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Veröffentlicht am 12.10.2021

Ein neues Leben in der Schweiz

Das kleine Chalet in der Schweiz
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Unzufrieden mit ihrem Job und von ihrem Freund verlassen, nachdem sie ihm einen Heiratsantrag gemacht hat, macht sich Mina auf, um ihre Patentante in der Schweiz zu besuchen. Diese betreibt dort ein Gästehaus, ...

Unzufrieden mit ihrem Job und von ihrem Freund verlassen, nachdem sie ihm einen Heiratsantrag gemacht hat, macht sich Mina auf, um ihre Patentante in der Schweiz zu besuchen. Diese betreibt dort ein Gästehaus, in dem sich Mina direkt wohl fühlt. Das liegt unter anderem auch an Luke, den sie schon auf der Hinreise kennenlernt und der als Gast bei ihrer Tante ist. Und Mina wird auch klar, dass das Leben, das ihre Tante in der Schweiz führt, genau das ist, was sie sich für sich selbst wünscht.

Die Romantic-Escapes-Reihe der Autorin geht in die nächste Runde. Und auch hier schafft sie es wieder, dem Leser einen schönen Urlaubsort schmackhaft zu machen. Die Schneelandschaft, die schönen Ausflüge zum Skifahren und die Leckereien, die den Gästen serviert werden, machen einem die Schweiz als nächstes Reiseziel mehr als schmackhaft.

Die Liebesgeschichte ist auch wieder süß – wie überhaupt fast alle Charaktere. Trotzdem hat mir bei dieser Geschichte irgendwas gefehlt. Ich habe das Buch zwar gerne gelesen, aber war von der Geschichte nicht zu 100 % überzeugt. Mir zumindest haben die bisherigen Teile der Reihe besser gefallen, auch wenn ich mich auf ein weiteres Abenteuer in der Ferne schon freue. Wenn ich mich nicht irre, geht die nächste Reise wohl nach Irland.

Insgesamt eine süße Geschichte mit vielen Leckereien und vielen amüsanten Begebenheiten. Nett!

Veröffentlicht am 04.10.2021

Auf der Suche nach der Wahrheit

Opferstille
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Colomba Caselli ist Ex-Polizistin. Bei ihrem letzten Fall geriet ein Attentat außer Kontrolle und ihr Freund Dante verschwand spurlos. Alle denken, er muss tot sein, doch Colomba sucht weiterhin nach ihm. ...

Colomba Caselli ist Ex-Polizistin. Bei ihrem letzten Fall geriet ein Attentat außer Kontrolle und ihr Freund Dante verschwand spurlos. Alle denken, er muss tot sein, doch Colomba sucht weiterhin nach ihm. Als in ihrer Scheune ein verwirrter junger Mann blutüberströmt auftaucht, wird Colomba erneut in den Fall um den „Vater“ hineingezogen. Kinder wurden entführt und jahrelang gefoltert, auch Dante. Kann Colomba endlich das Rätsel um ihren Freund lösen?

Das Buch klang so toll und ich fand den Anfang auch gut. Danach wurde es mir mit den vielen Personen, den vielen Geheimnissen, den vielen Vertuschungen etwas viel. Aber obwohl ich mehr als einmal kurz davor war, das Buch zuzuklappen und nicht auszulesen, konnte ich mich gleichzeitig auch nicht lösen. Auch ich wollte wissen, wo Dante abgeblieben ist. Und mit seinem Auftauchen hat mir die Geschichte viel besser gefallen. Er ist ein Chaot, aber ein liebenswerter.

Die Geschichte ist spannend, auch wenn sie ein paar Umwege nimmt, die meiner Meinung nach nicht nötig gewesen wären. Trotzdem habe ich Colomba und Dante gerne bei der Suche nach den Hintermännern nach dem Tod des „Vaters“ begleitet. Das Ende hat mich wirklich überrascht. Insgesamt noch gut, auch wenn ich mehr erwartet hatte.

Veröffentlicht am 30.09.2021

Der Rabbi ermittelt

Der Rabbi und der Kommissar: Du sollst nicht morden
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Als ein Mitglied seiner Gemeinde plötzlich verstirbt, ist Rabbi Henry Silberbaum skeptisch. Angeblich erlitt die alte Frau einen Herzinfarkt, doch für den Rabbi zeigt sich ein anderes Bild. Wurde die gut ...

Als ein Mitglied seiner Gemeinde plötzlich verstirbt, ist Rabbi Henry Silberbaum skeptisch. Angeblich erlitt die alte Frau einen Herzinfarkt, doch für den Rabbi zeigt sich ein anderes Bild. Wurde die gut betuchte Frau ermordet? Zusammen mit Kommissar Berking macht sich Henry auf die Suche nach der Wahrheit.

Amüsant, das ist das erste Wort, das mir zu diesem Roman einfällt. Rabbi Silberbaum und seine jüdische Gemeinde haben mir sehr viele Schmunzler entlockt. Der Rabbi ist eher unkonventionell und treibt seine Vorgesetzten ständig zur Verzweiflung. Der Fall ist erst mal nicht spektakulär, doch der Rabbi hat da so ein Bauchgefühl und kann auch den Kommissar überzeugen. Doch offiziell handelt es sich nicht um Mord, weshalb Ermittlungen tatsächlich schwierig sind.

Der Rabbi ist charmant und die jüdischen Einschläge haben richtig viel Spaß gemacht. Der Witz und die ganz nebenbei eingestreuten Erklärungen über das jüdische Leben haben mir sehr gut gefallen. Der Fall ist verzwickt, weil die Verdächtigen ständig wechseln. Am Ende geht es natürlich um das Geld der alten Dame, aber anders als man dachte. Der Kommissar ist anfangs ziemlich brummig, entpuppt sich aber schnell als freundlicher Mensch, der sich mit dem Rabbi gut versteht. Ein gutes und witziges Team werden die beiden.

Mir hat dieser erste Teil um den Rabbi und den Kommissar gut gefallen. Ich freue mich, wenn es mit den beiden weitergeht und werde sie gerne wieder bei einem Fall begleiten – dieser Fall kündigt sich durch einen Cliffhanger am Ende des Buches schon an. Ich freue mich!

Veröffentlicht am 29.09.2021

Der Tod geht um in Edinburgh

Das Gift der Lüge
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Will Raven ist zurück in der Queen Street 52 in Edinburgh, wo er von nun an als Assistent Dr. Simpsons eingestellt ist. Dr. Simpson wird die Schuld am Tod einer seiner Patientinnen vorgeworfen und Dr. ...

Will Raven ist zurück in der Queen Street 52 in Edinburgh, wo er von nun an als Assistent Dr. Simpsons eingestellt ist. Dr. Simpson wird die Schuld am Tod einer seiner Patientinnen vorgeworfen und Dr. Raven und das ehemalige Hausmädchen Sarah Fisher wollen seinen Namen reinwaschen. Auf der Suche nach der Wahrheit stoßen sie auf viele weitere Todesfälle, die ihnen verdächtig vorkommen. Eine unentdeckte Krankheit oder ein Todesengel?

„Das Gift der Lüge“ ist der zweite Fall um Will Raven und Sarah Fisher. Wieder ist es ein verzwickter Fall, in den die beiden verstrickt werden. Obwohl ich vor ihnen ahnte, wie alles zusammenhängt – und ich sie ob ihrer Ahnungslosigkeit hier und da anschreien wollte -, war der Fall spannend, denn das Böse kommt Sarah und Will ständig näher.

Ich mag einfach die Welt, in der diese Romane angesiedelt sind. Die Behandlungs- und Ermittlungsmethoden im ausgehenden 19. Jahrhundert faszinieren mich immer wieder. Dazu kommen mit Will Raven und auch Sarah Fisher interessante Charaktere, denen ich gerne bei ihrer Arbeit folge.

Insgesamt hat mir der Fall wieder gut gefallen und ich bin gespannt, ob es mit Will und Sarah weitergeht, denn das Ende deutet auf etwas Anderes hin. Aber abwarten – ich bin auf jeden Fall wieder dabei!

Veröffentlicht am 24.09.2021

Ach, Albert!

Das geheime Leben des Albert Entwistle
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Der Postbote Albert Entwistle ist ein Einzelgänger. Er vermeidet jeden Kontakt mit seinen Kollegen und auch den Kunden, denen er täglich die Post austrägt. Als ihm seine Pensionierung angekündigt wird ...

Der Postbote Albert Entwistle ist ein Einzelgänger. Er vermeidet jeden Kontakt mit seinen Kollegen und auch den Kunden, denen er täglich die Post austrägt. Als ihm seine Pensionierung angekündigt wird und er um Weihnachten herum einen traurigen Verlust hinnehmen muss, wird Albert klar, wie einsam er ist. Und er erinnert sich an seine erste und einzige Liebe – und mit Hilfe seiner Kollegen und der jungen Nicole, die er auf seiner Posttour kennenlernt, macht sich Albert auf die Suche nach George, den er 50 Jahre nicht mehr gesehen hat.

Albert ist ein toller Charakter. Seine selbstgewählte Isolation am Anfang und sein Wissen, dass er etwas ändern muss, um nicht total zu vereinsamen, wurden gut beschrieben und waren nachvollziehbar. Zwischen der aktuellen Erzählung folgt der Leser in Rückblicken der großen Liebe zwischen Albert und seinem Mitschüler George zu einer Zeit, in der eine solche Liebe noch nicht toleriert wurde.

Mir hat besonders gefallen, dass Albert selbst daran arbeitet, mit seinen Kollegen und auch anderen Leuten in Kontakt zu kommen und so mehr am Leben teilzunehmen. Auch wenn ich einige Ereignisse etwas zu übertrieben dargestellt fand (die riesige Feier zu Alberts Coming out und auch die ewigen Gratulationen dazu zum Beispiel), fand ich das Buch wirklich sehr gut zu lesen und amüsant.

Hier und da war es mir ein Zufall zu viel, aber bis zum Ende habe ich mit Albert mitgefiebert, bis er endlich seinem George wieder gegenüberstand.

Insgesamt fand ich das Buch schön und gut geschrieben. Eine süße Geschichte für Toleranz und Liebe. Gut!