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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.11.2020

Enttäuschend

Funkenmord (Kluftinger-Krimis 11)
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In seinem elften Fall rollt Kluftinger einen „Cold Case“ auf. Bei dem lang zurückliegenden Fall ist Kluftinger der Meinung, dass damals der falsche Täter verurteilt wurde und möchte nun den Fall um die ...

In seinem elften Fall rollt Kluftinger einen „Cold Case“ auf. Bei dem lang zurückliegenden Fall ist Kluftinger der Meinung, dass damals der falsche Täter verurteilt wurde und möchte nun den Fall um die Ermordung von Karin Kruse lösen. Auch erhält seine Abteilung Zuwachs mit der jungen Kommissarin Lucy.
Die Protagonisten werden mir zu farblos charakterisiert. Gerade Kluftinger wird als eher minderbemittelt dargestellt und die Ermittlungen sind wenig glaubwürdig.
Die Handlung plätschert vor sich hin, es ist kaum Spannung vorhanden und das wenigste hat mit dem Fall zu tun. Es werden etliche Klischees bedient und dann wird auch noch eine Thermomix-Verkaufsveranstaltung eingebunden. Der einfache Schreibstil liest sich phasenweise abgehackt und nicht immer flüssig, auch fehlt der Humor, der in den früheren Bänden noch vorhanden war.
Wer Band elf lesen möchte, sollte meiner Meinung nach, erst den vorherigen gelesen haben, da sonst etliches nicht verständlich ist.
Meine Erwartungen an das Buch wurden überhaupt nicht erfüllt und ich bin enttäuscht, wie die Qualität sich in von Band zu Band verschlechtert.

Veröffentlicht am 13.08.2020

Langatmig

42 Grad
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Das Buch handelt von einem Jahrhundertsommer, in dem es zu einer Dürre mit Wasserknappheit und Bränden kommt. Die Experten Julius (Hydrologe) und Elsa (IT-Spezialistin) erkennen die Vorzeichen, aber ihnen ...

Das Buch handelt von einem Jahrhundertsommer, in dem es zu einer Dürre mit Wasserknappheit und Bränden kommt. Die Experten Julius (Hydrologe) und Elsa (IT-Spezialistin) erkennen die Vorzeichen, aber ihnen wird zunächst keine Beachtung geschenkt. Sie begeben sich auf die Suche nach der Ursache und es scheint, dass nicht nur die Klimakatastrophe eine Rolle spielt …
Die Protagonisten sind oberflächlich, distanziert und austauschbar dargestellt, dadurch kann zu keinem eine Beziehung aufgebaut werden. Die Dialoge sind häufig nichtssagend und unnötig.
Die Ereignisse werden oft übertrieben und weit hergeholt dargestellt, z.B. wie Elsa fast im Alleingang alles aufdeckt. Dagegen gelang es dem Autor, die Folgen der Wasserknappheit (wie Habgier, Gewalt oder die Hilflosigkeit der Behörden) gut einzufangen.
Viele Szenen werden nur angerissen und verlaufen dann ins Leere. Einige Handlungsstränge werden zum Schluss zusammengeführt, aber das Ende des Buches ist für mich unglaubwürdig (Dürre ist plötzlich verschwunden, Flugzeugabschuss). Die Handlung wird durch Zusammenfassungen im Nachrichtenstil oder Interviews ergänzt. Der flüssige Schreibstil ist nüchtern und lässt Emotionen vermissen.
Die Idee des Autors das Thema Klimakatastrophe mit einer Terroristen-Geschichte und einer politischen Geschichte zu vermischen ist nicht gelungen.

Veröffentlicht am 29.07.2020

Enttäuschend

Schwarzer August
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Leander Lost, ein Austauschkommissar aus Deutschland, ermittelt in seinem vierten Fall in Fuseta.
Leander Lost ist mit seiner Freundin Soraia zusammengezogen und genießt die Zweisamkeit. Nach der Explosion ...

Leander Lost, ein Austauschkommissar aus Deutschland, ermittelt in seinem vierten Fall in Fuseta.
Leander Lost ist mit seiner Freundin Soraia zusammengezogen und genießt die Zweisamkeit. Nach der Explosion einer Autobombe vor einer Bank wird Leander hinzugezogen. Auf diesen Anschlag folgen weitere.
Dir Protagonisten werden interessant charakterisiert; gerade Leander Losts Darstellung mit seinem Asperger-Syndrom ist etwas anderes und das „Anderssein“ führt ab und zu einmal zum Schmunzeln.
Der verworrene Fall mit unglaubwürdigen Wendungen lässt keine Spannung aufkommen und Leander Losts Verliebtheit hilft auch nicht gerade bei den Ermittlungen. Ebenso nervte es mich, dass zum Ende plötzlich ein Täter „aus dem Hut gezaubert“ wurde.
Die Beschreibungen der Algarve sind bildhaft schön dargestellt, aber besser in einem Reiseführer aufgehoben.
Der Schreibstil ist flüssig, aber die Unmenge an Dialogen nervten und wie sich alles in die Länge zog (ein Viertel an Seiten hätte für dieses Buch ausgereicht).
Für mich war dies das erste Buch um Leander Lost und ich war sehr enttäuscht, da ich viel Gutes um die Reihe gehört habe und dies ist nicht einmal durchschnittlicher Krimi für mich.

Veröffentlicht am 11.07.2020

Langatmig und ohne Spannung

DUNKEL
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Die Kommissarin Hulda Hermannsdóttir soll früher, als geplant, in Pension gehen um einem jungen Kollegen Platz zu machen. Ihr Vorgesetzter erlaubt ihr, sich einen ungelösten Fall auszusuchen und Hulda ...

Die Kommissarin Hulda Hermannsdóttir soll früher, als geplant, in Pension gehen um einem jungen Kollegen Platz zu machen. Ihr Vorgesetzter erlaubt ihr, sich einen ungelösten Fall auszusuchen und Hulda entscheidet sich für einen cold case, wo der Tod einer jungen Frau Rätsel aufwirft und sie versucht die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Die Geschichte wird auf drei Zeitebenen erzählt, wobei die die Nebenstränge mir relativ sinnlos und als Lückenfüller vorkamen. Der Spannungsaufbau fehlte komplett.
Die Protagonisten sind farblos, inhaltslos und langweilig dargestellt. Dazu passen die einfallslosen Dialoge. Hulda ist eine eher ungewöhnliche Protagonistin, eine Einzelgängerin die mir zu Beginn sympathisch war, im Laufe der Geschichte aber immer unsympathischer wurde. Der Schreibstil ist sehr langatmig und vermittelt eine düstere Atmosphäre.
Die Trilogie ist so aufgebaut, dass sie mit dem Schluss beginnt und für mich dies eigentlich der letzte Band sein sollte. Ich sehe in dieser Reihenfolge keinen Sinn und das Ende des Buches sagte mir gar nicht zu.
Die Tatsache, dass dies einer der 100 besten Krimis und Thriller seit 1948 laut The Times sein soll, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.

Veröffentlicht am 17.06.2020

Chaotisch

Beachdating
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Nachdem Annabelles Zypernurlaub ins Wasser fällt, trifft sie die Entscheidung zum Campen an einen Oberpfälzer See. In ihrem ersten Campingurlaub ist von Entspannung wenig Rede. Bei der Anfahrt zum Campingplatz ...

Nachdem Annabelles Zypernurlaub ins Wasser fällt, trifft sie die Entscheidung zum Campen an einen Oberpfälzer See. In ihrem ersten Campingurlaub ist von Entspannung wenig Rede. Bei der Anfahrt zum Campingplatz lernt sie vier Männer kennen und neben ihrem Zelt campiert eine Zeltlagergruppe. Um die Singlefrau schwärmen die Männer …
Die Charaktere bleiben oberflächlich; mir waren es zu viele Personen, einige wenige und dafür besser ausgearbeitet hätten der Geschichte besser getan. Die Handlung hätte an jedem beliebigen See und Campingplatz sein können, die Oberpfalz bleibt in dem Buch in der Ferne. Die chaotische Geschichte konnte mich nicht überzeugen, da sie ohne jeglichen Tiefgang war und die Handlung so vor sich hin plätscherte.
Der schlichte Schreibstil liest sich gut, phasenweise humorvoll.