer größer. Auch der Arme Konrad, dem Jakob und Franzie angehören, versuchen Mittel und Wege zu finden, um sich aus den Fängen Ulrichs zu befreien.


Diese Entwicklung wird in diesem Teil fesselnd und spannend umschrieben, denn dieses Brodeln der Aufständischen, die Unsicherheit aber gleichzeitige Gier nach Macht und Wohlstand Ulrichs kommen so gut zur Geltung, dass man sich in die jeweiligen Szenen gut hineinversetzen kann. Sein Hass auf seine Frau Sabina von Bayern, ihre Listen und Versuche, sich gegenseitig zu schaden, lassen die Geschichte eine völlig neue Wendung nehmen und machen es dadurch noch mal mehr spannungsgeladen.

Wer ist Feind, wer ist Freund? Wird es jemand wagen, die Mitglieder der Vereinigung zu verraten, gerade wenn ihnen Folter oder sogar der Tod droht?

Rasante Wendungen, Gefahren, Verräter und eben auch einige misslungene Versuche, den Herzog zu stürzen oder sich von der Last zu befreien lassen das Buch regelrecht leben, auch wenn die Konflikte teilweise etwas zu viel waren, wodurch die Geschichte zwischen Franzi und Jakob für meinen Geschmack etwas zu kurz kam. Auch hat es mich gestört, dass die sonst so tapfer wirkende Franzi immer wieder von ihren Schuldgefühlen für alles und jeden gesprochen hat, das empfand ich teilweise dann doch etwas zu nervig.

Für mich ist Simon der Arzt absolut sympathisch, und wenn auch eher Nebenrolle, doch eine starke Person und Held.

Insgesamt wird man auf packende, dramatische Weise ins Mittelalter versetzt und muss wiederholt den Atem anhalten, wenn es immer enger und gefährlicher wird und man zwar weiß, wenn es einen 3.Teil gibt, müssen Franzi und Jakob ja noch darin vorkommen, dennoch passiert hier einiges, wo es mehr als knapp ist und man völlig überrascht wird, weil man damit überhaupt nicht gerechnet hat. Geniale Überraschungseffekte, gerade auch zum Schluss des Buches.

Und da ich mittelalterliche Romane favorisiere und gerne mal in eine völlig andere, fremde und teilweise ja wirklich düstere Welt eintauche, mit unglaublichen Vorstellungen und Traditionen, hab ich mich wirklich gut unterhalten gefühlt und freue mich schon auf den letzten Teil.

Vielen Dank an #NetGalleyDE, dass ich diesen Band vorab lesen und rezensieren durfte, was meine Beurteilung aber nicht beeinflusst hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.08.2020

genialer Auftakt der Forbidden Royals Reihe

Silver Crown - Forbidden Royals
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Sowohl Titel, Inhaltsbeschreibung als auch das Cover haben mich absolut neugierig gemacht, bislang kannte ich noch gar nichts von der Autorin und ich bin tatsächlich überrascht, was für ein tolles Buch ...

Sowohl Titel, Inhaltsbeschreibung als auch das Cover haben mich absolut neugierig gemacht, bislang kannte ich noch gar nichts von der Autorin und ich bin tatsächlich überrascht, was für ein tolles Buch ich hier lesen durfte. Anfangs war ich doch etwas skeptisch, als ich das Vorwort gelesen habe, denn ich bin eher doch der "Softie", besonders bei Romantik und verbalen Ausdrücken.
Doch es hat mir wirklich gefallen, eine mitreißende Geschichte, die so spannend gestartet und mich bis zum Ende wirklich überzeugt, aber auch überrascht hat.
Ein kleines bisschen wie im Märchen, aber nicht das abgedroschene Aschenputtelmärchen, nein hier geht es eher um Leben und Tod, Zerrissenheit zwischen bestem Freund und Verpflichtung, Gefühlschaos und der Gier nach Macht und Rangfolge, Pläne und Realität. Und dabei ist Emelia wirklich genau die richtige Person, von eben auf jetzt muss sie Entscheidungen treffen und sobald sie dabei ist, einen für sie möglichen Plan zu erstellen, der sie auf all das Neue vorbereitet, wird alles über den Haufen geschmissen. Trotzdem bleibt sie sich selbst treu, sie ist ein absoluter Herzensmensch, hilfsbereit, aber sagt auch deutlich, was sie denkt und erwartet, auch wenn sie dabei manchmal Sachen raushaut, die einen wirklich zum Lachen bringen und die Geschichte damit auflockern.

Die Begegnung mit Carter Thorne ist sinnlich, man spürt dieses gewisse Prickeln in der Luft, die Spannung in der Luft und beide werden an ihre emotionalen Grenzen gebracht. Doch die Dispute, die beide immer wieder miteinander ausfechten, sind herrlich, selbst dabei schafft die Autorin es, dass die Luft knistert, diese gegenseitige Anziehung selbst dann noch vorhanden ist.
Ems, wie sie von ihrem besten Freund Owen genannt wird, ist aber nicht das verliebte Mädchen, was kopflos im Palast rumläuft oder sich von allen sagen lässt, was sie tun oder lassen soll. Genau diesen Kampfgeist spürt man, das macht sie so besonders und gemeinsam mit Chloe, Carters Schwester, erleben beide lustige aber auch traurige Momente, die aber völlig authentisch rüberkommen. Chloes spezielle Art und ihr Verhalten zeigen offen, dass auch sie eine authentische, liebenswerte junge Frau ist, die zu dem steht, was sie will und in gewissen Maße auch anders ist, selbst wenn sie ihren Verpflichtungen nachkommen muss. Doch das tut sie auf herrliche, chaotische und lustige Art. Für mich eine der besten Charaktere in diesem Buch.

Owen ist in meinen Augen keine Nebenfigur, er tut einem aufgrund der ganzen Situation unglaublich leid, man kann seine Reaktionen einerseits nachvollziehen und auch wieder nicht und das ein oder andere Mal fragt man sich, spielt er ehrlich und aus welchen Motiven handelt er? Klasse gemacht, man weiß nicht wirklich, wer spielt falsch, wer nicht!

Die Erzählweise aus Emilias Sicht ist noch tiefgründiger, man spürt ihre Überlegungen, ihre Gedanken, Gefühlswelt, wie sie die anderen betrachtet, wie sie selbst empfindet, ihre Hoffnung, Ängste, Trauer. Die Schreibweise ist einfach so fließend, dass auch der Leser ein Wechselbad der Gefühle erlebt, am Ende möchte man das Buch gar nicht aus der Hand legen, es ist viel zu lebendig geworden und dann erfolgt der Cliffhanger. Aber eigentlich möchte man gar nicht mehr aufhören zu lesen, man ist emotional viel zu sehr eingetaucht und muss nun doch auf die Fortsetzung warten.
Unglaublich gelungenes Auftaktbuch mit genialem Plot, der einen gefühlsmäßig auf jeder Ebene abholt. Überraschend und absolut lesenswert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.08.2020

Surfen will gelernt sein

Träum nicht von Liebe
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Hier kommt nun die Rezension zum 2.Teil der Santa Barbara High von #AnnieLaine und auch dieser ist total gelungen. Diesmal bekommt Ethans Schwester Maya ihre eigene Geschichte, die einfach super süss ...

Hier kommt nun die Rezension zum 2.Teil der Santa Barbara High von #AnnieLaine und auch dieser ist total gelungen. Diesmal bekommt Ethans Schwester Maya ihre eigene Geschichte, die einfach super süss gelungen ist.
Um sich endlich etwas für ihre geliebte Fotoausrüstung zuzulegen, hilft sie nach der Schule in einem Surfladen aus. Zudem wird sie von ihrer Freundin gebeten, sie bei den Surfwettbewerben zu vertreten, da sie aufgrund eines Armbruchs nicht antreten kann. Nun hat Maya 3 Wochen Zeit um sich Surfkünste anzueignen. Und das bei dem attraktiven Surflehrer Matt, mit dem sie schon einen heftigen Zusammenstoß am Strand hatte.
Maya ist mir mit ihrer liebenswerten, tapferen Art schon im 1.Teil besonders aufgefallen, ihre Vorliebe für Eis ist einfach herrlich und jetzt im 2.Teil hat sie ihre eigene persönliche Geschichte, die sie auch selbst erzählt, dadurch lernt man sie noch besser kennen, wie sie mit ihrem Kindheitstrauma umgeht, wie selbstlos sie ist und stets für ihre Freunde da ist. Aber gerade erst 16 Jahre und Gefühle von Verliebtsein sind für sie absolut neu und ungewohnt, und nicht alles ist so einfach, wie man es sich erhofft.
Das gefällt mir besonders gut, hier passiert nichts überstürzt, und beide haben mit der Vergangenheit zu kämpfen und müssen gegenseitig Vertrauen aufbauen, was nicht einfach ist, weil man Angst hat, verletzt zu werden.
Parallel erlebt man auch, wie es mit Ethan und Emi weitergeht, denn die Stipendien stehen aus, also geht es auch um die Frage, für welche Richtung und Entfernung entscheiden sie sich. Gemeinsam oder getrennt, das was sie sich so sehr gewünscht haben oder verzichten? Das Gefühlswirrwarr ist toll umschrieben, und Emi hat sich auch so klasse entwickelt, wirkte sie im 1.Teil teilweise etwas spießig, so ist es jetzt schön zu lesen, wie sie und Maya Freundinnen geworden sind und sich gegenseitig stützen und miteinander reden.
Ganz besonders hat mir die Art von Mayas Mama gefallen, Mutter-Tochter-Gespräch, aber einfach genial und auch die beiden Schwestern von Emi bringen mit ihren Plänen und Argumenten den Leser wieder herrlich zum lachen.
Ein kleines bisschen hat mir hier etwas mehr Spannung gefehlt, die war im 1.Teil durch die ständigen Reibereien von Ethan und Emi vorhanden, im 2.Band ist das etwas zu schnell gegangen, aber beide Hauptakteure sind auch hier gut umschrieben worden, Szenen hat man deutlich vor Augen, die Spannung vor dem Wettbewerb, die kleinen Reibereien, die Übungen für das Surfen mit etlichen lustigen Szenen, so dass es eine romantische, süsse Young Adult Geschichte ist, mit liebenswerten Charakteren, die man einfach genießen muss.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.08.2020

