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Veröffentlicht am 26.05.2019

Sehr spannender dytopischer Jugendroman

Dry
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Bei „DRY“ von Neal und Jarrod Shusterman handelt es sich um einen Roman eines Vater-Sohns-Autorendos. Wie bereits von Neal Shusterman gewohnt, heißt es auch diesmal Zukunftsvision, wenn auch ganz anders ...

Bei „DRY“ von Neal und Jarrod Shusterman handelt es sich um einen Roman eines Vater-Sohns-Autorendos. Wie bereits von Neal Shusterman gewohnt, heißt es auch diesmal Zukunftsvision, wenn auch ganz anders als in Skythe – und erschreckend näher und realistischer: einer Region in den USA wird plötzlich das Wasser abgedreht.

Worum geht es?
Der „Tapout“ ist für Alyssa, ihre Familie und die ganze Gegend also doch Realität geworden – das Wasser wurde durch ein Aufstauen des Flusses weiter oben ganz abgedreht. Die Entwicklung hat sich zwar schon länger abgezeichnet, trotzdem hat die Bevölkerung nicht damit gerechnet, dass es tatsächlich so weit kommt. Zeitweise Wasserabschaltungen gab es bereits, was die Menschen jedoch nicht im geforderten Maße dazu animierte, Wasser einzusparen – bis nichts mehr ging.
Alyssa wohnt zusammen mit ihren Eltern und ihrem Bruder in einem kleinen Haus in einer eher ländlichen Gegend – neben Nachbarn, die bisher als absolute Spinner angesehen wurden, jedoch als einzige scheinbar keine Probleme zu haben scheinen, da sich genug Wasser, Strom und Nahrung in ihrem Haus haben. Jedoch auch nur für die Familie – das Teilen mit anderen würde das eigene Überleben gefährden.
Die Katastrophenhilfe läuft nur schleppend an, weil die Einsatzkräfte bei anderen Einsätzen gebunden sind, und auch die Medien stürzen sich auf spektakulärere Ereignisse als „nur“ eine Wasserabsperrung – und als die Medien berichten, ist es bereits zu spät. Die Supermärkte und Tankstellen sind bereits leergekauft, das Problem bleibt tagelang bestehen, bis sich die Menschen nicht mehr zu helfen wissen - und die gesamte Zivilisation in dieser Region zusammenbricht.

Meine Meinung
Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Da ich die ersten beiden Skythe – Bände verschlungen habe, wusste ich ganz genau, dass ich auch diesmal mit dem Schreibstil des Autors warm werden würde. Das Buch liest sich erschreckend realistisch, was mich selbst dazu bewegt hat, mir für den nächsten Urlaub das Einkaufen der für den Notfall vorgesehenen Reserven vorzunehmen und bereits eine Liste anzulegen.
Bei einer Selbstkontrolle bin ich draufgekommen, dass auch unsere Wasservorräte zu Hause nicht lange vorreichen würden, da wir hauptsächlich Leitungswasser konsumieren und, wenn wir gerade einkaufen waren, einmal monatlich etwa 12 Liter Softdrinks auf Lager legen – was für drei Personen nicht lange reicht. Auch die Eiswürfel aus dem Tiefkühler wären schnell aufgebraucht und wir in ernstzunehmenden Schwierigkeiten. Gewand und Wäsche hätten wir genug, jedoch wird es ohne Wasserversorgung auch hier schwierig.
Die Handlung des Buches verläuft actiongeladen und ich mag die Protagonistin sehr. Ich kann mich noch gut an Teenagerprobleme erinnern – und muss zugeben, dass Alyssa durch die Gesamtsituation sehr schnell erwachsen wird.

Fazit: Ein sehr realistisches Buch, das zum reflektierten Umgang mit der Ressource Wasser anregen sollte.

Veröffentlicht am 17.05.2019

Lieber mit "Elya" in die Drachenwelt starten

Nyxa 1: Das Erbe von Avalon
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Das Buch "Nyxa 1. Das Erbe von Avalon" wird als alleine zu lesender Band beworben, baut jedoch auf einer anderen Drachentrilogie der gleichen Autorin auf - zwar nicht unbedingt handlungsmäßig, jedoch in ...

Das Buch "Nyxa 1. Das Erbe von Avalon" wird als alleine zu lesender Band beworben, baut jedoch auf einer anderen Drachentrilogie der gleichen Autorin auf - zwar nicht unbedingt handlungsmäßig, jedoch in der Welt, in der es spielt. Ich habe das Buch als Serieneinstieg gelesen - daher bezieht sich meine Rezension auf das Buch ohne Kenntnis der anderen Romane.

Worum geht es?
Nyxa ist jung - und der mächtigste Drache ihrer Generation. Aufgrund ihrer Besonderheiten, die Gene aller Drachenarten in sich zu tragen und außerdem noch von weiteren fantastischen Wesen abzustammen, musste sie im Verborgenen Leben, um nicht schon in jungen Jahren Feinden in die Fänge zu geraten. Die junge Frau sehnt sich nach Freiheit - und bricht kurz vor iherer Hochzeit aus ihrem bisherigen "Gefängnis" aus. Dabei läuft sie einem Piraten in die Arme - der sich als ihr Beschützer aufspielt.

Meine Meinung
Von der anfangs schlagfertigen Nyxa ist schon nach 100 Seiten nichts mehr übrig, sie verwandelt sich immer weiter in ein graues Mäuschen neben einem strahlendenden (und super sexy) Helden.
Die Handlung finde ich extrem verwirrend, denn ich wurde mitten in die Welt hineingeschmissen und alleine schon auf der ersten Seite fanden sich gefühlt 20 Namen, die ich nicht zuordnen und mit denen ich nichts anfangen konnte. Gebessert hat sich das erst nach 50 Seiten, wobei die fantastische Welt in meinem Kopfkino nicht zum Leben erwacht - da müssen mir viele Details aus der Trilogie davor fehlen.
Auch die Beziehungsstrukturen waren mir fremd, ebenso die gesellschaftlichen und politischen Normen von Avalon, wodurch ich mich die erste Hälfte des Buches überfordert und in der zweiten Hälfte gelangweilt gefühlt habe - und dann froh war, dass das Buch endlich zu Ende war.
Aufgrund der anderen begeisterten Rezensionen würde ich der Drachenwelt gerne noch eine Chance geben, empfehle aber nicht, mit diesem Band zu starten, sondern mit "Elya 1: Der weiße Drache", in dem hoffentlich langsam in die Welt eingeführt wird.

Fazit: Nicht der optimale Roman um in die Drachenwelt zu starten.

Veröffentlicht am 12.05.2019

Gute Idee mit overflächlicher Umsetzung

Witchmark
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„Witchmark“ von C.L. Polk ist der Erstlingsroman einer Kurzgeschichtenautorin und im März 2019 bei der Hobbit Presse als gebundenes Buch erschienen und ebenfalls als E-Book erhältlich. Ich habe ...

„Witchmark“ von C.L. Polk ist der Erstlingsroman einer Kurzgeschichtenautorin und im März 2019 bei der Hobbit Presse als gebundenes Buch erschienen und ebenfalls als E-Book erhältlich. Ich habe das E-Book gelesen, jedoch bereits im Geschäft gesehen, dass das Cover der gebundenen Ausgabe ein besonderer Hingucker ist und im Dunkeln leuchtet.

Witchmark spielt in einer fantastischen Welt, die unseren Technologien von vor etwa 150 Jahren ähnelt. Statt elektrischer Energie hat sich jedoch die Substanz Äther durchgesetzt, die in dieser fantastischen Welt Energie liefert. Das Werk spielt in einem Kriegsende Szenario, Dr. Miles Singer ist Arzt und, heimlicher Weise, Hexer und daher auf der Flucht vor seiner Vergangenheit. Er hat im Krieg als Chirurg gearbeitet und ist jetzt in einem Sanatorium für Kriegsheimkehrer als Psychologe tätig, denn immer wieder drehen Kriegsheimkehrer scheinbar grundlos durch und beginnen, in ihrem Umfeld zu morden. Und wäre das alleine noch nicht mysteriös genug, wird eines Tages ein Sterbender eingeliefert – der nicht nur Miles echten Namen kennt, sondern auch weiß, dass er ein Hexer ist.

Meine Meinung
Das Buch hat mich mit seinem Setting in der Leseprobe fasziniert, so dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Ich wollte mehr wissen über die magische Welt der Sturmsänger, das magische System und den Aufbau der Welt, in der das Buch spielt. In diesen Aspekten wurde ich auch nicht enttäuscht – sowohl die gängigen Technologien, die gesellschaftliche Ordnung, die Herrschaftsform und die wichtigsten politischen Interessen wurden im Buch eingehend erwähnt und auch teilweise von den wichtigsten Figuren diskutiert.
Was mir jedoch in der Handlung gefehlt hat, war der durchgängige rote Faden, an dem entlang auch Spannung aufgebaut ist. Während es Sebastian Fitzek zum Beispiel versteht, mehrere Spannungsbögen aufzubauen und zu halten, gibt es in diesem Buch nur mehrere Stränge, die geöffnet werden und die vor sich hin plätschern, ohne jedoch Fahrt aufzunehmen. So finde ich sowohl den Kriminalfall wie auch die Liebesgeschichte lieblos abgehandelt. Auch die Magie kommt, wie ich finde, in dem Buch etwas kurz – was jedoch in Ordnung ist, wenn etwas im Geheimen stattfinden muss und es keinen abgeschlossenen Ort gibt.
Der Amartine bringt zwar anfangs ein Spannungselement in die Geschichte, jedoch auch dieser Spannungsbogen wird, meiner Meinung nach, nicht konsequent gehalten. Was mir daher gefallen hätte, wären weniger Nebenschauplätze gewesen. Es wäre ausreichend gewesen, wenn Miles ein „normaler“ Sekundant gewesen wäre, ohne gleich der wichtigsten Familie anzugehören, so dass man diesen einen Handlungsstrang hätte lassen können, und den anderen Strängen mehr Gefühl, Atmosphäre und Tiefe zu verleihen.

Fazit: Eine tolle Buchidee, die mir zu oberflächlich umgesetzt wurde.

Veröffentlicht am 10.05.2019

Toller Anfang, schwaches Ende

Up All Night
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„Up all night“ ist der erste Band der gleichnamigen Reihe und für mich auch das erste Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe. „Bestsellerautorin April Dawson“ hat sich für mich überzeugend angehört, ...

„Up all night“ ist der erste Band der gleichnamigen Reihe und für mich auch das erste Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe. „Bestsellerautorin April Dawson“ hat sich für mich überzeugend angehört, ebenso konnte mich auch die Leseprobe voll und ganz überzeugen.

Worum geht es?
Die Geschichte geht, mit einem der schlimmsten Tage in Taylors „Tae“s Leben, mit einem Knall los. Job weg. Freund weg. Wohnung weg. Boden unter den Füßen weg. Doch da begegnet Tae zufällig ihrem ehemaligen Nachbarsjungen und Freund Dan – der schon seit der Kindheit heimlich in sie verliebt ist. Dan gibt in einer Kursschlussreaktion an, schwul zu sein, damit Taylor bei ihm in der WG einzieht, denn mit dem Thema „Mann“ ist Tae ein für alle Mal durch.

