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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2021

Spannung mit dem richtigen Humor!

Totenblass
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Mit seinem ersten Buch "Totenblass" hat Frederic Hecker einen packenden und zugleich humorvollen Krimi erschaffen, der den Anfang einer neuen Reihe bildet.

Einblick ins Buch:
In Frankfurt werden junge ...

Mit seinem ersten Buch "Totenblass" hat Frederic Hecker einen packenden und zugleich humorvollen Krimi erschaffen, der den Anfang einer neuen Reihe bildet.

Einblick ins Buch:
In Frankfurt werden junge Medizinstudentinnen auf kaltblütige Art ermordet. Die Leichen sind blutleer und außergewöhnlich sauber. Der erfahrene Ermittler Joachim Fuchs und die junge Fallanalystin Lara Schuhmann heften sich an die Fersen des Mörders. Die Suche führt Fuchs unter anderem in die Region Vorpommern.

Ein herausragender Krimi: Die Spannung beginnt bereits auf den ersten Seiten und wird durch unvorhersehbare Wendungen immer wieder erhöht. Dabei erschafft Hecker mit Kommissar Fuchs und der jungen Fallanalystin Schuhmann humorvolle und zugleich abwechslungsreiche Charaktere. Leider bedient er sich im Fall von Joachim Fuchs dem doch bereits ausgelatschtem Klischees der durch die Arbeit zerbrochenen Ehe. Doch die im Buch angedeuteten Änderungen im Leben des Ermittlers versprechen Einiges.

Interessant empfinde ich auch den zusätzlichen gewählten Schauplatz Görmin. Das verschlafene Örtchen in Mecklenburg-Vorpommern entspricht nicht nur den Vorstellungen eines Dorfes in der vorpommerschen Einöde, sondern auch der Realität und kann zu einem Schmunzeln animieren.
Irgendwie scheint es Hecker aber mit Klischees zu haben. Leider scheinen alle Polizisten in Görmin entweder aus Sachsen zu stammen, oder der Autor eine kleine Schwäche in Geografie aufzuweisen.

Insgesamt ist das Buch sehr empfehlenswert, weil es durch seine Spannung lebt und auch die Nebencharaktere sehr eindrucksvoll und authentisch eingebunden sind. Außerdem schafft es Hecker, die Geschichte abzuschließen aber viel Platz für weitere Teile zu lassen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2021

Unterhaltsam, humorvoll und doch voller Spannung

Mordseestrand
4

Im zweiten Teil der Borkum-Krimi-Reihe von Emmi Johannsen ermittelt Caro gemeinsam mit ihrem guten Freund Jan im Hochsommer bei 36 Grad im Schatten. Gemeinsam gehen sie diversen Hinweisen nach, um den ...

Im zweiten Teil der Borkum-Krimi-Reihe von Emmi Johannsen ermittelt Caro gemeinsam mit ihrem guten Freund Jan im Hochsommer bei 36 Grad im Schatten. Gemeinsam gehen sie diversen Hinweisen nach, um den verschwundenen Naturschützer der Insel zu finden. Bereits nach den ersten Seiten beginnt der Leser zu schwitzen, denn die Inselatmosphäre ist so lebhaft und realistisch beschrieben, dass man direkt in die Geschichte eintaucht. Mit diesem Buch lässt sich der Sommer schon jetzt zu uns holen!

Ich habe den ersten Teil der Reihe noch nicht gelesen, hatte dennoch nie das Gefühl mir würde im Verlauf der Geschichte ein wichtiges Detail fehlen. Caro ist eine sehr sympathische Hobbyermittlerin, die mit ihrem Sohn und Hund nach Borkum in das Haus ihres Schwiegervaters eingezogen ist. Das alles nachdem sie sich von ihrem Mann getrennt hat. Es hat großen Spaß gemacht, gemeinsam mit Caro, den Fall zu lösen und mit ihr mitzufiebern. Leider erfährt der Leser kaum etwas über die persönlichen Hintergründe von Jan, der in der Geschichte ebenfalls eine wichtige Rolle spielt. Das hat mir leider etwas gefehlt - aber ich kann mir gut vorstellen, dass sich das Geheimnis um Jan in den kommenden Teilen lüften wird.

Der Erzählstil ist locker und verspricht immer wieder lustige Anekdoten, die den Leser zum Schmunzeln bringen. Auf der Insel geschehen anscheinend nicht nur Kriminalfälle, sondern auch witzige Geschehnisse. Zwischendurch wurden immer wieder kurze Gedankengänge des Bösewichts beschrieben, inwieweit seine Taten moralisch richtig oder falsch waren. Diese Einschübe haben weder die Spannung für mich hochgehalten noch haben sie mich neugierig gemacht. Ich hätte mir gewünscht, sie wären tiefgründiger gewesen.

Alles in allem ist dies ein wunderbarer Krimi, der mich amüsiert hat, der in kurzer Zeit verschlungen werden kann und Lust auf weitere Teile aus der Reihe macht.

  • Cover
  • Spannung
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 24.03.2021

Düster, packend und atmosphärisch geschrieben

Dark Places - Gefährliche Erinnerung
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Gillian Flynn schafft in diesem Thriller eine einzigartige düstere Atmosphäre, die mich als Leserin sofort gepackt hat. Die Geschichte ist sehr gut ausgearbeitet, in sich schlüssig und spannend.

Libbys ...

Gillian Flynn schafft in diesem Thriller eine einzigartige düstere Atmosphäre, die mich als Leserin sofort gepackt hat. Die Geschichte ist sehr gut ausgearbeitet, in sich schlüssig und spannend.

Libbys Mutter und Schwestern werden brutal ermordet als Libby noch ein kleines Kind war. Heute, 25 Jahre später, ist zu einer einsamen und unglücklichen Frau herangewachsen. Sie hat kaum Sozialkontakte und verlässt das Haus nur für das Nötigste. Doch eines Tages geht ihr das Geld aus und da sie nicht normal arbeiten gehen will, ist sie gezwungen neue Wege zu suchen, um an Geld zu kommen. So beginnt sie unfreiwillig ihre Vergangenheit aufzuarbeiten und fängt an, an der Schuld ihres Bruders zu zweifeln.

Gemeinsam mit Libby klärt der Leser die schreckliche Familientragödie der Vergangenheit auf und macht sich auf die Suche nach Indizien, Zeugen von damals und nach dem wahren Mörder. Leider konnte ich mich in Libby nicht wirklich hineinversetzen, da ich es nicht nachvollziehen kann, warum sie in den letzten 25 Jahren keine Hilfe gesucht hat. Daher kann ich ihre Verbitterung nicht akzeptieren.

Der Schreibstil ist extrem detailliert und enthält viele Gedankengänge der Figuren. Das macht den Charme des Buches aus und lässt die Geschichte realer wirken. Insgesamt ein sehr tolles Buch, dass ich Thriller-Fans nur ans Herz legen kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.03.2021

Knallhart und mitten auf den Punkt

Im Namen Seiner Seele
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Bereits nach der ersten Seite des Buches bin ich als Leserin mitten in der Geschichte angekommen. Der Autor lässt wenig Raum für Ausschmückungen der Geschichte, weshalb sich das Buch rasch durchlesen lässt.

Besonders ...

Bereits nach der ersten Seite des Buches bin ich als Leserin mitten in der Geschichte angekommen. Der Autor lässt wenig Raum für Ausschmückungen der Geschichte, weshalb sich das Buch rasch durchlesen lässt.

Besonders den Schreibstil des Buches habe ich sehr gemocht. Ich liebe es, komplett in das Buch abtauchen und mir bildlich die Ereignisse vor Augen führen zu können. Das Auffinden der Leichen, die Tatorte sowie die Gefühle und Gedanken des Ermittler-Duos sind grandios und lebhaft beschrieben.

Insgesamt fehlt mir allerdings an vielen Stellen eine gewisse Tiefe der Handlung. Sie ist immer logisch nachvollziehbar und die Ermittlungsschritte sind passend aufeinander aufgebaut. Allerdings kam das Ende viel zu schnell und die letzten Szenen hätten wesentlich besser ausgekostet werden können, um noch mehr Spannung aufzubauen.

Zusammenfassend gebe ich dem Thriller vier Sterne, da es sich um eine empfehlenswerte Lektüre für zwischendurch, kombiniert mit einem grandiosem Schreibstil, handelt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.03.2021

Eine Geschichte, die unter die Haut geht, aber keine klassische Thriller-Spannung aufweist

Blutroter Schatten
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Aufgrund der vielen überaus positiven Rezensionen und Bewertungen mit fünf Sternen, habe ich es mir nicht entgehen lassen, den Thriller von Patricia Walter selbst zu lesen.

Allerdings muss ich zugeben, ...

Aufgrund der vielen überaus positiven Rezensionen und Bewertungen mit fünf Sternen, habe ich es mir nicht entgehen lassen, den Thriller von Patricia Walter selbst zu lesen.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich als ambitionierte Thriller-Leserin die Handlung sowie auch das Ende stark vorhersehbar fand und sich für mich keine tiefe andauernde Spannung aufbaute. Ich gebe allerdings zu, dass ich das Buch dennoch schnell durchgelesen habe, da der Erzählstil sehr angenehm zu lesen ist.

Im Mittelpunkt dieses Buches stehen die Charaktere. Bereits zu Beginn konnte ich die Gedanken und Gefühle von Samantha gut nachvollziehen und mich leicht in sie hineinversetzen. Ich selbst war gewillt, die schwierigen Schritte mit ihr gemeinsam zu gehen und die Ereignisse ihrer Vergangenheit aufzuarbeiten. Ebenso die Einblicke in die Gefühlswelt von Rohde, dem Serienmörder und Samanthas Vater, haben die Geschichte abgerundet.

Insgesamt bekommt das Buch von mir vier Sterne, da es rundum eine ausgeklügelte Geschichte ist, die ans Herz geht. Allerdings baut sich für mich keine klassische Thriller-Spannung und -Stimmung auf.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere