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Veröffentlicht am 19.02.2018

Anders als erwartet

Töchter wie wir
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Die Leseprobe des Buches "Töchter wie wir" von Barbara Kunrath hat mir sehr gut gefallen, besonders Shirin hat es mir besonders angetan und ich wollte mehr von ihrer Geschichte erfahren.

Worum geht es ...

Die Leseprobe des Buches "Töchter wie wir" von Barbara Kunrath hat mir sehr gut gefallen, besonders Shirin hat es mir besonders angetan und ich wollte mehr von ihrer Geschichte erfahren.

Worum geht es in dem Buch?
Drei Frauen - Mona, die knapp vor ihrem vierzigsten Geburtstag steht, Shirin, meinem Lieblingscharakter, ein Mädchen, das in Schwierigkeiten gerät, sowie Hella, Monas alkoholkranke Mutter sind die drei Hauptpersonen in diesem Buch.

Bis Seite 179, auf der es dann zu einer Rückblende in die Vergangenheit kommt, habe ich immer wieder gehofft, dass die Handlung endlich Fahrt aufnimmt. Schuldzuweisungen und Beschimpfungen gibt es zwischen Mona und Hella reichlich, jedoch hatte ich beim Lesen permanent das Gefühl, dass in der Handlung nicht wirklich was passiert.

Shirin, der Charakter, wegen dem ich das Buch lesen wollte, war stark im Hintergrund und weder ihrer Persönlichkeit noch ihrer Geschichte wurde Tiefe verliehen, was ich sehr schade fand.

Ebenso verhält sich Mona bis zum Ende der Geschichte wie ein bockiger Teenager (siehe Rückblende) und ihre Mutter versucht durchgehend, sich irgendwie anzubiedern, was mich auch genervt hat.

Fazit: Wäre das Buch kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich es sicher nicht fertig gelesen.

Veröffentlicht am 19.02.2018

Traurig und schön zugleich

Cape Town Kisses
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"Cape Town Kisses" von Lotte Römer ist als Taschenbuch und e-Book 2018 im Montlake Romance Verlag erschienen. Bisher kannte ich die Autorin nicht, jedoch hat mir das Cover gut gefallen und der Klappentext ...

"Cape Town Kisses" von Lotte Römer ist als Taschenbuch und e-Book 2018 im Montlake Romance Verlag erschienen. Bisher kannte ich die Autorin nicht, jedoch hat mir das Cover gut gefallen und der Klappentext verspricht eine emotionale Geschichte.

Das Buch schließt mit dem wunderschönen Zitat "Manchmal muss man das Glück zwischen den Zeilen finden, denn die Liebe hat viele Gesichter". Dieses Zitat ist charakteristisch für das Buch, denn vieles passiert zwischen den Zeilen und diese Welt hat sich mir als Leserin sofort geöffnet: Ich war mittendrin in der Geschichte und das Kopfkinio ist sofort angesprungen. London kenne ich sehr gut, in Südafrika oder auf Safari war ich noch nie, da mussten die Dokumentationen, die ich irgendwann gesehen habe, fürs Kopfkino herhalten, was mir jedoch nicht schwer gefallen ist. An allen Orten ist sofort eine Hintergrundkulisse in meinem Kopf gewesen und auch die Personen konnte ich mir alle bildlich vorstellen, hier war ausreichend Beschreibung im Buch vorhanden, so dass sich überall ein Bild eingestellt hat. Wegen der Kürze des Buches wird zwar teilweise mit Sterotypen gearbeitet, die jedoch nicht überzeichnet sind, sondern noch einen Anteil an eigenem Charakter mitbringen. Auch Nebencharaktere wie Mojos Frau oder Hans wurden so lebendig, ganz ohne viel Beschreibung und ohne zu stark in die Handlung einzugreifen.

Die Protagonistin Angela mochte ich ihrer Spontanität wegen vom Fleck weg und ich finde es großartig, wie sie ihr Leben in die Hand nimmt und nur wenig mit dem Schicksal hadert. Sie hat sich eine große Aufgabe vorgenommen, nämlich den Vater ihres Sohnes zu finden, was eine fast unlösbare Aufgabe in afrikanischen Ländern ist. Trotzdem klammert sie sich an jeden Strohhalm und vertraut auch etwas zwielichtigen Gestalten, weil die Zeit so drängt.

Der Bruder Carl ist eine starke Persönlichkeit mit Ecken und Kanten. Hinter der aufgesetzten Lockerheit lodern heftige Emotionen, die sich zeitweise schwer beherrschen lassen.

