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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.08.2021

Kleinstadtidylle

Someone like you
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Nachdem ihre Beziehung zerbrach, übernimmt Dr. Nora Walsh die Arztpraxis in Moonflower Bay um dort neu zu beginnen. Sie wird herzlich aufgenommen. Dort läuft ihr als Jake Ramsey über den Weg, der seit ...

Nachdem ihre Beziehung zerbrach, übernimmt Dr. Nora Walsh die Arztpraxis in Moonflower Bay um dort neu zu beginnen. Sie wird herzlich aufgenommen. Dort läuft ihr als Jake Ramsey über den Weg, der seit einigen Schicksalsschlägen zum Einzelgänger wurde. Nora gelingt es Jake aus der Reserve zu locken.
Die Handlung ähnelt der des ersten Bandes um Moonflower Bay mit natürlich anderen Hauptfiguren und auch dieses Mal spielen die „liebenswerten und schrulligen“ Bewohner des Kleinstädtchens eine Rolle. Die Protagonisten werden liebevoll, mit ihren Ecken und Kanten, gezeichnet. Allerdings werden mir Jake und Nora zu naiv dargestellt. Zwar kämpft Jake noch mit dem Tod seines Sohnes und dies ist gut in die Handlung eingebettet, allerdings ist mir der Ablauf zu glatt und „rosarot“ bei der Beziehung zwischen. Die Schauplätze sind plastisch beschrieben. Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive erzählt, wodurch man einiges über die jeweiligen Gefühle und der Vergangenheit erfährt. Der lockere Schreibstil liest sich angenehm und immer wieder gibt es Stellen zum Schmunzeln.
Für mich ist dies ein Buch für zwischendurch mit einem „Ausflug in eine heile Welt“.

Veröffentlicht am 22.08.2021

Wechselbad der Gefühle

Und immer nur du
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Nach dem Tod ihrer Mutter kehrt Fenja an ihren Heimatort zurück, um dort deren Nachlass zu regeln. Vor vierzehn Jahren verließ sie Dahrenburg mit ihrem Vater, nachdem sich ihre Eltern trennten und ihre ...

Nach dem Tod ihrer Mutter kehrt Fenja an ihren Heimatort zurück, um dort deren Nachlass zu regeln. Vor vierzehn Jahren verließ sie Dahrenburg mit ihrem Vater, nachdem sich ihre Eltern trennten und ihre Jugendliebe Elias die Beziehung ohne Grund beendete. Nun gerät ihre Welt nochmals durcheinander, als sie einiges aus der damaligen Zeit erfährt und die Ereignisse der Vergangenheit in einem anderen Zusammenhang zeigen.
Die Hauptprotagonisten werden überwiegend authentisch und sympathisch mit ihren Ecken und Kanten, dargestellt; wobei mir einige der Nebenprotagonisten nicht zusagten. Die Geschichte beinhaltet wichtige Themen wie erste Liebe, Missverständnisse, Trauer, Freundschaft und die Aufarbeitung der Vergangenheit. Die Handlung wird bildhaft und emotional erzählt, allerdings gibt es immer wieder langatmige Szenen. Aufgrund verschiedener Wendungen bleibt es spannend, allerdings gibt es ein unerwartetes Ende und dieses konnte mich nicht überzeugen bzw. bin nicht damit einverstanden. Die Region ist anschaulich beschrieben und gut eingefangen. Der flüssige Schreibstil liest sich angenehm.
Josefine Weiss erzählt eine emotionale Geschichte mit einem Wechselbad der Gefühle, die durchaus lesenswert ist, allerdings gefiel mir das „Schock-Ende“ nicht.

Veröffentlicht am 13.08.2021

Auftakt der Ronnefeldt-Saga

Die Teehändlerin
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Die Geschichte der Ronnefeldt-Saga beginnt 1938 und ist in Frankfurt angesiedelt. Friederike, Kaufmannstochter, Ehefrau des Teehändlers Tobias Ronnefeldt und Mutter, liebt Tee und hilft im Laden hin und ...

Die Geschichte der Ronnefeldt-Saga beginnt 1938 und ist in Frankfurt angesiedelt. Friederike, Kaufmannstochter, Ehefrau des Teehändlers Tobias Ronnefeldt und Mutter, liebt Tee und hilft im Laden hin und wieder mit. Doch als Frau bleiben ihr Einblicke in den Handel verwehrt. Als ihr Mann Tobias zu einer monatelangen Reise nach China aufbricht, merkt sie, dass dem Prokuristen nicht zu trauen ist und nimmt die Geschicke des Unternehmens selbst in die Hand. Diese Herausforderung gestaltet sich nicht einfach.
Die Protagonisten werden authentisch, mit ihren Ecken und Kanten, bildhaft und überwiegend sympathisch dargestellt. Die Schauplätze sind authentisch beschrieben und man fühlt sich in das 19. Jahrhundert zurückversetzt. Der Roman beruht auf historischen Fakten. Die Handlung bot einige Wendungen an, trotzdem war es für mich nicht besonders spannend und phasenweise langatmig. Das Buch ist flüssig und verständlich geschrieben. Angenehm finde ich auch das Figurenverzeichnis zu Beginn des Buches, sowie die Karte des historischen Frankfurts.
Dieses historische Buch über Frauenschicksal im 19. Jahrhundert und Stadt-/Firmengeschichte ist zwar unterhaltsam, wird mir aber nicht besonders im Gedächtnis bleiben.

Veröffentlicht am 15.07.2021

Fiktion?

Brenzlige Wahlen
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Dem Roman liegt die Bundestagswahl des Jahres 2021 während der Pandemie zugrunde. Es gibt keinen Wahlsieger und es kommt eine Minderheitsregierung zustande. Nun werden die Auswirkungen der Wahl und Pandemie ...

Dem Roman liegt die Bundestagswahl des Jahres 2021 während der Pandemie zugrunde. Es gibt keinen Wahlsieger und es kommt eine Minderheitsregierung zustande. Nun werden die Auswirkungen der Wahl und Pandemie in fiktiver Weise dargestellt …
Dieser Roman zeigt in fiktionaler Handlung auf, wie die Auswirkungen auf ein Land mit einer Minderheitenregierung sein können. In einem gedanklichen Experiment werden, phasenweise überspitzt, die Spaltung der Gesellschaft, die Politikverdrossenheit, Frustration, Verzweiflung und Hoffnung beschrieben, sowie die damit verbundenen Auswirkungen auf die Familie Buschner. Manche Abschnitte vermitteln eine gewisse Authentizität und lassen einen mit einem mulmigen Gefühl zurück. Der Schreibstil konnte mich nicht immer überzeugen und gerade zu Beginn fand ich die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart anstrengend, wie auch etliche der Dialoge im Laufe des Buches. Die Protagonisten werden mit ihren Ecken und Kanten dargestellt und entwickeln sich weiter.
Dies ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt. Im Herbst wird sich zeigen, ob es Fiktion bleiben wird oder einiges Realität werden wird.

Veröffentlicht am 14.07.2021

Auftakt der Jonah Colley-Reihe

Die Verlorenen
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Jonah Colley ist Polizist bei einer bewaffneten Spezialeinheit in London. Nachdem sein Sohn vor zehn Jahren verschwunden ist, veränderte sich sein Leben. Nun meldet sich überraschend sein ehemals bester ...

Jonah Colley ist Polizist bei einer bewaffneten Spezialeinheit in London. Nachdem sein Sohn vor zehn Jahren verschwunden ist, veränderte sich sein Leben. Nun meldet sich überraschend sein ehemals bester Freund, zu dem der Kontakt vor zehn Jahren abbrach, und bittet um ein Treffen. Doch am Treffpunkt findet Jonah nur Tode und damit beginnt für ihn ein Albtraum …
Die Handlung erscheint mir ziemlich konstruiert und an den Haaren herbeigezogen. Das beginnt schon bei Jonah, der einerseits einen interessanten Eindruck macht, andererseits erwarte ich von einem Polizisten andere Reaktionen und seine Aktivitäten trotz seiner Verletzungen finde ich unglaubwürdig. Der „Thriller“ ist zu Beginn spannend, gerade mit aufregenden Schilderungen im Lagerhaus, flaut aber zunehmendes ab. Die Wendungen erscheinen mir zum größten Teil nicht plausibel und diverse Entscheidungen sind nur schwer nachvollziehbar. Die Protagonisten erscheinen mir überwiegend oberflächlich, mit unlogischem Verhalten und unsympathisch. Dagegen gefiel mir der angenehme und flüssige Schreibstil.
Obwohl ich von dem Serienauftakt enttäuscht bin und das Buch mich nicht wirklich fesseln konnte, werde ich einem Folgeband wahrscheinlich eine Chance geben.