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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.01.2022

Inspirierend

Kleine Philosophie der Begegnung
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"Kleine Philosophie der Begegnung", der Name ist Programm: ein hübsches, kleines Büchlein mit sehr inspirierenden Inhalt. "Die Zeichen der Begegnung", "Die Bedigungen von Begegnung" und "Das wirkliche ...

"Kleine Philosophie der Begegnung", der Name ist Programm: ein hübsches, kleines Büchlein mit sehr inspirierenden Inhalt. "Die Zeichen der Begegnung", "Die Bedigungen von Begegnung" und "Das wirkliche Leben ist Begegnung", sind die drei Abschnitte, in denen dieses Buch unterteilt ist. Ein roter Pfaden ist klar erkennbar, denn mit unglaublich vielen Beispielen aus Film, Kunst und Geschichte, zeigt Charles Pépin seinen Lesern sehr bildlich leicht nachvollziehbar, die Philosphie der Begegnung auf. Einen treffenderen Titel hätte man für dieses Buch wirklich nicht wählen können.
Ich habe es sehr langsam gelesen und mir beinahe zu jedem der kleinen Kapitel Post-its ins Buch geklebt, weil mir die Formulierungen und Denkanstöße so sehr gefallen haben.
Da der Autor sehr viele Beispiele verwendet, gab es das ein oder andere Beispiel, das ich leider nicht auf Anhieb verstehen konnte. Aber an Beispielen mangelt es in diesem Buch nun wirklich nicht. Ich muss bei all der Begeisterung aber auch sagen, dass es mir an einigen Stellen dann doch etwas zu philosophisch wurde.
Mein Tipp: nicht alles auf einmal lesen, sonst nehmen die vielen Informationen überhand.
Ein sehr inspirierendes Buch über (zwischen-)menschliche Begegnungen, aber vor allem über Begegnungen mit uns selbst.

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Veröffentlicht am 19.01.2022

Magisch spannend

Im Auge des Zebras
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Zur selben Zeit verschwinden an verschiedenen Orten in Deutschland sieben Jugendliche. Das Brisante daran: die Taten scheinen von ein und dem selben Täter begangen worden zu sein. Wie soll man da vernünftig ...

Zur selben Zeit verschwinden an verschiedenen Orten in Deutschland sieben Jugendliche. Das Brisante daran: die Taten scheinen von ein und dem selben Täter begangen worden zu sein. Wie soll man da vernünftig ermitteln? Wo setzt man an und wo laufen die Fäden zusammen?
Als Leser wird man direkt in das Geschehen hinein geworfen, das war anfangs etwas verwirrend, da ich mir die einzelnen Personen und deren Chakatere erst einmal erarbeiten musste. Spannend ist es auf jeden Fall von Beginn an!
Die Kommissarin Olivia Holtzmann erschien mir am Anfang des Buches sehr sympathisch und mit Schwächen, die sie einfach menschlich machen, letztendlich ist sie mir aber etwas zu farblos. Gleiches gilt für die anderen Personen. Boesherz und seine Eigenschaften wirken auf mich etwas zu dick aufgetragen. Er ist besonders, ja, aber das muss nicht immerzu wiederholt werden, finde ich.
Die Spannung dieses Thrillers ist auf jeden Fall gegeben und auch, wenn ich einige Schlussfolgerungen bereits vor der Auflösung gezogen habe, kann ich dieses Buch nur weiter empfehlen. Ein kurzweiliger aber trotzdem spannender Thriller.

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Veröffentlicht am 17.01.2022

Beklemmend

Der fürsorgliche Mr Cave
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Terence Cave ist Antiquitätenhändler. Er wird Zeuge, wie sein 14-jähriger Sohn Reuben auf tragische Weise stirbt. Terence Tochter Bryony, Reubens Zwillingsschwester, ist alles was ihm noch bleibt. Die ...

Terence Cave ist Antiquitätenhändler. Er wird Zeuge, wie sein 14-jähriger Sohn Reuben auf tragische Weise stirbt. Terence Tochter Bryony, Reubens Zwillingsschwester, ist alles was ihm noch bleibt. Die Mutter starb vor vielen Jahren, als in das Geschäft eingebrochen wurde. Um das Teenager-Mädchen vor jeglichem Unglück zu bewahren und sie nicht auch noch zu verlieren, stellt Terence immer mehr Regeln auf. Diese gehen schon bald weit über ein angemessenes Maß hinaus. Die Lage spitzt sich zusehends zu und endet, wie es kommen muss, in einer Katastrophe.
Ich habe mich schon sehr lange auf Matt Haigs neuen Roman gefreut. Mir war von vornherein klar, dass es keine "zweite Mitternachtsbibliothek" werden wird, von der ich so begeistert war. Doch dieser Roman bleibt trotzdessen hinter meinen begrenzten Erwartungen zurück.
In der Ich-Perspektive wird die Handlung rückblickend erzählt, sodass ich schon nach wenigen Seiten geahnt habe worauf das Ganze hinaus läuft. Terence steigert sich immer mehr in seine Verlustängste hinein, lässt tief in seine Psyche blicken. Er sperrt seine Tochter ein, verbietet ihr jeglichen Kontakt zu Freunden und allen voran zu Jungs. Terence geht nicht einfach nur zu weit, sondern gehört meiner Meinung nach in psychiatrische Behandlung. Da es im Umfeld von Bryony und Terence noch Cynthia, die Großmutter bzw. Schwiegermutter gibt, existiert mindestens ein Mensch, der so eine eskalierende Situation hätte besser einschätzen und verhindern müssen.
Letztendlich denke ich aber, dass Matt Haig gar nicht an einer Lösung interessiert war. Er wollte die menschlichen Abgründe darstellen und zeigen, wie weit ein eigentlich herzensguter Mensch gehen kann für etwas, das er - wenn auch krankhaft - liebt. Das ist ihm gelungen, aber es hat mich leider weder unterhalten noch zum Nachdenken angeregt. Dinge, die für mich ein gutes Buch ausmachen.

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Veröffentlicht am 09.01.2022

Zeitgeschichte

Unser kostbares Leben
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Minka und Caro sind beste Freundinnen, sie wachsen in einer Kleinstadt im Hessen der 70er Jahre. Minka ist die Tochter des Bürgermeisters, Caro die Tochter des Direktors der örtlichen Schokoladenfabrik. ...

Minka und Caro sind beste Freundinnen, sie wachsen in einer Kleinstadt im Hessen der 70er Jahre. Minka ist die Tochter des Bürgermeisters, Caro die Tochter des Direktors der örtlichen Schokoladenfabrik. Die beiden Familien haben politisch sowie gesellschaftlich unterschiedliche Einstellungen. Die dritte Protagonistin ist das vietnamesische Waisenkind Claire. Nach einem Badeunfall im Freibad geraten verschiedene Dinge in Bewegung, es wird mehr und mehr aufgedeckt, dass nicht alles so perfekt ist in der Kleinstadt. Experimente mit Medikamenten, die an den Kindern des Waisenhauses durchgeführt werden sowie Umweltzerstörung trüben die Idylle.

Katharina Fuchs hat einen wunderschönen und vor allem detailreichen Schreibstil. Sie lässt die 70er bereits auf den ersten paar Seiten dieses Romans aufleben und lebendig wirken. Die handelnden Personen sind sehr facettenreich beschrieben, teilweise für mein Empfinden aber etwas überspitzt. Gut gefallen haben mir die vielen Details rund um die Handlung, wie beispielsweise das politische Geschehen der damaligen Zeit, das im Fernsehen oder der Zeitung Einzug in den Roman findet oder Einrichtungsgegenstände, die ganz klar den 70er Jahren zuzuordnen sind.

Der Roman ist in 3 Teile, zu jeweils unterschiedlichen Jahreszeiträumen, eingeteilt. Die einzelnen Kapitel werden aus der Sicht verschiedener Personen erzählt, was mir manchmal zu viele Perspektiven auf das Geschehen waren. Auch die Handlung, all das was nach und nach aufgedeckt wird, war mir teilweise etwas zu konstruiert.

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Veröffentlicht am 11.12.2021

Winterwunderland

Das kleine Chalet in der Schweiz
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In ihrem neuen Romantic-Escape-Roman entführt uns Julie Caplin in die märchenhaft verschneite Winterwelt der Schweiz.

Mina Campell flieht nach der Trennung von ihrem Ex-Freund zu ihrer Patentante in die ...

In ihrem neuen Romantic-Escape-Roman entführt uns Julie Caplin in die märchenhaft verschneite Winterwelt der Schweiz.

Mina Campell flieht nach der Trennung von ihrem Ex-Freund zu ihrer Patentante in die Schweiz, genauer gesagt in deren Hotel, das Chalet. Sie möchte sich dort eine Auszeit von ihrem Alltag nehmen, aber allen voran auch von Männern. Da passt der sympathische und charismatische Luke eigentlich so gar nicht in Minas Pläne. Die beiden wohnen nicht nur im selben Hotel, sondern verbringen auch viel gemeinsame Zeit auf den Skipisten und bei gemütlichen Abendessen.
Die Schweizer Küche spielt neben der Bergkulisse eine weitere wichtige Rolle. Fondue, Torten verschiedenster Arten, Rösti und natürlich die berühmte Schweizer Schokolade versüßen diesen Roman nochmal auf ganz besondere Weise.
Der Ausgang der Geschichte ist eigentlich schon von Beginn an klar, allgemein ist die Handlung vorhersehbar und teilweise leider etwas langatmig, aber das ist im Großen und Ganzen vollkommen okay. Ein gemütlicher und unaufgeregter Roman, der perfekt in die kalten Wintermonate passt und Herz und Gemüt erwärmt.

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