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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2018

Top!

I Am Death. Der Totmacher
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Chris Carter ist zurück! Nachdem Chris Carters letztes Buch "anders" (aber nicht weniger gut) war, ist "I am death" wieder so, wie man Chris Carter kennt. Es gelingt ihm immer wieder, dass man das Buch ...

Chris Carter ist zurück! Nachdem Chris Carters letztes Buch "anders" (aber nicht weniger gut) war, ist "I am death" wieder so, wie man Chris Carter kennt. Es gelingt ihm immer wieder, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann und sich denkt "Ok, ein Kapitel les ich noch", dabei bleibt es aber nicht. Er schafft es, Spannung zu erzeugen, sodass aus einem Leseabend schnell eine Lesenacht wird.

Wieder einmal hatte ich bis zum letzten Moment nicht die allerleiseste Ahnung, wer der Täter ist - und diese Überraschung und wie am Schluss alles einen Sinn ergibt, ist es, was ich an Chris Carters Büchern am meisten mag. Chris Carter ist allerdings definitiv nichts für schwache Nerven, da er die immer grausamer werdenden Morde sehr detailreich beschreibt und ich mich immer wieder frage, wie der Autor auf solche Ideen kommt.

Ich freue mich schon auf viele weitere Thriller mit Detective Robert Hunter.

Veröffentlicht am 22.07.2018

Ackermann wie wir ihn kennen und lieben

Racheopfer
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Mich hat diese Kurzgeschichte sehr gut unterhalten, obwohl ich mir etwas anderes erwartet habe. Der Untertitel lautet "Wie das Töten begann, doch darum geht es kaum in diesem Buch. Mich hätte interessiert, ...

Mich hat diese Kurzgeschichte sehr gut unterhalten, obwohl ich mir etwas anderes erwartet habe. Der Untertitel lautet "Wie das Töten begann, doch darum geht es kaum in diesem Buch. Mich hätte interessiert, mehr über Ackermanns Kindheit zu erfahren und warum er so geworden ist, wie er heute ist.
Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen und man wollte es kaum aus der Hand legen. Obwohl die Handlung etwas vorhersehbar war - denn dieses Experiment konnte ja kaum gutgehen - war die Handlung durchgehend spannend.
Geärgert habe ich mich über Jennifers Naivität und darüber, dass sie aufgrund ihrer Rachsucht bereit war viele Menschenleben zu opfern. Obwohl ihr Durst nach Rache irgendwie nachvollziehbar ist, geht sie meiner Meinung nach zu weit. Ich möchte nicht spoilern, aber das Ereignis am Ende des Buches hat sie für mich gänzlich unsympathisch gemacht.
Alles in allem eine empfehlenswerte Kurzgeschichte und man ist beinahe traurig, dass sie so schnell vorbei ist.

  • Cover
  • Action
  • Handlung
  • Spannung
  • Tempo
Veröffentlicht am 02.05.2018

Mysteriöser Psychothriller

Das Böse in deinen Augen
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Die Kinderpsychologin Imogen Reid kehrt nach dem Tod ihrer Mutter in ihr Heimatdorf zurück und tritt dort einen neuen Job an. Dabei lernt sie die 11-jährige Ellie Atkinson kennen, die immer wieder in mysteriöse ...

Die Kinderpsychologin Imogen Reid kehrt nach dem Tod ihrer Mutter in ihr Heimatdorf zurück und tritt dort einen neuen Job an. Dabei lernt sie die 11-jährige Ellie Atkinson kennen, die immer wieder in mysteriöse Vorfälle verwickelt ist und von ihren Klassenkameraden übel behandelt wird. Nach einigen Vorfällen hat sogar Ellies Lehrerin Angst und warnt Imogen vor dem Mädchen. Imogen hört nicht auf die Warnungen und bekommt es erst mit der Angst zu tun, als sie selbst betroffen ist…
Jenny Blackhursts dritter Thriller wird abwechselnd aus der Sicht von Imogen und Ellie erzählt, wodurch man einen guten Einblick in das Geschehen bekommt. Die Schreibweise habe ich als sehr flüssig empfunden und ich bin nur so von Kapitel zu Kapitel geflogen.
Eine lange Zeit hat mich das Buch aufgrund der mysteriösen Vorfälle stark an Stephen King’s Carrie erinnert. Da ich von Jenny Blackhursts ersten beiden Thriller nichts Mysteriöses gewohnt bin und bei Thrillern generell lieber logische Erklärungen habe, hoffte ich auch hier auf eine rationale Erklärung.
Leider war mir keine der Hauptpersonen sonderlich sympathisch. Imogen fand ich anfangs in Ordnung; dadurch, dass sie ihre Schwangerschaft vor ihrem Freund Dan verheimlicht und sogar überlegt, ohne sein Wissen, abzutreiben, verliert sie immer mehr an Sympathie. Obwohl Ellie mir natürlich leid tut, da sie wirklich kaum jemanden auf ihrer Seite zu haben scheint, konnte auch hier keine große Sympathie aufkommen.
Die Autorin schafft es, einen immer wieder auf falsche Fährten zu führen und ohne die Diskussion in der Leserunde wäre ich nicht/sehr spät darauf gekommen, was hinter all den Ereignissen steckt. Das Ende hat mich daher sehr überrascht und ich bin mit dem Ausgang mehr als zufrieden. Es bleiben einige Fragen unbeantwortet, ich denke aber, dass das von der Autorin geplant war und Platz für die eigene Fantasie lassen soll.
Das Cover finde ich zwar schön, aber nicht so passend zum Inhalt. Hier hätte vielleicht eine Motte besser gepasst, da diese immer wieder in der Geschichte vorkommt…

  • Cover
  • Spannung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Geschichte
Veröffentlicht am 04.10.2020

Nichts ist wie es scheint

Das Gift deiner Lügen
2

Severn Oaks ist ein Vorstadtviertel, von Zäunen umgeben, sicher und für Personen von außerhalb schwer zu betreten. Die Bewohner scheinen auf den ersten Blick ein perfektes Leben zu führen, doch durch einen ...

Severn Oaks ist ein Vorstadtviertel, von Zäunen umgeben, sicher und für Personen von außerhalb schwer zu betreten. Die Bewohner scheinen auf den ersten Blick ein perfektes Leben zu führen, doch durch einen anonymen Podcast drohen all ihre Geheimnisse aufgedeckt zu werden...

Ich muss ehrlich sagen, dass das Buch mich mit etwas gemischten Gefühlen zurücklässt.
Der Anfang hat mir sehr gut gefallen. Das einzige Problem waren die vielen Charaktere und die dazugehörigen Partner, die ich anfangs nicht auseinanderhalten konnte. Hier hätte ich mir mehr Tiefgang bei den Charakteren gewünscht.

Zwischendurch ist nicht viel passiert, hier gab es einige Längen, die die Freude am Lesen etwas getrübt haben.

Der letzte Abschnitt hatte es dagegen in sich. Nach und nach wurden ein Geheimnis nach dem anderen aufgedeckt und der Leser erfuhr, wer für Erikas tragischen Tod verantwortlich ist. Für mich erfolgte der Showdown fast ein bisschen zu schnell; bei den vielen Geheimnissen und Überraschunen hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin den Lesern zwischendurch Zeit gibt, um die neuesten Enthüllungen zu verarbeiten.

Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten, weshalb ich 4 von 5 Sternen vergebe. Einen Stern Abzug gibt es für die Längen in der Mitte des Buches. Das Ende hat mich wirklich überrascht; mit vielen der Enthüllungen und der Auflösung des Rätsels um Erikas Tod und Mary-Beths Verschwinden habe ich so nicht gerechnet.
Das Buch ist auf jeden Fall unterhaltsam (besonders, da für die meisten von uns ein Leben in einer derartigen Siedlung nicht vorstellbar ist), weshalb ich eine Leseempfehlung aussprechen kann.

  • Cover
  • Spannung
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.09.2018

Es ist alles anders als man denkt!

Das andere Haus
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Das Cover sieht nicht nur absolut toll aus, es fühlt sich auch super an.

Kurz zum Inhalt:
Caroline und Francis bekommen ein Angebot zum Haustausch und nehmen dieses an, da sie nach einigen schwierigen ...

Das Cover sieht nicht nur absolut toll aus, es fühlt sich auch super an.

Kurz zum Inhalt:
Caroline und Francis bekommen ein Angebot zum Haustausch und nehmen dieses an, da sie nach einigen schwierigen Jahren einen Urlaub gut gebrauchen können. Im neuen Haus angekommen, fühlen sie sich aber nicht richtig wohl, weil das Haus merkwürdig leer ist. Außerdem entdeckt Caroline versteckte Hinweise, die sie an Carl erinnern, mit dem sie während Francis' Tablettenabhängigkeit eine Affäre hatte. Caroline hat Angst, dass ihre Vergangenheit sie einholt und alte Gefühle wieder aufkommen.

Mein Fazit:
Mir hat dieses Erstlingswerk von Rebecca Fleet sehr gut gefallen. Es ist weder blutig, noch brutal, vielmehr beherrscht eine subtile Spannung das Buch. Man merkt sofort, dass etwas nicht stimmt. Zunächst scheint es recht eindeutig zu sein, was hier los ist, aber nach und nach bekommt man das Gefühl, dass doch alles anders sein könnte.
Von den Hauptpersonen ist mir ehrlich gesagt keine besonders sympathisch; vor allem Caroline und Francis und die Art, wie sie miteinander umgehen, ging mir etwas auf die Nerven. Auch die Nachbarin Amber fand ich furchtbar aufdringlich, obwohl ihr Verhalten im Nachhinein besser zu verstehen ist.
Einen Punkt Abzug gibt es, weil mir ein abschließender "Showdown" dann doch etwas gefehlt hat...