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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2022

Wow - absoluter Pageturner

Kaltherz
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"Kaltherz" von Henri Faber ist bereits jetzt eines meiner Highlight 2022. Zu Beginn möchte ich das gelungene Cover erwähnen, welches nicht nur toll aussieht, sondern sich auch toll anfühlt.

Kaltherz hat ...

"Kaltherz" von Henri Faber ist bereits jetzt eines meiner Highlight 2022. Zu Beginn möchte ich das gelungene Cover erwähnen, welches nicht nur toll aussieht, sondern sich auch toll anfühlt.

Kaltherz hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Die Kapitel sind aus der Sicht der Hauptcharaktere erzählt und der Perspektivenwechsel sorgt für Abwechslung. Clara und Jakob durchleben seit Monaten die Hölle, weil ihre kleine Tochter Marie entführt wurde. Während Clara fast zugrunde geht, lebt Jakob sein Leben als erfolgreicher Manager normal weiter und weigert sich, dass die Polizei eine öffentliche Fahndung nach Marie rausgibt. Ein ganz besonderer Charakter ist die Ermittlerin Kim Lansky, die nochmal eine Chance erhält, in ihrem Beruf zu arbeiten. Doch auch in diesem Fall greift sie zu nicht ganz legalen Ermittlungsmethoden und führt zahlreiche Alleingänge durch, die auch sie in Gefahr bringen. Von den Charakteren bildet man sich schnell einen Eindruck und doch ist alles anders als man denkt. Henri Faber schafft es geschickt, den Leser immer wieder in die Irre zu führen. Besonders gut gefallen hat mir, dass es am Ende nochmal eine große Überraschung/Wendung gibt. Mit diesem Ausgang habe ich nicht gerechnet.

Das war mein erstes Buch von Henri Faber, aber sicher nicht mein letztes! Die Kapitel waren kurzweilig und der Spannungsbogen fast durchgehend da. Ich hoffe daher auf viele weitere Bücher von dem Autor!

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Veröffentlicht am 29.05.2022

Ein absoluter Albtraum über den Wolken

Flug 416
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Die Inhaltsangabe erinnerte mich sehr an eine Story, die man normalerweise als Actionthriller im Fernsehen sieht, daher war mein Interesse sofort geweckt, als ich das Buch "Flug 416" entdeckte, in dem ...

Die Inhaltsangabe erinnerte mich sehr an eine Story, die man normalerweise als Actionthriller im Fernsehen sieht, daher war mein Interesse sofort geweckt, als ich das Buch "Flug 416" entdeckte, in dem es sich um eine Flugzeugentführung handelt. Und ich wurde nicht enttäuscht. Auch das Cover finde ich sehr gelungen und es passt hervorragend zum Inhalt. Es zeigt ein Flugzeug von unten, könnte aber, aus einer anderen Perspektive gesehen, auch einen Flugzeugabsturz symbolisieren. Die Ausgangssituation könnte man sich schrecklicher kaum ausmalen: der Pilot Bill Hoffmann erhält kurz nach dem Start eine Nachricht von einem Erpresser, der ihn vor die Wahl stellt, entweder das Flugzeug zum Absturz zu bringen oder seine Frau und seine zwei Kinder werden sterben. Als „Beweis“, dass der Erpresser es ernst meint, erhält Bill einen Videobeweis, in dem er sieht, dass er seine Familie bereits in seiner Gewalt hat und dieser sogar Sprengstoffwesten angezogen hat. Es scheint, als hätte Bill keine andere Wahl, als in 10.000 Metern Höhe eine Entscheidung zu treffen. Noch dazu befindet sich ein Komplize des Erpressers an Board und Bill weiß nicht, wem er trauen kann. Die Kapitel sind eher kurz gehalten und sorgen durch Rückblicke für Abwechslung. Der spannende Schreibstil und die Tatsache, dass man unbedingt herausfinden möchte, wie Bill sich entscheidet oder ob er doch einen Ausweg findet, sorgen für einen raschen Lesefluss. Ich habe selten bei einem Thriller derart mitgefiebert. Besonders gut gefallen hat mir das fachliche Wissen der Autorin. Durch ihre frühere Tätigkeit als Flugbegleiterin konnte sie viele Abläufe glaubwürdig und realistisch darstellen und hat für viele interessante Einblicke gesorgt. "Flug 416" konnte mich sehr begeistern und ich empfehle es auf jeden Fall weiter, auch wenn man das Buch nicht unbedingt in einem Flugzeug lesen sollte. Über weitere Thriller der Autorin würde ich mich sehr freuen.

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Veröffentlicht am 10.05.2022

Spannung im Norden

Nordwestnacht
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Kurz zum Inhalt: SPO wird als Drehort für eine Krimiserie ausgewählt, doch schon bald wird der Aufnahmeleiter grausam ermordet aufgefunden. Als dann auch noch die zweite Hauptdarstellerin spurlus verschwindet ...

Kurz zum Inhalt: SPO wird als Drehort für eine Krimiserie ausgewählt, doch schon bald wird der Aufnahmeleiter grausam ermordet aufgefunden. Als dann auch noch die zweite Hauptdarstellerin spurlus verschwindet und nicht erreichbar ist, beginnen Norberg, Anna und Nils zu ermitteln und stellen sich die Frage, ob die Vorfälle zusammenhängen.

Mir hat gut gefallen, dass Spannung ohne unnötige Brutalität aufgebaut wird. Die Ermittlungsarbeiten stehen im Vordergrund, sind aber durch die vielen Ermittlungsansätze sehr kurzweilig. Auch das Privatleben der Ermittler nimmt einen wesentlichen Teil der Handlung ein, den ich aber sehr gerne gelesen haben. Gut gefallen hätte mir dennoch, wenn die Dreharbeiten und Ortsbeschreibungen mehr Platz gefunden hätten. Obwohl ich schon relativ früh ahnte, was dahintersteckt, hat mir die Auflösung gut gefallen.

Die Ermittler waren mir großteils sehr sympathisch, durch ihre Ecken und Kanten wirken sie sehr authentisch. Ein bisschen Mitleid hatte ich mit Nils, den der Fall aufgrund seiner Verliebtheit noch mehr mitgenommen hat, und der, wie ich finde, von seinen Kollegen nicht immer ernst genommen wurde.

Dieses war mein erstes Buch von Svea Jensen, aber ganz bestimmt nicht mein letztes! Obwohl ich die Vorgänger-Teile nicht kannte, konnte ich der Handlung ohne Probleme folgen. Trotzdem werde ich die ersten beiden Teile nachlesen und bin gespannt auf die Entwicklung der Ermittler. Der Schreibstil ist sehr angenehm und die kurzen Kapitel sorgen für ein flüssiges Lesen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 20.04.2022

Einer meiner neuen Lieblingsautoren!

Rachewinter
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Anwältin Evelyn Meyers arbeitet in Wien an einem neuen Fall, in dem ein junger Mann seinen Liebhaber ermordet haben soll, doch sie ist von seiner Schuld nicht überzeugt. Zur gleichen Zeit wird in Leipzig ...

Anwältin Evelyn Meyers arbeitet in Wien an einem neuen Fall, in dem ein junger Mann seinen Liebhaber ermordet haben soll, doch sie ist von seiner Schuld nicht überzeugt. Zur gleichen Zeit wird in Leipzig der Vater von Walter Pulaskis Tochter Jasmin in einem Hotel tot aufgefunden. Wieder kommt es dazu, dass Evelyn und Walter Zusammenhänge erkennen und gemeinsam an dem Fall weiterarbeiten...
Andreas Gruber hat mit Walter Pulaski einen Kommissar geschaffen, der einen ganz eigenen Charakter hat. Oft schlecht gelaunt, aber mit einem weichen Kern. Auch die anderen Charaktere sind sehr gut beschrieben.
Die Handlung ist sehr komplex und gut durchdacht; die verschiedenen Handlungsstränge werden schließlich zu einem logischen Ende zusammengeführt.
Dies war mein erster Krimi von Andreas Gruber und er hat mich restlos überzeugt. Obwohl ich mit dem dritten Fall dieser Reihe eingestiegen bin, konnte ich der Handlung gut folgen. Teil 1 und 2 werden trotzdem schnellstmöglich nachgeholt :)

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Veröffentlicht am 15.04.2022

Düsteres Geheimnis im Kloster

Ostseekreuz
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Auch der 17. Band der Reihe um Pia Korritki von Eva Almstädt konnte mich sehr begeistern.

Pia will sich nach ihrer Gefangenschaft eine Auszeit in einem Kloster nehmen, kommt aber auch dort nicht zur Ruhe, ...

Auch der 17. Band der Reihe um Pia Korritki von Eva Almstädt konnte mich sehr begeistern.

Pia will sich nach ihrer Gefangenschaft eine Auszeit in einem Kloster nehmen, kommt aber auch dort nicht zur Ruhe, da bald nach ihrer Ankunft ein Mord geschieht und Pia die Polizei als "verdeckte Ermittlerin" unterstützt. Dabei stoßt sie auf Schweigen, auf anstrengende Mitgäste und auf die Herausforderung, selbst undercover zu bleiben. Das Kloster als Handlungsort hat mir besonders gut gefallen, da Kloster immer etwas Geheimnisvolles an sich haben und auch in diesem Kloster gab es zahlreiche Geheimnisse. Als Pluspunkt möchte ich noch die Karte des Klosters erwähnen, die es dem Leser ermöglicht, sich ein besseres Bild von Schauplätzen zu schaffen.

Im zweiten Handlungsstrang macht Marten Jagd auf Pias Entführer; dieser Teil der Geschichte wird immer wieder zwischendurch, aber nur auf wenigen Seiten thematisiert.

Ich mag Pia als Charakter bereits seit anderen Teilen der Reihe sehr gerne. Leider fand ich die anderen Gäste im Kloster sehr nervig, hier war keiner dabei, der mir auch nur ansatzweise sympathisch war. Die Mönche waren gut und meiner Meinung nach realistisch dargestellt.

Eva Almstädt überzeugt durch einen flüssigen, bildhaften Schreibstil, der es dem Leser ermöglicht, sie ganz einfach in den Geschichte hineinzuversetzen. Der Täter wird erst am Ende des Buches aufgedeckt, sodass man viel Zeit hat, mitzurätseln. Immer wieder wird man auf falsche Fährten geschickt, sodass die Handlung durchgehend spannend bleibt. Die Auflösung hat mir gut gefallen und hat keine Fragen offen gelassen.

Ich kann für das Buch eine klare Leseempfehlung aussprechen und finde, dass es gut verständlich ist, wenn man die Vorgänger nicht oder nur teilweise gelesen hat.

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