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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.09.2021

Urlaub mit Hindernissen

Inmitten der Nacht
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Bislang kannte ich den Autor nicht, Recherchen haben ergeben, dass „Inmitten der Nacht“ wohl schon sein dritter Roman ist. Auf deutsch habe ich allerdings keinen anderen Roman als diesen gefunden.
Es ...

Bislang kannte ich den Autor nicht, Recherchen haben ergeben, dass „Inmitten der Nacht“ wohl schon sein dritter Roman ist. Auf deutsch habe ich allerdings keinen anderen Roman als diesen gefunden.
Es geht zunächst sehr unspektakulär los. Die Familie (Amanda, Clay, Rose und Archie) fährt in den Urlaub, richtet sich im Ferienhaus ein und verbringt zunächst – mehr oder weniger – unbeschwerte Tage. Das Verhältnis der Eheleute empfinde ich als eher schwierig, die Kinder als normale Teenager.
Eines Nachts steht ein fremdes Ehepaar vor der Tür (Ruth und G.H.) und erwartet, aufgrund eines Stromausfalls in New York in ihr Ferienhaus eingelassen zu werden.
Unterdrückte Ängste und Feindseligkeiten sind spürbar, diese werden vom Autor sehr gut beschrieben. Alle Charaktere bekommen von ihm einen besonderen Stempel.
Keiner schafft es, Nachrichten aus der nahegelegenen Stadt zu den aktuellen Geschehnissen einzuholen. Das liegt teilweise am Unwillen, andererseits aber auch an Unfähigkeit.
Die ganze Geschichte wird immer undurchschaubarer, seltsame Dinge passieren und können nicht zugeordnet werden. Es ist nicht die Spannung, die den Leser weitertreibt. Sondern die Hoffnung zu erfahren, was in der Welt vorgeht.
Leider bleibt am Ende noch immer offen, was genau passiert ist. Man bekommt nur Annahmen und Schnipsel eines Geschehens mit. Das tut allerdings dem Buch absolut keinen Abbruch, man braucht einfach ein bisschen Phantasie und jeder Leser kann somit sein eigenes Ende „schreiben“.

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Veröffentlicht am 20.09.2021

Leider Serienende

Abgetrennt (Herzfeld 3)
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Leider der letzte Teil mit Dr. Paul Herzfeld in der „A-Serie“ dieser Trilogie. Mir war bislang tatsächlich nicht bewusst, dass die Serie als Trilogie angelegt ist. Sehr schade. Ich bin sehr gerne mit ihm ...

Leider der letzte Teil mit Dr. Paul Herzfeld in der „A-Serie“ dieser Trilogie. Mir war bislang tatsächlich nicht bewusst, dass die Serie als Trilogie angelegt ist. Sehr schade. Ich bin sehr gerne mit ihm unterwegs.
In diesem letzten Teil ist Dr. Paul Herzfeld so wie man ihn kennt. Überlegt, sympathisch, aufmerksam und weitestgehend unaufgeregt. Er analysiert und macht sich erst seine Gedanken bevor er handelt.
Er begegnet seinem alten Gegner Prof. Schneider wieder, natürlich kann das für eine der Parteien nicht gut ausgehen – soviel ist klar.
Es gibt im Verlauf zwar Spannung, ansonsten aber ist der Verlauf eher analytisch und selbstverständlich kommt es zu einem spektakulären Showdown. Genauso wie man es erwartet.
Die Kapitel sind kurz und wie man es aus den Vorgänger-Bänden schon kennt immer mit Datum und Uhrzeit sowie Standort überschrieben. Das macht ein gutes Verständnis dafür, was gerade wo und wann passiert.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, auch der Nicht-Mediziner versteht aufgrund guter Erklärungen genau was in einem Sektionssaal bei der Arbeit passiert.
Bei diesem Buch wird offiziell eine Seitenzahl von 336 angegeben. Ich war etwas enttäuscht, dass auf Seite 292 dann aber schon Schluss ist. Dann kommt das übliche Nachwort sowie eine Danksagung. Und dann – man halte sich fest – sage und schreibe fast 30 Seiten Leseprobe aus „Abgefackelt“. Einem Buch, was der Vorgänger von „Abgetrennt“ ist. Das würde mich fast dazu verleiten, einen Stern Abzug wegen Irreführung zu geben. Aber der Inhalt ist super und wahrscheinlich ist hier eher der Verlag Schuld als der Autor. Von daher – Schwamm drüber.

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Veröffentlicht am 15.09.2021

Erstklassig

Der Vollstrecker
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Auch der zweite Teil der Serie lässt den Leser atemlos zurück. Eine gute Story mit einer tollen Umsetzung. Kurze Kapitel garantieren ein schnelles Vorankommen. Auch hier die Auflösung wieder mit Spannungspotential. ...

Auch der zweite Teil der Serie lässt den Leser atemlos zurück. Eine gute Story mit einer tollen Umsetzung. Kurze Kapitel garantieren ein schnelles Vorankommen. Auch hier die Auflösung wieder mit Spannungspotential. Chris Carter ist für mich jetzt schon Kult.

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Veröffentlicht am 05.09.2021

Wahnsinn

Der Nachlass
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Was tut man, um an ein Erbe zu kommen?
Hier kämpfen 4 Geschwister und ihre Partner und erwachsenen Kinder in 27 Aufgaben um Punkte, um Alleinerbe zu werden. Und die Aufgaben werden immer wahnsinniger.
Jonas ...

Was tut man, um an ein Erbe zu kommen?
Hier kämpfen 4 Geschwister und ihre Partner und erwachsenen Kinder in 27 Aufgaben um Punkte, um Alleinerbe zu werden. Und die Aufgaben werden immer wahnsinniger.
Jonas Winner hat mich hier in diesen Wahnsinn gelockt, ich habe überlebt, aber wer noch? Und wer bekommt das Erbe?
Spannung von Beginn an bis zur letzten Seite. Sprünge in die Vergangenheit der Familie und an den Beginn der großen Liebe zwischen Hedda und Arthur. Was ist in der Vergangenheit passiert was sich in der Gegenwart wiederspiegelt? Die recht kurzen Kapitel verleiten zum schnellen Vorwärtskommen, die Spannung tut ihr übriges. Man geht mit auf eine verrückte Reise auf eine einsame und abgeschnittene Insel und fragt sich immer wieder, ob ein Erbe genau das wert ist was hier passiert. Wer wird überleben, wer ist der Mörder der hintere dem perfiden Plan steckt.

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Veröffentlicht am 01.09.2021

Erstklassig

SCHWEIG!
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Zwei Schwestern treffen sich einen Tag vor Heiligabend. Der Leser wird aus verschiedenen Perspektiven heraus in dieser Geschichte mitgenommen. Es erzählen die Schwestern Esther und Sue, sowohl in der Gegenwart ...

Zwei Schwestern treffen sich einen Tag vor Heiligabend. Der Leser wird aus verschiedenen Perspektiven heraus in dieser Geschichte mitgenommen. Es erzählen die Schwestern Esther und Sue, sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit. Später kommt noch eine dritte Perspektive dazu, die von Martin, dem Ehemann von Esther.
Ich fühlte mich mitgenommen an diesem Vorweihnachtstag, an dem viel auf den Tisch kam was sonst unter selbigen gekehrt wurde.
Es handelt sich um einen perfekt umgesetzten Psycho-Thriller, bei dem es nicht um Blut sondern um reine Bösartigkeit geht. Obwohl es nur um drei handelnde Personen geht die sich insgesamt an zwei Handlungsorten versammeln steigt die Spannung mit jeder Seite.
Kurze Kapitel, Perspektivenwechsel und ein flotter Schreibstil machen dieses Buch zu einem absoluten Lesevergnügen.
Fazit: Judith Merchant kann nicht nur Vorort-Krimi, sie kann auch große Thriller.

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