Meine Meinung
Der oben genannte Abschnitt ist der Beginn der Geschichte, da ich Handlungselemente, die spannend oder witzig sind, nicht vorweg nehmen möchte, weshalb auch Details ausgeblendet sind. Das Feuerwerk der sich überschlagenden Handlung am Buch lässt ganz viel Raum für Neues offen, der genutzt werden kann und will. Taylor wirkt auf mich total smart – eine meiner Lieblingsstellen im Buch ist die Szene, wo sie geistesgegenwärtig handelt, als ihre Beziehung in die Brüche geht. Das ist eine ganz andere Tae als im Rest des Buches dann – leider! Anfangs hat das noch ganz gut für mich gepasst, doch im Verlauf war es immer weniger die geistig wache junge Frau, die ihr Leben voll und ganz im Griff hat, die ich in der Anfangsszene kennengelernt habe. Man kann doch über Monate nicht ausblenden, dass jemand so offensichtlich in einen verliebt ist wie…
Daniel „Dan“, der andere Protagonist, aus dessen Sicht die Geschichte abwechselnd mit Taylor erzählt wird. Sein Jugendschwarm Taylor ist mehr als das – Dan ist von ihr regelrecht besessen und legt auch Verhaltensweisen an den Tag, die über ein psychisch gesundes Maß der Schwärmerei hinausgehen. Bei übernatürlichen Wesen, wie zum Beispiel in einem Werwolfroman, wo das Männchen tatsächlich auf das Weibchen geprägt ist und sie sein ganzes Leben lang nicht mehr aus dem Kopf bekommt, gefällt mir so eine Art von Besessenheit ganz gut. Bei Menschen finde ich es extrem überzogen und sogar etwas bedenklich. Armer Daniel, dass er vor Taylor kein Leben hatte, der attraktive, fürsorgliche Prachtkerl, der sich, bis die Richtige gekommen ist, mit ONS ausleben musste, da keine geeignete Bindungspartnerin seinen Weg gekreuzt hat. Was am Anfang also noch witzig war und wo sich mich darüber gefreut habe, dass Dan seine Jugendliebe trifft, wurde im Laufe des Buches und ganz besonders im letzten Drittel für mich zu viel des Guten.
Als „zu viel“ empfindet sich auch Abby, Daniels Schwester, die Taylor sehr kritisch gegenüber steht. Der Grund dafür wird im Buch genannt. Diese bewundert zwar „Das Sahneschnittchen von Gegenüber“ wöchentlich beim Workout, ist schlagfertig und steht mit beiden Beinen im Leben. Doch ihr Übergewicht (Größe 44 – also bei weitem noch kein Gehsteigpanzer) macht ihr zu schaffen, obwohl stets betont wird, dass sie klasse aussieht (ab und an mit dem Zusatz, obwohl sie so dick ist). Hier befürchte ich schon, dass sämtliche Klischees weiter ausgebaut werden, habe aber noch ein bisschen Hoffnung für Band zwei, dass die „Ängste der nicht wirklich Dicken“ mit den Makeln zu vergleichen ist, die Frauen jeglicher Statur an ihr selbst missfallen. Jede noch so schöne Frau hat auch Änderungswünsche an sich selbst (oder eine massive Persönlichkeitsstörung) – so dass wir hoffentlich irgendwann vom Thema „zu viel Gewicht“ zu „zu wenig Fitness“ kommen, wogegen man ja was machen kann, wenn man mit dem Angebeteten zum Squash oder zum Eislaufen möchte.
Grace ist, für meinen Geschmack, etwas zu farblos geblieben. Die reiche Tochter und erfolgreiche Landschaftsplanerin lässt sich nicht wirklich tief in die Karten blicken und scheint „Everybody’s Darling“ zu sein. Hoffentlich bekommt sie im Laufe der Serie noch ein paar mehr Ecken und Kanten.
Den Schreibstil empfinde ich als flüssig, die Seiten ließen sich gut weglesen. Das Cover finde ich sehr ansprechend, und die Sonnenaufgangsstimmung passt perfekt zum Titel und zu New York City. Im ersten Drittel habe ich das Buch so richtig genossen, im zweiten Drittel wurden die Handlungsstränge weitergeführt und im letzten Drittel wurde dann ein Klischee nach dem anderen bedient und kein Allgemeinplatz ausgelassen, auch, wenn davon einiges zu den Protagonisten und dem Lauf der Handlung nicht mehr wirklich gut gepasst hat, so das sich am Ende etwas enttäuscht zurückgeblieben bin, aber noch Hoffnung für den zweiten Band habe, dass sich zwar von Band 1 nichts mehr ändern lässt, jedoch die Handlung wieder so viel Fahrt und Tiefe aufnehmen kann, wie der Beginn des ersten Bandes.

Fazit: Starkes erstes Drittel, akzeptabler Mittelteil, beim letzten Drittel viel zu viel des Guten.

Veröffentlicht am 05.05.2019

Zu viel hin und her

Cat & Cole 2: Ein grausames Spiel
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Der zweite Teil der „Cat & Cole“ – Reihe von Emily Suvanda ist im April 2019 als gebundenes Buch im Planet! Verlag erschienen. Da es sich um den zweiten Teil einer Reihe handelt, muss der erste Teil unbedingt ...

Der zweite Teil der „Cat & Cole“ – Reihe von Emily Suvanda ist im April 2019 als gebundenes Buch im Planet! Verlag erschienen. Da es sich um den zweiten Teil einer Reihe handelt, muss der erste Teil unbedingt davor gelesen werden. Die Handlung ist in allen Punkten aufbauend – und ohne Kenntnis von Band 1 nur verwirrend und nicht nachvollziehbar, da auf Personen eingegangen wird, die im Vorgängerband eine wichtige Rolle im Leben von einem der beiden Protagonisten gespielt haben. Zur Handlung des Bandes möchte ich jetzt gar nicht viel schreiben, denn wer Band 1 verschlungen hat, wird auch schon, wie ich, sehnsüchtig auf die Fortsetzung warten. Wem schon Band 1 nicht wirklich gefallen hat, der wird auch mit Band 2 nicht warm werden.

Meine Meinung:
Im Gegensatz zum ersten Band ist die fantastische und futuristische Welt, in der die meisten Menschen freiwillig in geschützten Bunkern leben, ja nicht mehr neu. Die Welt an der Oberfläche ist nach wie vor gefährlich, und die vermeintlich besiegte Seuche mutiert und feiert ein Comeback. Doch wer steht hinter den Mutationen? Und wie geht es weiter mit der Zuneigung zwischen Cat & Cole?
Mir ist in im zweiten Teil die zwischenmenschliche Komponente zwischen Cat und Cole eindeutig zu kurz gekommen. Irgendwie scheint die Beziehung zwischen den beiden, die mal mehr und mal weniger intensiv ausfällt, eher Mittel zum Fortschreiten der Handlung zu sein. Alte Bekannte tauchen auf, neue Personen kommen hinzu – und die mutierende Seuche bedroht die ganze Menschheit. Was also tun? Mit wem zusammenarbeiten? Und wer, ist außer der Seuche, Feind? Steckt eine Verschwörung dahinter? Von wem geht sie aus? Wem kann man trauen und wem nicht? In diesem ständigen hin und her habe ich mich beim Lesen wiedergefunden. Zeitweise war es mir zu viel, und ich habe das Buch zur Seite gepackt. Anders als bei Band 1 musste ich nicht immer wissen, wie es weitergeht. Es fiel mir leicht, das Lesen zu unterbrechen, so dass ich eine Woche gebraucht habe, um das Buch auch zu beenden. Ich habe ständig gehofft, dass die Spannung an Tiefe gewinnt, und zwar nicht dadurch, dass jeweils wieder ein Puzzleteil der Handlung alles in einem anderen Licht darstellen lässt. Ebenso habe ich die Emotionen zwischen den Charakteren im ersten Band viel intensiver beschrieben gefunden, so dass ich mich gerne in die Figuren hineinversetzt habe.
Im zweiten Band kommt es mir eher so vor, als wäre ein Drehbuch zu einem Action – Blockbuster geschrieben worden. Von einem Highlight der Superlative zum anderen hetzt die Handlung – eine Rettung knapper als zuvor. Nicht in der letzten Sekunde sondern, ganz überspitzt gesagt, in der letzten Tausendstel Sekunde.
Das Prequel werde ich als nächstes Lesen – das habe ich mir für nach dem zweiten Band aufgehoben. Ich bin schon sehr gespannt darauf, ob es noch einen dritten Teil der Reihe gibt und es sich hier um den, meist eher schwächeren, Mittelband handelt.

Anscheinend hat allen außer mir die Geschichte sehr gut gefallen, weshalb es sicher einen Versuch wert ist, selbst nachzulesen ob dich die Handlung faszinieren kann.

Fazit: Zu viel hin und her, zu wenig Tiefe, die Entwicklungen und Erklärungen konnten mich nicht überzeugen.