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Veröffentlicht am 09.04.2019

Der Doctor in Höchstform

Doctor Who - Und stumme Sterne ziehn vorüber
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Der Doctor landet zusammen mit Amy und Rory mit der TARDIS auf einem erdähnlichen Planeten. Dort leben die Morphaner, die mit dem wenigen, dass sie besitzen, ihr Leben meistern. Ihr Auftrag: Die Maschinen ...

Der Doctor landet zusammen mit Amy und Rory mit der TARDIS auf einem erdähnlichen Planeten. Dort leben die Morphaner, die mit dem wenigen, dass sie besitzen, ihr Leben meistern. Ihr Auftrag: Die Maschinen instand zu halten, die ihre Welt bewohnbar macht. Doch dann verschwinden einige Morphaner und das Volk der Eiskrieger taucht auf, weil sie sich den Planeten ebenfalls untertan machen wollen. Der Doctor recherchiert zusammen mit Amy und Rory und stößt dabei auf ein Geheimnis, dass von Generation zu Generation weitergegeben und streng gehütet wird.

Die Kultserie "Doctor Who" hat vor ein paar Jahren einen Aufschwung erlebt, als BBC mit dem neunten Doctor die Serie neu belebt hat. Seit diesem Zeitpunkt bin auch ich ein Fan der Serie und habe auch schon etliche Hörbücher dazu gehört.

Mit "... und stumme Sterne ziehn vorüber" begeben wir uns nun auf einen erdähnlichen Planeten namens "Danach", bewohnt von den Morphanern, die mit dem wenigen, dass sie besitzen, ihr Leben leben. Ein streng gehütetes Geheimnis schwebt jedoch über allem, und so ist es am Doctor, an Amy und an Rory, herauszufinden, warum die Eiskrieger plötzlich auf "Danach" auftauchen und für Unruhe sorgen.

Wie immer wird man mitten in die neue Welt geworfen, auf der die TARDIS landet. Man bekommt ein paar Brocken hingeschmissen und muss sich daraus langsam zusammenreimen, wo man sich befindet, wer alles auf dem Planeten wohnt und worin das Problem besteht. Eben genau wie es der Doctor und eine Begleiter tun müssen. Dies finde ich immer wieder richtig spannend, denn gleich einem Puzzle legt man Teil um Teil aneinander und am Ende ergibt sich ein stimmiges Bild und der AHA-Effekt setzt ein.

Der Doctor hat diesmal alle Hände voll zu tun, lässt ihn doch auch noch sein Schallschraubenzieher im Stich, weil dieser sich entladen hat. Zusammen mit Amy löst er Rätsel um Rätsel, während Rory als Vermittler zwischen den Morphanern und der Technik fungiert.

Mit seinem gekonnt nicht gewollten Sarkasmus und mit Amys unerschütterlicher Ruhe und Rorys naivem Glauben an das Gute ergibt sich eine spannende Geschichte mit viel Witz und Charme.
Ich bin immer wieder erstaunt, mit welch reichhaltiger Fantasie die Folgen der Serie gespickt sind. Keine Folge gleicht der anderen und immer wieder gibt es neue Ideen, die überraschen.

Der Sprecher Tobias Nath, der auch in der Serie den 11. Doctor synchronisiert, liest das Hörbuch gekonnt interessant. Ich hatte keine Mühe, der Geschichte zu folgen und habe mit Spannung die nächsten Kapitel erwartet.
Auch wenn leider fast keine Stimmlagen verändert wurden, war doch ersichtlich, wer gerade spricht. Einzig bei den Eiskriegern ist der Sprecher mit der Stimme tiefer und langsamer geworden.

Trotzdem wurde ich bestens unterhalten und freue mich auf weitere Abenteuer. Ich bleibe als Whovian der Serie natürlich treu.

Meggies Fussnote:
Wieder einen Teil des Doctor Who-Universums betreten und es nicht bereut.

Veröffentlicht am 19.11.2018

Eine Space Opera der besonderen Art

Roma Nova
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Constantia muss mit ansehen, wie das Raumschiff ihres Vaters von Dämonen aus dem Hades angegriffen und zerstört wird. Nur sie, ihr Vater und der Sklave Ianos überleben. Mit einer Rettungskapsel können ...

Constantia muss mit ansehen, wie das Raumschiff ihres Vaters von Dämonen aus dem Hades angegriffen und zerstört wird. Nur sie, ihr Vater und der Sklave Ianos überleben. Mit einer Rettungskapsel können sie entkommen und zurück nach Rom fliegen. Dort versuchen sie die Tatsache, dass Dämonen für den Angriff verantwortlich sind, zu verheimlichen, um keine Panik zu verbreiten.
Während Constantia mit ihren eigenen inneren Dämonen zu kämpfen hat, wird Ianos als Belohnung in die Arena geschickt, um dort als Gladiator zu kämpfen. Mit ihm in der Arena ist Spartacus - der Liebling des Publikums. Constantia und Ianos merken bald, dass sie mehr verbindet, als nur die Rettung vor den Dämonen. Sie brauchen einander. Und Spartacus braucht Constantia und Ianos, um die Sklaven im ganzen Weltall zu befreien.

Spartacus ist jedem bekannt, als Kämpfer in der Arena Roms, als Rächer der Unterdrückten, als Befreier der Sklaven. Er ist Held und Vorbild. Diese Heldenfigur nun in eine Zeit der Raumfahrt und des fast vollkommenen Fortschritts zu versetzen, ist ein mutiger Schritt. Doch ist dieser Schritt der Autorin mit Bravour gelungen.

"Roma Nova" ist eine Space Opera, eine Zukunftsvision. Eine ausgelebte Fantasie, die mit historischen Fakten gespickt ist.
Wir befinden uns in einer unbestimmten Zukunft bzw. in einem Paralleluniversum auf dem Planeten Rom. Technologisch hochentwickelt. In dieser Moderne kann man jedoch bestimmte uns bekannte römische Gepflogenheiten entdecken. Man liegt zu Tisch, lässt sich mit Weintrauben und mehr füttern, hält Sklaven, nimmt an Orgien teil und frönt zur Unterhaltung Gladiatorenkämpfen.

Begegnungen gibt es mit bekannten Namen wie Spartacus, Minotaurus, Caesar oder Marcus. Erlebnisse mit historischen Begebenheiten (Wahlen, Sklavenaufstand und mehr) werden geschickt in die Geschichte eingewoben. Nur alles eben mit technischer Raffinesse ausgestattet. So gibt es Leinwände, sog. Imagi, hochmoderne Operationsmethoden, Raumschiffe, Waffen und Kommunikationsgeräte.

Constantia, die Tochter des Mariners Lucius, spielt in der Geschichte eine große Rolle, die sich jedoch erst gegen Ende richtig zeigt. Ebenso der Sklave Ianos, der durch Mut und Unwissenheit zum Gladiator ausgebildet wird und ein guter Freund Spartacus wird.
Und dann sind wir auch schon mittendrin in einem Science-fiction-Abenteuer mit ungewissem Ausgang und sehr viel Action. Die fast nebenbei laufende Liebesgeschichte wirkt nicht aufgesetzt und gibt der Geschichte den gewissen Kick.

Doch wer das Alte Rom kennt, kennt auch den Lebensstil, den die Römer damals gelebt haben. Es fließt reichlich Wein, Drogen sind Alltag und sexuelle Handlungen jeglicher Art vollkommen normal. Intrigen werden geschmiedet, Kooperationen geschaffen, Diebstähle begangen, Manipulationen stehen hoch im Kurs. Wer Geld hat, hat Macht.

Der Schreibstil der Autorin macht es schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Fesselnd und detailreich, im richtigen Moment rührend oder liebevoll, spannend und informativ.

Zugeben muss ich jedoch, dass ich zu Anfang skeptisch war, ob mir die Umsetzung der Geschichte - Spartacus in einer völlig neuen Welt - gefallen wird. Doch konnte mich die Autorin davon überzeugen, mich auf diese neue Welt einzulassen und ein spaciges Abenteuer zu genießen.

Fazit:
Eine Space Opera der besonderen Art. Ich bin begeistert.

Veröffentlicht am 15.10.2017

ein wortgewaltiges Abenteuer

Das Fundament der Ewigkeit
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England, 1558: Die Kathedrale von Kingsbridge wacht ehrfürchtig über ihre Stadt. Doch was über die Grenzen hinaus vor sich geht, kann sie nicht beeinflussen. So auch das Leben von Ned Willard und Margery ...

England, 1558: Die Kathedrale von Kingsbridge wacht ehrfürchtig über ihre Stadt. Doch was über die Grenzen hinaus vor sich geht, kann sie nicht beeinflussen. So auch das Leben von Ned Willard und Margery Fitzgerald. Sie lieben sich, sind jedoch nicht dazu bestimmt, zu heiraten. Denn Margery ist einem anderen gegen ihren Willen versprochen. Und so wendet sich Ned einer neuen Aufgabe zu. Als Berater von Königin Elizabeth deckt er so manche Verschwörungen auf und rettet ihr dadurch mehr als einmal ihr Leben. Denn Maria Stuart, Königin von Schottland, besteht auf ihrem Recht, den englischen Thron ebenfalls ihr Eigen zu nennen.
So beginnt ein Kräftemessen, in welchem Mittelpunkt auch Ned zu stehen scheint. Zu seinen weiteren Aufgaben gehört es, Katholiken, die sich gegen die Protestanten wenden, aufzufinden, damit diese dem Hochverrat überführt werden können.
Der Glaubensstreit zieht sich durch das ganze Land, bis über die Grenzen hinaus. Europa scheint gespalten und an jeder Ecke gibt es Verschwörungen.
Ob jeder sein Glück findet, scheint ungewiss. Denn nur eins ist sicher: ein Krieg ist unvermeidlich.

Der dritte Teil der Kingsbridge-Saga wurde von vielen sehnsüchtig erwartet. So auch von mir und mit Freuden bin ich an das über 1000 Seiten fassende Werk herangegangen.

Wie in jedem großen historischen Werk, dass sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt, lernen wir natürlich viele, viele Namen kennen. Diese Mal sind es historische Persönlichkeiten wie Maria Stuart, Elizabeth Tudor und andere hochkarätige Adlige. Aber auch Bischöfe oder historisch belegte Personen, die das 16. Jahrhundert geprägt haben, kommen zu Wort.

Aber es sind ja die fiktiven Charaktere, die uns interessieren. In diesem Fall Ned Willard, Margery Fitzgerald, Sylvie Palot und Pierre Aumande. Sie sind die Träger der Geschichte und sorgen dafür, dass uns nicht langweilig wird.

Interessanterweise erwartet uns diesmal keine große Schlacht um die Kathedrale von Kingsbridge. Diese thront nun seit langer Zeit schon über ihrer Stadt und ist Dreh- und Angelpunkt für verschiedene Situationen. Und doch steht sie nicht wirklich im Mittelpunkt. Denn wir begeben uns auch außerhalb von Kingsbridge, so z.B. nach Paris, Antwerpen oder London. Denn dort spielt sich Ungeheuerliches ab. Der Glaubens"krieg" zwischen Katholiken und den Anhängern der neuen Religion, den Protestanten schwellt immer weiter vor sich hin, bis es zum Höhepunkt in der sog. Bartholomäusnacht kommt.

Kingsbridge ist diesmal "nur" Wohnort von Ned und Margery, bis sich Ned in den Dienst von Königin Elizabeth begibt und damit nach London zieht.
Was in Band 1 und 2 noch so eine große Faszination ausstrahlt (der Bau der Kathedrale, die Ausweitung der Stadt Kingsbridge) rückt hier in den Hintergrund. Kingsbridge hat sich etabliert und ist anerkannt. So geht es nun darum, sich auch außerhalb der Stadtmauern einen größeren Namen zu machen.
Die Bewohner schwärmen aus und suchen ihr Glück in der Ferne. Die Karriere findet nun in größeren Metropolen statt.

Auch wenn mich der Umstand, dass Kingsbridge nicht mehr im Mittelpunkt steht, schon etwas traurig gestimmt hat, ist es dem Autor trotzdem gelungen, einen spannenden historischen Roman zu verfassen, der uns über Jahrzehnte hinweg die religiöse Entwicklung Europas sowie der Kampf gegen den angeblich falschen Glauben aufzeigt.

Die historischen Begebenheiten werden geschickt mit fiktiven Geschehnissen gefüllt, so dass sich ein die halber Welt umfassender Roman ergibt. Wir starten im beschaulichen Kingsbridge, befinden uns jedoch bald in London und Paris. Das Besegeln der Weltmeere wird uns ebenso vertraut, wie der Handel der Kaufleute in Antwerpen oder Amsterdam. Buchschmuggel und geheime Messen werden durchgeführt und das Schmieden der Komplotte gegen den Hochadel geht uns ins Blut über. Der Scheiterhaufen hört nicht auf zu rauchen und hinter jeder Ecke lauert eine neue Verschwörung. Man weiß nie, was als nächstes kommt.

Die Intrigen, Rachefeldzüge und politisch geführten Schachzüge führten damals zu vielen Möglichkeiten. Es wäre ja furchtbar langweilig geworden ohne diese Machtspiele.

Und wenn Autoren es schaffen, dies auch noch richtig interessant zu verpacken und aufzuschreiben, freut sich das Leserherz. Und den Autor freut es, wenn sich seine Leser freuen.
Dabei noch als Nebeneffekt etwas über englische und französische Geschichte zu lernen, ist für mich persönlich auch von Vorteil.

Die Charaktere sind wieder sehr gut ausgearbeitet. Sie haben Tiefe, machen ihre Fehler, lernen jedoch auch daraus. Sogar die Gegenspieler sind sehr gut gelungen.

Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und spannend. Einzig mit machen doppelten Namen (viele Henris, Charles usw.) haben mich durcheinander gebracht. Doch hier bekommt man Hilfe durch ein Glossar am Anfang sowie am Ende des Buches.

Es wird Bezug genommen auf die ersten Bände „Die Säulen der Erde“ sowie „Die Tore der Welt“. Durch kleine Rückblenden bekommt man kleine Inhaltsangaben, allerdings ist für den dritten Band keine Vorkenntnis nötig. Ich muss jedoch erwähnen, dass auch die ersten Bände einfach nur lesenswert sind.

Die Liebesgeschichte nimmt diesmal keinen so großen Platz ein, auch wenn sie sich durch das komplette Buch zieht. Sie wird an den richtigen Stellen ausgebaut. Somit ist für das Herz was dabei, aber nicht übertrieben.

Fazit:
Eine wortgewaltige Reise durch das 16. Jahrhundert zur Zeit Queen Elizabeths.

Veröffentlicht am 19.11.2018

wenn zwei Welten aufeinanderprallen

Lady ohne Furcht und Tadel
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Samantha reist, als Mann verkleidet, von England nach Schottland, um so einer Zwangsheirat zu entgehen. 10 Tage dauert die Reise in einer Kutsche. Mit Sam sind noch 6 weitere Reisende unterwegs.
Der französische ...

Samantha reist, als Mann verkleidet, von England nach Schottland, um so einer Zwangsheirat zu entgehen. 10 Tage dauert die Reise in einer Kutsche. Mit Sam sind noch 6 weitere Reisende unterwegs.
Der französische Comte hat es Sam besonders angetan, doch weiß sie auch, dass sie mit ihrer Schwärmerei hinterm Berg halten muss, um nicht aufzufliegen. Ein weiterer Mitreisender macht es Sam jedoch sehr schwer, sich zu beherrschen, weil er sie mit seinem Verhalten auf die Palme bringt. Der Landschaftsgärtner Henry James scheint jedoch auch etwas zu verbergen und so ist Sams Neugier natürlich geweckt.

Zuerst sei angemerkt, dass es sich bei diesem Buch um eine Neuauflage des Romans "Die Reise nach Edinburgh" handelt.

Die Autorin nimmt sich verschiedener, historischer Ereignisse an, gibt sympathische Charaktere dazu, eine spannende Handlung und würzt alles mit einer gehörigen Prise Liebe. Heraus kommt dabei ein fesselnder Roman, mit Witz und gehörig viel Charme.

Dies ist nun mein vierter Roman der Autorin und ich kann mit Sicherheit sagen, nicht mein letzter. Bei dem Schreibstil der Autorin kann ich einfach abschalten und mich von der Geschichte mitreißen lassen. Mein Kopfkino hat gehörig was zu tun, da durch die Beschreibung der Landschaft oder gar die Dialoge einfach viele Bilder in mir entstehen.

Gerade die Protagonisten Sam und Henry haben es richtig krachen lassen. Die Wortgefechte, die die beiden sich liefern, sind herrlich. Es gibt sich keiner geschlagen und wenn, dann nur, um nicht aufzufliegen.

Sam ist eine unerschrockene junge Frau, die sich nicht unterkriegen lässt Sie nimmt ihr Leben selbst in die Hand, flüchtet von dem ungeliebten Zuhause, um eine Zwangsheirat zu entgehen und möchte nur ein ruhiges Leben beginnen. Ihre Verkleidung als Mann ist dabei vielleicht nicht so weise gewählt, aber aus der Not heraus entstanden. So schlecht macht sie sich auch nicht als "junger Mann", nur fällt dies doch einem Mitreisenden auf. Henry James, der als Landschaftsgärtner seinen Unterhalt verdient, erkennt die Verkleidung und macht sich einen Spaß daraus, Sam immer wieder in die Zwickmühle zu bringen.

Die Autorin verliert sich nicht in Kleinigkeiten, bleibt geradlinig und gibt doch sehr viele Dinge preis, um aus der Geschichte eine interessante und vor allem fesselnde Story zu machen. Die historischen Begebenheiten baut sie fast nebenbei ein, so dass man meinen könnte, dass alles genau so (nebst Liebesgeschichte) in irgendeinem Geschichtsbuch steht.

Da die Romane der Autorin meist im 18. Jahrhundert in Großbritannien spielen, gibt sich zwar vom Setting her ein kleiner Spielraum, aber die Charaktere machen das alles natürlich wieder wett. Eine aufregende Kutschfahrt, viele Geheimnisse und Intrigen, Machtspiele und Verwechslungen, die Mischung ist in meinen Augen einfach perfekt gewählt.

Fazit:
Wieder ein toller Roman mit spannenden Elementen und zwei Protagonisten mit losem Mundwerk.

Veröffentlicht am 05.04.2020

ein spannender Abschluss der Trilogie

Die dreizehn Gezeichneten - Der Krumme Mann der Tiefe
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Die Geheimnisse der Magie wurden in der Stadt Sygna besonders geschützt. Doch nach der Eroberung durch Aquintien ist nichts mehr, wie es war.
Zachari Erdhand ist der Großgildenmeister der Stadt und geht ...

Die Geheimnisse der Magie wurden in der Stadt Sygna besonders geschützt. Doch nach der Eroberung durch Aquintien ist nichts mehr, wie es war.
Zachari Erdhand ist der Großgildenmeister der Stadt und geht mit einer mythischen Kreatur, dem krummen Mann in der Tiefe, einen Pakt ein, um die Magie Sygnas zu schützen.
Währenddessen experimentieren die Aquintianer mit der Magie, wodurch ein Riss entsteht, der alles zu verschlingen droht.

Leider ist mit diesem Band die Trilogie um "Die 13 Gezeichneten" auch schon zu Ende. Mit einem wehmütigen Seufzer habe ich mich nach Lesen der letzten Seite wieder in die Realität zurückbegeben und hege doch etwas Hoffnung, in Zukunft vielleicht doch zumindest teilweise wieder etwas über die liebgewonnenen Gefährten zu erfahren.

Wie auch im ersten Band hatte ich wieder etwas Mühe, in die Geschichte hineinzufinden, doch als dies geschehen war, konnte ich nur mit Mühe von der spannenden Story ablassen. Die Komplexität der Geschichte ist jedoch anspruchsvoll, was mit dem packenden Schreibstil und der Liebe für Details ausgedrückt wird.

Die Geschichte entwickelt sich mit all den wunderbaren Charakteren zu einer Story, in der es darum geht, sein Leben für eine Zukunft aufs Spiel zu setzen, bei der ungewiss ist, ob es jemals so wird, wie es gewesen war. Sei es Zachari Erdhand, der sich als Großgildenmeister ins Spiel einbringt, sei es Ismayl, der wieder mit Worten hantiert, Davyd, der zeigt, was in ihm steckt oder neue Figuren, wie Elena, die ebenfalls beweist, dass sie mutig ist.

Alle Figuren waren faszinierend, haben sich ergänzt oder auch abgestoßen, je nach Szene und trugen maßgeblich zur Handlung bei. Jedoch muss man sagen, dass es sich um eine Vielzahl von Figuren handelt und man teilweise - da ja immer aus seiner anderen Sicht erzählt wird - schon mal verzetteln konnte. Letztendlich ist dies auch der Grund, warum ich einen Stern abziehen muss.

Durch die vielen Erzählstränge ergibt sich am Ende ein großes Ganzes. "Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen" würde man sagen, aber diese Herangehensweise endet in einem großen Showdown in welchem alles gelöst wird und fast keine Fragen zurückbleiben.

Teilweise ging es sehr hart zur Sache. Nicht nur kämpferisch. Gewalt und Folter, Beleidigungen im großen Maße und psychische Belastungen sind ebenso vorhanden, wie Zauberei mit Worten und fast dichterisch anmutende Absätze.

Die Autoren beweisen wieder einmal, wie gut sie mit dem Talent "Schreiben" umgehen können und legen einen wunderbaren Abschluss der Trilogie vor.

Meggies Fussnote:
Ein letzter gelungener Ausflug nach Sygna.

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