Profilbild von misterh

misterh

Lesejury Profi
offline

misterh ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit misterh über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2019

Spannung und Humor perfekt miteinander verknüpft

Tante Poldi und die Schwarze Madonna
1

Einer Frau, Rosaria soll der Teufel ausgetrieben werden.
Plötzlich setzt sie sich auf und beginnt mit einer bayrischen Schimpftiarde und sagt, sie sei die Poldi.
Kurz darauf springt eine der anwesenden ...

Einer Frau, Rosaria soll der Teufel ausgetrieben werden.
Plötzlich setzt sie sich auf und beginnt mit einer bayrischen Schimpftiarde und sagt, sie sei die Poldi.
Kurz darauf springt eine der anwesenden Nonnen vom Dach des Apostolischen Palastes.
In Torre Archirafi, wo Poldi lebt werden immer wieder Drohungen an ihre Hauswand geschrieben
Sogar der Tod warnt Poldi vor, an ihrem 61. Geburtstag der kurz bevorsteht wird sie sterben.
Alles spricht gegen Poldi aber sie lässt sich nicht ins Bockshorn jagen.
„Tante Poldi und die schwarze Madonna“ von Mario Giordano ist für mich mein erster Tante Poldi Krimi und ich muss sagen, nach wenigen Seiten ist ein neuer Tante Poldi-Fan geboren.
Der Krimi besticht durch seinen deftigen bayrischen Humor, zugegeben hier darf man nicht so zimperlich sein.
Aber auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Der Fall ist interessant und bleibt bis zum Ende spannend.
Die Charaktere werden gut beschrieben. Vor allem Tante Poldi, sie liebt Ermitteln, Alkohol und Dings und das lässt sie sich auch nicht vom Tod verbieten.
Ihr Partner, Commissario Montana gefällt mir auch gut und er muss einiges an Poldis Seite aushalten.
Poldis Neffe kann ich mir gut vorstellen. Ich sehe ihn immer mit offenen Mund staunend vor mir wenn Poldi von ihren Ermittlungen erzählt.
Er ist bemüht die Fälle von Poldi aufzuschreiben, denn er möchte ja schließlich ihre Fälle als Buch veröffentlichen, ganz nach Art von Arthur Conan Doyle.
Wer gerne spannende Kriminalgeschichten liest und auch Humor hat, liegt bei „Tante Poldi“ genau richtig.

  • Cover
  • Schreibstil
  • Humor
  • Lesespaß
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.03.2019

Hochspannung

Lazarus
1

Als der Kopf von Joonna Linnas toter Ehefrau in der Wohnung eines Grabschänders gefunden wird und gleichzeitig europaweit Straftäter ermordet werden steht für Joona Linna fest, Jurek Walter, der gefährlichste ...

Als der Kopf von Joonna Linnas toter Ehefrau in der Wohnung eines Grabschänders gefunden wird und gleichzeitig europaweit Straftäter ermordet werden steht für Joona Linna fest, Jurek Walter, der gefährlichste Serienmörder Schwedens lebt und er will ihn und seine Tochter.
Bei seinen Kollegen findet er kein Gehör, schließlich ist Jurek Walter vor einigen Jahren bei einem Polizeieinsatz von mehreren Schüssen tödlich getroffen worden und in den Fluss gestürzt, seine Leiche wurde allerdings nie gefunden.
Für Joona Linna gibt es nur eins, seine Tochter in Sicherheit bringen.
„Lazarus“ ist mittlerweile schon der 7. Fall mit dem Ermittler Joona Linna von dem Autorenpaar Lars Kepler.
Für mich ist es das erste Buch aus dieser Reihe und mir fehlte die Vorgeschichte was mir den Einstieg etwas erschwerte. Vor allem sollte man „Der Sandmann“ gelesen haben in dem Jurek Walter getötet wurde.
Trotzdem ist mir schnell klar geworden um was für einen gefährlichen Menschen es sich bei Jurek Walter handeln muss und was es bedeutet wenn er wirklich noch am Leben ist.
Dies glaubt allerdings außer Joona Linna niemand. Vor allem seine Kollegin Saga Bauer ist sich sicher, dass sie Jurek erschossen hat.
Mit dem Ermittler Joona Linna konnte ich mich nicht so ganz anfreunden. Er hatte zwar eine schnelle Auffassungsgabe, zog seine Schlüsse und lag fast immer richtig.
Mir war er allerdings etwas zu gewaltbereit, vor allem am Ende des Buches.
Der Krimi hat sich sehr schnell gelesen uns die Spannung steigerte sich ins unermessliche.
Allerdings waren einige Szenen sehr unrealistisch. Mir schien es als ob manchmal die Fantasie mit den Autoren durchgegangen ist.
„Lazarus“ ist ein spannender Krimi der gute Unterhaltung bietet wenn man über einige unrealistische und übertrieben Szenen hinwegsieht.

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Figuren
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 28.11.2018

Potenzial nicht ausgeschöpft

Deine letzte Stunde
1

Raquel ist Vertretungslehrerin und somit immer wieder an wechselnden Schulen beschäftigt.
Diesmal verschlägt es sie in eine Kleinstadt in Galicien, dem Heimatort von Germán.
Da die Stelle für 7 Monate ...

Raquel ist Vertretungslehrerin und somit immer wieder an wechselnden Schulen beschäftigt.
Diesmal verschlägt es sie in eine Kleinstadt in Galicien, dem Heimatort von Germán.
Da die Stelle für 7 Monate ist entschließen sie sich dort hinzuziehen.
An ihrem ersten Arbeitstag erfährt Raquel, dass Viruca, die Lehrerin die sie vertreten soll Selbstmord begangen hat.
Am Ende ihres ersten Unterrichtstages wird ihr ein Zettel mit der Aufschrift „Und wann stirbst du?“ zugesteckt.
Mauro der Mann von Viruca zweifelt am Selbstmord seiner Frau und Raquel bekommt auf Zweifel und stellt Nachforschungen an.
Der Plot hat mich neugierig gemacht, ich habe ein spannendes Buch erwartet.
Doch ich wurde enttäuscht. Das Potenzial, dass die Story hergeben könnte wurde bei weitem nicht genutzt.
Ich bin schnell in die Handlung reingekommen und es gab durchaus auch spannende Passagen.
Allerdings waren die Protagonisten reihum sehr nervig.
Vor allem Raquel. Habe ich sie zu Beginn nur für naiv gehalten war sie am Ende einfach nur dumm.
Raquel wurde in der Schule gemobbt (ich möchte hier nicht viel verraten). Anstatt sich zu wehren und als sie den Verdacht bekommt, dass ihre Vorgängerin umgebracht wurde und ihr vielleicht ähnlichen blüht versucht sie alleine dem Geheimnis auf den Grund zu kommen und verstrickt sich in ein Netz von Lügen.
Auch ihr Mann Germán der in diesem Dorf aufgewachsen ist und die Menschen kennt ist nicht immer ehrlich zu Raquel und hat mich als Charakter nicht überzeugen können.
Das Ende des Buchs war dann sehr unrealistisch, geradezu an den Haaren herbeigezogen.
Auch konnte ich mir am Ende immer noch nicht alle Verhaltensweisen der Schüler erklären.
So gehört das Buch „Deine letzte Stunde“ von Carlos Montero wohl zu den Büchern die ich nicht unbedingt hätte lesen müssen.

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Charaktere
  • Thema
Veröffentlicht am 19.02.2021

Spannender Krimi mit einer großen Portion Humor

Totentanz im Pulverschnee
0

Inspektor Arno Bussi macht Urlaub in Maria Schnee.
Dort steht das alljährliche Eisfestival vor der Tür.
Doch dann verschwindet die Eisprinzessin.
Es stellt sich die Frage ob sie entführt wurde.
Arno Bussi ...

Inspektor Arno Bussi macht Urlaub in Maria Schnee.
Dort steht das alljährliche Eisfestival vor der Tür.
Doch dann verschwindet die Eisprinzessin.
Es stellt sich die Frage ob sie entführt wurde.
Arno Bussi stellt Nachforschungen an.
Als eine Leiche auftaucht und sich die Ermittlerin Erna Katz einschaltet wird es ernst.
„Totentanz im Pulverschnee“ ist der 3. Fall mit Arno Bussi von Joe Fischer.
Das Buch spielt im schönen Tirol, in einem Ort namens Maria Schnee.
Die Ortsbeschreibung und der Plan auf der Innenseite des Covers geben einen schönen Überblick von Handlungsort.
Der Schreibstil von Joe Fischer ist flüssig und er erzählt seine Geschichte in einem rasantes Tempo.
Die Charaktere sind einzigartig und haben mich so einige Lacher verlauten lassen.
Der Fall scheint am Anfang ganz unspektakulär, nimmt dann aber schnell Fahrt auf.
Die Spannung hält bis zum Schluss an und am Ende ist alles stimmig und auch überraschend.
„Totentanz im Pulverschnee“ ist ein spannender Krimi mit tollen Charakteren und einer gehörigen Portion Humor.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.02.2021

Thriller mit Tiefgang

Der Malik
0

Das Verschwinden eines hochrangigen Beamten des österreichischen Finanzministeriums ruft die Ermittler einer Sondereinheit Michael Lenhart und Sabine Preiss auf den Plan.
Der einzige Hinweis ist eine Notiz ...

Das Verschwinden eines hochrangigen Beamten des österreichischen Finanzministeriums ruft die Ermittler einer Sondereinheit Michael Lenhart und Sabine Preiss auf den Plan.
Der einzige Hinweis ist eine Notiz mit den Worten „Der Malik“.
Die Beiden stoßen auf ein internationales Verbrechernetzwerk.
Es geht um Drogen, Waffen und Steuerhinterziehung.

„Der Malik“ ist nach „Der Preis des Lebens“ der 2. Band mit den Ermittlern Michael Lenhart und Sabine Preis von Bernhard Kreutner.
Für mich ist es das erste Buch des Autors. „Der Preis des Lebens“ werde ich im Anschluss lesen.
Der Autor hat seinem Thriller ein brisantes und aktuelles Thema zugrunde gelegt.
Die Ermittler sind einfach genial.
Michael Lenhart gefällt mir besonders gut. Er besticht durch seine philosophischen Unterhaltungen und durch seine Gedankengänge.
Ich mag seine intelligenten Gespräche. Lenhart ist durchaus ein Mensch den ich gerne einmal treffen würde.
Sabine Preiss ist eine taffe Frau. Die beste am Schießstand. Gut ein Mäuschen könnte den Job auch nicht machen.
Auch Sabine Preiss hat mich beeindruckt. Die zwei arbeiten gut zusammen.
Die Handlung führt zum Teil in die Finanzwelt, ist aber auch für den Nichtkundigen gut verständlich.
Der Leser ist den Ermittlern einen Schritt voraus. Er kennt den Malik.
Aus diese Perspektive ist der Thriller sehr spannend erzählt.
Das Ende ist dann stimmig und besticht durch die Genialität von Michael Lenhart.
Ich wünsche mir noch einige Fälle mit dem Ermittlerduo lesen zu können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere