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Veröffentlicht am 19.12.2020

Leben und sterben in Mexico

Der erste Tote
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„Der erste Tote“ von Tim MacGabhann erzählt die Geschichte zweier Journalisten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Machenschaften der Kartelle, korrupten Polizisten und bestechlichen Bauherren ...

„Der erste Tote“ von Tim MacGabhann erzählt die Geschichte zweier Journalisten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Machenschaften der Kartelle, korrupten Polizisten und bestechlichen Bauherren aufzudecken. Dazu reisen Carlos, ein Fotograf, und Andrew, freier Journalist, nach Posa Rica, wo sie auf dem Heimweg die furchtbar zugerichtete Leiche von Julian Gallardo finden. Nachdem die beiden von der Guardia Civil vertrieben wurden, beobachten sie, wie die ebenfalls ängstlichen Polizisten die Leiche auf ihren Truck laden und wegbringen. Daraufhin beschließt Carlos der Sache nachzugehen. Einen Tag später ist er ebenfalls tot und Andrew will unter allen Umständen seinen Tod aufzuklären. Allen Gefahren zum Trotz.
Das Cover gefällt mir sehr gut. Die Santa Muerte mit Waffen und einer Filmrolle darzustellen passt inhaltlich sehr gut.
Der Schreibstil dieses Buches war für mich sehr gewöhnungsbedürftig und auch die vielen spanischen Begriffe haben mich oft stocken lassen. Während des Lesens baute sich keine wirkliche Spannung auf, so wie ich es eigentlich bei einem Thriller erwarte. Das Nachwort erklärt allerdings den Stil der Erzählung als Chronica, so dass ich im Nachhinein sagen muss, dass es ein wirklich gut gelungenes Buch ist.
Einige der beschriebenen Szenen sind sehr brutal und nichts für schwache Gemüter. Wer allerdings Lust auf eine andere Art von Thriller, mit viele wahren Inhalten, hat, der wird bei diesem Buch nicht enttäuscht. Ich werde es nochmal, außerhalb einer Leserunde, lesen. Vielleicht gefällt es mir ja dann noch etwas besser.

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Veröffentlicht am 13.11.2020

Klare Leseempfehlung

Wenn das Meer leuchtet
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"Wenn das Meer leuchtet" von Jessica Koch erzählt die Geschichte von Marie und ihrem täglichen Kampf gegen Mobbing und Anfeindungen ihrer Mitstudenten. Auf Grund des Job-Wechsels ihres Dads hofft Marie, ...

"Wenn das Meer leuchtet" von Jessica Koch erzählt die Geschichte von Marie und ihrem täglichen Kampf gegen Mobbing und Anfeindungen ihrer Mitstudenten. Auf Grund des Job-Wechsels ihres Dads hofft Marie, dass es in einem neuen Bundesstaat besser wird. Für sie und für ihren jüngeren Bruder Collin.Beide wurden auf ihrer alten Schule gemobbt und extrem schlecht behandelt. Doch auch auf der Uni wird es nicht besser.
Marie lernt Jayden kennen, einen der beliebtesten Jungen auf der Uni. Auch er behandelt sie nicht anders als alle anderen. Doch durch einen unglücklichen Zufall ändert er seine Meinung von einem auf den anderen Moment.
Das war mein erstes Buch der Autorin und ich muss sagen, dass ich wirklich froh und dankbar bin, es gelesen haben zu dürfen. Das Thema Mobbing geht uns alle etwas an und besonders bei Kindern ist es noch einmal eine Nummer schlimmer. Auf Grund der Leseprobe wusste ich bereits, wie Marie mit ihrem Mobbing umgeht, bzw. wie es sie beeinflusst und ich war wirklich schockiert. Dass sich Menschen selbst verletzen, um Schmerz zu verarbeiten, ist mir durchaus bewusst, dass es allerdings Gruppen gibt, die "Blood-Painter" genannt werden, war mir neu.
Der Schreibstil, aber natürlich auch die Geschichte, machte es mir leicht das Buch in fast einem Rutsch zu verschlingen und ich kann es nur jedem empfehlen, der eine nicht ganz typische Liebesgeschichte lesen möchte.
Eine ganz klare Leseempfehlung meinerseits.

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Veröffentlicht am 31.08.2020

Emotionen pur

Wie die Ruhe vor dem Sturm
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"Wie die Ruhe vor dem Sturm" von Brittainy C. Cherry erzählt die Geschichte von Eleanor und Greyson. Sie beginnt bereits in ihrer Teenager-Zeit. Ellie ist ein sehr schüchternes und introvertiertes Mädchen, ...

"Wie die Ruhe vor dem Sturm" von Brittainy C. Cherry erzählt die Geschichte von Eleanor und Greyson. Sie beginnt bereits in ihrer Teenager-Zeit. Ellie ist ein sehr schüchternes und introvertiertes Mädchen, das sich lieber in ihren Büchern verliert, als auszugehen. Auf eine Party nimmt sie ein Buch mit, verkriecht sich in eine Ecke und liest, als plötzlich Grey vor ihr steht und, gezwungenermaßen, ein Gespräch mit ihr beginnt. Daraus entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, aus der mehr geworden wäre. Doch Ellie´s Mutter erkrankt an Brustkrebs und ihr Vater beschließt ihr einen letzten Wunsch zu erfüllen. So zieht die Familie ans Meer und wie das nun mal bei Freundschaften und Beziehungen auf Distanz ist, verlieren sich Ellie und Grey aus den Augen. Doch wie das Schicksal so spielt, führt es sie einige Jahre später wieder zusammen. Nun ist es an Ellie, Greyson aus seinem Tief zu führen.
Dieses Buch hat mich wieder von vielen Höhen in viele Tiefs geführt. Der Schicksalsschlag, der Grey´s Leben und das seiner Kinder völlig auf den Kopf gestellt ist wirklich furchtbar. Seine Tochter Karla tat mir unendlich leid. Alles was sie zu ertragen hat ist schrecklich und geschieht wohl leider auch im wirklichen Leben viel zu oft. Lorelai ließ mich oft schmunzeln. Mit ihren sechs Jahren ist sie ein sehr aufgewecktes und hilfsbereites Mädchen, immer bemüht allen eine Freude zu machen.
Von Lachen über Träumen bis hin zum Weinen waren mal wieder alle Emotionen dabei. Ich konnte nicht aufhören zu lesen.
Brittainy C. Cherry ist eine Meisterin der Gefühle. Jedes ihrer Bücher ist lesenswert.

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Veröffentlicht am 13.03.2020

Geschichte und Wissen

Alles klar! Der kleine Drache Kokosnuss erforscht das Alte Ägypten
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Der kleine Drache Kokosnuss und seine Freunde Matilda und Oskar reisen mit Professor Champignon und seiner Zeitmaschine ins alte Ägypten. Dort lernen sie viel über die Geschichte, die Lebensumstände und ...

Der kleine Drache Kokosnuss und seine Freunde Matilda und Oskar reisen mit Professor Champignon und seiner Zeitmaschine ins alte Ägypten. Dort lernen sie viel über die Geschichte, die Lebensumstände und das Land.
Dies war mein erstes Sachbuch vom kleinen Drachen Kokosnuss und ich muss sagen, ich bin schwer begeistert. Den Kindern wird spielerisch Wissen vermittelt, ohne dass es langweilig wird.

Die Illustrationen tragen nochmal dazu bei, dass die Kinder das Gehörte bzw. Gelesene noch deutlicher vor Augen haben und verstehen.

Mein Sohn (2. Klasse) und ich haben die Kapitel abwechselnd vorgelesen, wobei er noch ein paar Schwierigkeiten mit den komplizierteren Wörtern hatte. Das widerrum weckte sein Interesse und regte ihn dazu an, Fragen zu stellen.

Uns gefiel das Buch sehr gut und er spricht immer mal wieder von den Ägyptern und wie sie gelebt haben. Also ein voller Erfolg bei meinem Kleinen, der sonst nicht so gerne Bücher liest.

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Veröffentlicht am 10.02.2020

Eine Familie mit all ihren Geheimnissen

Der Sunday Lunch Club
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Anna und ihre Geschwister veranstalten sonntags reihum den „Sunday Lunch Club“. In wechselnden Konstellationen und bunt zusammengewürfelt trifft sich die Familie im Rahmen eines meist sehr guten Mittagessens ...

Anna und ihre Geschwister veranstalten sonntags reihum den „Sunday Lunch Club“. In wechselnden Konstellationen und bunt zusammengewürfelt trifft sich die Familie im Rahmen eines meist sehr guten Mittagessens und klatscht und tratscht über die Neuigkeiten der anwesenden Personen. Jedes der vier Geschwister hat ein anderes Kreuz zu tragen. Sei es Neil, der verheiratete, schwule Adoptivvater der kleinen Paloma und sein Ehemann Santi; Josh, der ein Geheimnis verbirgt; Maeve alleinerziehende Mutter eines Teenagers, deren Partner ständig wechseln; oder eben Anna, schwanger von einem One-Night-Stand, mit einem weiteren Geheimnis im Gepäck.
Die Charaktere haben mir wirklich gut gefallen und ich hatte das Gefühl bei jedem Lunch selbst am Tisch zu sitzen.
Ein wunderschönes Buch über die Irrungen und Wirrungen innerhalb einer Familie, die am Ende doch immer zueinanderfindet und zusammenhält.
Eine Geschichte über eine Familie, die jeden, der sich wagt, herzlich aufnimmt und wie einen der ihren behandelt.
Dieses Buch ist nur zu empfehlen!

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