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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2021

Atemraubend, brutal und immer neue Spannungsbögen

Kolyma
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Bereits ab der ersten Szene des Buches, baut der Autor Spannung auf. Diese Spannung wird immer wieder durch kleine Verfolgungsjagden oder anderen Zwischenereignissen gesteigert. Die Atmosphäre ist detailreich ...

Bereits ab der ersten Szene des Buches, baut der Autor Spannung auf. Diese Spannung wird immer wieder durch kleine Verfolgungsjagden oder anderen Zwischenereignissen gesteigert. Die Atmosphäre ist detailreich beschrieben, sodass mir das Buch an manchen Stellen sogar zu brutal war. Ab und zu musste ich es weglegen, um die Geschehnisse im Buch zu verarbeiten. Grundlegende Geschichtskenntnisse sind in diesem Fall sinnvoll, um den Geschichtsstrang zu verstehen.

Der Hauptcharakter Leo Demidow ist mir zu Anfang sehr sympathisch, allerdings ändert sich das im Laufe des Buches. Leo setzt sein Leben auf`s Spiel, um seine Tochter zu retten, die ihn hasst und seine Liebe nicht erwidert. Dieses Verhalten erscheint mir naiv und ich kann seine Handlungen nicht immer nachvollziehen.

Obwohl das Buch immer wieder in Zeitabschnitte gegliedert ist, gehen mir manche Geschehnisse zu schnell. Dabei geht es nicht um fehlendes Verständnis, sondern darum, dass die Ereignisse in der Realität nicht so schnell ablaufen können.

Insgesamt kann das Buch den Leser durch die durchgehende Spannung sowie den lebhaften und detailreichen Schreibstil fesseln, weshalb ich das Buch mit vier Sternen bewerte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2021

Spannung mit charismatischer Begleitung

Todesfrist
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Beim Durchstörbern der Vorschläge von audible.de bin ich auf Andreas Gruber und die von ihm geschaffene Reihe um Nemez und Sneijder gestolpert.

Die Welt von Sabine Nemez gerät innerhalb weniger Minuten ...

Beim Durchstörbern der Vorschläge von audible.de bin ich auf Andreas Gruber und die von ihm geschaffene Reihe um Nemez und Sneijder gestolpert.

Die Welt von Sabine Nemez gerät innerhalb weniger Minuten vollkommen aus den Fugen. Auf dramatische Art und Weise wird die junge Beamtin der Münchener KriPo ihrer Mutter beraubt und ihr Vater steht unter Mordverdacht.
Obwohl ihre Kollegen sie von den Ermittlungen fernhalten wollen, mischt sich Sabine ein. Dabei trifft sie auf den unkonventionellen Maarten S. Sneijder - einen sehr außergewöhnlichen Ermittler des BKA. Gemeinsam heften sich an die Fersen eines Serienmörders, der auf perfide Art und Weise von einem Kinderbuch inspiriert wurde.

Andreas Gruber ist es gelungen, einen herausragenden Krimi zu kreieren, der jedem Leser etwas zu bieten hat.
Todesfrist spielt an mehreren Orten, die Gruber wunderbar ausschmückt, wechselt die Perspektiven, sodass sich ein vollständiges Bild entwickelt und schafft interessante Charaktere.
Die Spannung des Buchs entwickelt sich früh und hält bis kurz vor Ende des Buchs an.

Zusätzlich gelingt ihm ein außergewöhnlicher Anfang für eine Buchreihe. Er schafft es, den Leser mit den passenden Informationen rund um Sneijder und Nemez zu versorgen, sodass man unbedingt mehr erfahren will ohne bereits eine logische Fortführung zu verraten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.02.2021

Dynamisch, abwechslungsreich und spannend

Die Puppe - Vertraue nicht dem Bösen
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Es fiel mir schwer in das Buch hinzufinden, da am Anfang eine Vielzahl an Charakteren in sehr kurzen Abständen eingeführt wurde. Wer den ersten Teil der Reihe gelesen hat, stößt vermutlich nicht auf dieses ...

Es fiel mir schwer in das Buch hinzufinden, da am Anfang eine Vielzahl an Charakteren in sehr kurzen Abständen eingeführt wurde. Wer den ersten Teil der Reihe gelesen hat, stößt vermutlich nicht auf dieses Problem. Nachdem ich die Beziehungsstruktur durchschaut hatte, haben mich die häufigen Szenenwechsel und Cliffhänger am Ende eines Kapitels gefesselt.

Die Spannung begann ab dem Auffinden der ersten Leiche. Ab diesem Zeitpunkt fing die Jagd auf einen Mörder, der in irgendeinem Zusammenhang mit dem Prozess und der Verleumdungsklage stehen muss, an. Der Anwalt Priest und seine Angestellte ermitteln. Leider bin ich mit den Charakteren im Buch nicht richtig warm geworden, da kaum etwas aus deren Privatleben erzählt wurde. Der Fokus lag ausschließlich auf dem Prozess sowie der Mordermittung.

Insgesamt beschreibe ich das Buch als dynamisch, abwechselreich und spannend. Der Handlungsstrang ist immer schlüssig und wird mit einem klaren Ende begleitet. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter. Allerdings mit dem Tipp, vorher den ersten Teil der Charlie-Priest-Reihe (The Mayfly) zu lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.02.2021

Märchenhafte Geschichte mit Happy End

Nachricht von dir
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Zu Beginn des Buches war ich zum einen unschlüssig, wie es wohl enden wird und zum anderen unsicher, inwieweit mir der Erzählstil zusagt. Ich kam beim Lesen schnell voran, denn durch den Wechsel zwischen ...

Zu Beginn des Buches war ich zum einen unschlüssig, wie es wohl enden wird und zum anderen unsicher, inwieweit mir der Erzählstil zusagt. Ich kam beim Lesen schnell voran, denn durch den Wechsel zwischen Textpassagen, SMS-Nachrichten und Dialogen, flogen die Seiten nur so dahin. Der Spannungsbogen begann frühestens ab Mitte des Buches, denn im ersten Teil wurde die Vergangenheit der beiden Hauptcharaktere detailreich beschrieben. Dies ist leider auch notwendig, um den weiteren Handlungsverlauf nachvollziehen zu können.

Insgesamt beschreibe ich die Geschichte als märchenhaft, da die Verwechslung der Handys und dann noch ein gemeinsames Ereignis in der Vergangenheit der beiden Protagonisten keine natürliche Verkettung von Zufällen sein kann. Dies ist eher unrealitsisch.

Dennoch ist es eine schöne Geschichte, die den Alltag vergessen lässt und mit einem Happy End gute Laune zaubert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2021

Solider Thriller mit mittelmäßiger Spannung

Der Junge aus dem Wald
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Dies war mein erstes Buch von Harlan Coben, welches ich gelesen habe. Durch sehr positive Empfehlungen in Familienkreisen bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Allerdings hat mich der Thriller am Ende ...

Dies war mein erstes Buch von Harlan Coben, welches ich gelesen habe. Durch sehr positive Empfehlungen in Familienkreisen bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Allerdings hat mich der Thriller am Ende leider enttäuscht.

Sämtliche Kapitel bestehen hauptsächlich aus wörtlicher Rede, aus einfachen banalen Gesprächen, die die Handlung aufbauen. Dadurch lässt sich das Buch schnell lesen, wird aber schnell langweilig. Vor allem die berühmte Anwältin Hester verwendet enorm viele Kraftausdrücke, die nicht zu ihrer Rolle in der Geschichte passen.

Die Handlung an sich beginnt mit einem Teenie-Drama, das noch nicht wirklich neugierig auf den weiteren Handlungsstrang macht und für mich nur unnötiges Vorgeplänkel darstellt. Die eigentliche Hauptperson im Buch, Wilde, ist mir recht sympathisch, allerdings bleiben viele Fragen aus seiner Vergangenheit offen. Der Autor deutet immer wieder an, er würde das Rätsel lösen, lässt den Leser dann aber doch mit offenen Fragen zurück.

Eine weitere Person, Matthew, treibt die gesamte Suche nach dem vermissten Mädchen erst an und sorgt dafür, dass sich Hester und Wilde mit dem Fall beschäftigen. Er ist am Anfang ständig präsent und plötzlich ab Mitte des Buches taucht er kaum noch auf. Ich finde es schade, dass er im Verlauf quasi verschwindet und nicht mehr an den Ermittlungen beteiligt ist.

Das Ende hat meine Meinung zum Buch noch etwas aufgehellt, denn sämtliche Machenschaften wurden verständlich aufgeklärt und gelöst. Die ein oder andere Frage wird zwar nicht aufgeklärt, lässt dem Leser aber die Fantasie sich die Antworten vorzustellen.

Insgesamt ein solider Thriller mit mittelmäßiger Spannung und einer einfachen Geschichte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere