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Veröffentlicht am 17.08.2018

Gelungener Auftakt einer Familien Saga

Die Schwestern von Mitford Manor – Unter Verdacht
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Nach dem Tod ihres Vaters schlagen Louisa und ihre Mutter sich so gut es geht durchs Leben. Viel können sie sich nicht leisten.
Durch eine Freundin lernt Louisa Nancy Mitford kennen. Da das Kindermädchen ...

Nach dem Tod ihres Vaters schlagen Louisa und ihre Mutter sich so gut es geht durchs Leben. Viel können sie sich nicht leisten.
Durch eine Freundin lernt Louisa Nancy Mitford kennen. Da das Kindermädchen durchgebrannt war bekommt Louisa die Stelle als Anstandsdame der sechs Töchter bei den Mitfords.
So wird endlich ein Traum für Louisa wahr und sie kann in einem gut geführten Herrenhaus leben.
Zur selben Zeit wird die berühmte Krankenschwester Florence Nightingale Shore ermordet. Die älteste Tochter Nancy Mitford versucht auf eigene Faust zu ermitteln.
Die Schwestern von Mitford Manor – Unter Verdacht, ist der erste Teil einer Familien Saga von Jessica Fellowes. Die Autorin ist bekannt durch ihre Begleitbücher zu der Serie Dowton Abbey.
Die Saga wird wohl sehr umfangreich werden den es gibt bei den Mitfords 6 Schwestern und in jedem Buch soll eine von ihnen die Hauptrolle übernehmen. Den Anfang macht Nancy, die älteste. Ich denke einmal es wird nach dem Alter der Reihe nach gehen. So kann die Autorin auch den Zeitcolorit über Jahrzehnte wiedergeben.
Das Buch hatte zwei Handlungsstränge. Zum Einen die Geschichte des Kindermädchens Louisa, die in armen Verhältnissen aufgewachsen ist und sich mit der Anstellung bei den Mitfords ihren Unterhalt selber verdienen kann und den Mitford Mädchen.
Hier ist es besonders Nancy die in Louisa fast so etwas wie eine Freundin sieht.
Zum Anderen der Mordfall an der Krankenschwester Florence Nightingale Shore wo man immer wieder Einblicke in die Ermittlungen bekommt und besonders Nancy interessiert sich für den Fall.
Der Schreibstil ist fließend. Das Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt.
Die Personen waren alle sehr realistisch dargestellt, die fiktiven genauso wie die Mitford Schwestern die ja real waren.
Dieses Buch ist eine klare Leseempfehlung. Ich freue mich auf noch mehr schöne Lesestunden mit den Folgebänden.

Veröffentlicht am 17.05.2018

Kluftinger in Gefahr

Kluftinger
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Allerheiligen und wie es der Brauch will steht der alljährliche „Gräberlauf“ an.
Trotz mehrfacher Versuche und Rücksichtnahme auf das Enkelkind vorschiebend kann Kluftinger sich nicht vor dem Friedhofsbesuch ...

Allerheiligen und wie es der Brauch will steht der alljährliche „Gräberlauf“ an.
Trotz mehrfacher Versuche und Rücksichtnahme auf das Enkelkind vorschiebend kann Kluftinger sich nicht vor dem Friedhofsbesuch drücken.
Vor einem neu aufgeschütteten Grab steht eine Menschenmenge die sehr komisch zu der Familie Kluftinger hinsieht. Als Kluftinger nachsieht was es da besonderes gibt kann er erst, außer einem frischen Grab nichts feststellen. Doch als sein Blich auf das Holzkreuz fällt sieht er seinen Namen darauf stehen.
Erst tut er die Sache als Streich von Jugendlichen ab doch als dann noch eine Todesanzeige mit seinem Namen erscheint muss er sich eingestehen, dass ihn jemand bedroht.
Seit 15 Jahren schreibt das Autorenduo Klüpfel/Kobr Krimis mit dem beliebten Kommissar Kluftinger.
Der 10. Band ist etwas ganz Besonderes und wie der Titel schon sagt, ganz „Kluftinger“ gewidmet.
Er unterscheidet sich von den vorherigen Bänden indem es hier keinen Mord gibt sondern Kluftinger selber bedroht wird.
Gerade jetzt wo Kluftinger ein Enkelkind bekommen hat in das er ganz vernarrt ist.
Jetzt gilt es herauszufinden wer ihm denn was Böses will.
Hängt es mit einem alten Fall zusammen oder ist es etwas Persönliches?
Darüber grübelt Kluftinger nach und denkt zurück an verschiedene wichtige Stationen in seinem Leben.
Dabei erfährt der Leser nicht nur den Vornamen sondern auch einige andere nie geahnte Dinge aus Kluftingers Leben.
Dieser 10. Band ist, dadurch das Kluftingers Leben ernstlich in Gefahr ist zum einen Teil recht ernst und natürlich spannend.
Aber der Humor kommt wie immer auch nicht zu kurz.
Das Ende des Buches lässt darauf schließen, dass es(hoffentlich bald) einen neuen Kluftinger geben wird.

Veröffentlicht am 17.05.2018

Spannung in der Provence

Das Grab unter Zedern
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Ein verurteilter Kindermörder wird nach seiner Berufung freigesprochen. Jetzt muss die Kriminalpolizei in Le Lavandou den Fall neu aufrollen.
Aber dabei bleibt es nicht. Ein Toter wird angespült, alles ...

Ein verurteilter Kindermörder wird nach seiner Berufung freigesprochen. Jetzt muss die Kriminalpolizei in Le Lavandou den Fall neu aufrollen.
Aber dabei bleibt es nicht. Ein Toter wird angespült, alles deutet auf ein Schiffsunglück und das der Mann ertrunken ist.
Der Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter ist allerdings anderer Meinung und ermittelt wie gewohnt wieder auf eigene Faust.
„Das Grab unter Zedern“ ist der 4. Fall einer meiner Lieblings-Krimireihen aus der Feder von Remy Eyssen.
Mit dem Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter hat er einen sympathischen wie auch interessanten Charakter erschaffen.
Ritter ist ein ruhiger und stiller Typ der am liebsten in seinem Keller alleine oder mit seinem Assistenten vor sich hin arbeitet.
Wenn er aber einen Verdacht hat spürt er ein Kribbeln und das lässt ihn nicht mehr los.
Meist ist er anderer Meinung als Zernas, der Polizeichef von Le Lavandou.
Isabelle Morell, die stellvertretende Polizeichefin versucht dann immer zu vermitteln den schließlich ist sie mit Ritter liiert und die Erfahrung sagt ihr, dass der Rechtsmediziner oft mit seinem Verdacht richtig liegt.
Auch Isabell Morell ist mir sehr sympathisch und die beiden geben ein gutes Paar ab.
Der Schreibstil von Remy Eyssen gefällt mir. Er beschreibt die Landschaft sehr virtuell sodass man sich alles gut vorstellen kann.
Man hört förmlich das Meer rauschen oder die Boule Kugeln klackern.
Beim Lesen bekomme ich immer richtig Lust in die Provence zu reisen.
„Das Grab unter Zedern“ ist ein spannender Krimi der einen nach Südfrankreich entführt und eine klare Leseempfehlung.