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Veröffentlicht am 27.11.2017

Die magische Welt der Worte

Bird and Sword
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Kennt ihr das, wenn ihr euch fest vorgenommen habt ein Buch zu rezensieren sobald ihr es gelesen habt und dann ist es endlich soweit und ihr wollt eure Gedanken dazu doch lieber für euch behalten? So geht ...

Kennt ihr das, wenn ihr euch fest vorgenommen habt ein Buch zu rezensieren sobald ihr es gelesen habt und dann ist es endlich soweit und ihr wollt eure Gedanken dazu doch lieber für euch behalten? So geht es mir im Moment besonders bei „Bird and Sword“ von Amy Harmon.
Ich habe schon einige Rezensionen zum Buch gelesen und die Meinungen driften ja regelrecht auseinander. Deshalb ist es mir umso wichtiger meinen Eindrücken Raum zu geben.

Zuerst einmal das Cover. Schon als ich es nur sah hatte es eine beeindruckende Wirkung auf mich. Diese goldene Farbgebung und der Titel passen einfach nur super zusammen. Die Federn im Hintergrund, die das Mädchen umgeben und diese naturbezogene Krone runden das Bild meines Erachtens ab. Besonders gefällt mir die Bewegung die es ausstrahlt.

Meine Eindrücke:
Die Geschichte um Lark beginnt mit einem Ausschnitt aus ihrem Leben, in dem sie noch zu sprechen vermochte. Diese Szene war zugleich faszinierend als auch traurig. Denn kurz nachdem sie ihre Magie der Worte für ein paar Puppen benutzte, wurde ihre Mutter gerufen, da der König unangekündigt eintraf. Leider entwischte Lark eine der Puppen. Sie flog für alle sichtbar am Himmel und das obwohl es verboten ist Magie zu benutzen. Jeder der dagegen verstößt wird mit dem Tode bestraft. In diesem Fall dachten alle es wäre Mesharas Werk und nicht das ihrer Tochter. Diese Unachtsamkeit bezahlte sie mit dem Tod. Ihre letzten Worte widmete sie Lark und damit sorgte sie dafür, dass es Lark erst wieder möglich sei zu sprechen, wenn die Zeit es verlangt.

Und so wächst Lark zu einer jungen, klugen und selbstbewussten Frau heran, die versteht jedoch nicht reden kann. Doch es bedarf auch keiner Worte, denn Lark kann sich auch so ausdrücken, wenn sie es möchte. Das zeigt die stumme und eingespielte Kommunikation zwischen ihr und Boojohni, ihrem persönlichen Leibwächtertroll.

Das Konstrukt was Amy Harmon hier entstehen ließ gefällt mir sehr gut. Besonders die Thematik um die Magie der Worte hat mich beeindruckt. Für mich persönlich war es spannend Lark und Tiras zu begleiten obwohl ich mir anfangs nicht sicher war, ob sich zwischen den beiden tatsächlich eine Beziehung entwickeln wird. Denn so wie sie zu Beginn miteinander umgegangen sind war alles andere als nett und freundlich gesinnt. Diese „seltsame“ Entwicklung zwischen den beiden zieht sich zu zwei Dritteln durch das Buch. Aber anders als andere empfinde ich es nicht als schlimm, dass Lark sich immer mehr zu Tiras hingezogen fühlt, obwohl er sie noch einsperrt, und ihn dennoch „verehrt“, weil er ihr Worte lehrt. Ich weiß, dass es nicht toll sein kann in einem Zimmer eingesperrt zu sein, jedoch hat sie etwas, auf das sie sich konzentrieren kann. Sie hat für sich eine Aufgabe gefunden und es scheint ihr meistens auch Spaß zu machen.
Tiras ist für mich ein sehr undurchschaubarer Charakter gewesen. Zumindest bis man einige Geheimnisse aufgedeckt bekommt. Ich verstehe, dass er versucht sein Land zu beschützen nur wirkte es einfach grausam und herzlos als er Lark ohne große Worte von ihrem Vater mitnahm.
Umso schöner fand ich das Boojohni sie begleiten durfte. Die Verbindung, die zwischen den beiden besteht, ist richtig greifbar und von unbeschränkter fürsorglicher Liebe geprägt, wie sie zwischen ihr und ihrem Vater hätte bestehen sollen.

