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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.12.2021

Ein melancholischer und berührender Roman

Die Tschechow-Leserin
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Nina, eine Ukrainerin, sieht sich aus finanziellen Gründen gezwungen ihre Heimat zu verlassen und eine Stelle als Altenpflegerin in Italien anzunehmen.
Sie hat eine akademische Ausbildung und liebt die ...

Nina, eine Ukrainerin, sieht sich aus finanziellen Gründen gezwungen ihre Heimat zu verlassen und eine Stelle als Altenpflegerin in Italien anzunehmen.
Sie hat eine akademische Ausbildung und liebt die Literatur, insbesondere Tschechow. Ihre freie Zeit verbringt sie in der Bibliothek und bekommt unverhofft die Chance Vorlesungen an der Universität zu halten.
In der Heimat sind ihr schwer kranker Mann und ihre Tochter geblieben.
Nina muss einige schwerwiegende Entscheidungen in ihrem Leben treffen, die starken Einfluss auf ihre Beziehungen haben.
Die Autorin Giulia Corsalini hat mit „Die Tschechow Leserin“ einen melancholischen und tiefgründigen Roman geschrieben.
Die Geschichte kommt auf leisen Sohlen daher, aber dennoch mit Tiefgang. Der Schreibstil ist ein Genuss, Giulia Corsalini versteht es Örtlichkeiten und Jahreszeiten mit wunderschönen Worten zu beschreiben.
Die Gegenwart wird mit Elementen aus der Vergangenheit vermischt und so taucht man immer tiefer in die Gedanken und Gefühle Ninas ein. Über allem liegt eine Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben, nach dem Ergreifen von Chancen und zugleich spürt man als Leser Ninas Einsamkeit und Traurigkeit. Dennoch gibt das Ende einen positiven Ausblick.
Für mich eine klare Leseempfehlung: wer gerne leise und eher zartere Töne mag und sich an schöner Sprache erfreuen kann, der ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 09.12.2021

Unterhaltsamer Roman an der deutsch-deutschen Grenze

Die Dorfschullehrerin
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Wir befinden uns im Jahre 1961 an der deutsch-deutschen Grenze in einem kleinen hessischen Dorf. Dorthin verschlägt es die Lehrerin Helene. Sie ist mit Leib und Seele Lehrerin und wird schnell zu einem ...


Wir befinden uns im Jahre 1961 an der deutsch-deutschen Grenze in einem kleinen hessischen Dorf. Dorthin verschlägt es die Lehrerin Helene. Sie ist mit Leib und Seele Lehrerin und wird schnell zu einem äußerst beliebten Mitglied des Dorfes. Die Schüler mögen sie, die Dorfbewohner, die amerikanischen Grenzsoldaten und ganz besonders der Dorfarzt Tobias.
Was vielleicht eher unbeschwert klingt, wird von einem traurigen Geheimnis von Helene überschattet. Warum will sie unbedingt in diesem Ort nahe der Grenze arbeiten? Weshalb unternimmt sie laufend ausdehnende Wanderungen ins Grenzgebiet?
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Einmal erfahren wir über das Dorfleben in der Westzone und auf der anderen Seite über die Geschehnisse in der Ostzone.
Eva Völler hat einen flüssigen und sehr gut lesbaren Schreibstil, so dass man förmlich durch die Seiten fliegt. Der Roman bietet eine Liebesgeschichte, historische Fakten, Einblicke in das Dorfleben, die damaligen Schulmethoden und wartet auch mit spannenden Elementen auf.
Die Figuren sind sehr schön gezeichnet und bis auf ein paar Schurken auch recht sympathisch.
Mir hat dieser Roman wirklich gut gefallen und ich freue mich auf die Fortsetzung. Zwei Kritikpunkte gab es für mich, daher auch keine 5 Sterne. Helene ist fast zu gut, um wahr zu sein. Ein bisschen weniger, wäre für mich glaubwürdiger gewesen. Dazu wurde mir der Schluss zu schnell abgehandelt.
Dennoch eine Leseempfehlung von meiner Seite.

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Veröffentlicht am 06.12.2021

Spannende Unterhaltung aus Unna

Teufels Tod
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Friedrich Teufel, 90 Jahre alt, wird während seines Spaziergangs erschlagen. Kriminalkommissarin Maike Graf, Kriminalkommissar Max Teubner und deren Team nehmen die Ermittlungen auf.
Bei diesen wird schnell ...

Friedrich Teufel, 90 Jahre alt, wird während seines Spaziergangs erschlagen. Kriminalkommissarin Maike Graf, Kriminalkommissar Max Teubner und deren Team nehmen die Ermittlungen auf.
Bei diesen wird schnell klar, dass Friedrich Teufel seinem Nachnamen alle Ehre machte. Er schaffte sich mit seiner herrischen und arroganten Art zu Lebzeiten viele Feinde, sowohl innerhalb als auch außerhalb seiner Familie.
Es tauchen Motive und Verstrickungen en masse auf. Ein zweiter Handlungsstrang führt uns in die Vergangenheit. Die Vorkommnisse aus dieser Zeit reichen bis in die Gegenwart.
Der Krimi beginnt sehr spannend und temporeich, hat dann kurz ein paar Längen und kann den Spannungsbogen nicht komplett halten. Am Schluss wird es wieder actionreicher und endet mit einem furiosen Finale. Ich wusste bis fast zur letzten Seite nicht, wie alle Geschehnisse miteinander verknüpft sind.
Insgesamt hat die Autorin Astrid Plötner einen spannenden und unterhaltsamen Krimi geschrieben, der in der Gegend von Unna spielt.

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Veröffentlicht am 06.12.2021

Wunderschöne Illustrationen und berührende Geschichten

Wo de lu - Mein Weg - Das Zeitenmeer
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Wie schon in Band 1 begleiten wir Herrn V auf seiner Reise. Die Illustrationen sind wie auch in Band 1 wunderschön und wirklich etwas ganz Besonderes.
Im Textteil erfahren wir mehr aus dem Leben der Künstlerin. ...

Wie schon in Band 1 begleiten wir Herrn V auf seiner Reise. Die Illustrationen sind wie auch in Band 1 wunderschön und wirklich etwas ganz Besonderes.
Im Textteil erfahren wir mehr aus dem Leben der Künstlerin. Sie hat in diesem Band ihren Schmerz und ihre Trauer über einen schrecklichen Verlust verarbeitet. Ihre Traurigkeit, ihre Sehnsucht und ihre Beschäftigung mit dem Tod durchzieht die berührenden Geschichten.
Für mich ist Band 2 eine Steigerung zum ersten Band.
Hier findet man Geschichten, die zum Nachdenken anregen, einen innehalten lassen und wirklich tief berühren.
Die Bilder sind ein absoluter Genuss und daher ist für mich Band 2 eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 28.11.2021

Krimi vor atemberaubender Kulisse

Mord am Watzmann
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Das Lübecker Ehepaar Wineke, seit Jahren regelmäßige Urlauber im Berchtesgadener Land, möchte die silberne Hochzeit mit einer Watzmann- Begehung feiern. Diese endet allerdings tödlich.
Nun nimmt Kommissar ...

Das Lübecker Ehepaar Wineke, seit Jahren regelmäßige Urlauber im Berchtesgadener Land, möchte die silberne Hochzeit mit einer Watzmann- Begehung feiern. Diese endet allerdings tödlich.
Nun nimmt Kommissar Simon Perlinger, spezialisierter Polizeibergführer, die Ermittlungen auf. Alles scheint auf einen Unfall hinzuweisen, doch Simon beschleichen Zweifel.
Je mehr er über das Ehepaar erfährt, desto mehr Motive für einen Mord tun sich auf.
Dieser Krimi spielt vor einer atemberaubenden Kulisse. Wenn der Autor Felix Leibrock über die Berge schreibt, dann packt er mich voll. Ich konnte mir die Szenerie sehr gut vorstellen.
Es spielen sehr viele Figuren in diesem Krimi mit. Hier setzt auch meine Kritik an, mir waren das fast zu viele Mitspieler und Motive. Wer einen Krimi mit viel Lokalkolorit erwartet, der könnte ein bisschen enttäuscht werden.
Das war es dann aber auch mit den Kritikpunkten. Denn die Geschichte entwickelt einen Sog, was vor allem an den kurzen Kapiteln und der wechselnden Erzählperspektive liegt. So kommt Tempo in die Erzählung, das von der ersten bis zur letzten Seite gehalten wird. Jedes Kapitel schließt mit einem kleinen Cliffhanger ab und so möchte man immer weiterlesen.
Die Figuren sind gut gezeichnet und der Ermittler sehr sympathisch. Nebenbei erhält man noch einen guten Einblick in die Arbeit eines Bergführers.
Wer gerne spannende Krimis mit Gebirgsflair liest, der ist hier vollkommen richtig.
Zu guter Letzt möchte ich noch diesen genialen grünen Buchschnitt erwähnen - optisch ein echter Hingucker.

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