36 Fragen zum Verlieben

Frag nicht nach Liebe
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Was für ein tolles, unterhaltsames Buch, ein richtig guter High School Roman, der aber absolut nicht oberflächlich ist oder wie man es oft kennt und liest: Schönheit trifft auf Schulliebling und Schönling- ...

Was für ein tolles, unterhaltsames Buch, ein richtig guter High School Roman, der aber absolut nicht oberflächlich ist oder wie man es oft kennt und liest: Schönheit trifft auf Schulliebling und Schönling- nein mal völlig anders und deshalb auch so zu Herzen gehend.
Dies ist der 1. Teil der Santa Barbara High und ich kann nur sagen, unbedingt lesen.
Was mir besonders gefällt, ist zum einen der leichte, mitreißende Schreibstil, man lebt mit in diesem Buch, man versetzt sich so intensiv in die Protagonisten und die daraus entstehenden Emotionen überschütten einen regelrecht, egal ob traurig oder auch lustig, ob tiefgründig oder auch mal locker.
Zwei Schüler,Ethan und Emilia, die sich gegenseitig anfeinden und aufgrund eines Vorfalls nun ein gemeinsames Projekt erarbeiten müssen, wirkt vielleicht im ersten Moment als absehbar, klar, man kann sich schon vorstellen, wie es am Ende ausgeht, aber da täuscht sich der Leser, denn nichts ist so wie es scheint und auch die Aufgabe an sich, verlangt beiden eine Menge ab, der Kampf gegen die eigenen Gefühle ist hart, vor allem, wenn man bislang ganz andere Ziele hat.
Die ganzen Hintergründe, die beiden Familien und besonders die Geschwister sind einfach herrlich- chaotisch, nervig und doch spürt man den Zusammenhalt, besonders wenn Emis Schwestern sie ständig aufziehen und sich einen Spaß draus machen, die künstlerische Mutter mit morgendlichem verwuschelten Haaren- klasse, wenn es nichts von diesen Schickimickis hat, und wer mir auch besonders gefällt ist Ethans Schwester Maya- was für ein gefühlvolles, charakterstarkes junges Mädchen mit einem so großen Herzen, trotz allem, was sie durch gemacht hat. Ich bin auch so glücklich, dass sie ihre Geschichte im 2.Teil bekommt.
Besonders gefällt mir die Ich-Form, sie macht die ganze Geschichte noch persönlicher, weil man Emis Gedanken, Gefühle, dieses Hadern, ihre Überlegungen noch intensiver mitbekommt, als aus der neutralen Perspektive.
Und auch wenn das Ende irgendwie absehbar ist, man erlebt als Leser so viele Überraschungen, ich war teilweise selbst so überwältigt von den Gefühlen und genau das macht ein gutes Buch aus, hier steckt eine tolle Idee hinter, die unglaublich gut umgesetzt wurde und den Leser absolut abholt und berührt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere