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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.07.2020

Solider Thriller mit gutem Unterhaltungsniveau

Flashback – Was hast du damals getan?
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Brooklyn, 2019: Zehn Jahre sind vergangen, seit Lindsay ihre beste Freundin verloren hat. Damals hat sich die junge Edie erschossen, nur wenige Meter von ihren Freunden entfernt. Als Lindsay nun auf eine ...

Brooklyn, 2019: Zehn Jahre sind vergangen, seit Lindsay ihre beste Freundin verloren hat. Damals hat sich die junge Edie erschossen, nur wenige Meter von ihren Freunden entfernt. Als Lindsay nun auf eine ehemalige gemeinsame Bekannte trifft, werden Gedanken an damals geweckt. Doch auch Zweifel, denn Sarah, eine Mitbewohnerin Edies, hat den Abend der Tat ganz anders in Erinnerung. Kann es sein, dass Lindsay Dinge vergessen hat? Hat sich Edie vielleicht gar nicht selbst umgebracht? Stück für Stück setzt Lindsay alle Hinweise zusammen und versucht hinter die Geschehnisse von damals zu kommen.

Die amerikanische Schriftstellerin und Journalistin Andrea Bartz hat mit dem Werk „Flashback – Was hast du damals getan?“ eine interessante Geschichte kreiert, die den Leser in einen Rausch voller Höhen und Tiefen schickt. Gemeinsam mit Lindsay wird die Suche nach Antworten aufgenommen, die sich ganz langsam erschließen und in einem schlüssigen Finale bündeln.

Im Vordergrund der Geschichte steht Lindsay, die aus ihrer Perspektive die Geschehnisse wiedergibt. Da Lindsay im Jahre 2009 ein sehr lockeres Leben, welches durch viel Alkoholkonsum und Drogenexzesse geprägt war, geführt hat, kann sie sich nicht mehr an alles erinnern. Sie leidet unter gewissen Blackouts, die ihr bis heute zusetzen. Erst während ihrer Nachforschungen kommen ihr ganz langsam Flashbacks, die ihr helfen, die damalige Situation besser beurteilen zu können. Doch heute geht es ihr deutlich besser, denn seit ein paar Jahren ist sie trocken und rührt keine Drogen oder Alkohol mehr an.

Neben Lindsay gibt es noch weitere Protagonisten, die in kurzen Kapiteln einige Einblicke in ihre Gedankenwelt geben. So lernt der Leser auch Edies Exfreund Greg kennen, und die Mitbewohner Alex und Kevin. Außerdem hat Lindsay Kontakt zu der vierten Mitbewohnerin Sarah, die Lindsay erst auf die Idee bringt, dass etwas kolossal falschgelaufen sein könnte.

Die Handlung ist durchaus logisch und nachvollziehbar aufgebaut worden. Durch Lindsays Erzählungen wird ein stetiger Wechsel in der Zeitperspektive gewährt. Immer wieder reist der Leser in die Vergangenheit und kann sich ein Bild von damals machen. Partys, Alkohol und wechselnde Partnerschaften sind ein Großteil dessen, was die damalige Zeit repräsentiert hat. Doch heute liegt der Fokus auf der Suche nach Spuren, die einen möglichen Mord aufklären könnten.

Andrea Bartz nutzt dazu eine sehr moderne und authentische Sprache. Ihre Erklärungen sind bildlich und lebendig, weshalb es leicht fällt, sich ganz auf die Situation einzulassen und sich in die Szenen hineinzufinden.

Interessante Geschichte, die mich durchweg gut unterhalten hat

Mein persönliches Fazit:
Durch eine Buchbesprechung bei meinen Lieblings-Radio-Sender bin ich auf das Werk aufmerksam geworden und musste es einfach lesen. Ich bin froh, dass ich die rasante Handlung miterleben konnte und mich Lindsays Suche nach Antworten spannend unterhalten hat. Die Erzählung ist sowohl aufregend als auch dramatisch. Die Protagonisten sind herzlich und facettenreich, die Ideen plausibel und ergreifend. Mich hat das Buch herrlich unterhalten, wenn mir auch Lindsay selbst nicht ganz so gut gefallen hat. Ihre Person konnte mich nicht erreichen, denn sie erschien mir gerade zu Beginn unglaublich naiv. Sie hatte keine eigene Persönlichkeit, eiferte mehr der jungen Edie nach und biederte sich in der Freundschaft an. Doch mit zunehmender Seitenzahl entwickelte sie sich immer weiter, bis sie dann zum Schluss doch noch durch eine gute Darstellung überzeugte.

