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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2021

etwas holprig

Der Countdown-Killer - Nur du kannst ihn finden
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Eine Podcast-Macherin möchte alte Kriminalfälle lösen. Die Szenen des Podcasts haben mir gut gefallen. Da hörte ich tatsächlich die Stimme von Elle Castillo und da ich selber viele Podcasts höre, habe ...

Eine Podcast-Macherin möchte alte Kriminalfälle lösen. Die Szenen des Podcasts haben mir gut gefallen. Da hörte ich tatsächlich die Stimme von Elle Castillo und da ich selber viele Podcasts höre, habe ich eine gewisse Authenzität durchaus rausgelesen. Aber die zweite Hälfte der Geschichte ist eher langatmig und meienr Meinung nach nicht wirklich realistisch. Elle handelt unverantwortlich, blauäugig und ziemlich zufallsgesteuert. Weder habe ich Nägel gekaut noch war die Spannung so, wie ich sie mir erwartet hatte, denn schließlich ist der Mörder ja einer, der durchaus furchterregend sein könnte.

Ich habe festgestellt, dass viele genau umgekehrt Probleme mit dem Podcast hatten, Nachdem ich darüber nachgedacht habe denke ich, mich störte u.a. auch der sehr einfach gehaltene Schreibstil, der für den Podcast mit den vielen Dialogen passt aber im Rest der Krimihandlung nicht mein Geschmack war.

3 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 09.01.2021

Greifenau die 5.te

Gut Greifenau - Silberstreif
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Gut Greifenau geht in die fünfte Runde. Hoffentlich kein Ende in Sicht. Kaum eine Histo-Reihe hat mich in letzter Zeit mit jedem Teil aufs Neue überzeugen können wie die Bücher von Hanna Caspian.

Die ...

Gut Greifenau geht in die fünfte Runde. Hoffentlich kein Ende in Sicht. Kaum eine Histo-Reihe hat mich in letzter Zeit mit jedem Teil aufs Neue überzeugen können wie die Bücher von Hanna Caspian.

Die Darsteller sind einem inzwischen so ans Herz gewachsen, dass man sich wirklich freut, dass alle noch dabei sind und man als Leser ihr Leben mitverfolgen kann.

Die Inflation hat Deutschland fest im Griff. Die Menschen auf Gut Greifenau, egal ob Herrschaft oder Personal, haben schwer zu kämpfen mit allen möglichen Problemen. Phänomenal, wie die Autorin mit Hilfe ihrer großen Darstellercrew ein sehr realistisches Bild des damaligen Lebens mit all seinen Facetten geben kann. Man erfährt über die poliiischen Veränderungen, die wirtschaftlichen Sorgen, die gesellschaftlichen Probleme alles, was man wissen muss. Mitten drin unsere Heldinnen und Helden.

Das Buch ist eine wahre Freude, noch umso mehr, da es weitergehen wird. Der nächste Band dräut schon am Horizont.

Veröffentlicht am 09.01.2021

intensiv

Mr. Crane
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"Im Sommer 1900 wird der Schriftsteller Stephen Crane im Tuberkulose-Sanatorium Badenweiler von der jungen Krankenschwester Elisabeth gepflegt. " Der Beginn dieses Klappentextes ist einer, der nicht unbedingt ...

"Im Sommer 1900 wird der Schriftsteller Stephen Crane im Tuberkulose-Sanatorium Badenweiler von der jungen Krankenschwester Elisabeth gepflegt. " Der Beginn dieses Klappentextes ist einer, der nicht unbedingt nervenzerreißende Spannung erwarten lässt. Vor allem, wenn man sich etwas mit Cranes Leben beschäftigt und weiß, dass er jung an Tuberkulose gestorben ist. Der Verlauf der Geschichte scheint als zumindest in groben Zügen klar. Dieses Wissen darum, dass Crane das Sanatorium nicht mehr verlassen wird, dass die Begegnung mit Elisabeth auf wenige Tage begrenzt sein wird, gibt dem Ganzen einen melancholischen Touch. Ja, Elisabeth bewundert Crane seit langem. Sie ist durch ein Feuer mit Narben im Gesicht gezeichnet und hat ein Buch des amerikanischen Autors gelesen, in dem ein Mann ähnliches erlebt und erlitten hat. Elisabeth verliebt sich Hals über Kopf in den sterbenden Mann und der, ums ein Leben und seinen Lebenswillen ringend, verliebt sich auch in sie. Mehr möchte ich nicht über die Geschichte verraten.

Das Buch ist sehr intensiv und sehr nah dran an den Personen. Man wird in einen Strudel der Gefühle gezogen und liest einige doch überraschende Wendungen und Gespräche. Dabei lernt man nicht nur den Autor Crane und sein Leben näher kennen sondern auch Elisabeth, die eine zentrale Rolle einnimmt und nicht nur als Beobachterin sondern auch als Katalysator für einige Geschehnisse dient.

Kein leichtes Buch, angesichts der Krankheit des Hauptdarstellers aber doch eines über die Liebe und über selbstbestimmtes Leben.

Veröffentlicht am 20.11.2020

Buchnovela

Die Erben von Seydell - Das Gestüt
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Eine andere Leserin hat in der Leserunde den Begriff Telenovela ins Spiel gebracht und der schwirrte mir dann ständig im Kopf rum. Genau so habe ich diese Geschichte empfunden. Es handelt sich ja um den ...

Eine andere Leserin hat in der Leserunde den Begriff Telenovela ins Spiel gebracht und der schwirrte mir dann ständig im Kopf rum. Genau so habe ich diese Geschichte empfunden. Es handelt sich ja um den ersten Band einer Trilogie und ich hatte damit gerechnet, hier eine Handvoll Darsteller näher kennen- und schätzenzulernen und Stück für Stück zu erfahren, was dieser Familie so alles passiert. Anfangs schien das auch noch zu passen, auch wenn ich mehrere der Darsteller als unsympathisch und oberflächlich beschrieben fand und die Handlungen mir nicht nachvollziehbar waren. Aber im Laufe der Geschichte wird das Geschehen immer schneller abgehandelt. Zeitsprünge sollen wohl Spannung aufbauen aber die übersprungenen Monate und Jahre waren für die Entwicklung eigentlich wichtig und mir wurde alles immer vorhersehbarer.

Es war einfach nicht mein Buch. Ich konnte mich nicht mit den Personen anfreunden und fand den Erzählstil lieblos und zunehmend langweilig. Es las sich wie eine Telenovela und die mag ich selten.

Veröffentlicht am 20.11.2020

Vui Kluftinger und a bisserl an Crime

Funkenmord
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Der Kluftinger kommt langsam in die Jahre. Er müsste ja inzwischen stramm auf den Ruhestand zugehen und man merkt ihm meiner Meinung nach inzwischen an, dass er immer schrulliger und älter wird. Das Autorenduo ...

Der Kluftinger kommt langsam in die Jahre. Er müsste ja inzwischen stramm auf den Ruhestand zugehen und man merkt ihm meiner Meinung nach inzwischen an, dass er immer schrulliger und älter wird. Das Autorenduo hat seinen Helden ja schon ziemlich gut etabliert und gibt ihm sehr viel privates Leben in den Kriminalromanen. Die Fans warten wohl darauf und freuen sich dran. Ich bin aber etwas rausgewachsen aus dem Ganzen scheint es, denn ich war etwas enttäuscht, dass der alte Fall so wenig trickreich und doch relativ vorhersehbar war. Ebenfalls störte mich sehr, dass man in Altusried noch immer nichts von Gleichberechtigung gehört hat und eine junge Kollegin erst mal heftig gemobbt wurde und der Kluftinger, obwohl jetzt schon zum stellvertretenden Chef aufgestiegen, immer seinen eigenen Kram im Kopf hatte und das Team so laufen ließ.

Mäßig spannend und auch der Humor war für mich inzwischen etwas ausgenudelt. Aber man bekommt natürlich, was man sich vorstellt. Vui Kluftiger und a bisserl an Kreim.