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Veröffentlicht am 27.10.2020

Mutter-Tochter Beziehung

Vielleicht auf einem anderen Stern
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Maddy, die Tochter von Eve, bekommt schon in jungem Alter Krebs. Doch sie ist stark und möchte auch noch was bewegen auf der Welt. Familie und Freunde sind bei ihr in dieser schweren Zeit und helfen ihr ...

Maddy, die Tochter von Eve, bekommt schon in jungem Alter Krebs. Doch sie ist stark und möchte auch noch was bewegen auf der Welt. Familie und Freunde sind bei ihr in dieser schweren Zeit und helfen ihr auch bei der Umsetzung ihres Projektes. Vor allem mit einem teilt Maddy ihr Projekt, denn eigentlich ist es ihrer beide Projekt, Sam. Maddy mag Sam und es bahnt sich auch eine Jugendliebe an. Dann geht es auch noch um Maddy ihren Vater, Antonia, den den sie nicht kennt und über den sie mehr erfahren möchte.

Das Buch ist schön geschrieben, die Aufteilung ist deutlich und man kann sich gut in die Personen hineinversetzen. Spannung ist zunächst auch vorhanden, wie es darum geht wie und ob Maddy Kontakt zu ihrem Vater herstellen kann und was aus ihrer Beziehung zu Sam wird.
Vielmehr geht es aber auch um die Beziehung von Maddy und ihrer Mutter Sam. Einer typischen Mutter-Tochter Beziehung mit Höhen und Tiefen.
Zunächst war ich sehr interessiert in das Buch und die Handlung, aber nach ungefähr der Hälfte des Buches gab es meiner Meinung nach ein Ereignis mit welchem ich (noch) nicht gerechnet habe und ab da war es für mich auch uninteressant. Teilweise habe ich den Rest des Buches überflogen, da die Spannung für mich raus war.

Trotzdem gab es aber auch schöne Lesemomente und auch ein paar Lerneffekte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.10.2020

Familienbeziehungen

Das Flüstern der Bäume
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Jacinda Greenwood, auch Jake genannt, arbeitet um ihre Schulden zu tilgen. Viel hat sie nicht und es gibt auch nicht viel Orte wo sie lieber sein würde als auf Greenwood Island, einer Insel nahe Vancouver. ...

Jacinda Greenwood, auch Jake genannt, arbeitet um ihre Schulden zu tilgen. Viel hat sie nicht und es gibt auch nicht viel Orte wo sie lieber sein würde als auf Greenwood Island, einer Insel nahe Vancouver. Das es Verbindungen zwischen ihr und dieser Insel gibt, da denkt sie zunächst mit keinem Gedanken dran. Erst als sie von ihrem Ex-Verlobter das Tagebuch ihrer Urgroßoma erhält erfährt sie von ihrer Abstammung, aber ist auch alles so wie es scheint?

Den Aufbau des Buches finde ich sehr interessant. Es geht von der Zukunft zurück in die Vergangenheit und wieder zurück in die Zukunft. So erfährt man die Lebensgeschichte von Jake und ihren Vorfahren, beziehungsweise Begleitern ihrer Vorfahren. Die Handlung ist sehr interessant, und lässt verschiedene Familienbeziehungen sehen, die im Nachhinein keine sind. Das Buch ist schön geschrieben und lässt sich sehr gut lesen. Auch wird auf den Aspekt der Umwelt eingegangen, wie der Titel schon hergibt dreht sich vieles um die Bäume, wie sie die Zukunft retten können und wie früher (und auch noch heute) mit der Abholzung vieles zerstört wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.10.2020

Neuanfang im rauen Island?

Das Wörterbuch des Windes
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Swea weiß nicht was sie glauben soll. Soll sie ihrem Mann Henrik glauben oder ihren Gefühlen, die ihr sagen, dass Henrik vielleicht doch nicht die ganze Wahrheit erzählt. Eines steht für sie jedoch fest, ...

Swea weiß nicht was sie glauben soll. Soll sie ihrem Mann Henrik glauben oder ihren Gefühlen, die ihr sagen, dass Henrik vielleicht doch nicht die ganze Wahrheit erzählt. Eines steht für sie jedoch fest, in dem Flugzeug dass sie zurück nach Deutschland bringen soll wird sie nicht sitzen. Sie nimmt ihr Leben in die Hand und lernt durch neue Freunde vieles über sich selbst und auch über andere und dann vor allem über die Isländer.

Der Roman ist wirklich ganz fantastisch geschrieben. Keine Minute ist dieser langweilig. Da das Buch 570 Seiten hat fragt man sich hin und wieder was Swea noch alles erleben wird und man wird immer wieder überrascht von den neuen Wendungen die sich in ihrem Leben ergeben. Der Roman lässt sich schön lesen und man kann sich gut in die Handlung hineinversetzen, zu keinem Augenblick ist etwas unverständlich. Auch erfährt man viele spannende Informationen über Island und die Isländer, wie zum Beispiel die Dating App, die Geschichte der Wikinger, den Elfen und den Trollen und was die Isländer von der Finanzkrise halten.
Wenn man selbst schon mal auf Island war ist die Beschreibung der rauen Natur ein wiedererkennungsmerkmal und wenn man noch nicht da war kann man sich die atemberaubende Natur auch gut vorstellen.

Alles in allem hat mir der Roman sehr gefallen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.10.2020

Spannendes Rätsel um den Hütehund

Das schwarze Schaf
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Annette Roeder – Das schwarze Schaf und das Rätsel von Baskeltorp

Das schwarze Schaf Texel und der Maulwurf Dr. W. Winnewurp lernen sich auf merkwürdige Weise kennen. Doch schon schnell steht fest Dr. ...

Annette Roeder – Das schwarze Schaf und das Rätsel von Baskeltorp

Das schwarze Schaf Texel und der Maulwurf Dr. W. Winnewurp lernen sich auf merkwürdige Weise kennen. Doch schon schnell steht fest Dr. W. Winnewurp möchte Texel dabei helfen den Hütehund Gutti zu finden, denn von der Idee des Bauern, das der Wolf an allem schuld sein soll, hält er nichts.
Die zwei verstehen sich auf Anhieb gut miteinander und beide sind mit vollem Eifer dabei. Durch die ganze Suche werden sie auch gute Freunde und können auch nicht mehr ohne den anderen. Nebenbei versucht Texel noch den Vornamen vom Maulwurf herauszubekommen. Daraus wird wohl aber nichts werden.

Das Kinderbuch ist sehr schön zu lesen und gut verständlich. Zunächst muss man zwar schnell mit den verschiedenen Namen klar kommen aber das gelingt auch sehr einfach nach ein paar Seiten. Die Grafiken im Buch sind sehr schön und auch das Cover finde ich sehr gelungen. Auch wie der kleine Regenwurm, den Winnie die ganze Zeit schon verspeisen möchte, auf jeder Seite ein Stück weiterkriecht, darüber ist gut nachgedacht und verschafft somit auch gleich noch ein schönes Daumenkino.

Alles in allem ein sehr schönes Kinderbuch zum miträtseln und miterleben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.10.2020

Ergreifende Zeitgeschichte

Bis wir uns wiedersehen
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An diesem Buch hat mich sofort der Untertitel gereizt: „Eine Mutter, ihre geraubten Kinder und der Plan, Hitler umzubringen.“
Ich bin Mutter, wer hätte es wagen sollen mir meine Kinder zu rauben?! Alle ...

An diesem Buch hat mich sofort der Untertitel gereizt: „Eine Mutter, ihre geraubten Kinder und der Plan, Hitler umzubringen.“
Ich bin Mutter, wer hätte es wagen sollen mir meine Kinder zu rauben?! Alle Gefühle, die sich einstellen, laufen darauf hinaus, dass das nicht wahr sein kann. Unmöglich, nicht aushaltbar, grauenvoll, herzzerreißend!
Der Plan, Hitler umzubringen und die Aussage, dieser „Geschichtskrimi allererster Güte – aber mit Happy End!“, haben mich überzeugt, das Buch zu lesen.
Nicht einfach – weder zu lesen noch zu begreifen. Geschichtsinteressierte der Nazizeit (deren Vorgeschichte und Auswirkungen bis in unsere Zeit hinein), werden auf ein Aufstehen und Auflehnen gegen Unmenschlichkeit stoßen, die mir zeigt, wie wichtig es ist Unrecht und menschenverachtende Werte nicht hinzunehmen.

Es ist ein aufrüttelndes Geschichtsbuch mit ganz persönlichen Einblicken in die Familiengeschichten der Menschen, die in dieser Zeit lebten. Sie sind von den Ereignissen ihr ganzes Leben geprägt. Ilse von Hassell, die Mutter von Fey, deren Kinder von den Nazis geraubt wurden, schrieb nach dem Krieg an ihre Tochter: „Er [ihr Mann] hat mich niemals enttäuscht.“ „Sein klarer Charakter, sein übertragender Geist, seine glühende Beherztheit und sein immer einsatzbereiter Mut beglücken mich jeden Tag. Ich bete zu Gott, daß sein Opfer, sein Leben hinzugeben, der Welt beweisen wird, daß es ein besseres Deutschland gab, … und ich hoffe, daß die Welt begreift, daß es Männer gab, die bereit waren, uns unter Aufopferung ihres Lebens von diesem Übel zu befreien.“

Ich bin dankbar, daß ich dieses Buch lesen durfte.
Und es ist wirklich nicht einfach, es zu lesen, weil es unvorstellbar ist, wozu Menschen fähig sind gegenüber Mitmenschen. Aber es ist wichtig, es zu lesen und hat mich berührt, weil es gut ist, sich anrühren zu lassen.

Catherine Bailey schreibt damit ein Buch Zeitgeschichte, das einem Testament gleichkommt, in dem ich als Leserin mutiger werde, gegen rechte Parolen und Menschenverachtung laut sprachfähig werden zu müssen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere