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Veröffentlicht am 19.01.2022

Wunderbares Märchen-Retelling

Cursed Rose. Das Herz der Zauberin
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Der Impress Verlag hat mich noch nie mit einem Märchen-Retelling enttäuscht, doch diese Nacherzählung von "Die Schöne und das Biest" war für mich besonders fesselnd.
Die Geschichte ist nur recht wage an ...

Der Impress Verlag hat mich noch nie mit einem Märchen-Retelling enttäuscht, doch diese Nacherzählung von "Die Schöne und das Biest" war für mich besonders fesselnd.
Die Geschichte ist nur recht wage an das Original-Märchen angelehnt. Das Gerüst ist identisch, jedoch kommen viele weitere Elemente hinzu.

Unsere Protagonistin Lynn ist eine der besten Diebinnen der Gilde der Schwarzen Feder und hat einen neuen Auftrag erhalten: Sie soll eine magische Rose aus einem vermeidlich verlassenen Anwesen stehlen, denn magische Gegenstände sind in ihrer Welt rar geworden. Dass ihre Raubzug gerade von einem Biest vereitelt wird, hat sie nicht erwartet. Schnell muss sie feststellen, dass in der mittlerweile magielosen Welt doch noch mehr Magie steckt als sie dachte und gerade sie der Schlüssel zur Wiederherstellung der verlorenen Magie ist.

Die Geschichte wird sowohl von Lynns Perspektive erzählt als auch aus der Sicht des Biest Narviks. Lynn ist völlig anders als die Belle mit der man rechnet. Anstatt ihre Zeit mit Bücherlesen zu verbringen, dient sie einer Diebes-Gilde und hat ein großes Talent fürs Stehlen und Blutmagie, sie ist viel mehr eine Kämpferin als eine Prinzessin. Ihr größter Wunsch ist es jedoch sich von dieser Gilde loszusagen, was sich äußerst schwierig gestaltet. Ihre leichte Charakterveränderung im Vergleich zum Original und ihre Fähigkeit für Magie machen das Buch umso interessanter.
Ebenso interessant ist das Biest und seine Vorgeschichte. Auch hier wurde einiges abgeändert und man kann seine Geschichte ganz von neuem entdecken.

Lynn und Narvik mögen ganz unterschiedliche Motivationen haben, aber mit der Zeit wachsen sie doch zusammen. Besonders die Dialoge zwischen den beiden sind kurzweilig. Auf ihrer Reise nimmt ihre Geschichte außerdem einen ganz anderen Verlauf als man ihm vom Original kennt...

Der Schreibstill fängt die Atmosphäre der Welt wunderbar ein. Ich konnte die Geschichte sehr flüssig lesen und war äußerst gefesselt, sodass ich es kaum zur Seite legen konnte. Lediglich die ersten beiden Kapitel waren etwas holprig für mich.
Ich kann es kaum erwarten, in der Zukunft noch mehr von der Autorin lesen zu können!

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Veröffentlicht am 21.11.2021

Schöne Märchenadaptation

Frozen Queen. Das Lied des Winters
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Ich habe schon einige Bücher von Jennifer Alice Jager gelesen und jedes einzelne konnte mich bisher begeistern. Langsam beginnt bei mir die Weihnachtsstimmung, daher konnte ich mir ihr neuste Märchenadaptation ...

Ich habe schon einige Bücher von Jennifer Alice Jager gelesen und jedes einzelne konnte mich bisher begeistern. Langsam beginnt bei mir die Weihnachtsstimmung, daher konnte ich mir ihr neuste Märchenadaptation von Die Schneekönigin nicht entgehen lassen.

Man wird in dem ersten Kapitel förmlich in die Geschichte hineingeworfen. Mann lernt Malin kennen, welche als versucht als Magd über die Runden zu kommen. Die Geschichte spielt in Arvendar, eine, Land das im ewigen Schnee versinkt und von einer ebenso kaltherzigen Königin beherrscht wird. Alles ist trist und Musik, sowie Tanz wurden verboten. Wer sich der Musik hingibt, wird vom Achatkrieger heimgesucht, welcher daraufhin das Gedächtnis löscht.
Unserer Protagonistin Malin ist genau das passiert. Sie weiß nicht, ob sie Familie hat, wo sie her kommt oder wie ihr bisheriges Leben aussah. Sie verschlagt es zufällig zum Schloss der Königin, wo sie eine Stelle findet und nach und nach das Geheimnis um die Königin, den Achatkrieger und den ewigen Frost lüftet.

Diese Märchenadaptation war genau die Art von Buch, die ich gerade brauchte. Es hat unheimlich Spaß gemacht, Malin auf ihrem Weg zu begleiten und Arvendar besser kennenzulernen. Gerade wenn das Wetter nun kälter und die Tage dunkler werden, ist es das perfekte Buch, um vor Kamin oder unter Decken zu lesen. Um ehrlich zu sein habe ich es geradezu verschlungen und es innerhalb von etwas weniger als zwei Tagen beendet.

Der Erzählstil ist wir gewohnt magisch, gefühlvoll und locker geschrieben. Man bekommt ein sehr gutes Bild von der Welt und den Gefühlen der Protagonistin. Nach und nach werden Geheimnisse aufgedeckt, sodass sich schließlich ein großes Gesamtbild ergibt.

Das Buch ist taktisch sehr gut aufgebaut, nach etwas einem Drittel ist ein großer Cut und es springt in der Zeit zurück, um dann hinterher gekonnt auf eine Höhepunkt und Auflösung hinauszulaufen. Dieser Cut, sowie auch der abrupte Beginn empfand ich gar nicht als störend, sondern es passte wirklich zu der Storyline.


Jennifer Alice Jager hat eine wundervolle Märchenadaptation geliefert, die perfekt zur Jahreszeit passt und ihren bisherigen Werken ebenbürtig ist. Wer die Autorin kennt und liebt, sollte auf jeden Fall zu diesem Buch greifen und jeder der sie noch kennenlernen will, wird nach diesem Buch sicherlich direkt danach zu einem weiteren Buch von ihr greifen wollen.

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Veröffentlicht am 31.08.2021

Ein schönes Bonusbuch

Die Leben der Heiligen
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Das Grischaverse ist mittlerweile ziemlich groß geworden, zahlreiche Reihen gibt es zu lesen und seit Kurzem auch die Netflixverfilmung zu gucken. Wer sich nun etwas genauer mit den Heiligen der Buchwelt ...

Das Grischaverse ist mittlerweile ziemlich groß geworden, zahlreiche Reihen gibt es zu lesen und seit Kurzem auch die Netflixverfilmung zu gucken. Wer sich nun etwas genauer mit den Heiligen der Buchwelt auseinandersetzen möchte, hat nun die Gelegenheit, denn bei dieser Neuerscheinung handelt es sich um eine Sammlung an Heiligen-Geschichten. Ganz ähnlich wie in dem Buch, das Alina zu Beginn ihrer Reise immer wieder zu Rate zieht.

Außen hat es schon eine sehr schöne Aufmachung. Die Schrift und die Schnörkel sind in Gold gehalten und das Rot hat eine leichte Lederoptik. Es gibt noch einen gold-gelbenen "halben" Umschlag mit den Titel darauf. Auch innen erwarten einen Randverzierungen und zu Beginn jeder Geschichte unglaublich schöne Illustrationen. Vielleicht gibt es in eurer lokalen Buchhandlung auch ein ausgepacktes Exemplar, sodass ihr euch die schöne Habtik vorher einmal angucken könnt.

Ganze 28 Geschichten erwarten einen, sie sind immer zwischen zwei und fünf Seiten lang. Mal handeln sie davon, wie die Heiligen zu Heiligen wurden, manchmal aber auch von Begegnungen anderer mit den Heiligen. Zum Schluss der Geschichte wird immer aufgelöst, für wen oder was die Schutzheiligen jeweils zuständig sind. Einige kamen mir bekannt vor, manche sind neu und von manchen wusste ich dank der "King of Scars" Trilogie schon ein bisschen mehr. Als Grischa-Fan sollte man wenig Probleme haben, die meisten Namen wiederzuerkennen. Für Neueinsteiger finde ich es aber besonders schön, wenn man dieses Buch parallel zum Nachschlagen zu benutzen, wenn Heilige in der Geschichte erwähnt werden. Sollte ich die Bücher in naher Zukunft rereaden, werde ich es auch genauso machen.

Besonders schön fand ich die Geschichte von Sankt Lizabeta und Grigori. Aber keine war schlecht oder uninteressant. Auch wenn man so die einzelnen Stories schön zwischendurch lesen kann, fand ich die Geschichten verglichen mit "Die Sprache der Dornen" (einem anderen Bonusband des Grischaverse) teilweise etwas zu kurz. Um mehr zu den einzelnen Riten oder vielleicht sogar nach den Geschichten stattfindenden Handlungen mit den Heiligen herauszufinden, muss man also die eigenetlichen Romane noch einmal lesen.

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Veröffentlicht am 21.07.2021

Rezension

The Witch Queen. Entfesselte Magie
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Arbeiten wir uns mal von außen nach innen. Die Gestaltung des Buchs wurde mit Liebe zum Detail gemacht: Das Cover ist matt und mit glänzenden Mustern versehen und der Buchschnitt passend zum Cover mit ...

Arbeiten wir uns mal von außen nach innen. Die Gestaltung des Buchs wurde mit Liebe zum Detail gemacht: Das Cover ist matt und mit glänzenden Mustern versehen und der Buchschnitt passend zum Cover mit roten, grauen und schwarzen Wirbeln versehen. Insgesamt macht es wirklich etwas her und ich bin fast traurig, dass man im Regal nur den Buchrücken sieht.

Der Einstieg in das Buch ist leicht, wenn auch ziemlich direkt. Man taucht sofort in Enjus Welt ab, in der sie sich am besten auskennt und die sie uns nach und nach zeigt. Sie ist nämlich die Königen der Hexen mit viel Macht und Knowhow, jedoch ist das den wenigsten bekannt. In Enjus Welt gibt es zahlreiche magische Völker wie Hexenmeister, Nekromanten, Walküren, Beasts oder Flusshexen.
Nach einem langen Arbeitstag stolpert Enju direkt in einen Tatort, wo ein Massenmord geschehen ist und grade sie wird nun deshalb verdächtigt. Die Zeit rinnt, denn sie muss nun ihre Unschuld beweisen und arbeitet dabei mit dem Anführer der Beasts, Kayneth, zusammen.
Die Handlung ist ziemlich flott, immer wenn Enju ihrem Ziel etwas näher kommt, geht etwas schief und es ergeben sich neue Probleme. Es hat mich etwas an eine Schnitzeljagd erinnert. Gleichzeitig bekommt man dadurch aber auch mehr von der Buchwelt gezeigt, die äußerst viel Potential hat und von der ich gerne noch mehr lesen würde.
Enju hat mir als Protagonistin von der ersten Seite an gefallen. Sie ist sehr authentisch und direkt, sodass sie sich auch vor schmutziger Arbeit nicht scheut. Obwohl sie die Hexenkönigin ist und jede Menge Macht hat, wirkt sie sehr bodenständig und ist ihren eigenen Werten treu.
Der Schreibstil ist zu perfekten maßen humorvoll, aber auch nicht zu überladen damit, sodass es noch ernstzunehmend aber amüsant ist. Ich hätte dieses Buch am liebsten in einer Sitzung gelesen.
Etwas überrascht hat es mich, dass dieses Buch eher in die NewAdult als die YoungAdult Sektion gehört, an manchen Stellen war es überraschend blutig oder sexuell.

Wie schon erwähnt, steckt in dieser Buchwelt einiges an Potential und man könnte sich durchaus eine Fortsetzung denken, obwohl dies ein abgeschlossener Einzelband ist. Grade zum Ende wurde die Geschichte etwas zu schnell für meinen Geschmack und man hätte den Höhepunkt noch etwas hinauszögern können bzw. mit einem Chliffhanger für eine Fortsetzung enden können.

Mit diesem Buch konnte ich wirklich schöne Lesestunden verbringen und wäre das alltägliche Leben nicht gewesen, hätte ich es am liebsten in einem durch gelesen. Es erwartet einen eine große Buchwelt mit jeder Menge Magie, Humor und Liebe, die man sich als Fantasy-Liebhaber auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Nicht unerwähnt soll natürlich die fantastische Buchgestaltung bleiben.

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Veröffentlicht am 20.03.2021

Interessante Hintergrundinfos

Die Erfindung von Alice im Wunderland
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Schon lange bin ich ein großer Fan von Alice und habe nicht nur die englische Version mehrere Male gelesen und das Hörbuch gehört, sondern auch mit der Zeit viele Adaptionen dazu gelesen. Die Geschichte ...

Schon lange bin ich ein großer Fan von Alice und habe nicht nur die englische Version mehrere Male gelesen und das Hörbuch gehört, sondern auch mit der Zeit viele Adaptionen dazu gelesen. Die Geschichte von Alice hat viele Spuren bei uns hinterlassen, selbst in der Schule wurden bei mir Zitate auf Allgemeingültigkeit analysiert.
In diesem Buch geht es neben der Entstehensgeschichte auch um die Nachwirkungen des Werks, Biografien und Inspirationen von damaligen Kindergeschichten und Personen aus dem Umfeld von Caroll und der Namensgeberin der Geschichte - Alice Liddel.

Glücklicherweise liegen von dem Autor von Alice unzählige Briefe und Tagebücher vor, sodass viele Aspekte des Entstehensprozess nachvollzogen werden können. Es ist wortwörtlich ein Prozess über längere Zeit gewesen und war gar nicht dazu gedacht, veröffentlich zu werden, sondern richtete sich an Alice Lidell, einem Mädchen, welches neben anderen von Caroll auf Bootsfahrten eingeladen worden ist und währenddessen Geschichten erzählte. Es wird sehr umfangreich erklärt, welche Einflüsse und Ereignisse eine Rolle gespielt haben könnten und wieso. Dabei fällt direkt auf, dass das scheinbar Sinnlose in der Alice-Geschichte durchaus Bezüge zur Wirklichkeit hat - ob es nun Satirische Äußerungen, personifizierte Tiere sind, die Alice bekannt waren sind oder auch Insider-Witze zwischen dem Autor und Alice. Es gibt heutzutage so viele Theorien, was bestimmte Stellen bedeuten sollen, andere leugnen, dass es überhaupt einen Sinn ergibt. Hier wird jedoch versucht, es in Carolls Zeit und Umgebung einzuordnen und es macht überraschend viel Sinn.

Gefüttert wird das ganze von Fotografien (denn Caroll war auch ein begeisterter Fotograf) und colorierten Zeichnungen aus der Originalausgabe. Das Buch hat eine überdurchschnittliche Größe, etwa DIN A4 und ist sehr hochwertig gedruckt. Wenn man also die Geschichte von Alice liebt und mehr zu den Ursprüngen und Anspielungen erfahren möchte, ist dies eine sehr gute Anlaufstelle.

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