Zuerst konnte ich mir keinen Reim auf den zweiten Teil des Titels machen. Ich konnte nur „Bird“ mit Lark als Name etwas verknüpfen aber mit der Bedeutung von „Sword“ wurde der Leser noch eine ganze Weile auf die Folter gespannt. Das machte es am Ende umso schlüssiger.
Ich hätte nie auch nur eine Ahnung gehabt, welche Rolle Lark an Tiras Schicksal innehat. Sie wusste es ja selbst nicht mehr. Denn sie war ja auch erst 5 Jahre alt als alles seinen Anfang fand.

Die Dramatik gegen Ende des Buches wurde immer intensiver und die Auflösung war dadurch umso überraschender. Der Schreibstil hat mich nur so durch die Seiten getragen und ich war erstaunt, als ich das Buch so schnell beendet hatte.

Deshalb freue ich mich umso mehr darauf im zweiten Band „Queen and Blood“ endlich auch etwas mehr über Kjell, Tiras Bruder, zu erfahren, denn dieser ist in „Bird and Sword“ etwas kurz gekommen. Mir wurde er immer sympathischer obwohl er mit Lark doch recht ruppig umging. Aber es ging ihm dabei wahrscheinlich nur darum seinen Bruder zu schützen. Egal vor wem.

Kann das Buch wirklich mit gutem Gewissen empfehlen.

Veröffentlicht am 28.11.2017

Ein Highlight dieses Jahr

Berühre mich. Nicht.
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Ich bin immer noch hin und weg, wenn ich an das Buch zurückdenke und kann es gar nicht erwarten bis Teil 2 erscheint.

Zuerst das Cover:
Ich habe mich in das Cover verliebt, bevor ich die Leseprobe überhaupt ...

Ich bin immer noch hin und weg, wenn ich an das Buch zurückdenke und kann es gar nicht erwarten bis Teil 2 erscheint.

Zuerst das Cover:
Ich habe mich in das Cover verliebt, bevor ich die Leseprobe überhaupt gelesen hatte. Die Blumen hinter dieser klaren Struktur und die Schriftart des Titels gefällt mir unglaublich gut und es passt sehr gut zum Buch. Das Thema der Blumen, die bei jeder Berührung zerstört werden könnten, wenn man sie zu derb anfasst vereint sich total gut mit den Charakteren. Besonders gut passt es zu Sage.

Die Charaktere:
Wahrscheinlich brauche ich gar nicht erst sagen, wie gut Sage und Luca zusammenpassen. Ich mochte es sehr ganz langsam an Sages innerer Welt teilhaben zu dürfen. Ihre gesamte Entwicklung innerhalb der Story gefällt mir. Sie als Person mit all ihrem Balast, den sie mit sich herumtragen muss kommt authentisch und echt rüber und vermittelt einem von Anfang an das Gefühl ihr beistehen zu wollen.
Genauso erging es mit mit Luca. Seine Art wie er mit Sage umgeht ist zum einen unglaublich liebevoll und zum anderen auch beschützend. Man merkt wie auch er sich langsam öffnet und in Sage jemanden findet, dem er vertrauen kann. Ich finde es gut, dass er nur am Anfang als „Bad Boy“ dargestellt wird, da auch er einen Grund hat sich vor anderen zu verschließen und diese Mauer auch aufrecht zu erhalten. Doch zu Sage ist er von Anfang an sehr freundlich und fürsorglich und das nicht nur, weil April seine Schwester ist.
Oh Gott ich finde April einfach nur hinreißend und irgendwie niedlich. Sie ist die gute Seele unter diesem kleinen Haufen an Personen. Immer fröhlich und darauf bedacht, dass es den Menschen, die ihr wichtig sind, gut geht und wenn dies mal nicht der Fall ist versucht sie das zu ändern, sofern es ihr möglich ist. April ist aufgeschlossen und lebensfroh. Ich hoffe sehr, dass es für sie und Gavin irgendwann vielleicht auch eine Geschichte gibt, denn sie hat auch ihr Happy End verdient.
Gavin spielt in diesem Teil nur eine kleine Rolle. Er ist der beste Freund von Luca und sitzt in einem von Sage‘s Kursen. Daher kennen sich die beiden auch. Was anfangs zu kurzer Verwirrung führt als Sage April das erste Mal besucht.
Bei allen Charakteren weiß man, dass sie in ihrer Art und ihrem Auftreten nichts böses wollen und ihre Gefühle, auch wenn sie die nicht immer offen zeigen, echt sind.

Besonders gefällt mir die Entwicklung der Beziehung zwischen Sage und Luca. Es passiert nicht von jetzt auf gleich, denn beide sind auf ihre ganz eigene Weise „vorbelastet“ und müssen erst wieder lernen anderen zu vertrauen. Bei Luca funktioniert es etwas schneller oder zumindest gelingt es ihm leichter als Sage. Aber auch sie arbeitet ständig an sich und kann auch Erfolge verzeichnen.
Bis zu dem Punkt an dem Alan, ihr unfassbar grausamer und fruchtbarer Stiefvater ihr Leben und alles was sie sich erarbeitet und neu aufgebaut hat wieder zunichte machen will. Was ihm leider auch gelingt.

Ich bin absolut kein Fan von diesem Cliffhanger, den Laura Kneidl am Ende eingebaut hat, denn dieser ließ mir das Herz schwer, traurig und auch wütend werden. Ich hoffe soo sehr, dass Sage nicht wieder etwas schreckliches passiert und ich fände es furchtbar zu lesen, wenn sie tatsächlich nach Hause fährt. Für Sage und Luca wünsche ich mir endlich offene Karten. Denn rational aus Luca‘s Sicht lässt sich Sage‘s Verhalten nicht erklären.

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Veröffentlicht am 04.07.2021

Briefe an den Weihnachtsmann

Sleepless in Manhattan
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Zuerst muss ich sagen, dass ich die Grundidee der Briefe an den Weihnachtsmann mit Weihnachtswünschen unheimlich toll fand. Auch die Umsetzung in der Geschichte gefiel mir wahnsinnig gut. Aufgrund dessen ...

Zuerst muss ich sagen, dass ich die Grundidee der Briefe an den Weihnachtsmann mit Weihnachtswünschen unheimlich toll fand. Auch die Umsetzung in der Geschichte gefiel mir wahnsinnig gut. Aufgrund dessen hatte ich mich auch in die Leseprobe verliebt.
Die Geschichte die dahinter stand war einfach so berührend und heartwarming. Und das hatte ich lange nicht bei einem Buch. Über die Olivengläser muss ich heute noch schmunzeln.
Marmaduke ist ebenfalls ein wunderbarer Aufhänger, der sich zu Beginn auch echt gut einbauen lies. Auch hier ist der Hintergrund ein emotionaler Moment. Denn Sadie und Birdie teilen durch die Briefe eine ganz spezielle Beziehung.

Dass Sadie darauf überhaupt eingegangen ist, zeigt was sie für ein Mensch ist. Sebastian hingegen lernt man zu Beginn als einen sehr strengen und weniger emotionalen Charakter kennen. Sobald er sich aber hinter die Mauern schauen lässt ändert man komplett seine Meinung über ihn. Was ihm und seiner Tochter widerfahren ist wünscht man niemandem und so wird einem klar, wieso er manchmal so harsch war.

Dass die Lüge bzgl. des Hundetrainings aufflog war klar. Dass es allerdings so schnell geht damit hatte ich nicht gerechnet. Aber insgeheim freue ich mich darüber, dass es nicht so ewig lang so ging, denn das war ja kein Zustand. Die beiden Mails nach dem Vorfall waren sehr emotional. Das mochte ich echt gern, denn da hat man gemerkt, dass Sebastian sich langsam anfängt zu öffnen. Ab da war es nur noch eine Frage der Zeit bis die beiden sich näher kommen.
Dass Amanda noch so eine große Rolle in Sebastians Gedanken spielt war auch nachvollziehbar, auch wenn er auf der anderen Seite schon anfing sich für Sadie zu öffnen.
Nachdem sie ihm ihr Geheimnis offenbart hatte wurde mir warm ums Herz. nur um kurz danach stehen zu bleiben, weil Sebastian den Test hinter Sadies Rücken hat machen lassen. Das war nicht gut und an ihrer Stelle hätte ich weniger Verständnis dafür gehabt. Aber das zeichnet Sadie wiederum aus. Sie ist ein herzensguter Mensch und das wird sich auch nicht ändern.
Dass Birdie die beiden als Paar so schnell akzeptiert konnte ich mir denken, da sie von Sadie von Anfang an so begeistert war. Das passte einfach perfekt zusammen.