Insgesamt wird hier eine überraschende und spannende Handlung geboten, die durch viele Wendungen und kurze Einblicke einen hohen Spannungsbogen erhält. Der Leser kann hier gut mitraten und sich von den detaillierten und anschaulichen Beschreibungen mitreißen lassen. Deshalb kann ich auch gerne eine Empfehlung für das Buch aussprechen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.07.2020

Brutal, spannend und emotional!

Die verstummte Frau
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Im Staatsgefängnis kommt es zu einem Zwischenfall, bei dem Will Trent zusammen mit seiner Kollegin Faith Mitchell ermittelt. Ein Insasse behauptet, Informationen über ein älteres Verbrechen zu besitzen, ...

Im Staatsgefängnis kommt es zu einem Zwischenfall, bei dem Will Trent zusammen mit seiner Kollegin Faith Mitchell ermittelt. Ein Insasse behauptet, Informationen über ein älteres Verbrechen zu besitzen, welches er angeblich verübt haben soll. Das Trügerische daran ist, dass es sich dabei um ein Verbrechen handelt, in dem noch Chief Jeffrey Tolliver zusammen mit seiner damaligen Kollegin Lena vor über acht Jahren gearbeitet hat. Das weckt nicht nur bei Dr. Sara Linton Erinnerungen, denn plötzlich steht das Leben von vielen Personen auf dem Kopf. Dabei müssen sie schnell und vorsichtig handeln, denn sollten die Angaben stimmen, könnten weitere Menschen in Gefahr schweben.

Ein neuer Fall für Dr. Sara Linton und Will Trent, die zusammen für das GBI tätig sind…

Aus der Feder von Karin Slaughter entspringt die Idee zu der Romanreihe um die smarte Ärztin Sara Linton, die bereits auf eine bewegte Vergangenheit blicken kann. Im neusten Werk „Die verstummte Frau“ ermittelt das GBI in einem äußerst perfiden Mord- & Vergewaltigungsverbrechen, welches bereits vor über acht Jahren seine ersten Opfer gefordert hat. Nun rollen Will Trent, Faith, Amanda und Sara den Fall neu auf und hoffen, den richtigen Täter fassen zu können.

Wer bereits Romane von Karin Slaughter kennt, weiß genau, dass die Schriftstellerin nicht vor deutlichen und detaillierten Worten zurückschreckt. Genauso ist es auch hier, denn sie nimmt den Leser regelrecht gefangen und führt ihn in eine Reise zwischen Gegenwart und Vergangenheit.
Abwechselnd werden die Erlebnisse beschrieben, die sich teilweise vor acht Jahren abgespielt haben, teilweise im Hier und Jetzt erzählt werden. Durch diesen gelungenen Wechseln zwischen den Zeiten und den Protagonisten ist es sehr leicht, sich auf die rasante und aufregende Geschichte einzulassen. Die Autorin nutzt dafür eine einfache Erzählweise, die verständlich die Geschehnisse wiedergibt. Trotzdem hält sie die Handlung auf einem sehr hohen Niveau, denn hier ist alles wunderbar ausgearbeitet und großartig inszeniert dargestellt worden.

Für Fans der Reihe ein Muss!

Mein persönliches Fazit:
Endlich gibt es ein Wiedersehen! Seit Jahren bin ich ein großer Fan von Dr. Sara Linton und verfolge ihre Lebensgeschichte nun schon seit vielen Jahren. Nachdem Sara um ihren verstorbenen Mann Jeffrey getrauert hat, findet sie nun endlich eine neue Liebe. Will Trent ist ein interessanter und facettenreicher Charakter, der hervorragend zu der cleveren Medizinerin passt. Doch irgendwie läuft bei den beiden nie alles so glatt. So auch in diesem Werk, denn Sara steckt zwischen Gegenwart und Vergangenheit fest. Sie erinnert sich an Jeffrey, den Mann, den sich abgöttisch geliebt hat. Zeitgleich steht sie mit Will vor der nächsten großen Hürde. Beide müssen an sich arbeiten und einen Weg durch diese schwierige Zeit meistern.

Als Fan der Reihe war es aufregend, endlich mal wieder etwas von Jeffrey zu lesen. Die Geschichte spielt zeitlich vor dem Buch „Belladonna“ mit welchem die Romanreihe ursprünglich gestartet ist. Doch auch wenn in Wahrheit inzwischen 19 Jahre vergangen sind, ist in der Geschichte bloß ein kleiner Zeitsprung von acht Jahren geschehen. Die Autorin hat es ideal aufgeschlüsselt und dem Leser zu keiner Zeit das Gefühl gegeben, dass hier irgendetwas nicht passen könnte. Die Reise in die Vergangenheit ist also vollkommen geglückt und hat mich beeindruckt.

Auch dieses Wechselspiel zwischen den beiden Zeitepochen ist schlüssig erzählt worden. Die Fälle fügen sich herrlich zusammen und es bildet ein ideales Geflecht aus Romanze, Tragödie und brutalen Sequenzen. Da Karin Slaughter absolut kein Blatt vor den Mund nimmt, weiß der Leser auch ganz genau, wie sich die Taten abgespielt haben und kann sich direkt in die Szene hineinversetzen. Nicht unbedingt etwas für Zartbesaitete.

Doch wen das nicht stört, der muss hier einfach zugreifen. Natürlich kann das Werk auch unabhängig von der ganzen Reihe gelesen werden, da die Haupthandlung in sich abgeschlossen ist, doch ist es viel schöner, auch die anderen Geschichten zu kennen. Deshalb gibt es von mir auf jeden den Tipp, lest auch die anderen Bücher von Karin Slaughter. Denn egal, ob nun als Sara/Jeffrey oder Sara/Will – Gespann, beide Reihen sind aufregend, lebendig und mitreißend. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung! TOP!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2020

Herrliche Geschichte, die unter die Haut geht!

Herz zu gewinnen
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Nachdem viel zu frühen Tod ihrer Eltern übernimmt Parker Sinclair die Aufgaben und kümmert sich um ihre beiden jüngeren Geschwister und um die Ranch in den Bergen Kaliforniens. Doch schon bald muss sie ...

Nachdem viel zu frühen Tod ihrer Eltern übernimmt Parker Sinclair die Aufgaben und kümmert sich um ihre beiden jüngeren Geschwister und um die Ranch in den Bergen Kaliforniens. Doch schon bald muss sie eine neue Katastrophe hinnehmen, denn bei einem Waldbrand wird fast ihr ganzes Land zerstört. Doch viel schlimmer könnte die nun folgende Zeit sein, wenn der Regen einsetzt und das Land überspült.
Colin Hudson gehört zum Planungsbüro für Hochwasserschutz und will Parker und den Anwohnern helfen. Mit seinem Team ist er bereit, vor Ort entsprechende Maßnahmen durchzuführen. Doch diese sind nicht ohne Probleme zu ermöglichen, denn die Zeit spielt gegen sie. Kann er noch rechtzeitig vorsorgen und Parker und ihre Geschwister vor weiterem Schaden bewahren? Zum Glück ist er auch mit dem Herz bei Parker, denn die junge Frau hat sich schnell in seins geschlichen.

Schriftstellerin Catherine Bybee hat bereits zahlreiche Romane veröffentlicht. Mit ihrer neuen Reihe „Creek Canyon“ erweckt sie die Familie Sinclair zum Leben und weckt beim Leser schnell den Wunsch nach mehr.

Im Mittelpunkt dieser lebensnahen und ergreifenden Geschichte stehen Parker und Colin.
Parker ist erst 26 Jahre jung, doch sie fühlt sich schon viel älter. Vor über zwei Jahren sind ihre Eltern verstorben und seither kümmert sie sich um ihre beiden jüngeren Geschwister. Auch die Ranch benötigt viel Zeit und Geld. Nebenbei jobbt sie, doch das Geld reicht vorne und hinten nicht. Dann kommt eine Katastrophe nach den nächsten und Parker muss erneut zeigen, wie stark sie ist.
Die junge Frau ist unglaublich liebenswert und sympathisch. Ihre Erlebnisse sind tragisch und ihre Figur ist smart und herzlich. Deshalb fällt es auch ganz leicht, sich auf sie und ihre Geschichte einzulassen.
Colin ist der Partner an Parkers Seite. Nach und nach erreicht er sie immer mehr und es beginnt ein leidenschaftlicher Flirt. Nicht lange, und er wird zu einer festen Größe in ihrem Leben. Doch Parker muss erst lernen, dass sie sich auch auf andere Menschen verlassen kann. Der Leser kann hier eine wundervolle Romanze erleben, die berührt und für aufregende Stunden sorgt.

Doch nicht nur Parker und Colin sind hier von Bedeutung. Zwar liegt der Fokus auf den beiden, trotzdem werden auch andere Protagonisten vorgestellt, die für viel Trubel sorgen. So lernt der Leser zum Beispiel Erin kennen, die als Untermieterin bei den Sinclairs einzieht. Ihr Schicksal liegt noch etwas im Dunkeln, doch ihre Person ist unglaublich interessant. Auch ihre Beziehung zu Colins Bruder Matt wird bestimmt im zweiten Band für viel Aufregung sorgen.

Die Handlung ist lebendig und bildlich beschrieben worden. Auf wahre Begebenheiten gestützt, hat die Autorin hier zwar durch fiktive Charaktere, eine authentische Erzählung kreiert, die einfach zum Mitfiebern aufruft. Der Waldbrand und auch das anschließende Hochwasser sind zwei Dinge, die für den roten Faden in der Handlung sorgen. Deshalb ist das Buch auch nicht ein ausschließlicher Liebesroman, sondern vielmehr eine Geschichte, die auch durch Spannung und Dramatik überzeugt.

Herrliche Geschichte, die unter die Haut geht!

Mein persönliches Fazit:
Dieses Buch ist das Erste, was ich von der Autorin gelesen habe. Doch es wird bestimmt nicht das Letzte bleiben. Dafür schreibt Catherine Bybee einfach viel zu großartig. Sie bringt durch ihre Worte die Kulisse regelrecht zum Glühen. Ich konnte mich wunderbar in die Szenerie einfinden und mich ganz auf die Handlung einlassen.
Schon nach wenigen Seiten ist mir Parker sympathisch gewesen und Colin habe ich direkt ins Herz geschlossen. Beides sind so warme und herzliche Menschen, die mich erreicht haben.
Die Handlung selbst hat mich bewegt, denn die realen Bezüge zu früheren Ereignissen haben mich mitgerissen. Von Beginn an habe ich mit den Sinclairs gebangt, denn alles erscheint fast hoffnungslos.
Gekoppelt mit einer unglaublich reizvollen Romanze hat das Werk mich restlos begeistert. Deshalb fällt es mir auch leicht, meine Leseempfehlung auszusprechen.
Außerdem darf ich schon anmerken, dass voraussichtlich im Oktober die Fortsetzung erscheint. Da werden wir dann hoffentlich mehr über Erin und Matt erfahren. Meine Vorfreude ist gewiss.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.07.2020

Aufwühlend, ergreifend und romantisch.

Wie die Ruhe vor dem Sturm
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Illinois, 2003: Eleanor erlebt sowohl die schönste als auch die schlimmste Zeit ihres Lebens. Zum ersten Mal fühlt sie sich geliebt, zeitgleich muss sie den langsamen Tod ihrer Mutter miterleben.
Sechzehn ...

Illinois, 2003: Eleanor erlebt sowohl die schönste als auch die schlimmste Zeit ihres Lebens. Zum ersten Mal fühlt sie sich geliebt, zeitgleich muss sie den langsamen Tod ihrer Mutter miterleben.
Sechzehn Jahre später führt Eleanors Weg zurück in die Heimat. Als Nanny wird sie im Haushalt von Greyson und seinen Töchtern arbeiten, die erst kürzlich Frau und Mutter verloren haben. Ellie muss sich einer Situation stellen, die sie in ein wahres Wechselbad der Gefühle führt.

Brittainy C. Cherry ist für ihre tragisch-romantischen Geschichten im New Adult Sektor bekannt. Bereits zahlreiche Romane haben die Herzen von Lesern berührt. Mit ihrem neusten Werk möchte die nun Eleanor und Greyson eine Chance für die Liebe geben.

In dieser Geschichte dreht sich alles um zwei Menschen, die die schlimmste Zeit ihres Lebens durchmachen. Eleanor verliert ihre Mutter und Greyson ist in dieser Zeit der Mensch, der ihr den Halt und die Kraft gibt, durchzuhalten.
Greyson befindet sich sechzehn Jahre später in einer ähnlichen Situation. Bei einem Unfall verliert er seine Frau und versinkt in Trauer. Eleanor trifft genau in diesem Moment wieder in sein Leben, als er ihre Hilfe dringend braucht.

Die Handlung ist unglaublich traurig und aufwühlend. Da die Geschichte von vielen Toden und ihren Folgen für die Familie erzählt, wird hier eine sehr dramatische Kulisse kreiert. Die Schriftstellerin verfügt über das Talent, mit Hilfe von sehr authentischen und bildlichen Worten, die Erzählung hautnah und glaubwürdig erscheinen zu lassen. Alles wirkt herzlich und einfühlsam. Die Charaktere sind facettenreich und die Erlebnisse sind erschütternd und emotional.

Aufwühlend, ergreifend und romantisch.
Ein Buch, das mich absolut erreicht hat!

Mein persönliches Fazit:
Das letzte Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe, hat mir damals kaum gefallen, weshalb ich es mir auch gut überlegt habe, ob ich hier noch einmal zugreifen soll. Umso glücklicher bin ich nun, denn dieses Werk hat mich absolut erreicht. Es ist aufwühlend, lebendig und unglaublich erschütternd. Die Worte der Schriftstellerin haben mich ergriffen und ich habe regelmäßig zu Taschentüchern greifen müssen. Sie hat einen herrlichen lebendigen und authentischen Erzählstil, weshalb alles so mitreißend wirkt.

Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl, dass hier irgendwas nicht passte. Alles ist aufrichtig und glaubwürdig. Die Protagonisten fügen sich perfekt und harmonisch in die Geschichte ein und schon nach wenigen Seiten konnte ich mich wunderbar in die Erzählung einfühlen. Hier geht das Gesamtkonzept ideal auf, weshalb ich für diese Werk meine vollste Leseempfehlung aussprechen kann. Absolut TOP!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.07.2020

Grandioser Roman, der zum Träumen einlädt…

Nur noch ein bisschen Glück
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Stellas Leben scheint in tausend Scherben zerfallen zu sein. Nicht nur, dass ihr Freund sie mit einer Kollegin betrogen hat, nun ist sie auch noch arbeits- und obdachlos. Glücklicherweise gibt es dort ...

Stellas Leben scheint in tausend Scherben zerfallen zu sein. Nicht nur, dass ihr Freund sie mit einer Kollegin betrogen hat, nun ist sie auch noch arbeits- und obdachlos. Glücklicherweise gibt es dort diese kleine Kate mitten im Nirgendwo, das einst ihrer Mutter gehört hat. Vielleicht kann sie das Land verkaufen und mit dem Geld ihre Zukunft neu gestalten.
Thor ist seit sechs Jahren Wittwer und Vater von zwei Jugendlichen, die ihn regelmäßig um den Verstand bringen. Als Biobauer liebt er das Leben auf dem Land und ist dabei durchaus glücklich, wenn ihm auch die richtige Frau bisher fehlt. Als die smarte Stella an Laholm strandet, ist er durchaus bereit, ihr bei den nächsten Schritten zu helfen.

Die Schriftstellerin Simona Ahrnstedt hat bereits mit vielen veröffentlichten Romanen bewiesen, dass sie ihr Handwerk durchaus versteht. Spätestens seit „Die Erbin“ ist sie vielen Lesern bekannt und hat nun mit dem Buch „Nur noch ein bisschen Glück“ eine neue reizende Liebesgeschichte erschaffen, die für schwedisches Flair und viel Herzklopfen sorgt.

In dieser Geschichte dreht sich alles um Stella und Thor, die aus zwei vollkommen verschiedenen Welten stammen.
Während Stella ein Kind Stockholms ist, liebt Thor das Leben auf dem Land. Er ist ein sehr verantwortungsvoller und ruhiger Mann, der für seine Familie ein Fels in der Brandung ist. Stella hingegen ist eher ein Leuchtfeuer, das vor Energie und Charme sprüht. Ihre Ungebundenheit und Hingebungsfreude steht Thor in nichts nach und gemeinsam bilden sie ein sehr harmonisches Paar.

Natürlich dreht sich hier vordergründig alles um die große Liebe. Doch dieser Roman bietet so viel mehr, denn die Autorin hat eine sehr vielschichtige Kulisse erschaffen.
Stella ist nicht nur auf der Suche nach ihrer Zukunft, sondern auch auf der Suche nach ihrer Vergangenheit. Sie möchte gerne ihren Vater finden und hofft auf Antworten in Laholm. Thor ist ein liebenswerter Vater, der es mit seinen zwei Kindern schwer hat. Alleinerziehend und voller Sorgen in Gepäck, muss er sich auch noch um seine Eltern, den Hof und die Tiere kümmern. Außerdem leidet er unter einem Streit zu seinem Zwillingsbruder Klas, der aufgrund des 40. Hochzeitstages ihrer Eltern zurückkehrt.
Hier geht es nicht nur um Romantik, sondern auch um Familiendramen, Mobbing und verlorene Freundschaften. Simona Ahrnstedt hat es herrlich geschafft, ein ganzes Spektrum an Gefühlen und Emotionen einzufangen und so den Leser von einer aufregenden Handlung einfangen zu lassen.

Grandioser Roman, der zum Träumen einlädt…

Mein persönliches Fazit:
Ich habe schon zahlreiche Romane von der Autorin gelesen, weshalb auch dieses Werk für mich ein ganz klares Muss darstellt. Erneut hat mich Frau Ahrnstedt durch ihre lebendigen und herzlichen Worte erreicht und mich mit Hilfe ihrer facettenreichen Charaktere verzaubert.

Die Geschichte ist so aufwühlend und ergreifend, dass ich das Buch in einem Rutsch verschlungen habe. Thors Sorgen, aber auch Stellas Zwiespalt, ist auf jeder Seite zu spüren und ich habe von Beginn an mit ihnen mitgefiebert.
Besonders gut ist es der Autorin gelungen, diese herrliche Spannung zwischen Thor und Stella aufs Papier zu bringen. Wenn die beiden in einem Raum sind, ist die Atmosphäre regelrecht aufgeladen und ich habe die beiden regelrecht bildlich vor mir gesehen. Die Anziehungskraft ist enorm und ich habe jede einzelne Sekunde von den beiden geliebt.

Auch die weiteren Handlungsstränge sind unglaublich dramatisch und ereignisreich erzählt worden. Durch zahlreiche Protagonisten wirkt das Werk ausgeglichen und voller Ideen, die den Leser einfach zum Weiterlesen verführen.

Da hier einfach alles stimmt und ich dieses Werk regelrecht verschlungen habe, fällt es mir auch ganz leicht, meine größte Leseempfehlung auszusprechen. Ich möchte mich beim Verlag und bei Vorablesen für das kostenlose Belegexemplar herzlich bedanken. Ihr habt mir ein paar sehr schöne Lesestunden verschafft. Danke.

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