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magische_farbwelt

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.08.2018

Die Liebe gewinnt immer

Memories of your Smile
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Mein erstes Buch mit Soundtrack! Und ich habe mir als erstes die beiden Songs „Memories of your Smile“ und „Masquerade“ vom Singer-Songwriter Mike McSooner angehört, bevor ich ins Buch gestartet bin. Und ...

Mein erstes Buch mit Soundtrack! Und ich habe mir als erstes die beiden Songs „Memories of your Smile“ und „Masquerade“ vom Singer-Songwriter Mike McSooner angehört, bevor ich ins Buch gestartet bin. Und die Lieder sind vielversprechend gewesen, etwas melancholisch, etwas romantisch. Und diese beiden Lieder finden sich auch im Roman wieder. Der Auftakt ist schon mal perfekt gelungen. Bei diesem Roman kann ich nur sagen: Schade, dass er schon wieder zu Ende ist. Denn ich hing an den Zeilen, schmachtete insgeheim den charismatischen Tim an und ich litt tatsächlich mit den sich Liebenden mit. Und auch dieses gewisse Bauchkribbeln und Bauchziehen begleitete mich. Somit ist es der Autorin Tamara Leonhard perfekt gelungen, mit ihrem Schreibstil die Gefühle der Protagonisten Jessica und Tim auf den Leser zu projizieren. Nur ganz kurz, um was geht es: Jessica ist Professorin in Berlin, Tim wird nach einem gelungenen Vorstellungsgespräch ihr Angestellter. Von Anfang an spürt man das Knistern zwischen den beiden, trotz – oder gerade wegen? – des Altersunterschiedes von 14 Jahren. Und noch dazu bei einem Angestelltenverhältnis! Kann die Liebe zwischen den beiden wachsen? Die (Un-) Wägbarkeiten der Liebe werden in dem Roman „Memories of your Smile: Ein Song für Jessica“ auf eine harte Probe gestellt. Vorurteile, Anfeindungen, Unverständnis – man kennt das ja, leider, wenn man nicht in die gesellschaftliche Schablone passt. Und mal unter uns: Selbst ich erwische mich hier und da, wie ich beispielsweise einen jungen Sportler anhimmle. Ja, ich bin verheiratet, und das sehr glücklich. Aber gucken ist erlaubt. Übrigens habe ich mich hier und da in Jessica wiedergefunden, bis hin zu der Tatsache, dass sie gern die Musik von Queen hört. Jackpot!

Veröffentlicht am 02.08.2018

Nervenkitzel und Verschwörung

Dunkle Wolken
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Zuallererst muss ich Euch gestehen, dass ich gerade ganz erstaunt war, als ich mir den biografischen Hintergrund der Autorin durchgelesen habe. Nie im Leben wäre ich darauf gekommen, dass die Autorin deutschsprachig ...

Zuallererst muss ich Euch gestehen, dass ich gerade ganz erstaunt war, als ich mir den biografischen Hintergrund der Autorin durchgelesen habe. Nie im Leben wäre ich darauf gekommen, dass die Autorin deutschsprachig ist. Und das nicht, weil Ihr Sprachstil so schlecht ist, eher das Gegenteil ist der Fall. Vom Schreibstil hatte ich echt an eine amerikanische Autorin gedacht. Das soll übrigens ein dickes Lob sein. Aber vielleicht habe ich mich auch vom Handlungsort blenden lassen, wer weiß. Wie dem auch sei, kann ich zum Glück bei „Dunkle Wolken“ von Mara Park endlich wieder einmal von einem richtig gut gelungenen Thriller reden. Ich denke, hätte ich einen Film zum Buch gesehen – vorausgesetzt, es gäbe einen solchen und dieser wäre so gut wie sein dazugehöriges Buch – dann hätte ich mich auf dem Sofa immer wieder unter der Decke versteckt und mal mit einem Auge hervorgelinst. Paula, die Protagonistin des Buches flüchtet nach dem tragischen Unfalltod ihres Sohnes nach Maine. Doch die hiesigen Einheimischen mögen keine Fremden. Und das bekommt Paula auch volle Breitseite zu spüren. Manchmal möchte ich ihr zurufen: Tu es nicht! Bleib im Haus! Aber auf den Leser wird ja natürlich nicht gehört. Mit „Dunkle Wolken“ ist der Autorin Mara Park eine spannende und nervenaufreibende Geschichte gelungen, die den Namen Thriller wahrhaft verdient hat.

Veröffentlicht am 27.07.2018

Das Hin und Her des Herzens

Die Wahrheit über Wildrosen
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Schon allein das Cover des Buches lässt mich träumen. Und wenn ich dann auch noch den Titel „Die Wahrheit über Wildrosen“ lese, weiß ich, der Roman wird mich in eine andere Welt, an einen anderen Ort, ...

Schon allein das Cover des Buches lässt mich träumen. Und wenn ich dann auch noch den Titel „Die Wahrheit über Wildrosen“ lese, weiß ich, der Roman wird mich in eine andere Welt, an einen anderen Ort, in eine andere Zeit bringen. Zumindest dachte ich das. Anderer Ort stimmt, aber andere Zeit und andere Welt nicht! Was aber auch nicht schlimm ist. Man hat natürlich als Leser immer seine eigenen Vorstellungen, um was es in etwa in einem Buch gehen könnte, wenn man nur allein den Titel liest. Die Protagonistin des Buches ist Isa, die hübsch ist, aber dennoch an jeder Menge Selbstzweifel leidet. Denn sie wurde in ihrer eigenen Familie, allen voran ihrer Mutter, nicht sehr liebevoll behandelt. Keine körperliche Gewalt, ich würde es eher seelische Qual nennen, die aber von den Familienmitgliedern sicherlich nicht bewusst ausgeübt wurden. Als ihr Vater stirbt, erbt Isa zusammen mit ihrer Schwester Nina das Hotel, inklusive eines alten Ballsaales, den Isa wieder zum Leben erwecken will. Die Autorin Johanna LeClaire beschreibt in ihrem Roman ein schwieriges Verhältnis, welches Isa zu ihren Mitmenschen aufbauen kann, denn ihr fehlt schlichtweg Vertrauen, zu anderen Menschen und in sich selbst. Die Autorin ist sprachgewandt, so dass sich das Buch leicht lesen lässt, es ist eher eine beschwingte, leichte Lektüre, auch wenn man das Hin und Her von Isa beinah selbst spüren kann. Es ist ein Gegenwartsroman, der aber zum Träumen einlädt, auch in eine etwas vergangene Zeit. Schließlich geht es um romantische Tanzbälle. Es steckt viel Liebe drin, einer Liebe von einer Frau, die nach und nach sich selbst vertraut. Der Roman geht an alle Selbstzweifler, die Ihr Glück bei sich selbst suchen sollten. Und ab und an muss man eben auch mal seine Stacheln ausfahren, um an sein Ziel zu kommen. Also seid nicht nur zarte Rosen, sondern auch mal Wildrosen!

Veröffentlicht am 12.06.2018

Knisternde Leidenschaft und Gefühlschaos

Delicious 1 - Taste me | Erotischer Roman
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Schon allein der Klappentext lässt erahnen: Es wird ganz schön heiß zur Sache gehen. Und ja, die Autorin Alice White hat in ihrem erotischen Roman „Delicious 1 – Taste me“ die Versprechungen gehalten. ...

Schon allein der Klappentext lässt erahnen: Es wird ganz schön heiß zur Sache gehen. Und ja, die Autorin Alice White hat in ihrem erotischen Roman „Delicious 1 – Taste me“ die Versprechungen gehalten. Knisternde Leidenschaft, purer Sex und natürlich auch Gefühle spielen im Leben von Alex eine große Rolle. Wobei letztere eigentlich ihrerseits gar nicht erwünscht sind. Bringen sie doch nur Konflikte und Alex muss sich in ihrer Freiheit einschränken. Alex träumt hin und wieder von einer heißen Affäre mit ihrem Chef Marlon. Doch dann trifft sie auf ihren neuen und wohl durchaus attraktiven Kollegen Hendrik. Wer macht das Rennen? Oder doch besser beide vernaschen? Wobei ich persönlich ja sagen muss, ich hätte mich anders entschieden. Die Geschichte zwischen Alex und ihrem Bekanntenkreis handelt nicht allein nur von sexuellen Vorlieben, nein, es gibt auch eine richtige Story. Ich persönlich kam manchmal mit dem Hin und Her von Alex’ Gedankenwelt nicht so klar, weil sie sich einfach nicht entscheiden kann, was sie will. Und ich habe mir sie immer bildlich anders vorstellen müssen, als sie im Buch beschrieben wird. Da es „Delicious 1 – Taste me“ heißt, bin ich mir ziemlich sicher, dass es noch einen Nachfolgeroman geben wird. Ich hoffe übrigens auf mehr von Marlon. Ich finde ihn wirklich heiß. Grrrrr!

Veröffentlicht am 11.06.2018

Wem kannst Du noch vertrauen?

Missing - Niemand sagt die ganze Wahrheit
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Thriller müssen mich packen, und zwar von Anfang an. Und leider war ich in der letzten Zeit immer mal wieder vom Thriller-Genre enttäuscht worden, da die Geschichten immer so dahin plätscherten. Dabei ...

Thriller müssen mich packen, und zwar von Anfang an. Und leider war ich in der letzten Zeit immer mal wieder vom Thriller-Genre enttäuscht worden, da die Geschichten immer so dahin plätscherten. Dabei erwarte ich doch Spannung, wenn ich schon einen Thriller lese. Der Thriller „MISSING – Niemand sagt die ganze Wahrheit“ von Claire Douglas hat mich tatsächlich gleich zu Beginn gefesselt. Besonders mag ich immer wieder den Perspektivenwechsel zwischen Frankie und ihrer Freundin Sophie. Da Sophie verschwunden ist, werden ihre Erlebnisse aus der Vergangenheitsperspektive erzählt, denn sie öffnet sich ihrem Tagebuch. Frankies Sicht der Dinge sind in der Gegenwartsform verfasst, so dass es dem Leser auch leicht fällt, in den Zeiten hin und her zu springen. Vor einigen Jahren ist Frankies beste Freundin Sophie verschwunden. Als sterbliche Überreste an ihrem Heimatort gefunden werden, begibt sich die erfolgreiche und ehrgeizige Geschäftsfrau auf die Reise dorthin zurück, um gemeinsam mit ihren damaligen Freunden herauszufinden, was wohl in der Nacht des Verschwindens passiert sein mag. Was Frankie auf ihren Entdeckungen widerfährt, erinnert stark an einen Psychothriller, da man sich als Leser zunächst manche Dinge nicht erklären kann. Der Leser wird nach und nach auf sanfte Weise auf die Verbrechensaufklärung vorbeireitet. Und das ist eine Sache die ich etwas schade finde, da der Thriller zum Ende hin etwas dahinplätschert, wie ich so gern sage. Denn mit dem Voranschreiten des Lesens ist mir irgendwie in etwa klar geworden, was passiert ist. Dennoch ist „MISSING – Niemand sagt die ganze Wahrheit“ eine lesenwerte Geschichte bestückt mit Liebe, Missgunst und Eifersucht.