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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.10.2020

Spannend, aufregend und sehr emotional!

Sherlock & Watson – Neues aus der Baker Street: Die Crumply-Morde oder Das Zeichen der Vier (Fall 6)
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Fünf Jahre sind seit ihrem letzten gemeinsamen Fall vergangen. Fünf Jahre, als der berühmte Meisterdetektiv Sherlock Holmes seinem Erzfeind James Moriarty zum Opfer fiel. Als nun eine Klatschreporterin ...

Fünf Jahre sind seit ihrem letzten gemeinsamen Fall vergangen. Fünf Jahre, als der berühmte Meisterdetektiv Sherlock Holmes seinem Erzfeind James Moriarty zum Opfer fiel. Als nun eine Klatschreporterin versucht, Sherlocks Ruf in den Dreck zu ziehen, ist es an Dr. John Watson, die Reputation seines Freundes wiederherzustellen. Er taucht in einen seiner ersten Fälle ein und verdeutlicht noch einmal die Genialität des Detektivs. Dabei wird ihm deutlich, dass Moriarty schon damals seine Hände im Spiel hatte. Kann Watson beweisen, dass Sherlock kein Scharlatan gewesen ist?

Viviane Koppelmanns Hörspielreihe geht endlich in die zweite Runde. Nach einem schockierenden Ende im fünften Fall mussten die Fans von Sherlock und Watson lange auf die Fortsetzung warten. Doch das Warten hat sich gelohnt, denn endlich gibt es eine neue Herausforderung für das ungleiche Ermittlerduo.

Die Hörspiele werden, wie bereits in der ersten Staffel, von den gleichen Sprechern wiedergegeben, weshalb eine Rückkehr ins Geschehen wunderbar leicht fällt. Gesprochen von Johann von Bülow und Florian Lukas wird eine herrliche Stimmung erzeugt, die für Authentizität und Lebendigkeit sorgt. Insbesondere die großartige Inszenierung im Hintergrund sorgen in der Handlung für zusätzliche Tiefe und Ausdruck. Hier haben sich die Macher der Hörspielreihe einiges einfallen lassen und überzeugen durch eine gelungene Darstellung der Erzählung.

Gewohnt abwechslungsreich geht es in beiden Hörbüchern direkt ins Geschehen. Obwohl fünf Jahre vergangen sind, hat der Hörer nicht eine Sekunde das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Watson muss sich mit den Verleumdungen einer Klatschreporterin auseinandersetzen, was ihn an den Rand der Verzweiflung treibt. Um dem Tratsch ein Ende zu setzen, begibt sich Watson auf die Suche nach Antworten und versucht neue Einblicke in alte, ungelöste Fälle zu erhalten.

Die Handlung ist aufregend, dramatisch und spannend gestaltet worden. Diese Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit sind hervorragend gelungen und der Hörer kann sich hier entspannt zurücklehnen und sich ganz von Watsons Worten einfangen lassen. Auch die Chat-Gespräche sind erneut ein fester Bestandteil der Erzählung, die für zusätzliche Dynamik innerhalb der Erlebnisse sorgen.

Grandiose Fortsetzung!
Spannend, aufregend und sehr emotional!

Viviane Koppelmanns Darbietung von „Sherlock und Watson“ erhält langsam Kultstatus!

Mein persönliches Fazit:

Natürlich sind erst der sechste und siebte Fall erschienen, doch dank einer kleinen Vorschau am Ende des Stücks wurde bereits meine Neugierde auf den nächsten Teil geweckt. Doch zuvor möchte ich erst einmal einen Blick auf den Start der neuen Staffel richten....

Leider ist die Wartezeit viel zu lang gewesen. Zu Beginn hatte ich die Befürchtung, es würde mir schwerfallen, in die Handlung zurückzufinden. Insbesondere nach dem dramatischen Finale der ersten Staffel. Doch damit hatte ich überhaupt kein Problem. Vielmehr war mir die Szenerie ganz schnell vertraut und ich konnte diese ersten beiden neuen Fälle perfekt miterleben und in die Welt von Sherlock und Watson eintauchen.

Da die Geschichten sehr dramatisch gestaltet worden sind, fühlte ich regelrecht mit Watson mit. Zügig konnte ich mich in seine Situation einfinden und auf die Handlung einlassen. Getragen von grandiosen Sprechern, die der Geschichte Realität und Glaubwürdigkeit verliehen haben, fühlte ich mich hervorragend unterhalten.

Hier stimmt einfach alles. Die Reihe überzeugt durch kurze, knappe Episoden, die spannend und dramatisch auf den Punkt gebracht worden sind. Zusätzlich wird im Auftakt zur zweiten Staffel eine plausible Fortsetzung geboten, die sich ohne Zweifel hören und verschlingen lässt. Durch diese abwechslungsreiche und lebendige Darstellung hat mich der Reiz der Reihe erneut erreicht und ich freue mich schon jetzt auf das nächste Abenteuer. Doch bis dahin werde ich sicherlich noch ein paar Mal diese Werke lauschen. Deshalb fällt es mir auch ganz leicht, meine Empfehlung für diese beiden Hörspiele auszusprechen.

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Veröffentlicht am 21.10.2020

Gelungener zweiter Teil!

Glück im Angebot
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Erins Vergangenheit hat tiefe Wunden bei ihr hinterlassen. Seit fast einem Jahr versteckt sie sich nun unter neuem Namen in Parkers Gästehaus und versucht noch immer unsichtbar zu sein. Stets die Angst ...

Erins Vergangenheit hat tiefe Wunden bei ihr hinterlassen. Seit fast einem Jahr versteckt sie sich nun unter neuem Namen in Parkers Gästehaus und versucht noch immer unsichtbar zu sein. Stets die Angst im Kopf, dass ihr Ehemann sie eines Tages aufspürt und umbringt. Sehr zum Missfallen eines jungen Feuerwehrmannes, der sich Hals über Kopf in die zurückhaltende Erin verliebt hat. Matt möchte Erin am liebsten die Welt zu Füßen legen, doch spürt er, dass sie etwas zurückhält. Ganz langsam und behutsam durchbricht er ihre Mauern und kommt ihr immer näher. Ohne zu ahnen, welche Konsequenzen das mit sich zieht.

Aus der Feder von Catherine Bybee entspringt inzwischen der zweite Teil der Creek Canyon Reihe, der sich mit Matt und Erin beschäftigt. Natürlich gibt es auch ein Wiedersehen mit den Liebenden und ihren Familien aus dem ersten Band. So erzeugt die Schriftstellerin ein großes und bereits bekanntes Ensemble, das für viel Trubel, Herzlichkeit und Liebe sorgt.

Vorweg möchte ich anmerken, dass es sich hierbei zwar um den zweiten Teil einer Reihe handelt, doch jedes Werk eine in sich abgeschlossene Haupthandlung enthält, weshalb sie auch vollkommen losgelöst voneinander verschlungen werden dürfen. Doch schöner ist es auf jeden Fall, auch Colins und Parkers Romanze miterlebt zu haben.

In diesem Buch dreht sich jedenfalls alles um Erin und Matt, die sich ganz langsam immer näher kommen. Während Erin nur vorsichtig aus ihrem Schneckenhaus hervorkommt, weiß Matt genau was er will, nämlich Erin. Er ist ihr verfallen und möchte sie unbedingt kennen und liebenlernen. Trotzdem merkt er schnell, dass Erin einiges an Gepäck mit sich herumschleppt, weshalb er es langsam angehen lässt. Er baut sich Vertrauen auf und sie lässt es zu, dass er hinter ihre Fassade blicken kann. Sehr feinfühlig wird die Beziehung beschrieben, die von vielen Ängsten und Sorgen begleitet wird.

Erin ist eine Frau, die viel Leid erlebt hat. In diesem Werk wird deutlich, wie brutal manche Männer ihre Frauen behandeln. Die Autorin hat dabei kaum ein Blatt vor den Mund genommen und den Lesern deutlich zu verstehen gegeben, dass es nicht harmlos, sondern äußerst eklig und schäbig abgelaufen ist. Diese Szenen sind schrecklich und sorgen für viel Tiefgang in der Erzählung. Durch Erins Erlebnisse wird viel Tragik in die Handlung integriert. Hinzu kommt ein kleiner Spannungsbogen, der von Beginn an geschürt und zum Schluss hin noch einmal perfekt gesteigert wird.

Die Erzählung ist lebendig und authentisch. Die Autorin beschreibt die Ereignisse bildlich, ergreifend und voller Gefühl. Die Protagonisten wirken charismatisch und sympathisch. Es fällt leicht, sich auf die Geschichte einzulassen und sich von der Atmosphäre und der Herzlichkeit einnehmen zu lassen.

Gelungener zweiter Teil!

Mein persönliches Fazit:

Nachdem ich bereits die Liebesgeschichte von Parker und Colin verschlungen habe, musste ich einfach erfahren, wie es nun mit Matt und Erin weitergehen würde. Dabei lag mein persönliches Hauptaugenmerk auch weniger auf der Romanze als vielmehr auf Erins Vergangenheit, die mich erschüttert und bewegt hat.

Die Erlebnisse und Erins Figur haben mich richtig getroffen und ich habe mit ihr mitgelitten und gefiebert. Immer die Angst im Nacken, dass ihr Exmann sie auffindet und doch noch vollendet, was er bereits erfolglos versucht hat. Zudem wurde die Handlung durch die süße Lovestory mit Matt aufgepeppt, der sich als richtiger Held herausgestellt hat. Durch seine positive Art und Weise und seine Beharrlichkeit hat er mich bereits nach wenigen Seiten überzeugt. Zusammen bilden sie einfach ein herrliches Team, was mich ideal unterhalten hat.

Diese Geschichte überzeugt also nicht nur durch die romantische Note, sondern auch durch Tragik und Dramatik. Es ist spannend und aufregend, kombiniert mit einer sehr emotionalen Handlung, wird aus diesem Werk etwas ganz Besonderes. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, weshalb es mir auch ganz leicht fällt, für dieses Buch meine größte Empfehlung auszusprechen.

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Veröffentlicht am 24.09.2020

Ein Roman, der tief bewegt...

Immer ist ein verdammt langes Wort
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Nach einem folgenschweren Unfall fällt es Rena schwer, sich in ihren Alltag einzufinden. Nicht nur steht ein Umzug an, auch ihre Mutter scheint noch entrückter zu sein als sonst. Doch dann passiert etwas, ...

Nach einem folgenschweren Unfall fällt es Rena schwer, sich in ihren Alltag einzufinden. Nicht nur steht ein Umzug an, auch ihre Mutter scheint noch entrückter zu sein als sonst. Doch dann passiert etwas, denn ein mysteriöser Junge taucht plötzlich auf ihrem Balkon auf, praktisch vom Himmel gefallen. Kick ist jung, hübsch und verzaubert Renas Welt auf eine ganz besondere Weise. Doch leider leidet sich noch immer unter den Folgen des Unfalls. Gedächtnislücken türmen sich auf und sie vergisst alltägliche Dinge. Schafft sie es, das Trauma abzuwenden und positiv in die Zukunft zu blicken?

Schriftstellerin Sabine Schoder hat bereits zahlreiche Leser mit ihren Werken „Liebe ist was für Idioten. Wie mich.“ oder „So was passiert nur Idioten. Wie uns.“ Begeistert. Sie hat die Fähigkeit, ihre Werke durch eine lockere, humorvolle Art und Weise aufzupeppen, dennoch den Ernst der Lage nicht zu außen vor zu lassen. Auch dieses Werk beinhaltet wieder ein wunderbares Zusammenspiel aus Tragik, Romanze und literarischem Vergnügen.

Ganz im Fokus dieser Erzählung steht die achtzehnjährige Renate, die von allen nur Rena genannt werden möchte. Sie hat vier Monate im Koma gelegen und wurde zahlreich operiert. Inzwischen hat sie gelernt, mit ihrer künstlichen Hüfte zurecht zu kommen, dennoch hat sie noch immer starke Schmerzen. Rena ist sympathisch, aufgeschlossen und mutig. Sie stellt sich vielen Dingen und versucht immer, für ihre Mutter da zu sein. Darüber hinaus vergisst sie sich selbst manchmal, trotz ihrer eigenen Probleme. Zu Kick fühlt sie sich sofort hingezogen, mit ihm kann sie zum ersten Mal frei sprechen. Zusammen bilden sie ein harmonisches Team, das begeistert und zum Weiterlesen verführt.

Sabine Schoder schreibt ihre Geschichte aus Sicht von Rena. Dennoch blendet sie zwischendurch immer wieder kleine Episoden ein, die nicht aus Renas Vergangenheit stammen. Diese bilden einen herrlichen Kontrast zu der restlichen Handlung und lassen die Vermutung erwachen, dass dort mehr hinter stecken könnte. Da die Handlung sehr dramatisch, teilweise traurig, dennoch humorvoll und stets überraschend geschrieben worden ist, kann der Leser sich kaum aus der Erzählung herausziehen. Viel zu sehr ist der Suchtfaktor bereits nach wenigen Seiten geweckt, denn von Beginn an ist zu spüren, dass hier etwas nicht stimmt.

Großartiger Roman, der mich regelrecht gefangen genommen hat!

Mein persönliches Fazit:

Ich liebe Sabine Schoders Romane einfach. Sie hat diese Leichtigkeit, die mich vollkommen an die Erzählung bannt. Schon nach wenigen Kapiteln ist mir hier bereits bewusst gewesen, dass hier noch etwas fehlt und ich habe mich bis zum Schluss gedulden müssen, um endlich die Wahrheit hinter der Geschichte zu entdecken. Gemeinsam mit Rena habe ich die Handlung enträtselt und mit ihr mit gebangt. Insgesamt hat mich das Werk zu 100 Prozent erreicht, denn Renas Reise durch die Gegenwart und Vergangenheit hat mich ergriffen und nicht mehr losgelassen.

Durch den idealen und lebendigen Erzählstil, die beiden fantastischen Protagonisten und die überzeugende und überraschende Handlung, kann ich dem Buch einfach nur die volle Punktzahl geben. Hier stimmt einfach alles, denn sowohl große Gefühle, als auch versteckter Humor und eine Prise Tragik runden das Gesamtwerk herrlich ab. Ich freue mich schon sehr auf weitere Ideen von Sabine Schoder.

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Veröffentlicht am 23.09.2020

Ein gelungener Thriller mit Spannungsgarantie!

Die App – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst.
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Als Hendrik Zemmer von einer Not-OP nach Hause kommt, ist seine Verlobte spurlos verschwunden. Obwohl er sofort an ein Verbrechen denkt, glaubt ihm die Polizei zunächst nicht, denn es liegen keine Hinweise ...

Als Hendrik Zemmer von einer Not-OP nach Hause kommt, ist seine Verlobte spurlos verschwunden. Obwohl er sofort an ein Verbrechen denkt, glaubt ihm die Polizei zunächst nicht, denn es liegen keine Hinweise auf ein Verbrechen vor. Als Hendrik während seiner Recherchen auf die smarte Alexandra stößt, wird ein neuer Verdacht in ihm geweckt. Kann das alles etwas mit dem Smart-Home-System ADAM zutun haben, dass in seinem Haus installiert worden ist? Merkwürdigerweise ist seine Verlobte nicht die einzige Person, die in Hamburg verschwunden ist. Noch andere sind davon betroffen und alle haben die gleiche App genutzt. Gibt es dort eine Verbindung?

Arno Strobel ist ein Meister seines Fachs und hat schon zahlreiche Leser mit seinen Geschichten verängstigt, fasziniert und begeistert. Mit seinem neusten Buch „Die App“ bedient er sich einer Idee, die nicht so weit von der Hand zu weisen ist und so für viel Stoff zum Nachdenken sorgt.

Vorweg möchte ich anmerken, dass ich bereits einige Bücher von Herrn Strobel gelesen habe und ich immer wieder von seinen schaurigen Geschichten mitgerissen bin. Deshalb musste ich auch einfach wissen, was sein neustes Werk so auf Lager hat.

Im Fokus dieser Erzählung steht der 42-jährige Arzt Hendrik Zemmer, der seine spurlos verschwundene Verlobte sucht. Kurz bevor er das Haus verließ, war zwischen ihm und Linda noch alles in Ordnung, ein paar Stunden später ist sie fort. Das Ganze ereignet sich eine Woche vor ihrer Hochzeit. Deshalb glaubt Hendrik nicht, dass Linda ihn einfach verlassen hat. Er beginnt sehr schnell damit, die Polizei zu informieren und sucht Hilfe im Internet. Dadurch erhält er immer mehr Informationen, die ihn teilweise verwirren, teilweise aber auch schockieren.

Die Handlung selbst ist logisch und chronologisch aufgebaut worden. Dabei wechselt der Autor zwischen der eigentlichen Erzählung um Hendrik und einigen anderen Protagonisten hin und her. Die Gedankengänge und Erlebnisse der anderen Charaktere wird extra kursiv dargestellt, weshalb sich die Haupthandlung wunderbar von den Nebenschauplätzen unterscheiden lässt. Allerdings möchte ich anmerken, dass gerade die Nebenschauplätze für die schrecklichen und angsteinflößenden Momente sorgen. Deshalb bereitet es doppelte Freude, gleich alle Szenenbilder zu verfolgen und auch die anderen Erlebnisse zu erfahren.



Ein gelungener Thriller mit Spannungsgarantie!



Mein persönliches Fazit:

Arno Strobel verfügt über das Talent, mit Worten eine Kulisse zum Leben zu erwecken. Er hat es mühelos geschafft, mich vollkommen in die Geschichte hinein zu katapultieren und mich wunderbar zu unterhalten. Durch diese Leichtigkeit und lebendige Ausdrucksweise ist es mir leichtgefallen, mich von der Erzählung einnehmen zu lassen. Alles wirkt stimmig, vertraut und authentisch. Die Protagonisten sind facettenreich, die Handlung ist dramatisch und aufregend, der Plot schlüssig und nachvollziehbar.

Also alles in allem bietet das Buch beste Unterhaltung von Anfang bis Ende. Nicht nur Thriller-Fans werden hier auf ihre Kosten kommen, denn meiner Meinung nach lädt das Werk durchaus zum Nachdenken ein. Wieviel geben wir von uns preis? Wie smart muss unser Heim tatsächlich sein? Und vertrauen wir den Entwicklern dieser Apps? Wieviel ist Fantasie, wieviel könnte tatsächlich geschehen?

Da Herr Strobel mich durch seine Idee teilweise geschockt, teilweise aber auch begeistert hat, kann ich dem Werk nur bedenkenlos meine größte Leseempfehlung aussprechen. Davon darf es gerne jederzeit noch mehr geben. Vielen Dank.

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Veröffentlicht am 01.09.2020

Herrliche Liebesgeschichte, die begeistert...

Körbchen unterm Mistelzweig
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Schon seit über einem Jahr ist Viola in Lukas vernarrt, doch würde sie das niemals zugeben. Dafür ist sie viel zu schüchtern und vermutlich überhaupt nicht sein Typ. Als sich es dann jedoch ergibt, dass ...

Schon seit über einem Jahr ist Viola in Lukas vernarrt, doch würde sie das niemals zugeben. Dafür ist sie viel zu schüchtern und vermutlich überhaupt nicht sein Typ. Als sich es dann jedoch ergibt, dass ausgerechnet sie zusammen einen kleinen Welpen ausgesetzt am Straßenrand entdecken, sind sie sich sofort einig, dass sie sich um die kleine Dame kümmern müssen. Sie taufen den Schnauzerwelpen auf den süßen Namen Miss Daisy und beschließen, sich fortan gemeinsam um den Hund zu kümmern. Nun treffen sie immer wieder aufeinander und für Viola wird es immer schwerer, ihre Gefühle zu unterdrücken. Aber muss sie das auch wirklich tun oder könnte auch Lukas Gefühle für Viola entwickeln? Eine aufregende, vorweihnachtliche Zeit beginnt.

Aus der Feder der deutschen Autorin Petra Schier entspringt die Idee zu dieser bezaubernden Romantikgeschichte „Körbchen unterm Mistelzweig“ mit dem sie ihre Leser ein weiteres Mal in die vertraute Kulisse um die Vorweihnachtszeit katapultiert.

Aber keine Sorge, dieses Buch beinhaltet eine in sich abgeschlossene Handlung und kann vollkommen losgelöst von allen anderen Werken gelesen werden.

Im Mittelpunkt dieser Geschichte stehen Viola, Lukas und Miss Daisy.

Miss Daisy ist die süße Schnauzerdame, die mit Hilfe von Santa Claus und den Elfen versucht, Violas Wunsch zu erfüllen. Doch dazu müssen sie alle zusammenarbeiten, denn gerade bei Lukas bedarf es viele Wunder.

Lukas hat bereits eine schmerzhafte Trennung hinter sich und möchte sich unter keinen Umständen neu binden. Ein unverfänglicher Flirt ist in Ordnung, doch mehr darf daraus leider nicht werden. Viola ist genau der andere Typ. Romantisch, leidenschaftlich und liebevoll. Sie wünscht sie einen Mann an ihrer Seite, der sie so liebt und akzeptiert, wie sie ist. Da sie allerdings sehr schüchtern ist, traut sie sich kaum den ersten Schritt zu. Glücklicherweise ist Lukas nicht auf den Mund gefallen.

Sehr langsam baut sich diese romantische Erzählung auf, die sich mit den Erlebnissen und Gefühlen ihrer Protagonisten beschäftigt. Petra Schier verzaubert ihre Handlung durch lebendige und bildliche Worte und lässt durch ihre Beschreibungen die Kulisse regelrecht erblühen. Es fällt sehr leicht, sich auf die Geschichte einzulassen und sich alles vorzustellen. Da die Erzählung so herrlich leicht und sinnlich ist, kann der Leser sich entspannt zurücklehnen und sich von der Romanze einfangen lassen.

Herrliche Liebesgeschichte, die mich begeistert hat!


Mein persönliches Fazit:

Ich liebe diese kleinen, romantischen Liebesabenteuer einfach ungemein. Und hier passt einfach alles zusammen. Ein kleines Familiendrama, zwei herzliche und sympathische Protagonisten und eine aufregende, vorweihnachtliche Atmosphäre lassen das Werk regelrecht erstrahlen.

Auch dieses Zusammenspiel zwischen den kleinen Helfern hinter den Kulissen und der leidenschaftlichen Beziehung zwischen Lukas und Viola ist hervorragend gelungen. Hier wirkt alles stimmig, passend und gut durchdacht. Der Leser spürt, dass sich die Autorin viele Gedanken gemacht und mit diesem Buch etwas Besonderes erschaffen hat.

Wenn ich überhaupt einen kleinen Kritikpunkt anbringen darf, dann ist es ein fehlendes Personenregister, dass ich mir gerade zu Beginn gewünscht hätte. So musste ich doch einige Zeit in meiner Erinnerung kramen, bis ich die anderen Familienmitglieder und ihre Geschichten wieder einigermaßen hintereinander hatte. Wenn es zu Beginn noch einmal einen kleinen Hinweis gegeben hätte, wäre es vermutlich noch schöner gewesen. Doch das ist unabhängig vom restlichen Werk zu betrachten. Denn insgesamt bietet diese Geschichte zauberhafte Unterhaltung, die sich von Anfang bis Ende lohnt. Meine Empfehlung ist gewiss!

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