Die Geschichte mit dem Heiratsantrag war der Knaller. Ich hab mich zwischendrin wegschmeißen können vor Lachen. Besonders nach der Auflösung und Birdies trockenem Humor zur Situation. Für mich ist die Konstellation mehr als gelungen zumal man über den Epilog noch so einiges erfährt.

Der Schreibstil des Buches hat mich wieder einmal überzeugen können. Die Charaktere sind nicht platt sondern haben (emotionale) Tiefen und wirken nicht wahllos auf Papier gekritzelt. Die Geschichte ist mal was anderes und nicht so leicht mit anderen zu vergleichen.

Ich kann nur mit dem "Sleepless" im Titel nicht so wirklich was anfangen. Aber vielleicht habe ich da auch was überlesen.

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Veröffentlicht am 19.07.2020

gutes Buch aber nicht das emotionalste der Autorin

Wie die Ruhe vor dem Sturm
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Ich durfte das Buch von B. C. Cherry im Rahmen einer Leserunde bei der Lesejury lesen und war mehr als überrascht, dass ich für die Leserunde überhaupt ausgewählt wurde. Denn die Bewerberzahl war unheimlich ...

Ich durfte das Buch von B. C. Cherry im Rahmen einer Leserunde bei der Lesejury lesen und war mehr als überrascht, dass ich für die Leserunde überhaupt ausgewählt wurde. Denn die Bewerberzahl war unheimlich hoch. :)

Das Cover des Buches gefällt mir wirklich richtig gut. Ich mag die Farben wieder sehr und freue mich derzeit immer wieder, keine Gesichter oder Menschen auf Covern zu sehen. Es wird aber wahrscheinlich wieder Zeiten geben, da ist es wieder "trendy". :)
Wie dem auch sei.. mich berühren die Geschichten der Autorin immer wieder sehr. Jede steht für sich allein und ich weiß gar nicht wie sie es macht aber für mich gleicht keine Geschichte der anderen. Es sind andere Hintergründe und andere Beweggründe, die mich jedes Mal auf's Neue tiefer in die Geschichten der Charaktere ziehen.

Dieses Mal lernen wir Eleonor und Greyson kennen und lieben. Die beiden haben schon eine gemeinsame Geschichte bevor sie sich im Erwachsenenalter wieder begegnen. Diese Vergangenheit ist geprägt von Verlust, Leid und Schmerz aber auch von Liebe, Zuversicht und Vertrauen.

Ich mochte die Entwicklung die Eleonor und auch Grey während des Buches durchleben. Man bekommt von dem Augenblick an, an dem Eleonor erneut auf Greyson trifft, dass ihn ganz viele Dämonen verfolgen und dass ihm das Schicksal übel mitgespielt hat. Aber auch Eleonor ist nicht ohne einen Rucksack unterwegs und so beginnt ein Prozess der Heilung für alle.

Während des Lesens habe ich mich in die beiden Mädchen von Grey mehr als verliebt. Lorelai und Karla sind beide ganz wundervolle Kinder und ich hätte Greyson in vielen Momenten mehr als schütteln und anschreien können. Denn er sieht nicht, was er den Mädchen mit seinem Verhalten antut. Von daher ist Karlas Verhalten ihm gegenüber aus meiner Sicht vollkommen nachvollziehbar. Wer weiß, wie man sich selbst als Tochter fühlen würde, wenn man in dieser Situation wäre.

Für mich war es unglaublich mitzuverfolgen, wie sie alle auf ihre eigene Weise Vertrauen schenken konnten und als ein ganzes zusammen wachsen konnten. Besonders der Bezug zu den Libellen hat mir mehrfach die Tränen in die Augen steigen lassen. Da war es für mich toll zu sehen, wie dieses Motiv ganz zum Schluss nocheinmal aufgegriffen wurde. :)
Neben all den emotionalen Momenten gab es auch nervenaufreibende und humorvolle Szenen. Die haben für mich den Roman wieder abgerundet. Auch wenn ich zugeben muss, dass es für mich nicht das emotionalste Buch der Autorin war.

Ich bin ganz gespannt, was man von der Autorin noch alles tolles lesen darf. Denn ihr Schreibstil und ihre Liebe und Hingabe zu ihren Charakteren macht ihre Geschichten jedes Mal zu etwas ganz besonderem.

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Veröffentlicht am 22.06.2020

Toller Abschluss eines starken Duetts

All of You
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Ich hatte mich in die Cover verliebt noch bevor ich den Klappentext des ersten Teils überhaupt gelesen habe. Für mich passt da einfach alles zusammen. Die Farben, die Aufmachung und besonders diese Schlichtheit, ...

Ich hatte mich in die Cover verliebt noch bevor ich den Klappentext des ersten Teils überhaupt gelesen habe. Für mich passt da einfach alles zusammen. Die Farben, die Aufmachung und besonders diese Schlichtheit, welche Ruhe und gleichzeitig Tiefe ausstrahlt. Es ist erfrischend, mal keine knalligen oder auch pastellfarbenen Cover zu sehen.

Teil 1 endet ja mit einem Knall, mit welchem ich persönlich nicht hundertprozentig gerechnet habe. Ich hatte zwar eine Vorahnung und auch während des Lesens spielten meine Gedanken dazu ihre eigene Playlist jedoch konnte ich mir das so, wie Reid es annimmt und Shaw ins Gesicht gepfeffert hat, nicht vorstellen. Mir gefällt sehr, dass All of You genau an dieser Stelle wieder beginnt.

Für Shaw ist die ganze Situation sehr komplex und die "Infos" von Reid bürden ihm eine riesige Aufgabe auf. Er steht jetzt mit dem Rücken zur Wand und muss die schützen, die er liebt und gleichzeitig ist es ein schmaler Grad dazwischen, genau jene zu verlieren. Wo setzt er seine Prioritäten? Kann er die Wahrheit herausfinden und somit sowohl Bluebelle als auch Willow bei ihm halten?

Oh man .. das war gegen Ende ja echt nochmal was.. Ich habe Willow verstanden aber auch Shaw und so wurde die ganze Sache absolut nicht einfach für beide Seiten. Willow hat mehr Verluste in ihrem Leben gehabt als Shaw es sich hat vorstellen können. Denn wenn man es rational betrachtet ist auch ihre Mutter nur noch selten wirklich mit relativ klaren Verstand im Haus unterwegs, sodass ihr von ihrer Familie niemand mehr geblieben ist. Und durch reinen Zufall stößt sie auf Shaw und Noah und ihre ganze Welt dreht sich plötzlich anders.

Ich habe mit den beiden mitgefiebert und gehofft, dass sie da gemeinsam und stärker aus diesem Loch aus Trauer, Wut und Verzweiflung rausgehen. Denn das, was die beiden hatten und haben war von Anfang an irgendwie anders und etwas besonderes. Es hätte mir das Herz gebrochen, wenn sie das gemeinsam mit Bluebelle nicht mehr hätten kitten können.

Es gibt eine Sache, die in mir auch im Nachhinein immer noch nachhallt. Im ersten Band gab es eine Situation, relativ am Anfang als die beiden sich wirklich kennengelernt haben.. Da sagte Willow zu Shaw, dass Namen denjenigen, die sie kennen, Macht verleihen und keine geringe. Ich glaube dessen sollte man sich manchmal wieder bewusst werden. Welche Dinge es gibt, jemanden über sich selbst Macht verleihen. Bei Willow und Shaw war es zu Beginn ihr Name und Reid dachte er könne Shaw auf gleich zwei Wege in die Knie zwingen, die sich beide teilweise sogar bedingen. Die zwei Frauen, die er am meisten liebt auf der Welt und Wahrheiten über die beiden, welche Reid meint zu kennen.

Für mich war der Abschluss des Finding-Me Duetts sehr gelungen und auch wenn Shaw und Willow eine ab und an recht körperliche Verbindung zueinander hatten, so konnten sie sich in diesen Momenten viel mehr öffnen und dem anderen einfach "zeigen" bzw. ihn spüren lassen, was sie beschäftigt.

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