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Veröffentlicht am 12.09.2019

Der letzte Wille

Ein Wagnis aus Liebe
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Ein Wagnis aus Liebe von Susan Anne Mason

Eins der schönsten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe. Eine Geschichte über Verluste, Vergebung und Glauben, der das Klassendenken und festgefahrene Traditionen ...

Ein Wagnis aus Liebe von Susan Anne Mason

Eins der schönsten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe. Eine Geschichte über Verluste, Vergebung und Glauben, der das Klassendenken und festgefahrene Traditionen in Frage stellt.
Schon alleine der Schreibstil der Autorin hat mich von der ersten Zeile an gefesselt. Man spürt jede einzelne Emotion und davon wimmelt es in diesem Buch, was aber nicht übertrieben ist, sondern absolut in die Geschichte passt.
Wir lernen die Geschwister Andrew und Virginia kennen, die ihren Neffen Christian in ihre Obhut genommen haben, nachdem der Bruder im Krieg gefallen und die Schwägerin an der spanischen Grippe verstorben ist.
Doch es gibt noch eine andere Tante, Grace, die sich nach Kanada aufmacht, um ihren Neffen nach Hause zu nehmen, da ihre Schwester nicht gerade positiv von ihrer neuen Familie geschrieben hat. Wie soll sie aber Kontakt zu dieser Familie aufnehmen, die schon ihre Schwester und den eigenen Sohn abgelehnt haben und dazu noch eine der vermögendsten Familien ist?
Sie geht ein Wagnis ein, was aber gleichzeitig so berührend ist, weil sie da so viel Herzblut reinsteckt und auch eine Art an sich hat, dass sie auch Fröhlichkeit und Sympathie ins Haus der Eastons bringt. Alles funktioniert dort nach starren Regeln, nichts darf den Vater erzürnen, man muss Verbindungen zu anderen betuchten Familien herstellen, das ist so vorgeschrieben und wehe, jemand widersetzt sich dem. Doch mit Grace kommt ein frischer Wind ins Haus und auch die Tochter des Hauses, Virginia kämpft seit längerem gegen die Vorschriften- was soll man denn tun, wenn das Herz längst einem anderen gehört, der aber leider nicht denselben Stand hat?
Auch der Pastor tut seinen Teil dazu, Grace zu helfen, aus dieser Situation das Beste zu machen, nichts unüberlegt zu tun und bei allem daran zu denken, wie Gott empfindet, wie er alles lenkt, dass doch noch alles gut wird. Immer wieder kommen schöne und wirklich passende Bibelzitate und auch die Gedanken und Gebete von Grace, von Andrew sind einfach nur schön zu lesen und geben dem Buch eine ganz besondere Tiefe und zeigen, worauf es eigentlich ankommt, was man für Werte hat.
Alles zusammen ist es absolut nicht langweilig, es nimmt gut Fahrt auf und so manches Mal bangt man, weil man natürlich für jeden etwas ganz anderes hofft, aber leider auch durch Intrigen und festgefahrene Traditionen die Situation fast aussichtslos erscheint.
Es ist das erste Buch der Autorin und mit Sicherheit nicht das letzte. Wer eine emotional bewegende und tiefgründige, glaubensstärkende Geschichte lesen will, sollte dieses Buch lesen, es hat volle 5 Sterne absolut verdient.

Veröffentlicht am 08.09.2019

Der verschwundene Sohn

Die Erben von Snowshill Manor
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Catherine wird bei der Familie Darabonts untergebracht, damit sie ein bisschen mehr Gesellschaftsleben kennenlernt. Auf dem Weg dorthin hilft ihnen Gabriel Harrington, Verwalter von Lord Boyle. Das Leben ...

Catherine wird bei der Familie Darabonts untergebracht, damit sie ein bisschen mehr Gesellschaftsleben kennenlernt. Auf dem Weg dorthin hilft ihnen Gabriel Harrington, Verwalter von Lord Boyle. Das Leben bei den Darabonts, insbesondere als Gesellschafterin für die im Rollstuhlsitzende Lady Martha ist hart. Ihre Ehe steht nicht zum Besten, ihr Sohn Callum ist ein Rumtreiber und unangenehmer Mensch, vor dem sich Catherine hüten muss. Doch die Gesellschaft umgarnt Catherine, sie erhält Einladungen zu Bällen und Veranstaltungen, doch ständig ist Lady Martha mit ihr unzufrieden. Auch gibt es ein großes Geheimnis um den verschwundenen Sohn von Lord Darabont, aber Catherine lässt nichts unversucht, um die Spur zu verfolgen, was sie in Gefahr bringt. Dabei kreuzen sich ihre Wege mit Gabriel, der selber Opfer mehrere Anschläge wird und auf der Suche nach dem mysteriösen Schafsmörder ist.

Ich kenne schon andere Bücher der Autorin und muss sagen, dass mir ihre Geschichten unglaublich gut gefallen. Sie versetzen einen gedanklich in diese Zeit des hohen Adels und sie lässt die Figuren in ihren Romanen so authentisch wirken, dass man sofort Bilder vor Augen hat, wie die Bälle abgelaufen sein müssen, wie die Personen aussahen und auch wie die Umgebung dort wirkt. Die Charaktere sind gut getroffen, ob es die missmutige, unzufriedene Lady Martha ist, ihr raffgieriger und egozentrische Sohn Callum, die lebenslustige und tolle Freundin Vicky, der gutaussehende, sanftmütige Verwalter Gabriel, Callums bodenständige und verständnisvolle Schwester Helen oder eben Catherine selbst- hilfsbereit, mutig und was mir am meisten an ihr gefallen hat, dass sie bei allem, was sie tut, immer daran denkt, wie Gott wohl empfindet, was sie selbst tun kann, um Nächstenliebe zu zeigen, sich mit Bibelsprüchen Mut zu machen und die Hoffnung und das Vertrauen auf Gott nicht zu verlieren. All das beschreibt die Autorin wirklich sehr passend und nicht übertrieben. Es passt immer perfekt zur Handlung und macht das Buch zu einem großartigen Lesevergnügen.
Die Handlung selbst ist spannend, auch teilweise wirklich lustig, enthält die richtige Prise Romantik, zu sehen, was wirkliche Freundschaften ausmacht oder wie wichtig Vergebung, Hilfsbereitschaft und Neuanfänge sind, was aus einem unzufriedenen und intrigantem Menschen wird, man fiebert mit Catherine mit, egal in welcher Situation sie sich befindet und auch wenn man den Verlauf erahnen kann, so macht es trotzdem Spaß, das Buch bis zum Schluss zu lesen, weil es einen doch sehr fesselt. Man entdeckt liebenswerte Charaktere, aber auch Personen, die voller Geheimnisse stecken und die Erklärungen für alles Stück für Stück zu lesen macht einfach sehr viel Spaß. Zusammen mit dem biblischen Gedanken ein gelungenes Buch, was man einfach nur empfehlen kann und muss.
Ich freue mich bereits auf weitere Bücher aus der Feder von Ingrid Kretz.

Veröffentlicht am 29.08.2019

wunderbarer, gefühlvoller und emotionaler Auftakt der Noorgard-Geschwister

Mein Herz hört deine Worte
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Wunderschöner erster Teil der Noorgard Geschwister Jorgan, Haakon und dem gehörlosen Thor auf der Apfelplantage Blackbird Mountain in Virginia. Die Eltern beide verstorben arbeiten sie hart, um die Plantage ...

Wunderschöner erster Teil der Noorgard Geschwister Jorgan, Haakon und dem gehörlosen Thor auf der Apfelplantage Blackbird Mountain in Virginia. Die Eltern beide verstorben arbeiten sie hart, um die Plantage zu erhalten und ihre Schulden zu tilgen. Die liebenswerte Ida, ihre Haushälterin und ihre Verwandte Cora, die sich gut mit Heilkräutern auskennt, unterstützen die Jungs, bis eines Tages die Witwe ihres Cousins Benn auftaucht- Ava! Erwartet hat sie eigentlich kleinere Kinder, doch sie ist sich nicht zu schade, den Brüdern zu helfen, wo immer es geht.
Leider müssen sie mit ständigen Übergriffen der Familie Sorrel zurechtkommen, die auch auf dem riesigen Land leben und bei denen sie leider auch noch Schulden haben.
Was mich an dieser Geschichte unglaublich bewegt und berührt hat, ist der Umstand, wie sie alle mit dem gehörlosen Thor umgehen, was für Schwierigkeiten er erlebt, wie er sich fühlt und wie er versucht, mit seinem Laster, dem Alkohol klarzukommen. Ein harter Kampf beginnt, und so sehr sich Haakon und Jorgan auch bemühen, ihn dabei zu unterstützen, so emotional ist das Ganze auch, denn Eifersucht und Trauer setzen besonders Haakon und Thor sehr zu, alte Wunden, die sie bisher noch nicht überwinden konnten.
Es ist so authentisch beschrieben, sowohl die Landschaft, die Apfelplantage, viele Details wie sie auch die Gehörlosensprache umschreiben und wie Wörter gebildet werden sind so genau erklärt, dass man das Gefühl hat, man ist selbst dort und würde gerne ein Teil dieses Anwesens sein. Auch Ida ist eine so liebenswerte, aufopferungsvolle Frau, sie ist wirklich die gute Fee dort und man merkt, wie sehr die Jungs sie schätzen und ihr Wort zählt.
Es wird auch nichts beschönigt, der harte Kampf von Thor, um vom Alkohol wegzukommen wird zwar ausführlich beschrieben, um einfach zu zeigen, wie schnell man in so eine Situation kommen kann, weil man denkt, die eigenen Sorgen, Ängste und Nöte könnten dadurch gelindert werden, doch während ich das gelesen habe, hab ich wirklich mit allen mitgebangt und gehofft, es ist weder übertrieben noch unpassend und immer wieder schafft es die Autorin, den Glauben und die Hoffnung mit einzubinden. Gerade Ada muss sich erstmal in der neuen Welt zurecht finden, da auch sie ein schlimmes Schicksal hinter sich hat und diese Kombination, zwischen Vergangenheit, dem Erlebten, der momentanen Lage und nie aufzugeben, sondern um das zu kämpfen, was einem wichtig ist und das Ziel gemeinsam zu schaffen, macht dieses Buch so einzigartig.
Leider endet der erste Teil mit einem Vorfall, der aus einer Emotion heraus passiert ist, der das Verhältnis zwischen Geschwistern und auch gegenüber Ada auf eine harte Probe stellt, doch das Buch lebt dennoch von vielen wunderschönen und gefühlvollen Momenten und auch die Liebesgeschichte ist genau passend.
Der Titel passt einfach perfekt und zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch, so dass man am Ende weiß: Liebe braucht keine hörbare Sprache!
Ich hoffe, der zweite Teil kommt bald, ich freue mich schon sehr darauf und kann dieses Buch wirklich empfehlen- es ist tiefgründig, man vergisst es nicht so schnell und man fühlt sich so sehr eingebunden in die Geschichte, weil es religiöse Menschen wirklich motiviert, das Vertrauen zu Gott in keiner Sekunde zu verlieren oder in Frage zu stellen. Mit den richtigen Menschen an der Seite, Mut, Willenskraft und der Hilfe Gottes kann man alles im Leben schaffen, das hat dieses Buch perfekt rübergebracht!

Veröffentlicht am 26.08.2019

Kriegswirren und die erste große Liebe

Die Ärztin: Die Wege der Liebe
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Der letzte Teil der Trilogie umfasst die Zeit des Ersten Weltkrieges, mit all den Kriegswirren, der Armut, der Reduzierung von Nahrungsmitteln und dem daraus resultierenden Hunger, Kriegsverletzungen und ...

Der letzte Teil der Trilogie umfasst die Zeit des Ersten Weltkrieges, mit all den Kriegswirren, der Armut, der Reduzierung von Nahrungsmitteln und dem daraus resultierenden Hunger, Kriegsverletzungen und Traumata und mitten drin die Familie Thomasius, deren Kinder mittlerweile flügge geworden sind und ihre eigenen Wege gehen.
Ricarda Thomasius versucht alles ihr Mögliche, um als Mutter das Beste für ihre Kinder zu tun, aber leider funktioniert das nicht bei allen und viele Missverständnisse treten auf. So nimmt ihre Tochter Henny es ihrer Mutter übel, dass sie ihr nie erzählt hat, wer ihr Vater war und auch ihre Liebe zu Victor ist dadurch in Gefahr. Sie wählt einen Weg, der ihr aufzeigt, weglaufen ist nicht immer eine Lösung und nicht alles ist so traumhaft, wie man sich das vorstellt.
Georg, Ihr Sohn, den die Familie Kügler von Ricarda durch gerichtliche Fügung ferngehalten hat erlebt im Krieg schwere Traumata und Ricarda hat auch hier viel zu tun, um wieder eine Verbindung zu ihm aufzubauen und zu ihm durchzudringen.
Und Antonia, das Küken, rutscht oft aufgrund der langen Arbeitszeiten ihrer Eltern durch und versucht ihren Weg zu gehen. Sie vermisst ihre Geschwister, doch hat sie für sich Möglichkeiten gefunden, ihren Weg zu gehen und die Art und Weise, wie sie mit bestimmten Dingen umgeht, ist einfach zu süss, trotzdem sie auch einen großen Dickkopf hat, ähnlich wie ihre Mutter und damit auch oft ganz schön in brenzlige Situationen gerät. Nicht immer trifft sie gute Entscheidungen und muss schmerzliche Erfahrungen einstecken. Dennoch ist sie bemüht, auf irgendeine Weise die Familie zusammen zu halten und sorgt dafür, dass der Kontakt zueinander nicht abreißt.
Der Abschluss dieser Reihe geht tief in das Kriegsgeschehen ein, man erfährt als Leser die jeweiligen Abläufe des Krieges, wann welches Land in den Krieg eintrifft, was während des Krieges passiert, wie mit den Soldaten umgegangen wird, was sie alles erleben müssen, wie Krankheiten und die Gesundheitsversorgung zu der Zeit verlaufen und besonders wie Frauen während des Verzichtes auf ihre Männer tapfer versuchen, durchzukommen und ihr Bestes zu geben.
Auch der medizinische Fortschritt wird hier aufgegriffen, doch leider herrscht noch immer, speziell an den Krankenhäusern wie der Charité in Berlin, ein männerdominierender Bereich, der es guten Ärztinnen wie Rica, schwer macht, dort Fuß zu fassen und neue Wege der Medizin zu gehen.
Dieses Buch ist immer abwechselnd um die Kinder Georg, Henny, Antonia und ihrer Mutter geschrieben, was das Buch lebhafter und abwechslungsreicher gestaltet hat, allerdings waren die Sprünge teilweise zu schnell und man musste sich häufig erstmal wieder in die jeweilige Situation einfinden.
Manchmal waren die Übergänge leider etwas abgehackt, z.B. wenn Rica erst bei ihrem Sohn Georg in München ist und auf einmal ihre Tätigkeit in Berlin weiterbeschrieben wird.
Dieses Buch sollte man nicht nur so nebenbei lesen, es ist schon sehr dramatisch, der Umgang mit dem Kriegsgeschehen wird aus unterschiedlichen Ansichten beschrieben, hier erfährt man viel Kummer und Nöte, Trauer und Verluste und leider hat mich das Ende etwas überrascht, denn für mich war es kein Abschluss der Trilogie, ich hatte eher das Gefühl, dass noch ein weiterer Teil folgen wird, denn einige Fragen sind für mich noch offen geblieben und auch etwas zu schnell und zusammengefasst.
Man sollte auf jeden Fall die ersten beiden Teile kennen, damit man der Handlung besser folgen kann, ich hab alle drei Teile sehr gerne gelesen, es ist ja ein Stück Geschichte, es wurde wirklich gut recherchiert, interessant gemacht, auch wenn man manches Mal auch erschrocken ist, aber leider war es im Krieg ja wirklich so. Dieser Teil hat meine Erwartungen nicht ganz abgeholt, dennoch ist die Reihe gelungen und wer sich für diese Zeit interessiert, sollte sich diese Trilogie nicht entgehen lassen.

Veröffentlicht am 15.08.2019

schöner Abschluss der .Neumann-Schwestern Trilogie

Weil du mich hältst
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Nun ist auch der 3. Teil der Neumann-Geschwister gelesen und die Reihe hat mir wirklich gut gefallen. Sophie, die jüngste der drei Geschwister ist ja aufgrund der Unruhen in New York und der ungewissen ...

Nun ist auch der 3. Teil der Neumann-Geschwister gelesen und die Reihe hat mir wirklich gut gefallen. Sophie, die jüngste der drei Geschwister ist ja aufgrund der Unruhen in New York und der ungewissen Zukunft bereits im ersten Teil verschwunden, und Elise und Marianne haben sich so viel Sorgen um sie gemacht, alles veranlasst, um sie zu finden und zu hoffen, dass ihr nichts zugestoßen ist.
Dieser Teil ist im Vergleich zu den anderen etwas anders, denn Sophie macht sich große Vorwürfe, dass sie weggelaufen ist und ihr Leben bislang so verkorkst hat. Stehlen, auf der Straße leben und gleichzeitig Verantwortung für Nicholas und Olivia zu tragen, die als kleine Kinder von den Neumanns aufgenommen und versorgt wurden, das ist mehr als schwer und sie ist der Ansicht, dass sowohl ihre Geschwister aber auch Gott sie dafür verachten würden.
Nun müssen sie aus New York verschwinden, denn ihr Freund, der Kopf der Dry Bones oder auch Bowery Boys genannt, hat sich mit den Roach Guards angelegt und die sinnen auf Rache.
Über die Childrens Aid Society gelangen sie nach Mayfield, wo etliche Familien warten, um die Kinder bei sich aufzunehmen, weil sie entweder keine eigenen Kinder bekommen können oder auch Hilfskräfte benötigen. Das erste Mal, das Sophie von Nicholas und Olivia und ihrer liebsten Freundin Anna getrennt wird und immer mehr zweifelt sie an ihrer Entscheidung.
Zu lesen, wie Sophies Werdegang ist, womit sie zu kämpfen hat, welche Entscheidungen sie trifft und mit wie vielen Zweifeln sie sich auseinandersetzen muss, ist sehr berührend. Während Elises und Mariannes Geschichte eher spannend und sehr dramatisch waren, geht es hier eher um die emotionale Seite. Klar verläuft die Reise alles andere als einfach und man erlebt verschiedene traurige und brenzlige Situationen, allerdings hab ich manchmal noch auf etwas mehr Gefahr gewartet, gerade weil die Gang auf Rache sinnt. Auf den Leser wartet auf jeden Fall eine schöne und erstaunliche Überraschung und wer hier ganz besonders heraussticht, ist Euphemia Duff, die mit ihrer Familie auf einer Milchfarm lebt. Ihr Schicksal, ihr Werdegang hat mich auch sehr berührt, sie ist so eine herzensgute und liebevolle Frau, obwohl sie hart arbeiten muss, so ist sie eine gute Seele und voller Vertrauen auf Gott, was man immer wieder lesen kann.
Ein Zitat ist mir sehr zu Herzen gegangen auf S.148 im Buch: „Ich habe den Herrn nicht immer an mir arbeiten lassen, wie er das möchte. Aber ich lerne immer mehr, ihn an mir arbeiten und mich von ihm reinigen zu lassen. Wenn er meinte Kanten abschleift und mich reinigt, tut das zwar vielleicht ein bißchen weh, aber dann können sein Charakter und seine Schönheit durch meine vielen Fehler und Unzulänglichkeiten hindurchscheinen.“
Man findet noch viele weitere berührende Zitate, die dem Leser vermitteln sollen, wie wichtig das Vertrauen zu Gott ist. Die Autorin versteht es so schön in ihren Büchern, die ich bisher gelesen habe, Gott mit in ihre Bücher einzubringen, warum er zum Leben dazu gehört und was der Glaube bewirken kann.
Insgesamt fand ich die anderen beiden Geschichten zwar spannender und von der Handlung interessanter, aber auch diese macht Freude zu lesen, auch weil nicht jeder Weg so einfach ist. Man spürt hier ihre Gefühle, ihre Zerrissenheit, weil sie an sich selbst zweifelt, weil sie sich so schlecht fühlt und der Meinung ist, so viel wie sie in ihrem Leben schon falsch gemacht hat, kann Gott sie gar nicht mögen und ihre beiden Schwestern erst recht nicht. Und wie Menschen, egal welchen Alters eine Rolle dabei spielen, diese negativen Gefühle zu überwinden.
Mir gefallen die Bücher der Autorin ausgesprochen gut und ich fühle mich jedes Mal gut unterhalten, aber sie geben mir auch immer wieder viel Stoff zum Nachdenken.