Jasper ist ein sehr ruhiger und nach außen hin gefasster Junge, der sich für meinen Geschmack schon zu angepasst verhält, was aber bei alleinerziehenden Müttern mit starker Muttter-Sohn-Bindung häufiger vorkommt. Für 13 Jahre verhält er sich meiner Meinung nach viel zu kindlich, sein Verhalten passt für mich besser auf einen 10-Jährigen, zu dem er dann in meinen Gedanken auch geworden ist.

Über George möchte ich nicht zu viel schreiben, außer, dass ich ihn auch faszinierend finde, er jeodch so überhaupt nicht der Typ Mann ist, der mir gefällt (rein äußerlich).

Die Handlung ist gut konstruiert und in sich schlüssig, was die Geschichte zu einem emotionalen Lesevergnügen werden lässt.

Fazit: Eine gefühlvolle Geschichte.

Veröffentlicht am 19.02.2018

Anders und emotional

Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente
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Das Buch "Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente" von Peter Boganinni ist Ende Jänner 2018 im Hanser-Verlag als gebundene Ausgabe erschienen. Das Cover des Buches ist ein ´Blickfang, ...

Das Buch "Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente" von Peter Boganinni ist Ende Jänner 2018 im Hanser-Verlag als gebundene Ausgabe erschienen. Das Cover des Buches ist ein ´Blickfang, denn vom schwarzen (matten) Hintergrund hebt sich der Titel in blauen Großbuchstaben, hinterlegt mit einem Sternenhimmel, ab. Der Name des Autors in in neonrosa, jedeoch ebenfalls mit Sternenhimmelhingergrund abgebildet. Der Buchrücken ist in rosa mit silberweißer Schrift gehalten, die Rückseite mit dem interessanten Klappentext als Sternenhimmel mit silberweißer Schrift.

Gestalterisch schön finde ich auch die Kapitelbezeichnungen, die wie mit einem Malerpinsel gemalt aussehen und dadurch gut zum Setting des Buches passen.

In den Schreibstil musste ich mich erst einlesen, nach 50 Seiten war ich dann mitten in der Handlung drin und musste mich nicht mehr auf den Prozess des Lensens konzentrieren, die letzten 100 Seiten haben mich total gefesselt und ich konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen.

Die Protagonistin des Buches, Tess, ist 16 Jahre alt und geht bzw. ging in einem Hippie-Internat in die Schule. Sie verlässt eigenmächtig das Internat, weil sie den Tod ihres nur einmal getroffenen Online-Freundes Jonah nicht verkraftet. Tess befindet sich in einer schwierigen Familiensituation. Ihre Mutter findet sich gerade mit ihrer neuen Liebe selbst in Indien, ihr Vater erfindet sich immer wieder neu und hat als letztes Projekt ein alternatives Beerdigungsunternehmen gegründet. Tess erfährt davon erst bei ihrer Rückkehr nach Hause, und versucht, sich in denn Alltag wieder einzufinden. Dabei schreibt sie weiterhin an den verstorbenen Jonah.

Die Handlung finde ich sehr passend gewählt, sie passt zu Tess, ihrer Familie und ihren Lebensumständen, ebenso auch die Wendungen, die die Geschichte immer wieder nimmt. Hier ist nichts übertrieben überzeichnet, die Charaktere haben ihre eigene Persönlichkeit und bleiben in ihren Rollen authentisch. Die Erzählperspektifve aus Tess Sicht gibt einen guten Einblick in das Seelenleben Jugendlicher, die Schilderungen sind emotional gefärbt, wie es zu einem Mädchen dieses Alters passt.

Das Ende finde ich für die Geschichte sehr passend. Im Laufe der Handlung habe ich alle Charaktere lieb gewonnen und mit ihnen beim Versuch, ihre persönlichen Ziele zu erreichen, regelrecht mitgefiebert.

Fazit: Einmal ein etwas anderes Buch zum Thema Internet und Selbstmord von Jugendlichen.


Veröffentlicht am 19.02.2018

Witziger Roman Frauen bei der "Wiedereingliederung am Arbeitsmarkt"

Die Königin von Lankwitz
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Das Cover ist ein ziemlicher Blickfang, obwohl es so einfach gehalten ist, das hat mich gleich auf den Klappentext neugierig gemacht. Von dem Autor habe ich bisher nichts gelesen, und war gespannt, ...

Das Cover ist ein ziemlicher Blickfang, obwohl es so einfach gehalten ist, das hat mich gleich auf den Klappentext neugierig gemacht. Von dem Autor habe ich bisher nichts gelesen, und war gespannt, was die Geschichte zum zwei über 50-Jährige und kürzlich entlassene Knastschwestern so mit sich bringt.

Positiv fällt mir auf, dass die Buchstaben groß genug sind, dass sie auch meine Oma mit über 90 noch ohne Probleme lösen kann, das Buch wird jedenfalls auch an sie gehen und vielleicht bei meiner Mutter, im Alter der beiden Protagonstinnen, Station machen. Ich glaube nämlich, dass es sich hierbei um ein Buch handelt, dass locker drei Generationen an Frauen ansprechen kann, auch wenn bei mir das Kopfkino besonders angesprungen ist.

Da ich bereits Berlin besucht habe, kann ich mir die Umgebung gut vorstellen, ich war letztes Jahr dort und habe daher noch das ganze Umfeld frisch im Gedächtnis. Auch die Art, der beiden "Knastschwestern" Bea und Irene gefällt mir gut. Die beiden sind zwar noch nicht ganz jung, sehen aber as Leben sehr realistisch und wissen, dass die großen Chancen draußen nicht warten. Anstatt mit dem Schicksal zu hadern, nehmen sie es selbst in die Hand und werden gemeinsam, leider nicht ganz legal, miteinander aktiv, um auch anderen Frauen zu helfen und sich damit selbst um ihr Auskommen zu sorgen.

Der Schreibstil ist leicht, witzig und mit vielen direkten Reden und Zitaten ausgeschmückt. So ist bei mir nicht nur das Kopfkino, sondern auch das Kopfradio mit angesprungen und ich habe beim Lesen teilweise mitgesungen, was mir Spaß gemacht hat.
Die Geschichte selbst finde ich abgedreht, aber leider nicht unrealistisch, denn auch die Drahtzieherin kommt für mich authentisch-unsympathisch rüber - und eigene Persönlichkeiten habe alle Charaktere, die in dem Buch auftreten, trotz der Kürze des Werks.

Fazit: Ein kurzweiliges und witziges Lesevergnügen.

Veröffentlicht am 06.01.2018

Hat mich nicht mitgerissen

Hearts of Blue - Gefangen von dir
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Das E-Book only "Hearts of Blue" von L.H. Cosway ist der vierten Band der Hearts - Serie der Autorin. Da es mein bisher erstes Buch von der Autorin ist, kenne ich die Vorgängerbände nicht, glaube aber ...

Das E-Book only "Hearts of Blue" von L.H. Cosway ist der vierten Band der Hearts - Serie der Autorin. Da es mein bisher erstes Buch von der Autorin ist, kenne ich die Vorgängerbände nicht, glaube aber auch nicht, dass die Handlung aufbauend ist, da nie auf Ereignisse in Vorbänden angespielt oder eingegangen wurde.

Meine Meinung:
Bücher aus dem LYX - Verlag gefallen mir normalerweise total gut, weshalb ich mich schon sehr auf dieses Buch gefreut habe. Das Cover passt super, und Polizistin und Dieb verspricht auch noch viel Spannung zusätzlich.Die Erotik und die heißen Szenen zwischen Klara und Lee kamen auch nicht zu kurz, jeodoch fehlt diesem Buch vieles, was für mich lesenswert ist und mich das Buch daher als nur durchschnittlich bewerten lässt.

Die Handlung spielt in London, jedoch habe ich davon beim Lesen nichts gemerkt. Obwohl ich schon oft in London war und dort so ziemlich jede Gegend kenne, ist mein Kopfkino nicht angesprungen. Hier hätte es mehr "wichtige Plätze" gebraucht, um die Handlung für mich besser zu verorten und das Gefühl von "London calling" aufkommen zu lassen.

Viele Nebenpersonen (Chefin, Vater, Mutter,...) spielen zwar eine wichtige Rolle für die Handlung, bleiben jedoch sehr flach und stereotyp. Hier hätte ich mir mehr persönliche Informationen erwartet, die auch in Nebensätzen auftauchen können.

Für mich hat der Charakter der knallharten Karrierefrau, die bei der Inhaltsangabe angekündigt wird, so gar nicht mit der Protagonistin zusammengepasst und ich hatte beim Lesen nicht das Gefühl, dass sie um jeden Preis Karriere machen möchte oder das Macht das Leitmotiv ihrer Tätigkeit ist. Dazu hätte auch dieses ständige Zaudern nicht gepasst, das mich ziemlich genervt hat.

Weiters hat mir in diesem Buch die Projektionsfigur gefehlt, ich habe mich, mit wenig Kopfkino, so ein bisschen außen vor gefühlt.


Fazit: Ein weiterer erotischer Roman mit Bad Boy, für mich aber nichts besonderes.