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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2018

Eine kleine Geschichte des WESTENS

Vom Anfang bis heute
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Alles in allem ein durchaus unterhaltsames und informatives Buch, das seinem Anspruch, WELTgeschichte wiederzugeben nicht ganz gerecht wird und streckenweise betont "einfach" und "modern" geschrieben ist.



4,6 ...

Alles in allem ein durchaus unterhaltsames und informatives Buch, das seinem Anspruch, WELTgeschichte wiederzugeben nicht ganz gerecht wird und streckenweise betont "einfach" und "modern" geschrieben ist.



4,6 Milliarden Jahre Erdgeschichte und etwa 200.000 Jahre Homo Sapiens auf 400 Seiten?! Unmöglich! Und doch ist es Loel Zwecker gelungen, überraschend viel Wissen in dieses Buch einfließen zu lassen - von unnützen Fakten bis beeindruckenden Aha-Erlebnissen. Und das, ohne in langweiligen Dozierendensprache zu verfallen! Wobei es mir so vorkam, als hätte er teilweise krampfhaft versucht, locker und "cool" zu schreiben. Das brachte mich dann aus dem Lesefluss und gar um meine Begeisterung. Ja, ich mag es, wenn Sachbücher mich nicht an meine Unitexte erinnern - aber ich bin auch nicht blöd und möchte vom Autor auch nicht angesprochen werden, als wäre ich etwas langsam von Begriff! Besonders gelungen sind Herrn Zwecker meiner Meinung nach die Kapitel über Sklaverei und Imperialismus - eine so ungeschönte Ausarbeitung hätte ich bei dem Eurozentrismus des restlichen Buches nicht erwartet! 11 Seiten für knapp 500 Jahre in Asien, Afrika, Amerika und Australien bei allein schon 14 Seiten für die Französische Revolution??? Kann man machen. DANN SOLLTE MAN ABER AUCH NICHT DEN ANSPRUCH HABEN, DIE WELTGESCHICHTE ZU ERZÄHLEN!!! Im Ernst, hieße das Buch im Untertitel "Eine kleine Geschichte des Westens" - dann wäre es natürlich schade, dass noch ein Buch, dass sich nur mit der Geschichte "unserer Welt" beschäftigt, veröffentlicht wurde, aber es wäre in Ordnung! Keine Ahnung, ob mein Politikstudium mich diesbezüglich sensibilisiert oder ob mich dieser Fokus auf die westliche Welt auch vor 2 Jahren schon gestört hätte, aber es ist mir nunmal unangenehm aufgefallen.

Veröffentlicht am 11.02.2018

Macht süchtig - ist aber leider auch sehr vorhersehbar

Infiziert (Bd.1)
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Mit ihrem üblich atemberaubendem Suchtfaktor, meisterlichem Schreibstil und unkonventionell-gewöhnungsbedürftigem Genremix bringt Teri Terry wieder eine hochaktuelle Angst, Befürchtung, Kontroverse zu ...

Mit ihrem üblich atemberaubendem Suchtfaktor, meisterlichem Schreibstil und unkonventionell-gewöhnungsbedürftigem Genremix bringt Teri Terry wieder eine hochaktuelle Angst, Befürchtung, Kontroverse zu Sprache, lässt dabei aber zu wenig Entwicklungsspielraum für die Charaktere und trübt die genial entworfenen Plottwists durch Vorhersehbarkeit.



Dem neueste Buch aus der Feder Teri Terrys habe ich förmlich entgegengefiebert - Thriller, Epidemien, ethische Abgründe in der Wissenschaft... das versprach ein Highlight zu werden!

Und der Anfang konnte mich auch umhauen! Spannung, Spannung, Spannung! Rasant ging es von Katastrophe zu Katastrophe, die Seuche bricht aus, Fragen über Fragen und böserVorahnungen...

Doch dann begann die Geschichte für mich ihre Besonderheit zu verlieren, ihre Unvorhersehbarkeit um genau zu sein. Ab einem gewissen Punkt stieg ich auf einmal durch, und auch wenn durchaus noch Fragezeichen in meinem Kopf waren und ich Dank Teri Terrys grandiosem Schreibstil weiterhin gefesselt war, ahnte ich, wusste ich einfach, was als nächstes passieren würde. Über die Komplikationen und Missverständnisse am Ende konnte ich dann auch nur noch die Augen verdrehen. Überhaupt, Cliffhanger scheinen ja DAS Mittel der Wahl zu sein, um Leser an eine Reihe zu binden - wenn die allermeisten sich im nächsten Band dann nur nicht als hochstilisiert und überbewertet entpuppen würden, wäre dieser Autorentrick womöglich überzeugender...

Erschwerend kam hinzu, dass mir Callie von Kapitel zu Kapitel unsympathischer wurde. Zu Beginn noch ein nachvollziehbar rachsüchtiger Geist (dieses paranormale Element ist mir noch suspekt, mal sehen, wie sich das in den weiteren Verlauf einfügt...), war sie später nur noch ein nerviges Kind, das zwischen Fast-Jugendlicher und ängstlichem Kleinkind hin und her pendelte... Shay und Kai kann ich noch nicht einordnen, da nicht nur die Liebesgeschichte und allgemein Emotionen, sondern auch ihre Charakterentwicklung von dem schnellen Tempo der Handlung förmlich überschrieben wurden. Hoffentlich kommt da in den nächsten Bänden mehr Tiefgang hinzu, zumal Shay durch ihre ungewöhnliche Intelligenz und Schrägheit ein vielversprechender Charakter ist ^^

Begeistert war ich jedoch von düsterer Endzeitatmosphäre und den wissenschaftlichen Einflechtungen, auch wenn es mir da an Vorwissen mangelt, um zu beurteilen wie realistisch/akkurat Forschung und katastrophale Folgen sind, die Teri Terry entworfen hat. Es ist und war jedoch beängstend realistisch, von der Seuche, ihren Konsequenzen und der Kontroverse, welche Grenzen Wissenschaft haben sollte, zu lesen. Problemlos kann man sich vorstellen, dass auch bei uns der der realen Welt weitaus mehr ge- und erforscht wird, als wir annehmen, wie leicht könnte trotz höchster Sicherheitsstandards ein Experiment aus dem Ruder laufen und bei der vernetzten Welt - wie schnell wäre ein Virus, eine Epidemie verbreitet?!

Dieses Buch zu bewerten, über es zu schreiben, fällt mir nicht leicht. Ein Wort jedoch trifft meine Überlegungen genau - Zwiespalt. Einerseits ungenutztes Potential bei den Charakteren und der Entfaltung des roten Fadens, da ab einem gewissen Punkt für die meisten Leser allzu offensichtlich wird, wie sich die Krankheit ausbreitet und was wohl als nächstes passieren könnte. Andererseits dieser wortwörtlich atemberaubende Schreibstil von Teri Terry, der mich förmlich SÜCHTIG nach diesem Buch machte, mich immer weiter durch die Seiten trieb, sowie die unkonventionelle Genremischung aus endzeitlich anmutender Atmosphäre, Thriller, Mystery und paranormalem Jugendbuch, auf die man sich einlassen (können) muss... Weiterlesen? Unbedingt! Allein schon wegen dieses einmaligen Soges, den die Autorin jedesmal aufzubauen weiß, ob bei der Slated- Trilogie, Mindgames oder Book of Lies ^^

Ich hoffe und erwarte mir vom nächsten Band mehr Überraschungen, weniger "Im-Dunkeln-Tappen" seitens der Protagonisten, während man als Leser bereits im Bilde ist und quasi "aus die Protagonisten wartet", mehr Tiefgang, Emotionen und Entwicklungsspielräume seitens und für unser Trio - bei gleichbleibend süchtigmachendem Schreibstil!

Veröffentlicht am 28.10.2017

Nicht, wie erwartet

Empire of Ink 2: Die Macht der Tinte
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Voller süßer Ideen und Fantasie, aber erfüllt die Versprechen des ersten Bandes für mich leider nicht.


Bei dieser Rezension muss ich leider tief in die Spoilerkiste greifen, um meine Meinung erklären ...

Voller süßer Ideen und Fantasie, aber erfüllt die Versprechen des ersten Bandes für mich leider nicht.


Bei dieser Rezension muss ich leider tief in die Spoilerkiste greifen, um meine Meinung erklären zu können. Daher für alle zuerst eine spoilerfreie Kurzmeinung: Dieser zweite Band hat für mich leider alles verloren, was die Reihe zuvor außergewöhnlich machte und obwohl einige süße und fantasievolle Ideen eingeflochten wurden und das Ende eine gelungene Idee ist, konnte mich die Geschichte nicht mehr packen, in den Bann schlagen und in das Reich der Fantasie entführen - wie das der erste Band noch konnte.

Um konkreter zu werden, muss ich weiter ausholen - daher: ACHTUNG SPOILER!!! Besonders begeistern konnten mich die abgefahrenen Charaktere im ersten Band. Die verrückten Madhads spielen jedoch hier nur noch eine untergeordnete Rolle bzw. sind nicht mehr so präsent, die rollstuhlgebundene Protagonistin erlernt natürlich in kürzester Zeit das Laufen erneut und - das war die größte Enttäuschung für mich - Finn, der verlorene Junge, der keine Schmerzen empfinden kann, entpuppt sich als König Arthus. Whaaaat? Da freut man sich, dass der Loveinterest mal kein Held oder wichtige Hauptperson für die Handlung ist und dann das? Es reicht natürlich nicht, dass seinetwegen das Tintenreich geschaffen wurde, es reicht auch nicht dessen Herrscher zu sein, NEIIIIN es muss auch noch König Artus sein. Ernsthaft?

Irritierend waren für mich auch die Antagonisten - Morgain und Morrigan. Danke für die Parallele! Zumal mich keiner der "Kämpfe" gegen die Beiden überzeugen konnte - die böse Hexe wurde quasi nebenbei besiegt, ohne dass man Finns Abenteuer miterlebt und gegen Morrigan wendet sich plötzlich das Militär/ Regierung. Mir definitiv zu unspektakulär bzw. von zu wenig Eigeninitiative seitens der Protagonisten gekennzeichnet.

Was die magische Welt der Tinte betrifft, hat die Autorin einige charmante Ideen einfließen lassen. Dennoch verwirrte mich das Empire und bildlich vorstellen konnte ich mir leider weniger diesen Spiegel noch Monkeytues oder Landschaft.

Auch wenn ich jetzt viel gemeckert habe, hat mich die Geschichte insgesamt angenehm unterhalten, nicht zuletzt auf Grund des einnehmenden Schreibstils der Autorin. Und gerade die Ideen für das Ende konnten mich überzeugen - dass ausgerechnet Notizbücher die Welt der Fantasie retten und Coopers Plan, einer befreundeten Autorin in Deutschalnd. Scars Geschichte zu erzählen... Süß!

Veröffentlicht am 28.10.2017

Schöner Reihenabschluss

Sonnentochter - Die Nacht der Elemente 4
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Schöner Reihenabschluss, der mir definitiv wieder Lesespaß bereitete und mit knisternden Szenen überzeugte, auch wenn auch dieser Band nicht überraschen oder durch ungeahnte Wendungen begeistern konnte.


Da ...

Schöner Reihenabschluss, der mir definitiv wieder Lesespaß bereitete und mit knisternden Szenen überzeugte, auch wenn auch dieser Band nicht überraschen oder durch ungeahnte Wendungen begeistern konnte.


Da ist er nun, der letzte Band dieser Reihe, die mich immer unterhalten, aber nur selten überraschen konnte. Und genau diesem Stil bleibt Lia Haycraft treu: Angenehm zu lesender Schreibstil, magische Bedrohung und ein neues Liebespaar. Gefallen hat mir hier, dass mit Aidan zum ersten Mal ein Paar nicht für immer hält - das fand ich in den Vorgängerbänden immer unrealistisch, dass jeder seine große Liebe findet und auf immer und ewig mit diesem Partner zusammen bleibt.

Nayara entwickelt sich zwar zu einer starken Frau, war mir aber zu Beginn doch zu gewöhnlich und schutzbedürftig... Auch war mir die Entwicklung der Liebesgeschichte wieder zu "einfach" - jeder Hauptcharakter der Reihe muss seinen Konterpart finden, der dann zuuuufällig perfekt passt und alle Eigenschaften, "Probleme" oder Macken genau ausgleicht...

Dennoch sind Aidan und Nayara mein liebstes Paar der Reihe, da die beiden eine gefährlich explosive Kombination aus Leidenschaft und Sturköpfigkeit sind, bei denen es sicher häufig knallen wird, bei denen es aber auch viel knisterte :D

Besonders gefreut habe ich mich über die Passagen aus Elfruns Sicht, da sie eine Konstante der Reihe ist, jemand, den man immer wieder trifft, über den man aber bisher wenig erfahren hat. Auch das Verhältnis zwischen Are und Nayara gefiel mir :)

Dieser finale Band führt alle Handlungsfäden und Charaktere nochmal zusammen, dennoch hätte ich mir mehr Überraschung und ungeahnte Wendungen gehofft, zumal ich von der Bedrohung nicht allzu beeindruckt war- nicht nur war mir von Beginn an klar, wer hier der Bösewicht ist, mir fehlte auch Umbras List und Tücke. Schade, dass sie bereits im dritten Band endgültig besiegt wurde ^^

Veröffentlicht am 12.10.2017

Schwächster Band bisher

Talon - Drachenblut
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Kann mit seinen Vorgängern in puncto Handlungsreichtum und Genialität nicht mithalten, trotz der aufregenden Schlacht am Ende und Kagawas hervorragendem Schreibstil - gerade weil der Cliffhanger des letzten ...

Kann mit seinen Vorgängern in puncto Handlungsreichtum und Genialität nicht mithalten, trotz der aufregenden Schlacht am Ende und Kagawas hervorragendem Schreibstil - gerade weil der Cliffhanger des letzten Bandes so unspektakulär aufgelöst wurde und ich mit Embers Entscheidung nicht einverstanden bin.



Nachdem mich die ersten drei Bände immer wieder begeistern und davon überzeugen konnten, dass sich 500 Seiten nicht anfühlen müssen, wie ein Wälzer, habe ich das Lesen dieses vierten Bandes nicht herausgezögert, sondern mich motiviert in die Schlacht zwischen Talon und Embers Freunden geworfen.

Und ernüchterte schnell. Nachdem das letzte Buch mit einem Cliffhanger der fiesesten Art endete, wurde dieser auf enttäuschendste Art "aufgelöst". In Anführungsstrichen deshalb, weil das Ganze in etwa wie folgt ablief: Garret wird angschossen. Ember: Neeeeeein, du darfst nicht tot sein". Buch Ende. Neues Buch: Garret lebte noch, aber wie lange noch? Rettung, ein paar Tage Delirium, Ember an seiner Seite. Er wacht auf und auf in den Kampf! Ernsthaft??? Und noch etwas störte mich an der ganzen Rettungsaktion, aber dazu muss ich spoilern.

Bis zur erneuten Flucht Embers empfand ich die Geschichte auch nur als mäßig spannend, es passierte nicht allzu viel und Dantes Kindheitserinnerungen wirkten auf mich erzwungen. Ganz nach dem Motto "Ich Armer, immer wurde meine Schwester bevorzugt", während doch Ember von einer glücklichen Kindheit mit ihm spricht. Unterhaltsam war das Buch dennoch - denn obwohl mir Action fehlte, habe ich mich nicht gelangweilt.

Regelrecht geärgert habe ich mich dann über Embers Entscheidung, die ich für grundlegend falsch halte und mich auch traurig machte. Natürlich hat sich angedeutet, dass die Garret Riley vorzieht und ich kann sie durchaus nachvollziehen, dass sie sich ihren "Instinkten" nicht unterordnen will... aberaberABER armer Riley!!! Mir hat das Herz geblutet!!! Nicht nur, dass ich ihn viel lieber mag als den Georgskrieger, sein Zwiespalt, seine aufgewühlten Emotionen wurden grandios dargestellt. Verantwortung oder Egoismus. Drache oder Mensch...

Abgefahren und zwar im negativen Sinne fand ich diese merkwürdige Szene, in der Ember ihrem eigenen Drachen während ihrer Bewusstlosigkeit "begegnet" (wieso hat sie eigentlich nur einen Namen und Riley/ Cobalt zwei?). Ich weiß weder, was ich damit anfangen soll, noch inwiefern diese Szene nötig ist...

Für das "Durchhalten" wurde ich dann aber mit einer epischen Schlacht belohnt, die aufregend und elektrisierend war. Ich meine hallo?! Wenn plötzlich Todfeinde zusammen gegen eine noch größere Bedrohung antreten... o.O Zudem hat Julie Kagawa einen angenehmen, kurzweiligen Schreibstil, durch den man durch die Seiten fliegt, auch wenn die erste Hälfte nicht gerade handlungsreich ist.

Nun bin ich mehr als gespannt auf den finalen Band, die endgültige Schlacht und wie alles ausgeht. Leider habe ich da einige Vermutungen, von denen ich hoffe, dass sie sich nicht bewahrheiten...