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Veröffentlicht am 30.11.2019

Vom Thema abgekommen

Das Floriansprinzip
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Ein Hörbuch war für mich eine ganz neue Erfahrung, aber ich komme zu dem Schluss, dass es nicht wirklich mein Ding ist. Ich möchte das Buch in der Hand haben, selber lesen und mir eigenständig überlegen, ...

Ein Hörbuch war für mich eine ganz neue Erfahrung, aber ich komme zu dem Schluss, dass es nicht wirklich mein Ding ist. Ich möchte das Buch in der Hand haben, selber lesen und mir eigenständig überlegen, wie die Stimmen klingen.
Kommen wir auch gleich zum Sprecher. Simon Jäger hat eine sehr angenehme Stimme. Leider fiel es mir teilweise etwas schwer, die verschiedenen Personen zu unterschieden. Ich glaube man hätte die Stimmen noch etwas verändern können, damit sie einfach unterschiedlicher klingen und auch den Personen angepasst sind. Dadurch erschien mir das Ganze zwischendurch auch etwas monoton.
Ich muss sagen, dass Mark eigentlich kein Ermittler ist, fand ich schwierig. Seine „Kein-Bock-Stimmung“ ging mir teilweise auch ziemlich auf den Keks. Die Spannung war da, ich hätte nicht damit gerechnet, dass Bodo mit drin hängt. Aber das Hauptthema „Müllverschiebung in Dritte-Welt-Ländern“ wurde kaum behandelt. Das finde ich schade. Wenn ich mich entscheide über so ein schlimmes Thema zu schreiben, dann muss ich mich auch konsequent damit auseinandersetzen.
Mein Fazit ist: Das Buch hat mich nicht wirklich begeistert und ich würde es auch nicht weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 06.08.2019

Mal von einer anderen Seite - aber insgesamt zu umfangreich

Ein Lied von Liebe und Verrat
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Aliki ist das letzte Klageweib in einem kleinen Dorf in Griechenland. Ihre Aufgabe ist es ein Lied über das Leben des Toten zu singen, wenn die Verwandten es wünschen. Sie soll nun einige ihrer Klagelieder ...

Aliki ist das letzte Klageweib in einem kleinen Dorf in Griechenland. Ihre Aufgabe ist es ein Lied über das Leben des Toten zu singen, wenn die Verwandten es wünschen. Sie soll nun einige ihrer Klagelieder für eine Forscherin aufnehmen und nutzt dies um auch ihre Lebensgeschichte zu erzählen.

Sie wächst während des 2.Weltkrieges auf und ihr Vater wird bei einer Exekution erschossen. Seitdem wohnt sie bei Chrysoula und ihrem Sohn Takis, doch Aliki schweigt seither. Im Keller des Hauses verstecken sie zwei Juden, Stelios und seine Mutter. Er zeigt den anderen Kinder die berühmten Stücke von Karagiozis (Puppentheater). Eines Abends kommen allerdings die deutschen Soldaten, die das Dorf besetzen, und alle werden abgeführt. Bis es schließlich in einem Chaos endet: das Dorf brennt, die Mütter werden erschossen und die Kinder fliehen nach Athen. Dort hilft ihnen die alte Haushälterin Yannoula und sie halten sich mit dem Puppenspiel über Wasser. Während sich Stelios und Aliki immer näher kommen, und die Lage so zwischen ihm und Takis immer kritischer wird, müssen alle gemeinsam nach Kreta weiterziehen. Dort wird Stelios von den Partisanen entführt und als sie ihn endlich gefunden haben, muss er ins Exil wegen Beihilfe. Yannoula wurde während der Rettung von einem Streifschuss getroffen, dessen Folgen sie nicht überlebt. Aliki beschließt Stelios zu heiraten, mit ihm zu gehen und den psychisch angeschlagenen (aber schon immer) Takis zurückzulassen. Er folgt ihr schließlich und durch ihn eskaliert die Lage bei einem Fest am Ende so, dass Stelios stirbt, er im Gefangenenlager bleibt und Aliki sich endlich von ihm löst und zurück nach Athen geht und später wieder in ihr Dorf.

Das Buch ist sozusagen in zwei Zeiten geschrieben. In der jetzigen in der Aliki die Kassetten aufnimmt und mehr über ihre Vergangenheit erfährt z.B. dass ihr Vater nicht immer so treu war. Und aus der Zeit ihrer Jugend, als sie Stelios kennenlernte und Verlor. Ich persönlich mag diesen Wechsel nicht so gerne, da es mich hin und wieder verwirrt hat und auch etwas gestört, wenn sie mit der Forscherin sprach, aber dieser Stil ist halt Geschmackssache. Die Thematik an sich hat mir gut gefallen. Ich wusste eigentlich nichts über die Kriegs- und Nachkriegszeit in Griechenland. Aber alles in allem waren es mir einfach zu viele Themen die aufgegriffen wurden: psychische Belastungen bei Kindern durch Krieg (Takis, aber auch Alikis schweigen), Unterdrückung durch die Deutschen während der Besatzung, willkürliche Verhaftungen und Strafen, Bürgerkrieg in Griechenland und dazu noch eine Liebesgeschichte. Dadurch wurde der Roman für mich irgendwie zu überladen und es war teilweise schwer der Handlung zu folgen.

Eine Sache möchte ich noch loswerden: Stelios war mir irgendwie unsympathisch. Er hat Aliki ständig Vorwürfe gemacht sie würde Takis schlimme Taten einfach vergessen oder klein reden, aber jeder hat einfach eine andere Art mit schlimmen Erlebnissen umzugehen. Sie hat genau wie er beide Elternteile verloren, sie hat genauso viel Schmerz erlebt und aus diesem Grund finde ich es nicht fair wie er sie behandelt. Chrysoula war für sie wie eine Mutter und Takis wie ein Bruder, sie konnte ihn nicht einfach im Stich lassen und das Stelios das nicht tolerieren wollte ist einfach unverständlich. Sie hat für ihn alles aufgegeben und hätte für ihn alles getan und er schien Aliki gar nicht schätzen zu wissen.

Als Fazit bleibt mir nur zu sagen, wie oben schon erwähnt finde ich es eine sehr spannende ,für mich neue, Thematik. Allerdings hätte man sich bei dem Buch auf weniger Kernaspekte beschränken sollen.

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Veröffentlicht am 19.06.2021

Mystisch & verworren

Dark Blue Rising (Bd. 1)
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Wo soll ich anfangen?
Erstmal ist eine Buchbewertung immer sehr subjektiv. Mein Fall war „Dark Blue Rising“ nicht, aber das ist ja nur meine persönliche Meinung.
Der Schreibstil war gut. Es lässt sich ...

Wo soll ich anfangen?
Erstmal ist eine Buchbewertung immer sehr subjektiv. Mein Fall war „Dark Blue Rising“ nicht, aber das ist ja nur meine persönliche Meinung.
Der Schreibstil war gut. Es lässt sich leicht, flüssig und schnell lesen.
Ich wollte das Buch gern lesen, weil ich den Aspekt spannend fand, dass Tabby entführt wurde als Kind und nun zu ihren echten Eltern zurückkommt.
Es war mir dann an einigen Stellen aber zu verworren. Ihre Träume waren mir zu skurril und warum hat sie in sich eine zweite Persönlichkeit. Ich mag es auch nicht, wenn Gedanken, Empfindungen oder Tatsachen mehrfach wiederholt werden um sie zu unterstreichen.
Man hat auch gemerkt, dass es nur ein Auftakt war. Es wurden viele Dinge erstmal angerissen und noch nichts erklärt, was ja normal ist. Mir fehlte in dem Klimathriller, nur ein bisschen der Thriller (auch wenn es für Jugendliche ist) und den Klimaaspekt fand ich auch an den Haaren herbeigezogen, aber vielleicht ergibt sich dieser ja, wenn der Kreis im zweiten Teil etwas mehr beleuchtet wird und die Zusammenhänge klarer werden.
Alles in allem ist das Buch gut zu lesen, aber für mich persönlich nichts. Vielleicht kann ich auch mit dem Mystischen und sehr fiktiven einfach nichts anfangen.

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