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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.07.2019

Angenehm zu lesender Krimi

Comisario Benitez und der Mord am Strand
1

Das Buch „Comisario Benitez und der Mord am Strand“ von Inez Velasquez ist ein spannender, gut zu lesender Krimi, der im spanischen Marbella spielt. Das Cover ist ansprechend und hat mich gleich neugierig ...

Das Buch „Comisario Benitez und der Mord am Strand“ von Inez Velasquez ist ein spannender, gut zu lesender Krimi, der im spanischen Marbella spielt. Das Cover ist ansprechend und hat mich gleich neugierig gemacht.
Ich finde die Personen klar und gut vorstellbar beschrieben. Der Comisario Pablo Benitez ist ein sehr pflichtbewusster Mensch, der seine Familie sehr mag und auch gern schick angezogen ist. Seine neue Kollegin Paula ist zunächst etwas spröde, nach kurzer Zeit raufen sich die beiden allerdings gut zusammen und sind ein tolles Team. Auch die anderen, auftauchenden Personen kann man sich sehr gut vorstellen und auch die Orte sieht man wie Bilder im Kopf.
Zum Fall: Jaime, Pablos Neffe, hat endlich eine Arbeit gefunden. Jahrelang war der Mathelehrer arbeitslos. Nun arbeitet er in der neu eröffneten Bar am Strand. Die Chefin wird am Tag nach der Eröffnung tot am Strand aufgefunden. Ihr Liebhaber kurz darauf im Meer versenkt. Jaime ist verschwunden. Was hat Jaime mit der ganzen Sache zu tun? Was ist der Grund für den Mord? Kann der Comisario den Spagat zwischen Beruf und Familie meistern? Der Fall ist nicht voll undurchsichtig, aber mit durchaus einigen Wendungen, die überraschen.
Ich fand den Krimi wirklich gut zu lesen, wenn ich auch nicht restlos begeistert bin. Er ist nicht blutrünstig und trotzdem spannend. Eine Leseempfehlung von mir!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Spannung
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.03.2018

Eine außergewöhnliche Art von Krimi

Körpersammler
1

„Körpersammler“ von Spencer Kope ist eine andere Art von Krimi und soll wohl der Auftakt zu einer neuen Reihe sein. Magnus – auch Steps bzw. Schritter genannt, hat eine außergewöhnliche Fähigkeit. Er sieht ...

„Körpersammler“ von Spencer Kope ist eine andere Art von Krimi und soll wohl der Auftakt zu einer neuen Reihe sein. Magnus – auch Steps bzw. Schritter genannt, hat eine außergewöhnliche Fähigkeit. Er sieht den Schein von Menschen, und zwar nicht nur, wenn diese anwesend sind, sondern auch wenn sie dort waren. Da das FBI auf solch eine Gabe nicht verzichten will, haben sie ihn aquiriert. Zusammen mit Jimmy und noch einem Pilotenteam und Diane in der Zentrale sind sie vor allem Serientätern auf der Spur. So wie hier auch Frowney, einem Serienkiller, der Frauen entführt, vergewaltigt und umbringt.
Für mich ist Magnus – Schritter – ein menschlicher und einfühlsamer Ermittler. Mit seinen erst 27 Jahren wirkt er viel reifer, wahrscheinlich durch das, was er schon alles erlebt hat. Er hadert immer wieder mit seinem Job, vor allem, wenn er Menschen nicht retten konnte. Eine Polizeiausbildung an sich hat er nicht. Die dagegen hat Jimmy. Er kümmert sich um die polizeiliche Arbeit bei der Ermittlung. Diane ist die Bank im Hintergrund, die alles mögliche recherchiert und sich um Sachen kümmert, die die Ermittler brauchen. Die 3 sind ein gut funktionierendes Team, zusammen mit den Piloten. Der Krimi bzw. die Ermittlung läuft nicht immer stringent voran. Anfangs ist es eher schwierig, sich überhaupt ein halbwegs klares Bild von allem zu machen. Man bekommt überwiegend Hintergrundinfos über das Team und die einzelnen Mitglieder. Dies war in meinen Augen recht amüsant beschrieben. Ich bin auch nicht so traurig, dass man nicht wirklich viel Gemetzel beschrieben bekommt. Das wird eher knapp gehalten, was für meine zarte Seele nicht verkehrt ist! In der zweiten Hälfte dagegen baut sich ein Spannungsbogen auf und man möchte wissen, wie es weitergeht.
Meine Meinung: Den Titel habe erst gar nicht begriffen, bis ich dann merkte, dass ja der Ermittler Magnus und sein Team „Körpersammler“ sind. Das Cover finde ich ok. Den Krimi fand ich kurzweilig zu lesen, wenn er einen auch nicht von Anfang an nur fesselt. Wer auf blutrünstige Beschreibungen steht und Action von der ersten Minute an erwartet, ist hier fehl am Platz. Alles in allem ist der Krimi aber schon spannend. Nur die Übersetzung von dem Namen Steps – also Schritter – finde ich wirklich schrecklich und total überflüssig!

  • Cover
  • Spannung
  • Figuren
  • Tempo
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 11.11.2020

Einer meiner Favoriten dieses Jahr

Palais Heiligendamm - Ein neuer Anfang
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Das Buch „Palais Heiligendamm – Ein neuer Anfang“ von Michaela Grünig ist der Auftakt zu einer Trilogie über eine Hoteldynastie an der Ostsee Anfang des 20. Jahrhunderts. Mir hat das Buch außerordentlich ...

Das Buch „Palais Heiligendamm – Ein neuer Anfang“ von Michaela Grünig ist der Auftakt zu einer Trilogie über eine Hoteldynastie an der Ostsee Anfang des 20. Jahrhunderts. Mir hat das Buch außerordentlich gut gefallen, es gehört zu meinen drei Favoriten dieses Jahr (ich bin ein Vielleser, also heißt das was!). Historisch gut recherchiert fängt es den Zeitgeist damals gut auf. In verschiedenen Perspektiven stellt die Autorin ein breites Feld dar – von den alten Bessersituierten und deren durchaus der Zeit entsprechend aufgeschlossenen Kindern sowie auch den Angestellten. Es liest sich sehr flüssig, man mag das Buch gar nicht mehr weglegen. Es beginnt 1912 und endet kurz nach dem ersten Weltkrieg. Letzterer ist für mich etwas anstrengend dargestellt, was aber mitnichten zu viel war, die Zeit selbst war sicher noch viel schlimmer, das liegt eher an mir, denk ich. Es ist viel dabei – Liebe, Krieg, verbotene Liebe, Solidarität, Neid, Vorurteile….eine schöne Mischung, die das Buch zu einem echten Erlebnis werden lässt! Ich kann den zweiten Teil kaum erwarten!

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Geschichte
Veröffentlicht am 18.10.2020

Ein etwas anderer Reisebericht

Nalas Welt
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Das Buch „Nalas Welt“ von Dean Nicholson ist ein Lebensbericht von einem jungen Mann, der mit dem Fahrrad um die Welt reisen wollte. Dabei lief ihm eine Katze zu – Nala – die mit ihm ab dem Zeitpunkt weiterreiste. ...

Das Buch „Nalas Welt“ von Dean Nicholson ist ein Lebensbericht von einem jungen Mann, der mit dem Fahrrad um die Welt reisen wollte. Dabei lief ihm eine Katze zu – Nala – die mit ihm ab dem Zeitpunkt weiterreiste. Manchmal kommt man unverhofft zu etwas, was einem gut tut bzw. was einen selbst weiterbringt. Dean war eigentlich mit einem Freund unterwegs, allerdings nach kurzer Zeit trennen sich die Wege der beiden wieder. Eigentlich nicht mehr wirklich mit Elan fährt er alleine weiter und trifft mitten am Balkan eine verwahrloste kleine Katze, die er zu einer Tierklinik bringt und dort hilft, sie aufzupäppeln. Er nimmt Nala weiter mit auf seine Reise, zunächst illegal, dann auch legal über die Grenzen und beschreibt zunehmend, wie die beiden sich auf ihrer Reise unzertrennlich miteinander verbinden. Welche Abenteuer die beiden erleben und wie Corona die beiden beeinflusst, wird in dem Buch beschrieben. Der Schreibstil ist in Ordnung, gut lesbar und nachvollziehbar. Mir gefällt die Art des Berichts, wenn ich auch nicht superbegeistert von dem Buch bin. Den Instagramaccount finde ich spannender und auch die Videos bei youtube. In meinen Augen ist die Geschichte im Netz besser nachvollziehbar als buchtauglich. Drei Punkte gibt es dennoch von mir!

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Thema
Veröffentlicht am 21.09.2020

Breit gefächert

Die Frauen von Gut Falkensee
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Das Buch „Die Frauen von Gut Falkensee“ von Luisa von Kamecke spielt Anfang des 20. Jahrhunderts in Westpreußen. Es handelt von dem Gut und ist aus der Perspektive von verschiedenen Leuten des Guts geschrieben, ...

Das Buch „Die Frauen von Gut Falkensee“ von Luisa von Kamecke spielt Anfang des 20. Jahrhunderts in Westpreußen. Es handelt von dem Gut und ist aus der Perspektive von verschiedenen Leuten des Guts geschrieben, von den Bediensteten bis zu den Gutsleuten und deren Kinder. Thematisiert wird vor allem die Heiratspolitik von damals und wie das Gut ums Überleben kämpft. Auch die Emanzipation und der Umgang mit den Polen dort wird behandelt. Das Buch ist unheimlich breit gefächert. Ich fand es sehr interessant, in die Thematik einzutauchen, jedoch war es mir manchmal zu knapp abgehandelt. Deswegen gibt es nur 4 Punkte. Alles in allem ist das Buch aber eine klare Leseempfehlung! Ein bisschen erinnert es mich an „Downton Abbey“.
Am besten gefiel mir die älteste Tochter Charlotte, die darum kämpft, emanzipiert durchs Leben zu gehen. Trotz allem muss sie heiraten, weil das Gut vor dem finanziellen Ruin steht. Wie sie sich damit arrangiert, was sie mit der Liebe macht, wie sie für das Gut kämpft, fand ich am mitreißendsten. Aber auch die Nebenschauplätze der Angestellten waren interessant zu sehen. Das Ende ist sehr offen, da ja noch zwei weitere Bände folgen sollen, allerdings finde ich es trotzdem als abgeschlossenes Buch in Ordnung. Ich freue mich auf jeden Fall auf den zweiten Teil!

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Thema