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Veröffentlicht am 28.02.2021

Märchenhafte Geschichte mit Happy End

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Zu Beginn des Buches war ich zum einen unschlüssig, wie es wohl enden wird und zum anderen unsicher, inwieweit mir der Erzählstil zusagt. Ich kam beim Lesen schnell voran, denn durch den Wechsel zwischen ...

Zu Beginn des Buches war ich zum einen unschlüssig, wie es wohl enden wird und zum anderen unsicher, inwieweit mir der Erzählstil zusagt. Ich kam beim Lesen schnell voran, denn durch den Wechsel zwischen Textpassagen, SMS-Nachrichten und Dialogen, flogen die Seiten nur so dahin. Der Spannungsbogen begann frühestens ab Mitte des Buches, denn im ersten Teil wurde die Vergangenheit der beiden Hauptcharaktere detailreich beschrieben. Dies ist leider auch notwendig, um den weiteren Handlungsverlauf nachvollziehen zu können.

Insgesamt beschreibe ich die Geschichte als märchenhaft, da die Verwechslung der Handys und dann noch ein gemeinsames Ereignis in der Vergangenheit der beiden Protagonisten keine natürliche Verkettung von Zufällen sein kann. Dies ist eher unrealitsisch.

Dennoch ist es eine schöne Geschichte, die den Alltag vergessen lässt und mit einem Happy End gute Laune zaubert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2021

Solider Thriller mit mittelmäßiger Spannung

Der Junge aus dem Wald
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Dies war mein erstes Buch von Harlan Coben, welches ich gelesen habe. Durch sehr positive Empfehlungen in Familienkreisen bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Allerdings hat mich der Thriller am Ende ...

Dies war mein erstes Buch von Harlan Coben, welches ich gelesen habe. Durch sehr positive Empfehlungen in Familienkreisen bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Allerdings hat mich der Thriller am Ende leider enttäuscht.

Sämtliche Kapitel bestehen hauptsächlich aus wörtlicher Rede, aus einfachen banalen Gesprächen, die die Handlung aufbauen. Dadurch lässt sich das Buch schnell lesen, wird aber schnell langweilig. Vor allem die berühmte Anwältin Hester verwendet enorm viele Kraftausdrücke, die nicht zu ihrer Rolle in der Geschichte passen.

Die Handlung an sich beginnt mit einem Teenie-Drama, das noch nicht wirklich neugierig auf den weiteren Handlungsstrang macht und für mich nur unnötiges Vorgeplänkel darstellt. Die eigentliche Hauptperson im Buch, Wilde, ist mir recht sympathisch, allerdings bleiben viele Fragen aus seiner Vergangenheit offen. Der Autor deutet immer wieder an, er würde das Rätsel lösen, lässt den Leser dann aber doch mit offenen Fragen zurück.

Eine weitere Person, Matthew, treibt die gesamte Suche nach dem vermissten Mädchen erst an und sorgt dafür, dass sich Hester und Wilde mit dem Fall beschäftigen. Er ist am Anfang ständig präsent und plötzlich ab Mitte des Buches taucht er kaum noch auf. Ich finde es schade, dass er im Verlauf quasi verschwindet und nicht mehr an den Ermittlungen beteiligt ist.

Das Ende hat meine Meinung zum Buch noch etwas aufgehellt, denn sämtliche Machenschaften wurden verständlich aufgeklärt und gelöst. Die ein oder andere Frage wird zwar nicht aufgeklärt, lässt dem Leser aber die Fantasie sich die Antworten vorzustellen.

Insgesamt ein solider Thriller mit mittelmäßiger Spannung und einer einfachen Geschichte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.02.2021

Geschichte bietet Potential für mehr

Die Namenlose Königin
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Die Idee hinter der Geschichte und um das Königreich Seriden gefällt mir sehr gut und konzentriert sich auf das Thema der gesellschaftlichen Spaltung. Das politische Thema eines Mehrklassensystems wird ...

Die Idee hinter der Geschichte und um das Königreich Seriden gefällt mir sehr gut und konzentriert sich auf das Thema der gesellschaftlichen Spaltung. Das politische Thema eines Mehrklassensystems wird innerhalb dieser Fantasy-Geschichte aufgearbeitet und durch die Protagonistin selbst unterbrochen.

Die Idee ist meiner Meinung nach allerdings nicht so gut umgesetzt. Die Geschichte bietet Potential für viel viel mehr Seiten. Dadurch, dass es auf nur 352 Seiten heruntergebrochen ist, fehlt es oft an Hintergrundinformationen und Detailbeschreibungen.

Insgesamt erinnert der Erzählstil durch seine Einfachheit und oberflächlichen Dialoge eher an ein Jugendbuch. Dennoch empinde ich es als moralisch lehrreich und als gute Lektüre für zwischendurch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.02.2021

Tatort-Feeling garantiert

Mord zwischen Ebbe und Flut
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Dieses Buch war mein erster Küstenkrimi von Christiane Franke. Der Schreibstil war genau so, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Der friesische Dialekt ist gut umgesetzt und sämtliche sprachliche Eigenheiten ...

Dieses Buch war mein erster Küstenkrimi von Christiane Franke. Der Schreibstil war genau so, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Der friesische Dialekt ist gut umgesetzt und sämtliche sprachliche Eigenheiten finden in der Geschichte Platz. Dieser einzigartige Erzählstil hat mich in Gedanken direkt an die Nordseeküste katapultiert.

Inhaltlich ist das Buch in Tage aufgeteilt, an denen die Ermittlungen im Mordfall stattfinden. Auf der einen Seite ist die Struktur dadurch eindeutig und leicht nachvollziehbar. Andererseits ist die Handlung vorhersehbar und überrascht nicht wirklich mit schnellen Wendungen. Der Ermitllungsprozess wird kleinschrittig und logisch nachvollziehbar dargestellt.

Das gesamte Buchflair erinnert an einen Tatort im Ersten. Obwohl ich mich mit dem Schreibstil und einer für mich zu flachen Handlung nicht direkt identifizieren kann, ist das Buch für alle Tatort-Fans ein Muss!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.04.2021

Wird einem Psychothriller nicht gerecht

Schweige still
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Dieser Auftakt einer neuen Thrillerreihe von Michael Robotham wird einem Psychothriller nicht gerecht. Der Mord an einer jungen, talentierten Eiskunstläuferin Jodie wird lediglich am Rande der Geschichte ...

Dieser Auftakt einer neuen Thrillerreihe von Michael Robotham wird einem Psychothriller nicht gerecht. Der Mord an einer jungen, talentierten Eiskunstläuferin Jodie wird lediglich am Rande der Geschichte behandelt und hat nur einen geringen Stellenwert. Das gesamte Buch über entsteht keine richtige Spannung. Lediglich das Ende, die letzten 20 Seiten, machen das Lesen ein bisschen spannend. Allerdings kommt die letzte Szene so schnell, nicht unbedingt unerwartet, dass sie surreal und ein wenig überdreht auf mich wirkt.

Was hat mich bewogen das Buch zu beenden? Es ist die Geschichte um ein Mädchen Evie, das in ihrer Kindheit schreckliche Dinge erlebt hat und dessen Identität nie aufgeklärt werden konnte. Auch nach Beenden des Buches, kennt der Leser nicht die gesamte Vergangenheit des Mädchens. Im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich von einem rebellischen, störrischen und gefährlichen Teenager zu einem sensiblen Mädchen, das von Ängsten verfolgt wird. So habe ich immer mehr Mitleid und Mitgefühl mit ihr empfunden.

Umso mehr habe ich mich gefreut, dass Cyrus Haven eine Beziehung zu ihr aufbaut und ihr helfen möchte. Er ist Psychologe, selbst von einer schrecklichen Vergangenheit geplagt, der die Polizei bei Mordermittlungen berät. Er ist mir sympathisch und ans Herz gewachsen. Er hilft Evie so gut er kann und erfüllt ihr Wünsche, sodass es ihr leichter fällt ein normales Leben zu beginnen.

So komme ich zu dem Ergebnis, dass Buch ein solider Auftakt für eine neue Krimi-Reihe ist, denn der Autor führt wahnsinnig interessante Hauptcharaktere ein - auch wenn 500 Seiten dafür dann doch etwas lang sind - und lässt das Ende ein wenig offen. Ich möchte es mit dem zweiten Teil nochmal versuchen und hoffe, dass dann der Fokus stärker auf dem Mord, den Ermittlungen liegt und vor allem, dass es einen Spannungsbogen vom Anfang bis zum Ende geben wird.

Das Buch hat mich leider enttäuscht und das obwohl ich von seinem Buch "Adrenalin" wirklich sehr begeistert war und daraufhin "Schweige still" sofort gekauft und gelesen habe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere