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Veröffentlicht am 09.08.2021

Leichte Geschichte mit vielen Lachern!

Das kleine Hotel auf Island
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Als ich es in der Buchhandlung entdeckte, stach mir auf Anhieb das schön Cover ins Auge, weshalb ich es direkt kaufte.

Auch das Setting der Geschichte konnte mich gut packen. Nachdem sich Lucy in einer ...



Als ich es in der Buchhandlung entdeckte, stach mir auf Anhieb das schön Cover ins Auge, weshalb ich es direkt kaufte.

Auch das Setting der Geschichte konnte mich gut packen. Nachdem sich Lucy in einer Sackgasse befand, packte Sie kurzer Hand ihre Sachen und nahm einen Job in Island an. Direkt am ersten Abend bekam die Protagonistin die Chance Polarlichter zu sehen. Das ganze Hotel versprach viel Gemütlichkeit, sodass ich mich direkt dorthin sehnte. Absolut Hygge!

Von Anfang an versprach die Geschichte unterhaltsam zu werden, denn Lucys Art war - wenn auch zunächst aufgrund der kürzlich erlebten schlimmen Erfahrung schüchtern und zurückhaltend - sehr erfrischend. Immer wieder faszinierte mich Lucys Talent die Dinge zu handlen.

Lacher gab es dann so einige: von dem Temperament ihrer isländischen Arbeitskollegen, über ein Schaf im Pool und dem ominösen Elfenvolk.

Von Anfang an ahnte man, dass es noch durchaus dramatisch in der sich anbahnenden Liebesgeschichte zwischen dem schottischen Barmann Alex und Lucy wird. Den Alex hat ein Geheimnis.

Und nun kommen wir zu meinem einzigen Kritikpunkt: Dieses Drama hat sich für meinen Geschmack etwas zu schnell abgefrühstückt.

Das schnelle Ende ändert dennoch nichts an der wunderschön leichten Geschichte, die aufgrund der schönen Erzählweise flüssig zu lesen war.

Hervorheben möchte ich auch noch eine Stelle, die mich nochmal zum Nachdenken gebracht hat. Es ging um den Umgang mit der eigenen Sexualität und dass sich eine Frau dafür nicht schämen muss:

"Bei uns ist das ganz anders", sagte Lucy. "Ich bin mit all diesen schlimmen Ausdrücken groß geworden, die natürlich alle nur für Frauen gelten: Schlampe, Nutte, leicht zu haben...Und meine Eltern haben nie auch nur übe Sex gesprochen."

Die Erfahrung die Lucy gemacht hat, gibt frau zu denken. Zeigt auf, dass es so nicht richtig sein kann, und das wir noch einen langen Weg zur absoluten Gleichberechtigung haben. Wir leben immer noch in einer Welt in der Frauen den Kürzeren ziehen. Diese Ungerechtigkeit wird von der Autorin gleichzeitig während der ganzen Geschichte zum Thema gemacht und klargestellt, dass ein Umdenken erforderlich ist.

Eine klare lese Empfehlung!

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Veröffentlicht am 09.08.2021

Soviel Mehrwert zwischen den Zeilen!

Die Mitternachtsbibliothek
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Das es zu einem Must Read kommt, hätte ich zu Beginn nicht gedacht. 

Weil es absolut gehypt wurde, ist die Mitternachtsbibliothek von Matt Haig auch in mein Bücherregal eingezogen. 📚

Nora Seed steht ...

Das es zu einem Must Read kommt, hätte ich zu Beginn nicht gedacht. 

Weil es absolut gehypt wurde, ist die Mitternachtsbibliothek von Matt Haig auch in mein Bücherregal eingezogen. 📚

Nora Seed steht vor einer - wie es für sie scheint- ausweglosen Situation, sie entscheidet sich daher ihr Leben zu beenden. Sie findet sich in einer Art Zwischenwelt wieder und hat die Chance, ihre Leben "anzuprobieren", die sie hätte Leben können, hätte sie sich an gewissen Stellen in ihrem Leben anders entschieden.

"Zwischen Leben und Tod liegt eine Bibliothek", sagte sie.  "Und diese Bibliothek besteht aus endlosen Regalen. Jedes Buch bietet dir die Chance, ein anderes Leben auszuprobieren, das du hättest Leben können. Die Chance, zu sehen, wie alles gekommen wäre, wenn du andere Entscheidungen getroffen hättest...Hättest du irgendetwas anders gemacht, wenn sich ungeschehen machen ließe, was du heute bereust?" - Mrs. Elm, S. 41 🌀

Mir hat die Idee der Story sehr gut gefallen. Der Einstieg fiel mir dann zunächst aber wirklich schwer. Das Buch hat es zu Beginn nicht geschafft meine Aufmerksamkeit voll und ganz auf sich zu ziehen. Der Schreibstil war für mich eher ungewohnt und fühlte sich sehr differenziert an. 
Das Lesen war also erstmal eine Art durchhalten.
Aber anschließend wurde das Dabeibleiben belohnt! Ungefähr in der Mitte des Buches hatte ich mich an den Schreibstil gewöhnt, sodass ich ab da flüssig durchlesen konnte. 

Besonders wird mir dieses Buch wegen der Lehren, die man hieraus ziehen kann, im Gedächtnis bleiben. Mir wurde klar wie viel Wahrheit zwischen den Zeilen steckt. 

Meine Blickweise, auf mein eigenes Leben und meine eignen Entscheidungen, haben sich besonders im Hinblick auf Reue, Selbstbestimmung und Perspektive maßgeblich geändert. Und deshalb kann ich sagen, hat mich dieses Buch noch glücklicher und zufriedener gemacht, als ich es ohnehin schon war.

Ich kann nur nochmal betonen, wie lehrreich Mrs. Elm und Nora Seed für mich waren. Wie sehr mich die Geschichte bereichert hat und dass ich das Lesen nur jedem empfehlen kann! Das Durchhalten lohnt sich! ❤️

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Veröffentlicht am 09.08.2021

Eine tolle Fortsetzung

Try & Trust
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„Wenn sie bei mir ist, sehe ich die ganze Zeit Farben, und das Grau ist weg, und ich will einfach…Ich…“- Anthony🎨

„Try & Trust“ ist der zweite Teil der Soho-Reihe von Nena Tramountani im Penguins-Verlag.
Für ...

„Wenn sie bei mir ist, sehe ich die ganze Zeit Farben, und das Grau ist weg, und ich will einfach…Ich…“- Anthony🎨

„Try & Trust“ ist der zweite Teil der Soho-Reihe von Nena Tramountani im Penguins-Verlag.
Für mich ein wahres Kunstwerk. Nicht nur eine Hommage an die Kunst🖼, sondern auch an die Selbstbestimmtheit der Frau , an die Freundschaft 🤝, an die Liebe 💓 und an das was New Adult kann.

Die Geschichte knüpft in zeitlicher Hinsicht ziemlich zeitnah an den ersten Band an. Diesmal stehen jedoch Matilda und Anthony im Fokus.
Die Autorin beweist, dass sie auf angenehme Art und Weise, ihren Schreibstil in Einklang mit den erzählenden Charakteren bringen kann. ✍🏻 Spielten bei Liv & Noah eher stilistische Mittel in Anklang an deren schriftstellerische/ journalistischen Eigenschaften eine zentrale Rolle, waren es bei (insbesondere) Anthony, die Farben, mit der er seine Umgebung und Gesprächspartner beschrieb. Das hat mir unfassbar gut gefallen!

Mit Matilda & Anthony gab es im Band 1 schon Berührungspunkte, jedoch muss ich von meiner Seite aus sagen, dass ich beide vollkommen anders eingeschätzt hatte.
MATILDA ist eine starke, selbstbestimmte Frau, die wahnsinnig darum kämpft die Kontrolle zu behalten. Sie ist stark, selbstlos und auch stur. Aber sie ist auch verletzlich und ihrem inneren Kampf ausgesetzt. Sie braucht jedoch keinen Retter, keinen Helden. Sie benötigt jemanden, der sie unterstützt und ergänzt. ☯️
Ihre Vorgeschichte hat mich überrascht, und ihre Verbundenheit zur Kunst hatte ich nicht erwartet, hat mich aber auch ihre teilweise unkontrollierten Gefühlsausbrüche verstehen lassen.

ANTHONY ist das Gegenteil von toxisch, maskulin. Er ist verpeilt, fürsorglich, hingebungsvoll und gefühlvoll. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass er seine Umgebung auf eine kunstvolle Art intensiv wahrnimmt, aber auf der zwischenmenschlichen Ebene manchmal seine Probleme hatte, Situationen zu erkennen.
Besonders berührt, hat mich seine Verletzlichkeit und sein Stolz, und vor allen Dingen, sein Werdegang bzw. seine Vorgeschichte.
Seine Handlungen und Gedanken waren nachvollziehbar und gleichzeitig reflektiert und für den Leser bewundernswert.

Die gemeinsame BEZIEHUNG baute sich langsam auf. Genau das fühlte sich für mich beim Lesen aber richtig an.
„Faszination, Resignation, Realisation, Kapitulation.“ - Für mich die treffendste Beschreibung.

Eine mehr als starke Fortsetzung, die für mich persönlich noch schöner war, als der vorhergehende Band, und der mich voller Vorfreude auf die Fortsetzung warten lässt.
Eine absolute EMPFEHLUNG! 😍

Danke an dieser Stelle an das Bloggerportal, dass mir das Büchlein zur Verfügung gestellt hat!

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Veröffentlicht am 03.09.2021

Eine schöne Fortsetzung 🥰

Lovett Island. Sommerprickeln
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Was habe ich mich auf den zweiten Band gefreut und ich kann sagen, es hat mir wieder gut gefallen! 🥰
Eine leichte Lektüre für den Sommer, die ich tatsächlich an einem Tag durchgelesen habe!☀️😎

Die Geschichte ...

Was habe ich mich auf den zweiten Band gefreut und ich kann sagen, es hat mir wieder gut gefallen! 🥰
Eine leichte Lektüre für den Sommer, die ich tatsächlich an einem Tag durchgelesen habe!☀️😎

Die Geschichte liest sich dank Emilia Schillings tollem Schreibstil total leicht von der Hand. ✍🏻

In diesem Band wird viel Vorarbeit für das Finale geleistet, sodass es zwar schon in Richtung eines klassischen Zwischenbandes geht, dabei aber weder langweilig wird, noch langatmig wird. Es bleibt definitiv spannend! ⚡️

Wir können wieder alle drei Protagonistinnen auf ihrer Reise begleiten, und auch ihre Entwicklungen beobachten.
Toll fand ich insbesondere, die Entwicklung von Blair, die an ihrer neuen Verantwortung wächst.

Der erste Band hat mir jedoch etwas besser gefallen, nicht nur weil die Beziehung von Maci und Trevor dort präsenter war (LIEBE! 🥺😍), sondern auch, weil mir die tropischen Bilder, die im Auftaktband regelmäßig bedient wurden, hier hin und wieder gefehlt haben. Die Ausweitung der Schauplätze ist meiner Meinung nach aber sehr wichtig für die Entwicklung der Charaktere, sodass es für mich absolut in Ordnung war!
Dafür bahnte sich eine Liebesbeziehung an, die ich so nicht erwartet hatte und die mich deshalb nicht weniger begeistern konnte. 🥰

Auch wichtige und ernste Themen werden aufgegriffen und zeigen nicht nur, wie die traurige Realität leider immer noch aussieht, sondern vermitteln von Seiten der weiblichen Protagonisten, dass es nicht „okay“ ist, dass hinzunehmen. Für mich ein klares Statement der Autorin, steht für euch ein, kämpft für eure Rechte! 💪🏻

Ach ja und dann war da wieder dieser Cliffhanger, den ich im Vergleich zum ersten Band als noch gemeiner empfand. 🤯 Ich kann Band 3 kaum erwarten und bin ganz gespannt, wie die Trilogie endet. 🥰💕

Lovett Island bleibt für mich eine absolute Wohlfühlreihe ! ⛱🐚☀️🌊🐠🐡 und eine ebenso klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 11.09.2021

Leider nicht meine Geschichte…

Dich hab ich nicht kommen sehen
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Bei dieser Rezension habe ich wirklich mit mir gerungen. Weniger gute Rezensionen fallen mir tendenziell schwerer aus zwei Gründen: Zum Einen teile ich lieber meine Begeisterung über eine Geschichte mit ...

Bei dieser Rezension habe ich wirklich mit mir gerungen. Weniger gute Rezensionen fallen mir tendenziell schwerer aus zwei Gründen: Zum Einen teile ich lieber meine Begeisterung über eine Geschichte mit euch. Zum Anderen habe ich gerade bei Rezensionsexemplaren ein schlechtes Gewissen gegenüber den Autoren und Autorinnen, wenn mich eine Geschichte nicht packen konnte, mich nicht überzeugen konnte. Obwohl sie doch so hinter der Story stehen, so viel Herzblut rein gesteckt haben…

So war es leider für mich mit #dichhabichnichtkommensehen von Nina Resinek.

Die Geschichte versprach zunächst wirklich vielversprechend zu werden. Ich mochte den Klappentext und erwartete eine richtige Wohlfühl-Geschichte.

Leider hatte ich von Beginn an meine Probleme mit dem Schreibstil der Autorin. An den konnte ich mich leider so gar nicht gewöhnen. Immer wenn ich dachte,ich hätte es in die Geschichte geschafft, wurde ich wieder raus geworfen.
Aus diesem Grunde war es mir dann auch nicht möglich der Handlung gut zu folgen. Vielmehr hatte ich immer das Gefühl, dass mir Informationen fehlen bzw. ich Informationen verpasst habe. Dadurch entstanden Längen und es war eher zäh
Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen waren für mich nicht gut nachvollziehbar. Ich hatte ständig das Gefühl, Mari würde von alles und jedem bevormundet. Ihr Freundschaften empfand ich teilweise als toxisch.

Tatsächlich habe ich zu dem Büchlein die unterschiedlichsten Meinungen gelesen. Ich glaube hier spalten sich tatsächlich die Geister. Mich freut es von Herzen für jeden, der die Geschichte geliebt hat.
Mich konnte es aber leider nicht überzeugen.

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